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 Betreff des Beitrags: Lokkessel Kohlebefeuert
BeitragVerfasst: 16.11.2008, 21:20 
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Hallo Zusammen

Ihr kennt mein Kesselchen doch sicher schon, ich stell ihn aber hier nochmals rein.

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Form 1 ist für den Deckel vorne in der Rauchkammer
Form 2 für die beiden Feuerbüchsendeckel und
Form 3 für die Stehkessel"deckel"

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Beim Treiben hatt ich immer grad ein Blech zum treiben gespannt, nach dem treiben gleich ausgeglüht und dann das nächste blech genommen. Ich hab dann die beiden Feuerbüchsendeckel und den Deckel für die Rauchkammer gleichzeitig getrieben. Die Ecken der Feuerbüchsdeckel sollten dann noch ne zeitraubende Treiberei werden, wobei ich die mindestens 12 mal ausgeglüht hab.

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Hier noch beim treiben...

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Und das ist die Ausbeute von ca. 6 bis 8 Stunden treiben und ausglühen.

Gruss Florian


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BeitragVerfasst: 16.11.2008, 21:21 
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Dann einige Daten:

-Durchmesser des runden Deckels: 39 mm (hab ein 42er Rohr)
-Breite der Feuerbüchse oben: 35 mm
-Breite derselben unten: 30 mm
-Breite des "Stehkesseldeckels": 60 mm (Radius des "Bogens" oben ist 30 mm)
- vorgesehene Rauchrohre: 10*1, sprich 8mm lichte Weite
-Blechdicke der Bauteile: 1 mm

Gruss Florian


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BeitragVerfasst: 16.11.2008, 21:22 
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Und es geht weiter mit den Bildern:

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BeitragVerfasst: 16.11.2008, 21:22 
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Die Nächste Arbeit die anfiel, waren die Armaturen:

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Um die elliptischen Stopfbuchsenbrillen des Wasserstandes (Hab ich beim Reppingen abgeschaut) zu machen, hab ich zuerst ein 3mm Loch in der Mitte gebohrt. Dann die 4 benötigten Stücke vom Flachmaterial, auf dem ich die gezeichnet und gebohrt hatte, abgetrennt und aufeinandergeschraubt. Durch die Verwendung der 3 Schrauben konnte sich also nichts verdrehen und die haben eine ziemlich ähnliche Form bekommen. "Geformt" hab ich mit dem Dremel und diesen Schleif-röllchen, die sind recht praktisch für solche Sachen!

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Das ist das Hilfsbläserventil, die Spindel ist aus einem Stück M2 Va Gewindestab entstanden, das Handrad ist 2 mm dick und hat 10 mm Durchmesser.

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Und hier noch die ganze "Kollektion, wobei auch noch der Rauchkammerdeckel und die Feuertüre drauf sind. Ach und das Sicherheitsventil ist noch nicht fertig.


Zuletzt geändert von Florian am 16.11.2008, 21:22, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: 16.11.2008, 21:22 
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Hier kommen die nächsten Bilder:

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BeitragVerfasst: 16.11.2008, 21:23 
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Und wieder gehts weiter mit den Bildern:

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Der Dampfverteiler hat sich leider als Fehlkonstruktion entputt. Wenn nämlich Dampf aus dem Kessel entnommen wird, zieht es das Wasser im Wasserstand nach oben und reisst je nach dem auch mit. Wird aber noch korrigiert, das ist eigentlich eher eine leichte Übung, muss mir aber vorher noch einen Cu-Lötring drehen. Für die ersten paar mal anheizten reichts aber so wie es ist.

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Der Rost ist aus V2A, der "Handgriff" aus Messing (wie man sieht... ;D)

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Irgendwie muss der Kessel ja angeheizt werden können... da hab ich mir einfach noch *schnell* ein Gebläse gebaut. ;D

Ihr habt sicher festgestellt, dass da nirgends ein Manometer dran ist...
Leider hab ich grad keines zur hand, ich werd mir aber möglichst bald eins besorgen. Jetzt ist einfach das Sicherheitsventil auf 2.5 Bar Abblasdruck eingestellt. (Hab ich mithilfe eines Kompressors und einem externen Manometer eingestellt.. dieses aber ist viel zu gross für das Kesselchen.. ;D


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BeitragVerfasst: 16.11.2008, 21:23 
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Und nun noch beim Testbetrieb, noch ohne Verbraucher, den Dampf einfach ins Freie gelassen:

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Und da noch die Rauchkammer nach dem Betrieb. Die Düse für den Bläser hab ich noch nicht gemacht, die ist auswechselbar und je nach Verbraucher gibts ne andere Düsengrösse (Lochgrösse)

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BeitragVerfasst: 16.11.2008, 21:24 
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Hallo Zusammen


Beim Löten hab ich nach folgender Reihenfolge gearbeitet:

1. Langkessel und vorderer Stehkesseldeckel zusammengelötet
2. Feuerbüchse, Rauchrohre, Feuerungsrohr zusammengelötet
3. Stehkesselmantel und Dampfdom an den Langkessel mit voderem Stehkesseldeckel gelötet
4. Stehbolzen verlötet
5. hinterer Stehkesseldeckel und Bodenring eingelötet
6. vorne im Langkessel den Deckel eingelötet.

Die Lötringe hab ich je nach dem, möglichst gleich mit den anfallenden Lötungen eingelötet.

Vorrichtungen hab ich insonfern einfach meine Schamottsteinplatten gehabt und noch ein paar Messingteile zum Unterlegen.

Der Lötbrenner, den ich verwendet habe, hört auf den Namen
Rothenberger Super Fire 2, ist ein Kartuschengerät und hat noch recht viel Leistung. Ist aber eher an der oberen Grenze gewesen, dieser Kessel.


Dann noch was ich anders machen werde beim nächsten Kessel:
Das Blech für die Feuerbüchse und für den Stehkesselmantel werd ich an den Deckeln "festnieten" mit Kupferdraht, weil nämlich sich da ein eher zu grosser Lötspalt gebildet hat, da musst ich ganz schön tricksen, dass ichs löten konnte.
Dann das Blech ausglühen, bevor ichs um die beiden Deckel biege (Ich hatte es nicht ausgeglüht, versteh jetzt aber selbst nicht wieso ich damals nicht auf die Idee gekommen bin...)
Das Feuerungsrohr werd ich grosszügiger mit Lot "benetzen" (beim Einlöten in die Feuerbüchse), da ich da nachlöten musste und ich das nicht so toll fand... (was man sich wohl vorstellen kann }:( )


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BeitragVerfasst: 16.11.2008, 21:25 
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Hallo Zusammen

Ich hab nun den Wasserstand umgebaut, er hat jetzt einen eigenen Anschluss zum Kessel (den er sich, wenn das Manometer gekommen ist, noch mit dem teilen muss). Ausserdem hab ich zwei Messingstäbchen parallel zum Glasrohr eingebaut, damit ist das Glasröhrchen geschützt:

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Gruss Florian


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BeitragVerfasst: 16.11.2008, 21:26 
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Unterdessen ist auch noch das letzte Teil angekommen, das Manometer:

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Und am Wasserstand hab ich auch nochmals was geändert, was den Bedienkomfort erhöht:

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Nun bin ich zufrieden mit der Bedienung, alles funktioniert bestens!! Die Schwankungen sind auch weg und falsche Anzeigewerte konnte ich beheben, indem ich das Einschraubgewinde vom unteren Teil ein wenig gekürzt habe; dieses hat nämlich 3 mm zu weit in den Kessel geragt.

Gruss Florian


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BeitragVerfasst: 17.11.2008, 14:31 
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*** SchienenDampfer
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Hallo Florian!
Für uns, die über Kohlekessel nur (noch) träumen können, ist Deiner Bericht sehr – sehr Hilfreich! Danke, und noch mal gratuliere!
Bisher wusste ich so (von einem Fachmann) das der Kohlekessel geht unter 60 mm nicht! Und jetzt sehe ich, das funktionier mit 42 mm auch!!!
Die beste Nachricht für mich!
Gruß
Pál


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BeitragVerfasst: 17.11.2008, 17:29 
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Hallo Florian!

Dein Kesselchen kann man nicht oft genug sehen :D

Aber Du könntest uns mehr über Konstruktion der "kleinen Dinge" erzählen, z.B. über das Sicherheitsventil oder den Hilfsbläser.
Sind das Eigenkonstruktionen oder nach Bauplan?

vlg, Christian

_________________
:serv Habe die Ehre!


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