Christian hat geschrieben:
Was passiert nun wirklich, wenn eine Lötstelle am Flammrohr undicht wird und man heizt die Lok erneut an?
Die Lok wird mehr oder weniger lecken und man wird keinen Druck im Kessel zusammenbringen - so wie das auch bei Kesselfraß durch Entzinkung der Fall ist - mehr passiert da nicht!
So ist es mir vor Jahren, damals auf der Aussenanlage der alten Lotus-Lok-Station in Ostermiething ergangen.
Den ganzen Tag hatte ich meine Regner-Lok in Betrieb, fahren, abkühlen lassen, neu mit Gas, Wasser und Dampföl befüllen und das alles mehrmals hintereinander.
Bei der letzten Fahrt bemerkte ich wohl nicht den schon sehr niedrigen Wasserstand, hatte damals auch noch keine Wassernachspeisung mit der Pumpflasche. Ausserdem blieb die Lok auf der weitläufigen Anlage ziemlich entfernt von mir auf der Strecke liegen, eine Fernsteuerung hatte ich damals schon.
Habe mir nicht viel dabei gedacht und die Lok nach dem Abkühlen und Befüllen mit Betriebsstoffen wieder angeheizt. Als der Druck im Kessel dann minimal stieg stand die Maschine plötzlich in einer grossen Wasserpfütze.
Also war anscheinend der Wasserstand bei der letzten Fahrt doch zu niedrig, oder gar kein Wasser mehr im Kessel. Der Brenner hat noch auf die Quersiederohre im Flammrohr geheizt und somit die Lötnaht eines Quersieders aufgelötet.
Den Kessel habe ich dann an Regner gesandt, der ihn mir kulanterweise nachgelötet und nach Sandstrahlen wieder lackiert und -kostenlos- repariert zurücksandte. Der Kessel läuft heute noch noch.
Soviel zu meinen Erfahrungen in punkto "Trockenfahren". Sollte mir hoffentlich nie wieder passieren.
Tockenen Gruß, Gerald
