Um dann überrascht festzustellen das ich anscheinend schon ein neuere Version vom Konrad besitze
Gott sei's getrommelt und gepfiffen hat der Teflonkolben die Prozedur des Ausdrückens des vorderen Zylinderdeckels überstanden. Die stirnseitig überstehende Mutter und die Kolbenstange (massiv aus Metall) haben die Kräfte aufgenommen, der weiche Teflonkolben blieb unberührt.
Meine Frage an die Experten: Auf dem Grund des Innengewindes der Stopfbuchsmutter sieht man (ganz versteckt) das dort eine Teflondichtung (Ring) liegt. Muss ich jetzt die Stopfbuchsmutter, wie Christian beschreibt mit einer Abdichtung versehen oder genügt der werkseitige Dichtungsring
Dank im Voraus, Gerald
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Nun der uns allseits bekannte Experte Wolfgang K. aus Ö hat mir per telefonischen Support den Rat gegeben die Stopfbuchsschraube mit einer -selbstgebastelten- Führung aus Teflon auszustatten.
Der vermeintliche Teflonring am Boden (Gewinde) des hinteren Zylinderdeckels (wie auf 2. Foto vermutet) hat sich heute, nachdem ich ihn mit einer Nadel herausgefischt habe, als schnöde Stopfpackung aus einem gezwirbelten Teflonband herausgestellt.
Um den hinteren Zylinderdeckel mit eingeschraubter Stopfbuchsschraube auf 3,6 mm aufzubohren (Aussenmaß der Teflonführung) fehlt mir natürlich wieder eine Spannzange mit 10mm die beim bohren den inneren Bund des Zylinderdeckels aufnimmt.
Also ist wieder warten auf eine Werkzeuglieferung angesagt
Hoffe die Erleuchtung oder zumindest die Macht möge mit euch sein
Gruß vom Erleuchteten Gerald
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Da das Wetter sich heute nicht von seiner besten Seite gezeigt hat,
habe ich mich mal an die Anfertigung der Teflonbuchse gemacht. Christian hat ja in seinem Thread schon dankenswerterweise die einzelnen Schritte bei Anfertigung derselben erklärt.
Vor der Tat war noch grübeln und berechnen angesagt , die Maße mussten ja dem rückwärtigen Zylinderdeckel des Easyline Zylinders angepasst werden:
Bilder von der Bearbeitung gibt es leider keine, nur vom Endprodukt:
So schön wie die hier im Forum gezeigten Teflonbuchsen ist meine nicht geworden. Es dürfte wohl auch den Werkzeugen liegen. Habe zwar einen HSS-Seitenstahl nochmals extra geschliffen, das genügte auch für die Anfertigung der längeren Teils der Buchse.
Da ich aber die Buchse nicht umspannen wollten (trotz Bearbeitung in einer Spannzange) musste ich die Bearbeitung des kürzeren Teils mit einem Abstechstahl machen. Der war wohl nicht so scharf, daher die leichten Ausfransungen, gut zu sehen da ich anscheinend mit beim prüfen der Fransen mit meinen dreckigen Griffeln diese eingefärbt habe.
Naja was solls, zusammengeschraubt und mit einer 3mm Reibahle ausgerieben stelle ich fest das sich die Kolbenstange ohne viel Widerstand in der PTFE Buchse bewegen lässt. Zieht man die Stopfbuchsschraube nur minimal an wird der Widerstand und somit auch die Reibung der Kolbenstange in der Buchse mehr. So sollte es wohl auch sein
Wenn ich es jetzt noch schaffe den Zylinder eben in meine Fräse einzuspannen kann ich die Dampfbohrungen und die Bohrung für den Zapfen erweitern, fräsen, PTFE-Gleiter herstellen etc.etc. und somit die Geschichte abschließen.
Bis dann, Gerald
PS: für nachbauwillige eine Erfahrung , auf meiner Skizze sieht man das Maß "E" mit 2 mm angegeben. Dieser Bund passt aber nur wenn man die Stopfbuchsschraube um 2mm kürzt. Original reicht die Schraube fast bis an den Boden des Innengewindes des hinteren Zylinderdeckels.
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Auf der anderen Seite, das 1,6 mm Loch der Dampfbohrung zuerst mit einem umgedrehten 1,6er Bohrer lokalisieren und zentrieren:
Das Sackloch für den Führungszapfen auch erweitert, kein Bild, danach fertig, auch das passende PTFE-Material war greifbar:
Die Scheibchen herstellen, hier sieht man einigermaßen gut den kleinen 3 mm Zapfen mit der 1,6 mm Bohrung:
Danach Abstechen, das besonders "gefeigelt" hat da ich mit einem dünneren Abstechstahl nur "konkav" verformte Scheiben produziert habe, mit einem dickeren ging es dann besser:
Anreissen der ungefähren Schnittkante, der gefräste Steg am Ende des Zylinders drückt sich bei der Methode in das weiche Kunststoffmaterial:
Die andere Kante mit der Schiebelehre ungefähr anreissen:
Dann schleifen auf das Endmaß, im Hintergrund die Teile die nicht nach meinen Vorstellungen geworden sind
Bis auf die Buchse der Führungszapfens fertig:
aber die hab ich auch noch zusammengebracht:
Wieder eine Frage an den Experten:
Muss ich nun alles auf das ehemalige Niveau der Messinglaufflächen niederschleifen
Habe die Teflongleitlager ca. 0,20 mm dicker gemacht als die 1 mm tiefe Einfräsung und alles auf einer Glasplatte mit feinen Schleifpapier abgezogen, jetzt sind ca. 0,10 mm Überstand.
Dank im Voraus, Gerald
Der sich heute mächtig Ärger mit der Familie eingehandelt hat, da man ihn nur zur Essensaufnahme aus dem Bastelkeller bewegen konnte
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zu teflonisieren werde ich dann weiter vorantreiben wenn ich auch noch den Lumberjack umgebaut habe. Dann werd ich mir wohl einige Grundkenntnisse in Sachen Teflon angeeignet haben.
Für Nachahmungswillige kann ich aber jetzt schon sagen , schärft die Werkzeuge das ist sicher nicht von Nachteil.
Gruß, Gerald
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Langsam schaut ein "End" heraus wie man bei uns so sagt.
Eines der letzten Lagerteile aus PTFE ist die Buchse für den Kolbenkopf, hier im montierten Zustand:
Das Triebwerk gesamt zusammengebaut und wieder auf dem Rahmen und verbunden mit der Übersetzung auf die Räder:
Gestern noch eine kleine Schrecksekunde, habe von hinten mit einer Lampe die Lagerflächen angeleuchtet und einen Lichtspalt zwischen PTFE-Gleitfläche und dem Umsteuerblock gesehen. So dachte ich jedenfalls als ich den ganzen Motor mit der Hand mit der Lampe im Hintergrund am Schwungrad gedreht habe.
Hier auf dem Bild die vermutete Stelle der Undichtigkeit:
Nach vermuten , suchen , messen und Unsicherheit habe ich mich daran gemacht das Fahrwerk zusammenzubauen. Wenn schon eine Undichtigkeit vorhanden ist dachte ich mir wird mir die Druckluft die Stelle schon zeigen.
Also an den Kompressor angeschlossen, wieder Schrecksekunde, alles lief ruckelig und nach ein paar Umdrehungen war Schluss. Bis ich auf die Idee kam das es vielleicht nicht schlecht wäre die zweite Kuppelstange 1. wieder zu montieren und 2. mit 90° Versatz auf den Achsen zu fixieren.
Und siehe da:
Nun bin für meinen Teil mehr als zufrieden, mit den angezeigten 1,5 bar läuft es schon ganz ordentlich.
Gruß, Gerald
PS: Falls sich jemand wundert warum mein Konrad so blass um die Beine ist, es wird demnächst ein Einbürgerungsantrag bei der Ami-Waldbahn gestellt, da kann man mit europäisch roten Füssen nicht antanzen.
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