Unbeantwortete Themen | Aktive Themen
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Florian
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Verfasst: 16.02.2010, 23:26 |
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Registriert: 11.11.2008, 22:55 Beiträge: 623 Wohnort: Glarnerland (CH)
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Hallo Zusammen Ich tummle mich in verschiedensten Foren, auch in zwei Englischsprachigen. Und auch da hab ich meinen Kohlekessel mal vorgestellt gehabt und der hat da auch grossen Anklang gefunden. Auf jeden Fall wurde ich dann irgendwann mal von einem Forumsuser gefragt, ob ich für ihn einen Kessel bauen könnte. Er habe eine und da ihm aber der Kessel von einem komerziellen Anbieter zu teuer war (die wollten 1300 £) hat er mich mal angefragt. Wir konnten uns auf einen Preis einigen, der für uns beide in Ordnung war und das Projekt war lanciert. Da es nun für jemand anders war und ich auch bereits eine zweite Anfrage (für einen identischen Kessel) bekommen hatte, hab ich mir die Mühe gemacht, den Kessel im CAD zu zeichnen. Nun denn, so sieht der von Vorn aus:  von Hinten gesehen:  Und von der Seite:  Und nun noch ein paar wenige technische Daten Kessellänge gesamt: 225 mm Kesselrohr: 54*1.5 mm Stehkessellänge: 60 mm Anzahl Rauchrohre: 5 (haha...  ) Rauchrohrdimensionen: 9.5*1*150 mm (irgend ein englischer Durchmesser halt...) Rostfläche: 3 mal 4 cm Feuerungsrohrdurchmesser Innen: 20 mm Gruss Florian
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Florian
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Verfasst: 16.02.2010, 23:58 |
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Registriert: 11.11.2008, 22:55 Beiträge: 623 Wohnort: Glarnerland (CH)
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Weiter gehts mit den Treibteilen: Hier kann man die Form für die Feuerbüchsteile und die Rohzuschnitte aus Blech sehen.  Bereits eine runde "geklopft"...  Und hier ist das erste "Drittel" vorbei:  Da ist bereits die Hinterwand vom Stehkessel "heiss"  Beim anschliessenden Treiben:  Und schlussendlich vier Teile, die einiges an Zeit beansprucht haben (die Teile für die Feuerbüchse musste ich wegen dem kleinen Radius 12 mal glühen):  Den Regler hatte ich zwecks Prinziperprobung schon sehr früh gebaut. Also quasi ein prototyp, der, wenn er gut funktionieren würde, direkt eingebaut werden sollte. Zuerst in Einzelteilen  Und zusammengesteckt:  Der Dampf wird von dem geschwungenen Rohr direkt aus dem Dampfdom entnommen werden; die Bedienung geschieht an der Rückseite vom Kessel. Damit das Ventil aber für "Service" Zugänglich bleibt, wird der Ventilkörper direkt in die Rückwand vom Kessel eingelötet. Der Ventilkörper selbst ist aus Carobronze gefertigt und die Spindel aus V2A. Für die Stopfbuchse und deren Überwurfmutter hab ich dann "bloss" Messing Sechskant verwendet. Der Kegel hat ungefähr 120° Öffnung und das Gewinde auf der Spindel ist ein Mf 5*0.5. Nach einem Test hat sich gezeigt, dass der Regler in einem Bereich von ca. 120° (also einer drittel Umdrehung) sehr schön regelt und dann die maximale Durchflussmenge erreicht ist. Er ist dann im geschlossenen Zustand auch sehr gut dicht und da ich damit zufrieden bin, wird der grad eingebaut. Gruss Florian
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Pal
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Verfasst: 17.02.2010, 05:18 |
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| *** SchienenDampfer |
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Registriert: 12.11.2008, 05:23 Beiträge: 1581 Wohnort: Budapest (H)
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Hallo Florian! Ich bin ein begeistert Schüler bei Deiner Kesselbau-Schule! Danke! Herr Lehrer, ich hätte gleich eine Frage. Gibt’s etwas dagegen, das man ein dickwandigen Rohr 50 x 2,5 auf 50 x 1,5 mm aufdreht? Diese plus 2 mm innen wäre sehr gut für unsere Z6 Kessels! Gruß Pál
_________________ Wer noch vielen Spur I und IIm Loks bauen möchte
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Florian
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Verfasst: 17.02.2010, 10:25 |
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Registriert: 11.11.2008, 22:55 Beiträge: 623 Wohnort: Glarnerland (CH)
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Hallo Pal
Theoretisch gibts da nichts dagegen; es müssen einfach ein paar Dinge beachtet werden:
1. Das Kesselrohr muss mit einem Stück Rundmaterial von innen gestützt werden beim Bohrfutter 2. ganz vorn sollte das Kesselrohr mit der Lynette gestützt werden. 3. Die Drehoberfläche sollte fein werden -> CCGT oder ähnliche (für Buntmetallbearbeitung) geeignete Platten verwenden. 4. Die Bohrstange muss seeeehr Stabil sein, (Durchmesser im Bereich von 25 bis 30 mm!!) damit sie nicht ausweicht, denn für so ein Rohr muss man ja in extreme Tiefen reindrehen.
Daher wäre es unvergleichbar einfacher, das Rohr aussen abzudrehen und ein 54*2 oder so zu besorgen.
Ich persönlich würde ansonsten ein 50*2 er Kupferrohr verwenden und mir wegen dem halben Millimeter mehr keinen Kopf machen... Denn so ein 50*2er Rohr gibt es z.B. beim Wilmsmetall.
Gruss Florian
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Bernd
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Verfasst: 17.02.2010, 18:33 |
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Registriert: 08.11.2009, 10:32 Beiträge: 25 Wohnort: 34286 Spangenberg
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Hallo Florian, auf deiner cad-zeichnung 2 bild,von hinten gesehen,das linke blech ist das angelötet?(mit den vielen löchern) Würde mich mal interesieren. gruß Bernd
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Florian
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Verfasst: 17.02.2010, 18:45 |
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Registriert: 11.11.2008, 22:55 Beiträge: 623 Wohnort: Glarnerland (CH)
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Hallo Bernd
Nein, das ist bloss die "Trennlinie" vom CAD, welches die gebogene und die ebene Fläche voneinader trennt. Dieses Blech, das ist der aufgebogene Viertel vom Rohr (welches vorher eingeschnitten wurde)
Gruss Florian
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Goetz
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Verfasst: 18.02.2010, 12:05 |
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Registriert: 06.01.2010, 15:58 Beiträge: 99 Wohnort: Region Schalksmühle (D)
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Wie mir scheint, kommt die Kohlefeuerung in Mode - was ich persönlich nur begrüßen kann!
Auf Youtube finden sich etliche Videos über "Edrigs", die auf Kohlefeuerung umgebaut wurden. Allerdings scheint es mir, daß die meisten davon eine trockene Feuerbüchse haben. Da werden also die alten Briten schön staunen, wenn dieses kleine Meisterwerk auf der Insel eintrifft!
_________________ Es geht nichts über Zugkraft - es sei denn noch mehr Zugkraft!
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Florian
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Verfasst: 18.02.2010, 12:10 |
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Registriert: 11.11.2008, 22:55 Beiträge: 623 Wohnort: Glarnerland (CH)
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Hallo Goetz Ja, es gab einen Umbausatz wie oben angedeutet. Und der hatte die Feuerbüchse hinten und vorne trocken. Seitlich und oben war da schon Wasser... Dass Kohlefeuerung in Mode kommt find ich auch Klasse! Gruss Florian
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Florian
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Verfasst: 18.02.2010, 12:25 |
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Registriert: 11.11.2008, 22:55 Beiträge: 623 Wohnort: Glarnerland (CH)
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Hier gehts weiter mit ein paar Fotos: Das ist das Rohteil für die Stiefelknechtplatte; die mir übrigens einiges an Kopfzerbrechen bereitet hat. Heut würd ich anders vorgehen...  Hier kann man sehen wie ich die ganze Sache angegangen bin, nachdem ich einem Blech zwei Seiten abgekantet hatte...  Und da im praktisch fertigen Zustand; Fast genau so wie ich es mir vorgestellt hatte (also brauchbar...)  Wenn dann alle Treibteile "versammelt" sind (Und der Mantel für die Feuerbüchse)  Danach muss man Löcher in die Teile bohren, irgendwo sollen die Rauchrohre ja durchgehen...:  Ich habe die Erfahrung gemacht, dass es am besten geht wenn man die Teile auf eine Holzleiste klemmt. Denn in den Schraubstock spannen kann man sie ja nicht, sonst zerstört man etwas.  Vom Ablängen der Rohre hab ich keine Fotos gemacht; das weiss jeder wie es passiert. Auch das "Bearbeiten vom Kesselrohr" ist nicht fotografisch festgehalten, dies aber weil der Kameraakku leer war. Auf jeden Fall hab ich den Kessel bis zur Hälfte eingesägt (da wo die Stiefelknechtplatte hinkommt) und dann in der Längsachse aufgetrennt und die beiden Viertelrohre plattgemacht.  Man kann auf jeden Fall schon erkennen was es werden soll...  Und so sieht die ganze Sache aus wenn sie zusammengesteckt wird.  Gruss Florian
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Bernd
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Verfasst: 18.02.2010, 17:21 |
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Registriert: 08.11.2009, 10:32 Beiträge: 25 Wohnort: 34286 Spangenberg
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Hallo Florian, Nasse Feuerbüchse oder trockene Feuerbüchse,wo liegt da der unterschied? Gruß Bernd
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Florian
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Verfasst: 18.02.2010, 17:47 |
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Registriert: 11.11.2008, 22:55 Beiträge: 623 Wohnort: Glarnerland (CH)
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Hallo Bernd
Der Name sagt es eigentlich schon... Nass heisst soviel wie "Umspült".
Gruss Florian
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ZwiebelX
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Verfasst: 19.02.2010, 10:41 |
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| *** SchienenDampfer |
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Registriert: 19.11.2008, 19:24 Beiträge: 641 Wohnort: bei Fürth/Bayern (D)
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Servus Florian,
danke für deine tolle Berichterstattung. Ich bin schon länger auf der Suche nach einem gebrauchten Edrig, dieser bietet sich für Umrüstarbeiten förmlich an.
Ich habe eine Frage zu den Treibformen, welche wir für unsere Kessel benötigen. Ich gehe davon aus, dass diese mit ein wenig Untermaß gefertigt werden müssen. D.h., für ein lichtes Kesselmaß von 48,0 mm sollte die Treibschablone für den Kesselboden 48,00 mm – (2*1,50 mm) - x Durchmesser haben. Welche Erfahrungen hast du hier gemacht.
LG Oliever
_________________ "Nach der Steinzeit kam die Bronzezeit und die Eisenzeit und seit 2003 die Teflonzeit. Der Ursprungsort ist Wien." - Wolfgang F. K.
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