Baubericht Nr. 1
- Kesselhaus
- Dampfkessel + Sicherheitsventil
- Lager für das SchwungradDieser Bausatz soll als Übung und Vorbereitung auf die Herausforderungen der Forums-Z6 dienen. Da ich diesen Bericht primär auch für Anfänger (so wie ich) erstelle will ich besonders auf meine Ausführungs- und Planungsfehler eingehen. Entsprechend werde ich die Fotodokumentation "ungeschönt" einstellen.
Ich beabsichtige das Modell erst einmal mit dem Blechkesselhaus zu bauen. Um den Forumszielen zu genügen soll im Nachgang ein Kesselhaus aus Miniatursandsteinen erstellt werden. Dies ergibt dann (hoffentlich) ein "Lineside" Modell!
Für das Kesselhaus liegen dem Bausatz drei dünne Messingbleche bei. Hiervon werden zwei für den Blechkorpus benötigt; eines dient als Unterlage für den Brennstoffbehälter. Als erstes wurden die Konturen, Löcher und Aussparungen auf die Bleche übertragen. Die englische Anleitung bereitet hierbei keine Schwierigkeiten, da wie gesagt alle Maße metrisch dargestellt sind.

Die großen halbrunden Aussparungen für den Kessel und die Feuerungsöffnung werden mit einem kleinen Bohrer vorgebohrt und dann mit dem Dremel (Proxxon) herausgeschnitzt. Beim bohren sollte man vorsichtig sein, denn der Bohrer hakt beim Austreten aus dem Material merklich.

Es war mir nicht möglich die sechs 10 mm Bohrungen (Feuerung) sauber zu bohren, die Bohrer haben im dünnen Blech immer gerupft. Ich habe die Löcher dann nur klein vorgebohrt und diese dann händisch (Proxxon) aufgeweitet.
Beim biegen wurden die Blechteile leider durch beschädigte Schutzbacken des Schraubstocks verkrazt. Ich hoffe, dass nach dem Lackieren hiervon nicht mehr allzu viel zu sehen ist.

Der Dampfkessel sollte meine erste Übung im Hartlöten werden. Hierzu wurden die beiden passgenauen Deckelchen und die Mutter zur Aufnahme des Sicherheitsventils eingelötet. Über die Konstruktion des Sicherheitsventils hat Christian schon berichtet - ich verzichtet deshalb darauf.
http://www.schienendampf.com/34487225nx30160/echtdampfmodelle-die-keine-lokomotiven-sind-aber-trotzdem-massstaeblich-dazupassen-f26/newcomen-engine-t392.htmlZum Schluss wird die Dampfleitung eingelötet. Wegen des geringen Betriebsdrucks (1 bar) wird hier seitens des Herstellers wohl auf eine Verschraubung oder ähnliches verzichtet.
Nach dem Löten sah der Kessel erst einmal wie eine drei-Stunden-auf-dem-Grill-Bratwurst aus. Nach vielen Stunden polieren und schleifen kann jetzt wieder ein Hauch von Glanz erahnt werden.

So sieht der Kessel auf dem Kesselhaus aus. Er wird später durch Kesselbänder fixiert:

Als nächstes habe ich dann richtig Mist gebaut. Die beiden Lagerböcke aus Weißmetall müssen mit einer 5mm Bohrung zur Aufnahme der Achse versehen werden. Leider habe ich nicht bemerkt, dass die Gussteile nicht 100% parallel sind und nicht sauber im Maschinenschraubstock spannen. Beim zweiten Lager zog der Fräser (ich habe nicht gebohrt) das Gussteil aus dem Schraubstock -> Schrott!

Zum Ersatz der beiden Weißmetallteile (welche im übrigen nicht besonders sauber gegossen waren) entstand meine erste Fräsübung. Die Lager werden später lackiert, deshalb erspare ich mit weiteres verputzen.
Ende Teil 1