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Christian
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Verfasst: 02.03.2010, 08:07 |
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| Administrator |
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Registriert: 11.11.2008, 00:00 Beiträge: 2325 Wohnort: Wien (A)
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Entzinkung – Legenden und FaktenUnter diesem Titel erschien folgender Beitrag des Deutschen Kupferinstituts: In Ausnahmefällen wird an Bauteilen aus Messing, die in ständigem Kontakt mit Trinkwasser stehen, eine besondere Korrosionsart beobachtet, die im Extremfall zum Schaden führen kann. Die angegriffene Stelle verfärbt sich hierbei kupferrot und weist praktisch keine Eigenfestigkeit mehr auf. Diese Korrosionsform wird als Entzinkung bezeichnet und der so genannten selektiven Korrosion zugerechnet.
Die Entzinkung ist seit langem bekannt. Man kann ihr Auftreten durch eine sachgerechte Wahl des Werkstoffs vermeiden. Entzinkungsbeständige Messinge sind heute uneingeschränkt Stand der Technik. Vereinfacht dargestellt lösen sich bei der Entzinkung Kupfer und Zink auf. Das Zink wird weggeführt, das Kupfer dagegen als schwammartige Masse wieder abgeschieden. Voraussetzung für diesen Vorgang ist ein stark chloridhaltiges, in der Regel weiches Wasser. Wo Entzinkung stattfindet und wo nicht, wurde erstmals von dem Engländer Turner in einem nach ihm benannten Diagramm beschrieben. Es wurde in England empirisch gewonnen und bietet nur Anhaltswerte für eine Beurteilung, da nach neueren Erkenntnissen weitere Wasserparameter von Einfluss sind. Im konkreten Einzelfall beraten die Messing-Hersteller, die Bauteilhersteller und das Deutsche Kupferinstitut.
Das Phänomen der Entzinkung wird oft unsachlich dargestellt. Entscheidend aber ist festzuhalten, dass der Entzinkung heute problemlos vorgebeugt werden kann. Grundsätzlich gilt, dass es keinen für jeden Anwendungsfall idealen Werkstoff gibt. Auszuwählen ist das für jeden Fall optimale Material. Messing mit seinen technologischen Eigenschaften, seiner Korrosionsbeständigkeit, seiner wirtschaftlichen Verarbeitbarkeit, seinen herausragenden hygienischen Eigenschaften und seiner Recycelbarkeit stellt für die Trinkwasserinstallation das Optimum dar.http://www.kupferinstitut.de/front_fram ... inkung.pdf
_________________  Habe die Ehre!
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ahornffm
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Verfasst: 02.03.2010, 11:10 |
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Eieieieieiieieieieiieie. Christian hat geschrieben: Das Phänomen der Entzinkung wird oft unsachlich dargestellt. Genau bei dem "unsachlich" liegt der Hund begraben ENDLICH hat einmal jemand den Mut die Wahrheit zu sagen...... Lasse Dir die Latschen küssen, oh Christian und Gruß, Jürgen.
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Thomas
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Verfasst: 02.03.2010, 12:09 |
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| *** SchienenDampfer |
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Registriert: 13.11.2008, 12:30 Beiträge: 1117 Wohnort: Nähe Mühldorf/Inn (D)
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Hallo Freunde, Deshalb mische ich in mein destiliertes über Kaffeefilter gesäubertes Wäschetrocknerwasser, das bei einem 4 Personenhaushalt am Wochenende zu überfluss ansteht, ein Glas voll hoch alpenkalkhaltiges Trinkwasser bei. lg Thomas
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MechanikerMeister
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Verfasst: 11.04.2010, 11:46 |
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Registriert: 10.04.2010, 10:59 Beiträge: 78 Wohnort: Zürich (CH)
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Entzinkung von Messing war für mich zuvor ein unbekanntes Thema. Deswegen habe ich ein wenig recherchiert und die Beiträge unten gefunden. Spannungsrisskorrosion kann bei fast allen Werkstoffen auftreten, mir ist es bekannt bei Aluminium, Stahl und rost-und säurebeständigen Stählen. Materialprüfungsamt Nordrhein-WestfalenRotguss kontra Messing
_________________ Gruss Erwin
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ahornffm
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Verfasst: 11.04.2010, 12:06 |
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@@@@@ MechanikerMeister hat geschrieben: Entzinkung von Messing war für mich zuvor ein unbekanntes Thema..... Die Entzinkung ist aber schon seit dem "Finstersten Mittelalter" bekannt und wird auch in heutiger Zeit von einigen "Speziellen Kesselpäpsten" mit einer unwahrscheinlichen Ausdauer immer wieder in das Brachfeld geführt..... 
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Janosch
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Verfasst: 11.04.2010, 12:11 |
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| Moderator |
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Registriert: 11.11.2008, 21:26 Beiträge: 472 Wohnort: Bei Freiburg/Breisgau (D)
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Hallo Jürgen, ich weiß, dass du schon sehr lange mit dem Dampfmodellbau zu tun hast, darum wundert mich deine Aussage etwas... Für viele ist ein entzinkunsfreies Messing fast nicht zu bekommen, als Kesselwerkstoff.Und die Vorzüge von Messing sind für mich nicht so deutlich, dass ich es dem Kupfer vorziehen würde.Mit Kupfer bin ich schlussendlich auf der sicheren Seite... Nunja jeder darf seine Meinung haben und jeder darf sie äußern, dafür ist dieses Forum da(neben Bauberichten  ).Ich möchte und ich bin kein Kesselpapst, nur äußere ich meine Meinung und möchte auf dieses Problem der Entzinkung hinweisen. Gruß Janosch
_________________ Es ist vollkommen egal, wie oft man im Leben hinfällt. Es ist nur wichtig, wie oft man wieder aufsteht.
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Davaaser
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Verfasst: 12.04.2010, 00:00 |
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| *** SchienenDampfer |
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Registriert: 09.06.2009, 19:22 Beiträge: 253 Wohnort: Raum Winterthur (CH)
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Was solls, da hau ich noch einen drauf ich sehe sehr wohl eine Bedeutung für Kupferkessel und gegen Messingkessel bei grösseren Objekten, wenn eine Kesselprüfung für einen Kessel bei Dampfbooten oder grösseren Dampfloks offenbar einige Tausend Euros kosten, dann möchte ich auch kein Risiko eingehen, dass mir die Prüfung verweigert wird, ob jetzt die Entzinkung real oder nichtig ist..... Bei der üblichen Grösse und Benutzungsdauer unserer Dampfloks, wo auch ein Eigentestzertifikat ausreicht, glaube ich Messingkessel, egal aus welchem Messing, gehen an Allem, nur nicht an Entzinkung kaputt. Mein erster Kessel war/ist nur aus Messing, mein zweiter Kessel hat ein Flammrohr mit Quersiederohre aus Kupfer, der Rest ist aus Messing, mein dritter Kessel wird aus Kupfer sein, Flammrohr, Quersiederohre, Aussenrohr und natürlich die Deckel. Eigentlich bin ich da nur ein Feigling, der der Konfrontation zum Weg aus geht, ich bin der Meinung, dass es ausreichen müsste, das Flammrohr und die Quersiederohre aus Kupfer zu machen, der Rest wird schlicht nicht heiss genug in meinen Augen. Gruss, Ernst ursprünglich gelernter Chemielaborant
_________________ Die erste Dampflok ist misslungen, versuche deshalb die zweite zu bauen...
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ahornffm
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Verfasst: 12.04.2010, 07:14 |
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Noch einen druff. Oh Ernst Du sprichst mir aus der Seele. Davaaser hat geschrieben: .... glaube ich Messingkessel, egal aus welchem Messing, gehen an Allem, nur nicht an Entzinkung kaputt..... Kein weiterer Kommentar um die ROTE Karte zu vermeiden.... Grüße, Jürgen. Früher mal Werkzeuschmacher jetzt nur noch Rentner
Zuletzt geändert von ahornffm am 12.04.2010, 07:54, insgesamt 1-mal geändert.
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Florian
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Verfasst: 12.04.2010, 07:33 |
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Registriert: 11.11.2008, 21:55 Beiträge: 598 Wohnort: Glarnerland (CH)
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Hallo Zusammen Hier noch die "wissenschaftliche" erklärung, welches Messing theoretisch von Entzinkung "befallen werden kann" : Wenn man eine Legierung aus zwei Elementen herstellt, dann kommt es auf die Legierung an, wie das Gefüge aussieht. Es gibt sogenannte "Alpha-Phasen" und "Beta-Phasen" im Gefüge. Je nach Prozentanteil des einen Elements, welches in der Legierung enthalten ist, gibt es entweder nur eine der beiden Phasen alleine, oder dann ein Gemisch beider Phasen (Dalmatinerartiges Gefüge, wenn mans unter dem Mikroskop mit einem sog. "Schliffbild" analysiert) Auf jeden Fall ist es nun bei Messing so, dass hauptsächlich die Beta-Phase unter Entzinkung leidet. Die Alpha-Phase ist nahezu Immun dagegen weil die Alpha-Phase zuwenig Zink(deutlich mehr Cu als Zn) enthält. Durch die Zugabe von Inhibitoren kann die Entzinkung praktisch ausgeschlossen werden. Hat man nun ein Messing, welches praktisch nur aus Alpha-Phase besteht, dann ist dieses quasi Immun gegen Entzinkung. Hier gibts übrigens noch eine Dokumentation vom deutschen Kupferinstitut; da kann man meine Erläuterungen ungefähr nachlesen... Gruss Florian
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ahornffm
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Verfasst: 12.04.2010, 08:04 |
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@@@@@@ Florian hat geschrieben: Hier noch die "wissenschaftliche" erklärung, welches Messing theoretisch von Entzinkung "befallen werden kann" : Das "Wissentschaftliche" hin, her und zurück ist ja alles schön und gut, NUR wird das ganze mittlerweile etwas lächerlich, denn da ist schon so viel daraüber gelabert worden (hier und in anderen Foren) das einem das ganze aus den Ohren rauskommt...... Jeder muß für sich entscheiden was er für einen Kessel bauen will, aus Kupfer oder Messing da helfen auch keine "Wissentschaftliche" Erklärungen. Übrigens herrschen die "Beta-Phasen" bei mich vor, habe nie Lust Grüße vom Beta-Phasler
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Florian
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Verfasst: 12.04.2010, 08:36 |
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Registriert: 11.11.2008, 21:55 Beiträge: 598 Wohnort: Glarnerland (CH)
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Hallo Jürgen
Ja, klar, ich hab die Diskussion eigentlich auch langsam genug gehört. Hier sind nun die wichtigsten Fakten zusammengetragen und ich denke am besten belassen wir es dabei.
Gruss vom Phasen-losen (Kupferanwender...)
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Hannes
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Verfasst: 12.04.2010, 09:04 |
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| *** SchienenDampfer |
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Registriert: 18.03.2009, 06:07 Beiträge: 602 Wohnort: Marktredwitz (D)
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Hallo Freunde, mein Beitrag ist gerade im Nirwana verschwunden... Ich versuchs nochmal. Über das vom Florian Geschriebene kann man hier nachlesen: http://www.weisensee.com/messing.htmEinige Messingsorten mit ihren Zusammensetzungen und Bezeichnungen findet man hier: http://www.weststahl.de/Messing.pdfDie bekanntesten und auch von uns gut beschaffbaren (und bezahlbaren) Sorten sind: CuZn37 ( MS63) und CuZn39Pb3 (MS58) Ms 58 (CuZn39Pb3) besteht aus 58% Kupfer, 39% Zink und 3% Blei MS 63 (CuZn37) aus 63% Kupfer und 37% Zink Der in Deutschland marktführende Hersteller von Echtdampflokomotiven benutzt für seine Kessel MS63. freundliche Grüße Hannes
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