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BeitragVerfasst: 20.10.2011, 20:52 
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Also ich brauche keine Entleerungsschraube, wieder eine Möglichkeit von Undichtheit. Ich sauge mit einer größeren Injektionspritze, an welche ein Silikonschlauch statt der Nadel angesteckt ist und führe diesen über das Sicherheitsventil in den Kessel, welchen ich in eine Richtung leicht schräg stelle und den Schlauch auf den tiefsten Punkt führe und so absauge. Will ich es noch ganz trocken haben fahre ich mit Druckluft am Rollprüfstand den letzten Rest aus und habe so auch die Zylinder trocken.
Aber noch feiner wäre es, wenn die Lokhersteller ein Messing mit höherem Kupfergehalt oder gleich Kupfer für den Kessel verwenden würden. Die Preise sind ohnehin keine Dumpingpreise für die Bausätze.
Die Hoffnung stirbt zuletzt-
Gerhard


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BeitragVerfasst: 21.10.2011, 10:03 
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ga40at hat geschrieben:
Ich sauge mit einer größeren Injektionspritze, an welche ein Silikonschlauch statt der Nadel angesteckt ist und führe diesen über das Sicherheitsventil in den Kessel, welchen ich in eine Richtung leicht schräg stelle und den Schlauch auf den tiefsten Punkt führe und so absauge


So ähnlich handhabe ich die Sache auch.

Wer's ganz trocken haben möchte könnte ja den Kessel noch ein paar Minuten mit dem Fön auf Temperatur bringen.
Eine Öffnung zum entweichen der Restfeuchtigkeit, Sicherheitsventil abschrauben etc., ist latürnich Voraussetzung.

Habe auch schon mit dem Brenner der Lok, ca. 1/2 Minute laufen lassen, dem Kessel die Restfeuchtigkeit ausgetrieben. Aber bitte nicht nachmachen oder hier diskutieren sonst setzt sich die unselige "Trockenfahr"-Diskussion wieder fort.

Gruß, Gerald :wink:

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BeitragVerfasst: 21.10.2011, 11:35 
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ga40at hat geschrieben:
Also ich brauche keine Entleerungsschraube, wieder eine Möglichkeit von Undichtheit.

Es dürfte wohl keine grosse Sache sein eine Entleerungsschraube dicht zu bekommen solange diese einigermassen vernünftig zugänglich ist, oder doch?
ga40at hat geschrieben:
Ich sauge mit einer größeren Injektionspritze, an welche ein Silikonschlauch statt der Nadel angesteckt ist und führe diesen über das Sicherheitsventil in den Kessel, welchen ich in eine Richtung leicht schräg stelle und den Schlauch auf den tiefsten Punkt führe und so absauge.

Das habe ich auch einige Zeit genau so gemacht jedoch festgestellt dass so eine rechter Teil des Restwassers doch nicht entfernt werden kann. Da ich dann den Rest wieder auskippen musste habe es gleich so gemacht.
ga40at hat geschrieben:
Will ich es noch ganz trocken haben fahre ich mit Druckluft am Rollprüfstand den letzten Rest aus und habe so auch die Zylinder trocken.

Das setzt eine Druckluftquelle (hat jeder einen Kompressor zuhause?) voraus, braucht viel Zeit und wäre mir daher zu aufwändig. Auch zu aufwändig wäre mir das Restwasser durch sanftes erwärmen mit einem Heizgebläse (Haartrockner, Industriefön) auszutrocknen, mit dem eingebauten Brenner mache ich es ganz sicher nicht.
Für mich immer noch die eleganteste Lösung ist daher die Möglichkeit das Wasser an einer geeigneten Stelle ablassen zu können und wie es Gerhard schon geschrieben hat:
ga40at hat geschrieben:
Aber noch feiner wäre es, wenn die Lokhersteller ein Messing mit höherem Kupfergehalt oder gleich Kupfer für den Kessel verwenden würden.

Immerhin gibt es Hersteller die das so anbieten.....

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BeitragVerfasst: 21.10.2011, 19:11 
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Hallo alle zusammen,

ich habe mal den Thread überflogen,
und mußte feststellen, das schon viel geschrieben wurde,
aber zur Beschaffenheit des Wasser wurde fast nur über den PH-Wert geschrieben.

Da ich meinen Kessel bisher mit Wasser gelagert habe geht dieses Thema auch nicht spurlos an mir vorbei :GR

Ich werde mir die Tage mal die Mühe machen und mir die anderen Threads zum Kesselwasser durchlesen,
und dann meine Gedanken niederschreiben.

Denn beim Thema "Entzinkung" wird ja auch über das von Ernst erwähnte Chlorid geschrieben:


Gruß
Sascha :)

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BeitragVerfasst: 22.10.2011, 09:58 
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Hallo black.man
da hast Du aber nur oberflächlich den Thread überfolgen, denn schon am 16.09. hat MechanikerMeister einen Test von Seppelfricke zur Verfügung gestellt, wo eindeutig Chloirde[/color] im Wasser ab 40mg/lt bei Messing mit höherem Zinkanteil zur Entzinkung beiträgt und ich habe auf diesen informativen Beitrag auch am 15.10. hingewiesen.
Beste Grüße
Gerhard


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BeitragVerfasst: 22.10.2011, 10:51 
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*** Moderator
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Hallo Gerhard,

danke für deine beiden Hinweise.
(Ob nun nur überflogen oder oberflächlich überflogen macht keinen Unterschied :wink: )

Ich habe noch eine PDF- Datei gefunden,
dort wird noch die Karbonathärte mit einbezogen:

In der Tuner-Tabelle wird auf Seite zwei gezeigt, das die Entzinkung abhängig von
der Karbonathärte und dem Chloridgehalt ist.
Aber hartes Wasser können wir ja auch nicht verwenden (Kesselstein)!

Hat schon mal jemand den Chloridgehalt gemessen bzw. ermittellt


Gruß
Sascha :)

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BeitragVerfasst: 22.10.2011, 13:32 
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Hallo zusammen :flt: ,
da ja das Thema Kondensat in den Zylindern auch angesprochen wurde
wollte ich fragen ob es nun wichtig ist das aus den Zylindern
Restwasser herauszubekommen oder kann man es drinnen lassen :?: :?:

Gruß Simon :flt: .


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BeitragVerfasst: 23.10.2011, 16:39 
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Hallo Dampfbahner
auf Deine Frage kann man nur so antworten, enthärtetes Wasser mit eine Chloridanteil unter 40mg/lt wird nichts angreifen. Wasser aus Enthärtungsanlagen mit Inonentauscher, welche mit Salz regeneriert werden haben meist einen höheren Chloridanteil.
Chlorid greift sogar Edelsahl 1.4301 und Stahl in Beton an, aber der Nachweis oder Test ist am besten in einem Labor durchzuführen. Es gibt wohl von Merck verschiedene Testmethoden, die einfachen für den Normalgebrauch zu verwendenden Analysestäbchen sind aber wegen der Abstufung 500mg -1000mg/lt viel zu ungenau und für die genaueren benötigt man Chemikaliensätze von Amoniak, Salpetersäure, Wasserstoffsuperoxid und Chloridstandardlösungen, soweit mein Wissen.
Gerhard


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BeitragVerfasst: 17.11.2011, 17:38 
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Hallo
mir ist zu oben sthenden Fragen des Angriffs auf Messing bzw. des enthaltenen Zinks noch etwas eingefallen, nämlich
man könnte in den Kessel ein Dewatering Fluid mit Korrosionschutz einsprühen. Diese Mittel haben sehr gute Kriecheigenschaften und unterwandern den Wasserfilm und bilden einen Korrosionschutz gegen die Zinkpest, aber auch auf Eisenteilen aus. Grosse Erfahrungen haben wir da bei der Herstellung von gewalzten verzinkten Profilen gemacht.
So ein Mittel ist z.B im 2-Radhandel unter Castrol Motorcycle DWF in Spraydosen erhältlich.
Die Ms-Zylinder würden falls man nicht ölfrei fährt - mit der Zylinderöl-Emulsion, welche sehr gute Metallhafteigenschaften hat, geschützt sein.
Beste Grüße
Gerhard


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BeitragVerfasst: 18.05.2012, 15:10 
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Hallo
ich habe einfache Meßstreifen im Pool-Zubehör gefunden, welche auch freie Chloride innerhalb von 15 sek. anzeigen. Diese Streifen haben den Namen Bestway, Pool &Spa Test Strips.
Diese Chloride sind ja der Hauptgrund für den Zinkfras bei Messing und die Chloride gibt es überall dort, wo das enthärtete Wasser über Ionentauscher gemacht wird, welche mit Salzen regeneriert werden.
Echtes destilliertes Wasser zu bekommen ist nicht einfach, aber vielleicht mittels dieser Meßstreifen leichter.
Beste Grüße
Gerhard


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BeitragVerfasst: 18.05.2012, 16:05 
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**** SchienenDampfer
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Hallo Gerhard,

ich habe seinerzeit, von einem Kollegen aus meinem Club CR IIm, (vor ca 18 Jahren) eine kleine Dose Antikorrosions-Oel für Bootsmotoren bekommen, es wirkt auch gegen Kesselstein. Das Mittel war von Volvo. Er hat immer seine Aster-Kessel damit gepflegt.Auf der Filmdose steht handgeschrieben : Exo oder Erlo. Kennst du das?
Wäre das auch eine Alternative?

LG Pierre


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BeitragVerfasst: 18.05.2012, 18:27 
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Hallo allerseits!

Bin beileibe kein Experte auf dem Gebiet der Wassertechnik. In der Einrichtung in der ich arbeite wird das ziemlich harte -16° DH- aus der öffentlichen Leitung kommende Wasser mit einer Ionentauscheranlage welche mit Salz regeneriert wird, entkalkt.

Um der Korrossion der -teilweise noch im älteren Teil des Gebäudes- verlegten Leitungen aus Eisen vorzubeugen -durch die Senkung des Kalkwertes im Wasser- wird durch eine Dosieranlage noch ein Mineralstoff auf Phosphatbasis zudosiert um so der Beschädigung durch das entkalkte und somit agressivere Trinkwasser entgegen zu wirken.

Ein nahmhafter Hersteller dieser Anlagen und der Chemikalien zu Wasseraufbereitung (von dem auch die Anlage stammt) sitzt in Oberösterreich/Mondsee und hat eine Palette an verschiedenen Phosphaten, unseres trägt die Bezeichnung "FE" am Ende, also Ferrum für Eisen. Habe mich mit der Materie noch nicht so intensiv beschäftigt. Aber eines dieser "Mittelchen" wird wohl auch bei demineralisierten Wasser den nötigen Ausgleich herstellen um aus dem sonst agressiven Wasser ein Messingverträgliches (Lokfreundliches) Wasser herzustellen. :GR

Gruß, Gerald :wink:

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