Um nochmal auf die Hartlötgeräte zurück zu kommen. Ich bevorzuge Handstücke mit wechslebaren Brennereinsätzen. Ein Beispiel dafür ist dieses Gerät:
http://www.gloor.ch/pdf/Hobbyflam_de.pdfNachteilig an diesem Gerät ist wieder die Einwegdose für das Brenngas. Die wiederbefüllbare Sauerstoff-Flasche hält lange. Die Angabe das mit dem Brenner 1 etwa 3 Stunden gearbeitet werden kann ist in etwa richtig. Durch die zugabe von Sauerstoff zum Brenngas hat das Gerät eine sehr gute Leistung. Anders als bei den "Büschelbrennern" bei manchen Geräten kann ich eine schöne schmale, längliche Flamme einstellen (zu sehen im Bild mit dem Dampflok-ähnlichen Modell) die, nach dem Vorwärmen des Werkstücks, ein gezieltes erwärmen der Lötstelle erlaubt ohne das Flussmittel zu verbrennen oder das ganze Bauteil auszuglühen . Das Lot lässt sich so recht gezielt an die Lötstelle bringen, mit gezielter Wärmeeinwirkung dort hin "lenken" wo es hin soll ohne das es weit um die Lötstelle verteilt fliesst. Das spart Lot und Verputzarbeit. Für jene die nur selten Löten ist die Anschaffung eines solchen Gerätes sicherlich übertrieben, wer häuffiger lötet hat den Nachteil der Einwegkartuschen (die ich auch zum befüllen meiner gasgefeuerten Modelle benütze).
Beruflich verwende ich eine Hartlötanlage welche mittel Propangas und Druckluft betrieben wird. Das Propangas wird aus den bekannten Flüssiggasflaschen (wie ihr sie vom Gasgrill, Wohnwagen kennt) entnommen, die Druckluft aus der zentralen Versorgung. Das Gerät ist mit einem "Gassparapparat" ausgerüstet, an einer Zündflamme wird der Brenner gezündet. Um verschiedene Brenner / Schlauchpakete anshliessen zu können ist das Gerät mit Schnellkupplungen sowohl für Druckluft wie auch für Brenngas versehen. Solche Geräte bringen eine recht grosse Leistung und sind entsprechend teuer. Deswegen dürften sie für Hobbyanwender eher übertrieben sein.
Als Lötunterlage verwende ich ein Stük Promat-Platte. Dieses Produkt wird für Brandabschottungen etc. verwendet und bröselt nicht. Zum stützen der Bauteile verwende ich kleine Schamottstein Stücke. Bisher hate ich immer eine ausreichende Leistung der Flamme zur verfügung und musste daher noch nie zu einem zweiten Lötgerät greifen oder die Werkstücke mit Schamottsteinen umgeben. So ist die Lötstelle frei zugänglich was die Arbeit erleichtert.