SchienenDampf.com

Die private Lounge für Echtdampf auf Spurweiten bis 3 1/2“ mit Schwerpunkt 45mm
Aktuelle Zeit: 19.01.2017, 11:42

Alle Zeiten sind UTC + 1 Stunde [ Sommerzeit ]




Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 22 Beiträge ]  Gehe zu Seite 1, 2  Nächste
Autor Nachricht
 Betreff des Beitrags: Rollenprüfstand
BeitragVerfasst: 14.06.2010, 22:26 
Offline
*** SchienenDampfer
Benutzeravatar

Registriert: 09.06.2009, 19:22
Beiträge: 364
Wohnort: Raum Winterthur (CH)
Hallo Kollegen,

nachdem mir in Freienbach der Rollenprüfstand von Beat aufgefallen war, durfte ich ihn kurze Zeit
später bei Beat anschauen und ausmessen. Da ich kein Alu-U-Profil in der gewünschten Dimension
fand, wurde das Ganze etwas abgewandelt und ist jetzt beinahe fertig.
(es fehlt noch ein Holzsockel, damit das Ding nicht auf den Schraubenköpfen steht)

Bild

Bild

Bild

Und noch etwas Details, für die Nachbauwilligen....
Grundplatte ALU 80x3 mm ca 350mm lang
Aluwinkel 25x25mm 4mm Dicke, 40mm Länge, habe ich gleich im Laden zuschneiden lassen......
Kugellager 6x19x6, in der Bucht günstig gefunden (1 Oiro plus Porto pro Stück, machte ca 20 Euros für 16 Lager)
Schulterpassschrauben, das waren die teuersten Teile, echt SFR. 48.- für 16 Stück
Ein Sack mit M5-Stopmuttern, sowie eine Handvoll M4x10 Inbusschrauben und einige Unterlagscheiben.

Die Passbohrungen wollte ich eigentlich gut machen, vorbohren mit 3mm, aufbohren mit 5,9mm
dann bekam die 6mm Reibahle einen Lachanfall, habe ich halt die andere Hälfte der Bohrungen mit 5,8mm
aufgebohrt, dann hatte die Reibahle etwas zum beissen....

Gruss,
Ernst

_________________
Die erste Dampflok ist misslungen, versuche deshalb die zweite zu bauen...


Nach oben
 Profil Private Nachricht senden  
Mit Zitat antworten  
 Betreff des Beitrags: Re: Rollenprüfstand
BeitragVerfasst: 15.06.2010, 12:24 
Offline
*** SchienenDampfer
Benutzeravatar

Registriert: 13.11.2008, 12:30
Beiträge: 1806
Wohnort: Nähe Mühldorf/Inn (D)
:flt:
Super Danke dafür, jetzt weis ich was ich im Winter bastle
Zur Zeit sind meine Loks noch aufgebockt auf Holzklötzen beim testen.

lg
Thomas


Nach oben
 Profil Private Nachricht senden  
Mit Zitat antworten  
 Betreff des Beitrags: Re: Rollenprüfstand
BeitragVerfasst: 15.06.2010, 19:12 
Offline
Mitglied
Benutzeravatar

Registriert: 10.04.2010, 10:59
Beiträge: 78
Wohnort: Zürich (CH)
Hallo Ernst

Anstelle von Schulterpassschrauben hättest du Zylinderstifte verwenden können und Quicklock Benzing Sicherungsscheiben zum fixieren der Lager, hättest du einiges gespart.

Vorbohren mit 3mm ist völlig überflüssig. Besser sauber zentrieren, einen extra kurzen Bohrer Ø5.7 verwenden, diese verlaufen kaum und danach ausreiben. Falls du es ganz genau haben willst, Ø5 bohren und mit einem Aufbohrer Ø5.8 aufbohren, ergibt dank den drei Schneiden eine rundere Bohrung und bessere Oberfläche, beim Reiben kann man dann nicht mehr viel falsch machen.

Letzte Woche hatte ich zwei Tage lang Handarbeit Teilprüfungen von Polymechaniker Lehrlingen bewertet, mit blossem Auge konnte problemlos an Hand der Oberfläche beurteilt werden mit welchen Werkzeugen sie eine H7 Reibung erzeugt haben ausser ein Stück Reibahle steckte noch in der Bohrung. :flt:

Der Rollenprüfstand scheint genau auf eine G 3/4 angepasst zu sein wenn ich die Anordnung der Rollen anschaue.

_________________
Gruss Erwin


Nach oben
 Profil Private Nachricht senden  
Mit Zitat antworten  
 Betreff des Beitrags: Re: Rollenprüfstand
BeitragVerfasst: 15.06.2010, 19:40 
Tschau Ernst,
soviel Arbeit habe ich mir nicht gemacht. Kann aber leicht für alle Loks mit nur einer Schraube verstellt werden.

Gruss gi

Bild


Nach oben
  
Mit Zitat antworten  
 Betreff des Beitrags: Re: Rollenprüfstand
BeitragVerfasst: 15.06.2010, 22:21 
Hoppala oder Jesses, jesses.
MechanikerMeister hat geschrieben:
Falls du es ganz genau haben willst, Ø5 bohren und mit einem Aufbohrer Ø5.8 aufbohren, ergibt dank den drei Schneiden eine rundere Bohrung und bessere Oberfläche, beim Reiben kann man dann nicht mehr viel falsch machen.
Jetzt einmal ein wenig langsam.....

Die wenigsten sind hier gelernte "MechanikerMeister" oder auch NUR "Werkzeugmacher" die mit solchen Instrumenten wie "Aufbohrer" oder auch "Dreischneider" genannt (so von mir seit 1955) umgehen können, so etwas überhaupt haben oder noch besser, solch ein Instrument überhaupt schon einmal gesehen haben. :fst:

Zu allem Überfluß sind solche "Dreischneider" furchtbar teuer und es ist fraglich ob sich jeder solch ein Ding leisten kann und will. :?

Man sollte doch ein wenig die Kirche im Dorf lassen und die ganze Bastelei nicht noch komplizierter machen als sie schon ist....
Es ist gerade schon genug wenn einige blutige Laien (keine Diskriminierung) glauben wenn sie eine CNC-Mühle unter dem Arsch haben die größten aller Maschinenbediener zu sein oder glauben "ohne CNC" geht nichts mehr. :wink: :wink:

Leider weiß hier der Schreiberling von was er redet, denn der Blödrian hat einmal vor langer Zeit NUR "Werkzeugmacher" gelernt
und kann natürlich einem "MechanikerMeister" nicht das Wasser reichen und auch nicht will.....
Es geht halt nur gegen den Strich wenn da mit Werkzeugen wie "Aufbohrer oder Dreischneider" in der Gegend herum geworfen wird von denn ein ganz NORMALER Bastler oder auch Modellbauer keinerlei Ahnung haben.

So jetzt könnt Ihr mich eliminieren.....
Hochachtungsvolle Grüße,
Jürgen.


Nach oben
  
Mit Zitat antworten  
 Betreff des Beitrags: Re: Rollenprüfstand
BeitragVerfasst: 15.06.2010, 22:42 
Offline
*** SchienenDampfer
Benutzeravatar

Registriert: 09.06.2009, 19:22
Beiträge: 364
Wohnort: Raum Winterthur (CH)
Hallo Thomas, Erwin und Gi,

@Thomas, die Bohrungen für die Kugellager sind 17mm von unten und 20mm Abstand zwischen beiden Bohrungen, der Rest
ist sowieso Geschmacksache, somit hast du nun alle Masse zum Nachbauen, viel Spass dann.....

@Erwin, die Schulterpassschrauben haben mich bei Beat fasziniert und wollte es gleich machen, banale M6 Schrauben
wären noch billiger gekommen, aber der Preis ist "Nebensache", man gönnt sich sonst ja nichts....
Und merkwürdig, ja, der Achsabstand ist rein zufällig genau gleich wie bei meiner G3/4 :flt: :flt: :flt: :flt: :flt:
ABER meine HF110 passt auch ganz gut darauf :smz: :smz: :smz: :smz: :smz:

@Gi, mir gefallen diese Böcke mit den Lagern aussen einfach nicht, es ging auch nicht darum, mit möglichst wenig Aufwand
zu einem Rollenprüfstand zu kommen, sonst hätte ich mir einen kaufen können, ich wollte mir einen bauen, der mir gefällt,
dieses Ziel habe ich erreicht.


Gruss an Alle,
Ernst

_________________
Die erste Dampflok ist misslungen, versuche deshalb die zweite zu bauen...


Nach oben
 Profil Private Nachricht senden  
Mit Zitat antworten  
 Betreff des Beitrags: Re: Rollenprüfstand
BeitragVerfasst: 16.06.2010, 06:45 
Offline
SchienenDampfer
Benutzeravatar

Registriert: 13.02.2010, 14:30
Beiträge: 309
Wohnort: Zürich
Davaaser hat geschrieben:
zu einem Rollenprüfstand zu kommen, sonst hätte ich mir einen kaufen können, ich wollte mir einen bauen, der mir gefällt,
dieses Ziel habe ich erreicht.



Hallo Ernst

Selbst wenn die "Schulterpassschrauben" teuer waren hast du im Vergleich zu käuflichen Rollenprüfständen immer noch ein sehr solides Teil für wenig Geld gebaut.
Dein Rollenprüfstand hat gegenüber meinem den Vorteil dass sich die Rollenböcke mittels Schrauben fixieren lassen.


ahornffm hat geschrieben:

Die wenigsten sind hier gelernte "Mechanikermeister" oder auch NUR "Werkzeugmacher" die mit solchen Instrumenten wie "Aufbohrer" oder auch "Dreischneider" genannt (so von mir seit 1955) umgehen können, so etwas überhaupt haben oder noch besser, solch ein Instrument überhaupt schon einmal gesehen haben. :fst:

Zu allem Überfluß sind solche "Dreischneider" furchtbar teuer und es ist fraglich ob sich jeder solch ein Ding leisten kann und will. :?



Es geht halt nur gegen den Strich wenn da mit Werkzeugen wie "Aufbohrer oder Dreischneider" in der Gegend herum geworfen wird von denn ein ganz NORMALER Bastler oder auch Modellbauer keinerlei Ahnung haben.




Hallo Jürgen

Deine Aufregung verstehe ich nicht ganz. Der ganz normale Bastler wird bei Google oder direkt auf der Seite eines Werkzeughändlers nach dem Begriff "Aufbohrer" suchen und nach wenigen Sekunden Bilder und Informationen finden die ihm verraten um was es sich handelt und wie "furchtbar teuer" solche Werkzeuge sind.
Eine weitere Möglichkeit wäre hier im Forum nachzufragen, so wie ich "Mechanikermeister" kenne wird er sicherlich ausführlich berichten um welche Werkzeuge es sich handelt, wie sie verwendet werden und wo sie gekauft werden können.

Auf beiden Wegen kann der "ganz normale Bastler" etwas dazu lernen, kann es das nächste Mal besser machen. Ist das nicht auch im Sinne dieses Forums?

_________________
Grüsse
Beat


Nach oben
 Profil Private Nachricht senden  
Mit Zitat antworten  
 Betreff des Beitrags: Re: Rollenprüfstand
BeitragVerfasst: 16.06.2010, 08:28 
Offline
*** SchienenDampfer
Benutzeravatar

Registriert: 29.12.2008, 13:24
Beiträge: 900
Wohnort: Breitenbrunn (A)
Hallo!

Der Weg ist das Ziel! :GR
Das Bauen ist das Hobby sonst könnten ich ja kaufen. :smz:
Fachliche Hilfe ist für mich gut, auch wenn ich sie nicht perfekt umsetzen kann. :mrgreen:
Mit dem Ergebnis, wenn auch nicht immer perfekt, bin ich meistens zufrieden. :HL
Mit der Zeit werde ich besser und lese gerne mit. :fst:
Das war nur meine Meinung. :WN
VG Heinz


Nach oben
 Profil Private Nachricht senden  
Mit Zitat antworten  
 Betreff des Beitrags: Re: Rollenprüfstand
BeitragVerfasst: 16.06.2010, 09:29 
Offline
*** SchienenDampfer
Benutzeravatar

Registriert: 09.06.2009, 19:22
Beiträge: 364
Wohnort: Raum Winterthur (CH)
Hallo,

habe mal aus Neugier nachgeschaut bei Brütsch+Ruegger....

Aufbohrer 5.8mm SFR. 28.60
Kurzbohrer Titex 5.8mm SFR. 11.90
Normalbohrer Titex 5.8mm SFR. 7.70

Wenn das passende Werkzeug rumliegt, dann wehre ich mich nicht gegen das Gebrauchen, aber abends um 9 Uhr
renne ich nicht mehr dem Werkzeugladen nach, dann "murkse" ich halt mit dem bestehenden Werkzeug :mrgreen: :mrgreen: :mrgreen:

Gruss,
Ernst

_________________
Die erste Dampflok ist misslungen, versuche deshalb die zweite zu bauen...


Nach oben
 Profil Private Nachricht senden  
Mit Zitat antworten  
 Betreff des Beitrags: Re: Rollenprüfstand
BeitragVerfasst: 16.06.2010, 10:50 
Davaaser hat geschrieben:
Wenn das passende Werkzeug rumliegt, dann wehre ich mich nicht gegen das Gebrauchen, aber abends um 9 Uhr
renne ich nicht mehr dem Werkzeugladen nach, dann "murkse" ich halt mit dem bestehenden Werkzeug :mrgreen: :mrgreen: :mrgreen:
Genau das ist es......
Nicht jeder als sogenannter Heimmodellbauer hat einen ganzen Schrank voll "Aufbohrern" in der Abstufung von "0,1mm" (wenn möglich noch bis "30mm", bei Siemens im Werkzeugbau hatten wir diese Dinger sogar bis "50mm") und eine komplett eingerichtete "Entwicklungswerkstatt mit allem FickiFacki" zur Verfügung..... :KN


Schöne Grüße,
Jürgen.


Nach oben
  
Mit Zitat antworten  
 Betreff des Beitrags: Re: Rollenprüfstand
BeitragVerfasst: 16.06.2010, 11:15 
Offline
SchienenDampfer
Benutzeravatar

Registriert: 13.02.2010, 14:30
Beiträge: 309
Wohnort: Zürich
Hallo Ernst

Du hast ja auch so etwas vernünftiges gebaut, ohne "Spezialwerkzeuge".



Heinz hat geschrieben:
Mit der Zeit werde ich besser und lese gerne mit.


Danke Heinz, das ist genau das worum es mir geht. Ständig sein Wissen zu erweitern und dadurch besser werden. Deswegen meine ich dass es nicht falsch sein kann wenn hier Profis erklären wie das eine oder andere besser gemacht werden kann. Ob man es dann zuhause umsetzt oder nicht bleibt jedem selbst überlassen.

_________________
Grüsse
Beat


Nach oben
 Profil Private Nachricht senden  
Mit Zitat antworten  
 Betreff des Beitrags: Re: Rollenprüfstand
BeitragVerfasst: 16.06.2010, 11:16 
Offline
Mitglied
Benutzeravatar

Registriert: 10.04.2010, 10:59
Beiträge: 78
Wohnort: Zürich (CH)
Hochinteressant wie sich Leute über einen Aufbohrer aufregen können. :wink: Die Schulterpassschraube ist anscheinend eher ein Wort das jeder Hausfrau geläufig ist. :flt:

Ich mag mich nicht erinnern, dass ich Ernst eine meiner Lösungsmöglichkeiten aufgezwungen habe. Ich bin ihm einmal begegnet und habe ihn als interessierten und versierten Bastler kennen gelernt, der anderen Arbeitsmethoden nicht abgeneigt ist.

Wer lieber auf seine handgeschmiedeten, selber gehärteten und geschliffen Werkzeugstahl Drehmeissel und Bohrer schwört, weil das noch aus der guten alten Dampfzeit stammt, der darf das gerne machen. Ich jedenfalls bin froh mit zeitgemässen Werkzeugen arbeiten zu dürfen, die aus meiner Lehrzeit sind definitiv schlechter.

_________________
Gruss Erwin


Nach oben
 Profil Private Nachricht senden  
Mit Zitat antworten  
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:  Sortiere nach  
Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 22 Beiträge ]  Gehe zu Seite 1, 2  Nächste

Alle Zeiten sind UTC + 1 Stunde [ Sommerzeit ]


Wer ist online?

0 Mitglieder


Du darfst keine neuen Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst keine Antworten zu Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht ändern.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.

Suche nach:
Gehe zu:  
cron
Powered by phpBB® Forum Software © phpBB Group


Hosted by iphpbb3.com

Impressum