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 Betreff des Beitrags: Der Verdrängungsöler
BeitragVerfasst: 07.09.2009, 14:56 
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*** SchienenDampfer
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Der Verdrängungsöler

Den Verdrängungsöler gibt es in unterschiedlichen Ausführungen, das Prinzip der Funktion ist aber meisstens gleich.

Ein Teil des Frischdampfes wird durch den Dampfdruck über eine kleine Bohrung in den Ölbehälter geleitet. Da der Ölbehälter kälter als der Dampf ist und meistens sogar durch den Fahrtwind der Lok gekühlt wird, kondensiert dort der Dampf zu Wasser. Wasser ist schwerer als Öl uns sinkt zum Boden des Ölers ab, dabei drückt es das Öl nach oben. Dabei wird Öl in die Dampfleitung gedrückt und mit dem Sog des Dampfes Richtung Zylinder mitgerissen.
Bei einigen Ölern kann man die Grösse der Bohrung mit einer Nadel mit Schraube verändern und dadurch die Menge des mitgerissenen Öles einstellen.
Bei den Verdrängungsölern von der Firma Regner reicht 1 bis 1/2 Umdrehung des Einstellrades
Es empfiehlt sich nach dem Betrieb , wenn die Maschine noch warm ist das Kondeswasser über die Ablassschraube abzulassen. (Es läuft dann eine braunliche sehr wässrige Lösung bei Heissdampföl ab). Wenn der Öler warm ist lässt sich leichter das zähe Dampföl einfüllen, eindrücken. Bei kaltem Öler läuft aus der Ablassöffnung ein sauberes klares Wasser ab. Somit sieht man auch gleich das der Öler funktioniert da sich anstatt des Heissdampföles Wasser befindet.
Statt Heissdampföl kann man auch temperaturbeständiges Olivenöl verwenden.

Bild


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 Betreff des Beitrags: Re: Der Verdrängungsöler
BeitragVerfasst: 07.09.2009, 15:27 
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*** SchienenDampfer
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Der Nachteil dieser Bauart - man kann optisch nicht erkennen - wann das letzte Öl verbraucht ist und nur noch Kondensat im Öler steht.
Ist der Ölvorrat verbraucht, muß das Kondensat abgelassen und der Öler mit frischem Heissdampföl, wiederbefüllt werden


verschiedene Bauformen sind hier schön zu sehen:
http://www.modellbau-niggel.de/Verdraen ... -l203.html

Hier ist ein Link von ganz alten Verdrängungsölern:

http://www33.brinkster.com/iiiii/mccoy/ ... steam.html

lg


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 Betreff des Beitrags: Re: Der Verdrängungsöler
BeitragVerfasst: 07.09.2009, 20:11 
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Thomas hat geschrieben:
... Der Nachteil dieser Bauart - man kann optisch nicht erkennen - wann das letzte Öl verbraucht ist und nur noch Kondensat im Öler steht ...


Stimmt nicht ganz - ich hab in meiner Dampfpinasse so einen vom Niggel eingebaut

Bild

Ist zwar viel zu groß für die Modellbahn, aber man kann das gute Stück mit einem Glaszylinder ja auch wesentlich kleiner selber bauen :fst:

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:serv Habe die Ehre!


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 Betreff des Beitrags: Re: Der Verdrängungsöler
BeitragVerfasst: 05.11.2010, 12:25 
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Hallo,
ich habe mal eine allgemeine Frage zum Verdrängungsöler, damit ich nicht erst eigene Versuche starten muss.
Problemfeld: Verdrängungsöler mit "Stichleitung"
Ich ging bisher immer von der Annahme aus, dass Verdrängungsöler mit Stichleitung in der Leitung zur Dampfleitung mindestens ein geringes Gefälle brauchen, damit das Öl bis zur Dampfleitung fließen kann und dann mitgerissen wird.
Ich habe nun aber bei Aster gesehen, dass diese scheinbar das Gegenteil beweisen.Ich schätze, dass bei der P8 der Vorwärmer auf dem Umlauf als Öler gebraucht wird.Von diesem aus geht die Leitung senkrecht und verschwindet hinter Vorwärmer und Kessel.Nun frage ich mich, ob das Gefälle zur Dampfleitung wirklich sein muss.
Bild

Ich habe nämlich ein aktuelles Problem einen Öler in der 71 wieder unterzubekommen.Entweder die Stelle ist schlecht zugänglich und es bereitet Umstände das Öl nachzufüllen, es ist kein Platz oder ich habe eben kein Gefälle in der Leitung, sondern eine Steigung.Wäre das Gefälle gar nicht nötig, so hätte ich ein Problem weniger und könnte den Öler im Führerhaus unten unterbringen.Ansonsten könnte ich den Wasserkasten versuchen als Unterkunft für den Öler zu verwenden.Aber ich habe auch schon gelesen, dass es nicht ideal ist, da sich darin ein Wärmestau bildet und so der Öler nicht zufriedenstellend Öl abgibt.
Bild

Gruß Janosch

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Es ist vollkommen egal, wie oft man im Leben hinfällt. Es ist nur wichtig, wie oft man wieder aufsteht.


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 Betreff des Beitrags: Re: Der Verdrängungsöler
BeitragVerfasst: 05.11.2010, 12:52 
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*** SchienenDampfer
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Hallo Janosch,

Ein Keith Bucklitch hat mal vor langer Zeit eine Bauanleitung für eine "Brazil" (ein B-Kuppler) ins Netz gestellt,
ist meines Wissens nicht mehr online...
Darin hat er einen Verdrängungsöler beschrieben, der etwas tiefer liegt als die Dampfleitung, also mit Steigung.
Soeben wieder gefunden, guckst du hier...

http://trains.de.jardin.free.fr/minidam ... e.html#lub

Gruss,
Ernst

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 Betreff des Beitrags: Re: Der Verdrängungsöler
BeitragVerfasst: 05.11.2010, 13:10 
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Hallo Ernst,
vielen Dank für deine Hilfe.Aber im Text steht:
Zitat:
When measuring the length of the pipe, it should reach the steam tee connection with a constant gradient. Under no circumstances must there be any 'sump in the pipe otherwise it will not perform correctly.

dass ein konstanter "gradient" in der Leitung sein muss.Dummerweise kann das sowohl Gefälle, als auch Steigung heißen :OW Den zweiten Satz verstehe ich so, dass kein "Durchhänger" in der Leitung sein darf, in der das Öl sich sammeln kann und so die Leitung verschließen kann.Scheinbar ist meine Vermutung richtig.Blöde Sache :?
Gruß Janosch
Edit:Beim mehrmaligen Durchlesen ergibt sich doch ein anderes Bild.Der erste Satz bezeiht sich scheinbar nur auf den Zweiten?Dass es leidglich wichtig ist, keine "Ölwanne" in der Leitung zu bilden?

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 Betreff des Beitrags: Re: Der Verdrängungsöler
BeitragVerfasst: 05.11.2010, 15:56 
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*** SchienenDampfer
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Hallo Janosch,

verstehe es auch so, es darf keinen Durchhänger geben....

Gruss,
Ernst

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 Betreff des Beitrags: Re: Der Verdrängungsöler
BeitragVerfasst: 05.11.2010, 18:34 
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Hallo

Gradient heisst auf Deutsch Steigung. (-> Mathematik, Geradengleichung...)

Gruss Florian


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 Betreff des Beitrags: Re: Der Verdrängungsöler
BeitragVerfasst: 05.11.2010, 19:13 
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*** SchienenDampfer
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Hallo Florian,

ich will ja nicht den Schulmeister spielen aber ein Gradient gibt immer nur eine Richtungsänderung an. Das kann sehr wohl auch ein Gefälle im Sinne des Themas sein..
"Der Gradient ist ein mathematischer Operator, genauer ein Differentialoperator, der auf ein Skalarfeld angewandt werden kann. Hierdurch erhält man ein Vektorfeld, das die Änderungsrate und die Richtung der größten Änderung des Skalarfeldes angibt."
(Wiki)

mfG
Hannes

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 Betreff des Beitrags: Re: Der Verdrängungsöler
BeitragVerfasst: 05.11.2010, 20:03 
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Salü Hannes

Du hast schon recht... Aber:
Wenn es sich aber um das englische Wort "gradient" handelt, dann geht es meistens um eine Steigung (mathematisch übersetzt...). Gradient kann aber auch als Gefälle übersetzt werden und das passt hier wohl am besten.

Gruss Florian


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 Betreff des Beitrags: Re: Der Verdrängungsöler
BeitragVerfasst: 06.11.2010, 12:35 
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Hallo Dampfer,
vielen Dank für eure Hilfe.Angeregt durch die Seiten von Aster habe ich einen neuen Einbauort gefunden.Dazu demnächst mehr im Baubericht der 71.
In Bezug zur Steigung sind wohl Versuche nötig.Aber tendenziell würde ich sagen, dass es nicht funktioniert.Bei den Asterlokomotiven liegt die Dampfleitung im Endeffekt trotzdem tiefer und so wird das Öl mitgezogen...so meine Ansicht.Aber wer will, kann Versuche starten, vielleicht starte ich auch mal welche.Mich würde es interessieren :wink:
Gruß Janosch

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