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 Betreff des Beitrags: Re: Regner 994701 Prignitzer
BeitragVerfasst: 23.05.2016, 23:55 
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Hallo Christian,

Zitat:
Das Eiern der Räder bereitet mir auch schlaflose Nächte. Ist ein Nachstellen üblich?


Also normal ist das nicht. Ich würde das reklamieren. Bei meiner Mh laufen die Räder schön rund.
Nachstellen? Bei eiernden Räder gibts nichts nachzustellen. Das einzige was mir einfällt wäre neu ausdrehen und ausbuchsen.

Beste Grüße,

Marco


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 Betreff des Beitrags: Re: Regner 994701 Prignitzer
BeitragVerfasst: 24.05.2016, 07:40 
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Hallo Christian!

Das nachfolgende Foto zeigt ein 80 mm Durchmesser großes Schwungrad mit Originalwelle von Regner. Bohrung 4 mm, die Welle ist bis auf`s 1/100 genau 4 mm. Trotzdem lässt sich das Schwungrad minimalst auf der Welle kippeln (wenn man das so bezeichnen will) und kann im ungünstigsten Fall zu einem nicht 100prozentigem Rundlauf führen.

Bild

Bei den Lokomotivrädern, die ja wesentlich kleiner sind, sollte das Spiel im Rundlauf nicht auffällig sein. "Eiern" ist ein sehr dehnbarer Begriff. Regner reibt die Farbe bei den Modellen bereits aus dem Rahmen, damit die Achsen ohne Nacharbeit genau einzusetzen sind und auch die Räder lassen sich ohne Nacharbeit auf die Wellen schieben. Ich hoffe, dass Du die Bohrung der Räder nicht aufgerieben hast, denn dann sind sie evtl. schief!

Hast Du alles richtig gemacht und der Schlag der Räder ist ja sichtbar, frag bitte bei Regner`s nach Rat.

Mit lieben Grüßen
Thomas


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 Betreff des Beitrags: Re: Regner 994701 Prignitzer
BeitragVerfasst: 24.05.2016, 09:25 
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Hallo Christian!
Habe mir gerade die Fotos von den Zylindern angesehen. Bei den Schieberschubstangen musst Du das Gewinde zum Schieberstangenkopf einkürzen damit es in der Führung nicht hackt.
Wenn Du die Räder nicht nachbearbeitet hast, kannst Du ruhig schlafen, der leichte Schlag ist durch die einseitige Befestigung mit der Madenschraube bedingt. Abhilfe kann da nur eine zweite Bohrung auf der Gegenseite schaffen.
Durch das Radreifenprofil hat die Maschine die Tendenz immer in die Schienenmitte zu kommen. Das von Dir befürchtete kippeln, wanken, neigen usw. wird mangels Masse nicht zum tragen kommen.
VlG Friedl


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 Betreff des Beitrags: Re: Regner 994701 Prignitzer
BeitragVerfasst: 29.05.2016, 20:16 
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Hallo,

ich habe heute gegrillt und beim anheizen der Kohle gemerkt, so eine Kohlelok wäre auch interessant. Naja, will erst mal mit meinem Projekt klarkommen, einen Schritt nach dem anderen. Aber infiziert bin ich schon.

Vielen Dank an alle die mir Tipps und Meinungen zu den „eiernden“ Rädern geschrieben haben. Ich habe an den Rädern nichts nachgearbeitet. Die Räder wurden offensichtlich nach dem Lackieren von Regner Lackfrei bearbeitet. Sie passten auch gut und ich werde es erst einmal dabei belassen. Die Klemmung und das Aufkleben der Radreifen bringt auch Ungenauigkeiten in das System. Jeder Schritt soll genau ausgeführt werden. Manchmal sehe ich vielleicht Probleme wo keine sind, mir fehlt noch die Erfahrung.


Ich hatte wenig Zeit und mich nur um das Gestänge gekümmert. Ich habe alle Verbindungen zusammen gesteckt und die Lagerbohrungen durchgerieben. Dazu benutze ich eine 2H7 oder 3H7 Reibahle. Entfernt wird eigentlich nur die Oberflächenbeschichtung. Ich weiß nicht womit das Messing behandelt wird. Die Umsteuerschwinge mit dem Gleitstein habe ich auch vorab montiert. Lief sehr hakelig. Ich habe alles mit Molicote gut eingeschmiert und irgendeine behämmerte Fernsehsendung lang das Gestänge bewegt. Danach lief alles seidenweich. Das Entfernen der Einlaufpaste war allerdings mühsam. Ich habe aber nichts nachschleifen müssen. Freue mich auf das weitere montieren.

@Friedl

Das kürzen des Gewindes soll doch sicher verhindern, dass das Gewinde der Schieberstange in die Schieberstangenführung gerät, oder?
So weit bin ich noch nicht, werde es aber im Hinterkopf behalten, danke.

Dabei habe ich mir mal die Justierung des Steuerschiebers angesehen. Bei der Schieberstangeneinstellung fiel mir auf, dass der Schieberstangenkopf mit dem Befestigungsflansch immer außen liegt. Da Schieberplättchen und Schieberstangenkopf jeweils ein Rechtsgewinde haben, führt ein verdrehen der Schieberstange nur zu einer Verschiebeung der selbigen. Ein justieren der Schiebermuschel ist also nur durch ein verdrehen des Schieberstangenkopfes um eine komplette Umdrehung möglich. Steigung M2 = 0,4mm. Das heißt eine Justierung ist nur in 0,4mm Schritten möglich. Scheint ja zu reichen oder habe ich wieder irgendeinen Gedankenfehler?

Viele Grüße
Christian


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 Betreff des Beitrags: Re: Regner 994701 Prignitzer
BeitragVerfasst: 05.06.2016, 20:53 
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Hallo,

Das Wochenende habe ich zum intensiven Bauen benutzt. Und als ich so im Baurausch war habe ich immer wieder vergessen Fotos zu machen. Da wo zum dokumentieren Fotos fehlten habe sie dann jetzt beim schreiben an dem montierten Fahrgestell nachgeholt. An den Abenden in der Woche habe ich einige Vorarbeiten erledigt. Ich habe alle Teile in die Hand genommen und Grat entfernt, Gewinde nachgeschnitten und Oberflächen bearbeitet oder poliert.

Der weitere Zusammenbau ging nach Bauplan ohne Probleme. Die Schiebermuschel und das Schieberplättchen habe ich sorgfältig entgratet, mehr war aber auch nicht nötig, das Plättchen liegt locker in der Nut.

Bild

Die Kreuzköpfe mussten im Bereich der Führungsnut für die Treibstangen leicht eingeschliffen werden, damit nachher sich die Treibstangen leicht bewegen können. Die Kreuzköpfe habe ich dann, wie im Bauplan zu sehen, bis zum Anschlag auf die Kolbenstangen aufgeschraubt, dass Gewinde vorher in Omnifit getaucht. Nach entfernen der vorderen Befestigungsblöcke wurden die Zylinder in den Rahmen eingefädelt, bis zum unteren Anschlag geschoben und leicht angezogen. Ich musste keine Farbe aus der Führungsnut im Rahmen entfernen.
Beim Versuch die linke Kreuzkopfführung an den Führungshalter zu befestigen zeigte sich, dass die Zylinder ausgerichtet werden müssen.



Bild



Bild

Ich musste lediglich die Befestigungsschraube Richtung Kolbenstange lösen, den Zylinder etwas verdrehen und die Kreuzkopfführungsleiste in die richtige Position bringen. Danach stand der Zylinder auch parallel zum Rahmen. Dann noch Kreuzkopfführungsleiste am Halter verschraubt, die Leistenhalter am Zylinder ausgerichtet und verschraubt und die Kolbenstange hin und her bewegt. Sie ließ sich leicht bewegen und der Kreuzkopf hatte in jeder Stellung ein wenig Spiel zur Führungsleiste. Ich dachte noch, dass war ja einfach und habe mich gleich an die rechte Seite gemacht. Also gleiche Vorgehensweise wie auf der linken Seite. Als ich die Kolbenstange verschieben wollte ließ sich diese nur mit hohem Kraftaufwand bewegen. Zuerst wusste ich nicht in welche Richtung die Führungsleiste im Kreuzkopf verkanntet. Zuerst habe ich versucht durch verschieben des Leistenhalters am Rahmen und leichtes verdrehen des Halters am Zylinder die Einstellung zu optimieren. Es ging dann auch leichter war aber im Vergleich zur anderen Seite inakzeptabel. Als ich die Führungsleiste vom Rahmenhalter gelöst habe, lief die Kolbenstange Leichtgängig. Ich konnte mich erinnern, dass Zoltan bei seiner Vulkan ein ähnliches Problem hatte. Zylinder ausgemessen und auch bei mir ist bei dem Zylinder der Abstand Kolbenstange zum Rahmen größer als auf der anderen Seite. Wahrscheinlich hätte es gereicht den Lack von der Anschraubfläche zu schleifen, habe mich aber für die einfachere Lösung entschieden. Unter die Führungsleiste habe ich eine 2/10 Messingscheibe gelegt und dann hat nach erneuter Einstellung auch diese Führung geflutscht.

Bild

Als nächstes wollte ich die Treibstangen anpassen. Diese sind bereits von Regner zweimal gekröpft, müssen aber noch nachgebogen werden. Auf dem Treibzapfen kommen nach Bauplan eine 3mm Beilagscheibe, die Kuppelstange eine 4mm Beilagscheibe (die lag dem Bausatz allerdings nicht bei) Treibstange und Kurbel. Ich habe 3mm Scheiben genommen und die Bohrung auf 4mm aufgerieben. Da die 3mm Scheiben ohnehin dünner sind habe ich zwei verwendet, somit ist der Abstand etwas größer als bei einer 4mm Scheibe. Der Flansch auf der Treibstange ist breit genug und ich wollte sowieso einen größeren Abstand zwischen Treib – und Kuppelstange.

Bild

Um zu verhindern, dass die Treibstange an der Befestigungsschraube der Kuppelstange am mittleren Rad hängenbleibt,

Bild

habe ich die Treibstange ca. 2 cm vom Treibradzapfen (blaue Markierung vorletztes Bild) in einem leichten Winkel gebogen. Somit vergrößert sich der Abstand zur Schraube. Am Kreuzkopf musste die Treibachse durch verändern der bestehenden Kröpfung angepasst werden. Man muss ständig nachbiegen und anpassen bis es richtig sitzt ist aber sehr einfach im Schraubstock zu machen. Die Biegungen habe ich so ausgeführt, dass bei mittig ausgerichteter Treibachse die Treibstange gerade aus dem Kreuzkopf herausführt und am Treibrad im rechten Winkel zum Treibzapfen ankommt.

So, ich werde den Baubericht für Heute beenden. Bin dieses Wochenende ganz gut voran gekommen, es gab bis jetzt auch kaum wirklich große Probleme. Mit Euren Rat und den vielen Berichten zu jedem Thema ist man schon mal gut vorbereitet.
Am Freitag bekam ich eine Versandmitteilung von UPS, ein Paket von Regner ist unterwegs. Ich gehe mal davon aus, dass sie mir den Kessel schicken und nicht das Lokgehäuse. :shock:

Schönes Restwochenende und
Viele Grüße
Christian


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 Betreff des Beitrags: Re: Regner 994701 Prignitzer
BeitragVerfasst: 06.06.2016, 13:26 
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ChristianH hat geschrieben:
Am Freitag bekam ich eine Versandmitteilung von UPS, ein Paket von Regner ist unterwegs. Ich gehe mal davon aus, dass sie mir den Kessel schicken und nicht das Lokgehäuse. :shock:

Schönes Restwochenende und
Viele Grüße
Christian

Hallo Christian,

ich warte seit Dezember auch auf den C-Kuppler-Kessel, und kann nur hoffen dass Du richtig liegst. :TOP
Ich habe aber noch keine Versandbestätigung, harre aus und baue derweil am anderen Maschinchen weiter... :pff:

Da ich hier noch mit alten Fahrwerken aus den 90ern hantiere und in Revision schicke, sind mir Bauberichte wie Deine echt Gold wert!

_________________
Gruß
Armin


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 Betreff des Beitrags: Re: Regner 994701 Prignitzer
BeitragVerfasst: 06.06.2016, 20:15 
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Hallo Armin,

Zitat:
ich warte seit Dezember auch auf den C-Kuppler-Kessel, und kann nur hoffen dass Du richtig liegst. :TOP
Ich habe aber noch keine Versandbestätigung, harre aus und baue derweil am anderen Maschinchen weiter...


ich habe meine Bausätze Mitte Oktober bestellt. Der C-Kuppler kam schon zum Jahreswechsel, recht unerwartet. Habe ihn erstmal zur Seite gestellt, hatte noch ein anderes Projekt. Nun passt der Anschluss mit dem Kessel sehr gut, freue mich schon. Du wirst deinen bestimmt auch erhalten. In dem Hobby braucht man wohl Geduld. Früher hatte ich die auch nicht, aber je älter ich werde.... Jedenfalls ist so eine Versandankündigung von UPS für mich schon zum freudigen Ereignis geworden. Belohnt wird man am Ende doch mit einer tollen Qualität.

Zitat:
Da ich hier noch mit alten Fahrwerken aus den 90ern hantiere und in Revision schicke, sind mir Bauberichte wie Deine echt Gold wert!



Danke für Dein Interesse. Für mich sind Bauberichte und
Hinweise auch immer eine Hilfe. Beantworte auch gerne Fragen warum ich manches wie mache, vielleicht liege ich in meinen Überlegungen auch Falsch. Was so ein Bausatz und dieses Forum in der letzten Zeit an Erkenntnis gebracht hat ist schon Wahnsinn.

Viele Grüße
Christian


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 Betreff des Beitrags: Re: Regner 994701 Prignitzer
BeitragVerfasst: 12.06.2016, 21:20 
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Hallo,

auf meinem letzten Foto ist zu sehen, dass ich mich schon mit den Bremsen beschäftigt habe. Ich wollte den zugänglichen Rahmen nutzen um die Montage mal durchzuspielen. Ist inzwischen wieder abgebaut, ich werde später bei der endgültigen Montage ausführlich dazu schreiben, wer weiß, was sich noch für Schwierigkeiten ergeben.

Als nächstes war die Steuerung mit dem gesamten Gestänge dran. Die Umsteuerschwinge, Schieberschubstange,Voreilhebel, Lenkerstange und Hängeeisen habe ich bereits an vergangenen Abenden montiert. Die gleiche Prozedur wie bisher. Lager nachgerieben, Gewinde nachgeschnitten, Grat entfernt, montiert und Leichtgängigkeit hergestellt. Da wo Gestänge in irgendwelchen Gabeln läuft muss besonders sorgfältig der Grat entfernt werden (eigentlich Quatsch, der Grat sollte überall sorgfältig entfernt werden). Zum Teil war es nötig die Gabeln leicht nachzubiegen. Am Ende habe ich alles mit Molykote Einlaufpaste so lange bewegt bis es absolut Leichtgängig lief. Die Paste nimmt irgendwie die Rauigkeit der Beschichtung ohne Bearbeitungsspuren zu hinterlassen. Dann habe ich alles eingebaut und mit den Zylindern, Kreuzkopf, Umsteuerschwinge und Steuerschieber verschraubt.

Bild

Ich habe erstmal das Gewinde der Steuerschieberstange nicht gekürzt, stattdessen den Schieberstangenkopf mit einer Kontermutter so fixiert, dass die Kontermutter unmittelbar am Gewindeanfang sitzt.
Als erstes musste die Kurbel eingestellt werden, so das der Steuerschieber 5 mm Hub bei einer Radumdrehung macht. Das geht so wie im Bauplan beschrieben. Ich habe die Kurbel leicht angezogen und dann mit einem 4,5 mm Maulschlüssel, der locker über die Kurbel passte, über den langen Hebel die Kurbel gegen den Wiederstand verdreht. Gemessen habe ich mit einem Messschieber den Weg des Schiebers gegen das Schiebergehäuse an einer Kante (um das Spiel des Gewindes im Schieberplättchen zu vermeiden). Man muss die Einstellung gefühlte Hunderttausendmal vornehmen und nachmessen, geht am Ende aber recht gut und mit einer erstaunlichen Wiederholgenauigkeit.

Bild

Die Einstellung des Steuerschiebers habe ich auch nach Bauanleitung vorgenommen. Ich habe die Schiebermuschel durch drehen des Schieberstangenkopfes in Stufen von einer Umdrehung so eingestellt, dass die Muschel beide Dampföffnungen gleichmäßig freigegeben hat. Das sieht bei meinem Experiment mit der Kontermutter am Schieberstangenkopf so aus, dass die Schieberstange fast ganz in das Schieberplättchen eingedreht ist. Ich habe vielleicht noch zwei Umdrehungen Luft. Wenn ich noch nachstellen muss, ändere ich den Aufbau mit dem Schieberstangenkopf. Ich bin halt ein Freund von Konterverschraubungen wo immer es geht. Es geht aus Platzgründen leider nicht immer. Eine Verklebung ist komplizierter beim lösen und nachstellen. Gerade um die Bundschrauben, die auch als Lager dienen und nicht als Gabel konstruiert sind, mache ich mir so meine Gedanken. Beim Gestänge habe ich auch einige Verwendet, zu sehen im nächsten Foto, die liegen hinter dem Gestänge. Ich hoffe ich begehe keinen unverzeihlichen Stilbruch.

Bild


Bild

Noch zwei Bilder nur so.

Bild


Bild

Viele Grüße
Christian


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 Betreff des Beitrags: Re: Regner 994701 Prignitzer
BeitragVerfasst: 12.06.2016, 21:27 
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Hallo Christian,

echt saubere Montagearbeit. Du wirst mit der Lok bestimmt viel Freude haben wenn diese fertig montiert ist.

Beste Grüße,

Marco


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 Betreff des Beitrags: Re: Regner 994701 Prignitzer
BeitragVerfasst: 13.06.2016, 13:59 
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Hallo Christian!
Hast du schon den Test gemacht: Treibzapfen auf 9 und 3 Uhr gestellt. In beiden Fällen darf sich der Schieber nicht bewegen, wenn die Schieberschubstange durch die Schwinge gleitet. Das hat Vorrang gegen über der Hubeinstellung. Die Angabe: 5 mm Hub ist nur für Anfänger eine Hilfe zum Einstellen der Steuerung und gibt Auskunft ob die richtige Gegenkurbel geliefert wurde.

_________________
L.G. Wolfgang Franz K.


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 Betreff des Beitrags: Re: Regner 994701 Prignitzer
BeitragVerfasst: 13.06.2016, 20:23 
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Hallo,

flachschieber hat geschrieben:
Hallo Christian,

echt saubere Montagearbeit. Du wirst mit der Lok bestimmt viel Freude haben wenn diese fertig montiert ist.

Beste Grüße,

Marco


Danke für Deine ermutigenden Worte.

Wolfgang hat geschrieben:
Hallo Christian!
Hast du schon den Test gemacht: Treibzapfen auf 9 und 3 Uhr gestellt. In beiden Fällen darf sich der Schieber nicht bewegen, wenn die Schieberschubstange durch die Schwinge gleitet. Das hat Vorrang gegen über der Hubeinstellung. Die Angabe: 5 mm Hub ist nur für Anfänger eine Hilfe zum Einstellen der Steuerung und gibt Auskunft ob die richtige Gegenkurbel geliefert wurde.


Das habe ich nicht gewusst. Ich habe es gleich mal ausprobiert. Auf der linken Seite bewegt sich nichts sowohl in 3 als auch in 9 Uhr Stellung. Rechts hat sich die Schieberstange in 3 Uhr Stellung ca. einen halben Millimeter bewegt, 9 Uhr war in Ordnung. Habe die Radstellungen aber nur mit Augenmaß eingestellt. Dann muss ich wohl am Wochenende eine genauere Messung machen und wahrscheinlich nachstellen. Danke für den Hinweis.

Viele Grüße
Christian


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 Betreff des Beitrags: Re: Regner 994701 Prignitzer
BeitragVerfasst: 19.06.2016, 21:50 
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Hallo

Da wohne ich schon zwölf Jahre in Spandau Hakenfelde und habe erst heute bemerkt, dass sich fünf Gehminuten entfernt ein kleiner Park mit einer fünf Zoll Gleisanlage befindet. Heute haben drei Dampfloks ihre Runden gedreht, war schon beeindruckend.

Ich habe mir nochmal die Steuerung vorgenommen und die Kurbeln nach Wolfgangs Hinweis eingestellt. Nun bewegt sich die Schieberstange beim umsteuern in 3 und 9 Uhr Stellung nicht mehr. Zuerst habe ich mich gefragt warum die Einstellung gerade an diesen zwei Punkten so wichtig ist, die Funktion der Steuerung erschließt sich mir im Detail nur allmählich. Ist der Grund, dass die Räder über den Totpunkt kommen ohne durch Stellkräfte gebremst zu werden?

Als ich dabei war die Servos einzubauen wurde ich doch neugierig wie das Fahrwerk läuft. Also die Schieberkastendichtung in Öl gelegt und Deckel verschraubt. Fahrwerk aufgebockt, Kompressor angeschlossen und Druckminderer langsam hochgedreht. Bei ca. 0,5 bar (den Wert kann ich nur grob schätzen) lief das Fahrwerk an und lief ziemlich rund. Umsteuern konnte ich auch. Erstmal bin ich recht zufrieden, die Stopfbuchsen sind für den Druckluftbetrieb scheinbar nicht zu stramm. Die Schieberkastendichtungen waren nicht ganz dicht, durch das Öl hat man Bläschen gesehen. Muss ich im Auge behalten. Nun habe ich aber gelernt, dass sich die Motoren bei Heißdampf völlig anders verhalten. Inzwischen habe ich den Kesselbausatz erhalten und gesehen, dass sich der Kessel schnell montieren und demontieren lässt. Also mache ich erstmal weiter und den Heißdampftest später mit dem Lokkessel.

Bild

Die Entwässerungsgestänge ließen sich problemlos montieren. Wie hier im Forum bereits in einem anderen Beitrag zu lesen, habe ich auch mit einer Mutter unter dem Umlenkhebel den Abstand zum Entwässerungswinkellager erhöht. Da der Entwässerungshebel beim seitlichen verschieben auch eine Höhenbewegung macht würde der Gelenbolzen des Umlenkhebels ohne diese Mutter aus die Führung des Entwässerungshebels rutschen.

Bild

Das Bremsgestänge ist schon etwas kniffliger. Erstmal sollte man prüfen ob die richtigen Bremsbacken auf die richtigen Hebel montiert sind. Bei mir war eine Kombination falsch. Der Schliff der Backe muss natürlich dem Konus der Räder entsprechen. Die Befestigungsschrauben der Backen sollten zum Rahmen zeigen, wichtig bei den vorderen Backen wegen dem Gestänge. Bei mir hat man an einem linken Hebel eine rechte Backe verbaut, diese aber von der anderen Seite verschraubt. Am Rad liegt sie richtig an aber die Schraube zeigt nach außen, ich habe sie hinten angebaut. Anders als im Bauplan wollte ich eine Scheibe zwischen Rahmen und Bremshebel legen. Beim Anbau des Bremshebels habe ich gesehen, dass die Backen zu weit vom Rahmen entfernt sind, weiter als durch die zusätzliche Scheibe hinzukam. Wenn man die Räder zum Rahmen verschoben hat lag die Backe nur noch halb auf dem Rad. Ich habe die Lager der Bremshebel um 1 mm abgeschliffen bis es dann passte. Nun liegt die Backe in der einen Endlage der seitlichen Radverschiebung noch auf dem Rad auf und in der anderen stößt sie nicht an den Radkranz. Wie nicht anders zu erwarten habe ich nach befestigen der Bremshebel in den Rahmen die Schrauben (habe längere verwendet) von der Rahmeninnenseite gekontert. Bei den vorderen Befestigungen musste ich flache Muttern verwenden und die überstehende Schraube abfeilen damit die Servos Platz haben. Die Bremshebel habe ich so fest angezogen, dass sie sich mit nur leichten Wiederstand bewegen aber nicht durch ihr eigenes Gewicht. Das Verbindungsgestänge ist etwas fummlig zu montieren. Die Lage des Gelenkkopfs wird mit Abstandsrohren in die Position zwischen die Bremsstangen gebracht. Das kurze Abstandsrohr passte garnicht zu dem Bremsjoch. Es sah aus wie viel zu groß aufgebohrt und als hätte man es abgerissen statt abgedreht, ging garnicht. Hatte noch Rohr da, etwas kleiner im Durchmesser als die anderen Abstandrohre aber sieht dennoch besser aus. Anschließend noch die Verbindung zum Servo hergestellt und probiert ob alles geht. Ich musste die Ruderarme der Servos alle bearbeiten. Grundsätzlich musste ein Ruderarm entfernt und auch sonst je nach Platzverhältnissen angepasst werden.

Bild

Hier sieht man das zwischen Kontermutter und Servo noch ein wenig Platz ist.

Bild

Unter dem Bremsgestänge ist das Gestänge fürs Entkuppeln zu sehen. Ich habe über die mitgelieferten Stangen ein dickeres Rohr zur Verstärkung geschoben.

Bild


Bild

Die übrigen Gestänge habe ich wie im Bauplan beschrieben angebaut.

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Das wars für heute, muss Morgen früh raus.

Viele Grüße

Christian


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