Registriert: 27.12.2008, 19:22 Beiträge: 102 Wohnort: nähe Frankfurt/Main (D)
Hallo zusammen,
im letzten Spätsommer hatte ich begonnen mir eine Schneefräse zu bauen, sie sollte einfach herzustellen sein und bis zum Winterbeginn fertig werden. Das mit dem "Fertig werden" wurde dann doch sehr knapp da der Winter ja sehr früh kam. Zunächst hatte ich im Internet nach Bauplänen bzw. Bilder von Schneefräsen gesucht. Verwertbare Pläne gab es keine aber einigen Bildern konnte ich brauchbare Ideen entnehmen. Die Entscheidung fiel auf eine an einem LGB-Wagen vor gebaute Fräse.
Die Maße waren schnell festgestellt und ich habe mit der Konstruktion in meine CAD-Prg. begonnen. Meine Hochachtung an alle die in so einen Prg. ganze Lok´s abbilden. Dennoch habe ich was zusammengefummelt was dann brauchbar war.
Ich hatte mich entgegen meines Grundkonzepts dann doch entschieden die Fräse nicht aus einzelnen Blechen zu bauen sondern ein gebogenes Grundbauteil herzustellen und alle weiteren Teile daran zu befestigen. Da es für die Fräse wahrscheinlich kein Vorbild gibt habe ich den Abschlusswinkel mit Nieten verziert, sieht irgendwie immer gut aus.
Nachdem die Seitenwände am Grundkörper angelötet waren habe ich Motorbefestigung gebaut, diese musste zum einen den Motor stabil halten und zum andern das Ganze im Wagen befestigen. Ein Stück Alu- Flachprofil erschien mir aus probarste Mittel.
Habe schon lange am Winterbetrieb meine Freude. Gute Geräte habe ich nicht aber schau doch auch bei http://www.froel-schleuder.de/ rein. Werde Deinen Bericht aufmerksam verfolgen. Bitte zum Nachbau alles dokumentieren.
Registriert: 11.11.2008, 01:00 Beiträge: 2430 Wohnort: Wien (A)
Hallo Andreas!
Danke für Deinen Bericht, aber geht´s bitte auch mit größeren Bildern? Es ist sehr mühsam immer jedes Deiner Bilder einzeln anzuklicken damit man was sieht ...
Registriert: 27.12.2008, 19:22 Beiträge: 102 Wohnort: nähe Frankfurt/Main (D)
Hallo Heinz,
ich schreibe diesen Bericht nachträglich ich hatte die Fräse schon im Einsatz. Da ich damals nicht damit gerechnet habe einmal über den Bau zu berichten habe ich leider nur wenige Bilder gemacht. Ich hoffe meine Dokumentation ist ausreichend.
Die Schleuder aus deinem Link ist super, vielen Dank.
Registriert: 27.12.2008, 19:22 Beiträge: 102 Wohnort: nähe Frankfurt/Main (D)
Hallo zusammen,
als nächsten Schritt habe ich die Schleuderscheibe angefertigt, die musste möglichst genau gefertigt werden um eine Unwucht zu vermeiden. Um hierbei die Massen gering zu halten habe ich als Material wieder Alu ausgewählt. Die Scheibe selbst wurde auf einer CNC-Fräse aus 3mm Blech ausgeschritten. Die Winkel wurden aus Profilen gemacht, da habe ich darauf geachtet das alle fünf Teile die exakt gleiche Länge haben. Da ich einer Klebstelle bei den rotierenden Teilen nicht vertrauen wollte habe ich das ganze vernietet.
Das Messingprofil das durch die mittlere Bohr und am rechten Rand sichtbar ist wurde als Abstandshalter provisorisch zwischengelegt um die Länge des Schleuderscheibenmitnehmers genau ermitteln zu können. Das Profil hatte eine Tiefe vom 4mm das entspricht der späteren Wandstärke des LGB Wagens. Der Mitnehmer wurde aus Messing hergestellt und erhielt ein Gewinde von M5x0,5 zur Aufnahme der Schleuderscheibe.
Was jetzt noch fehlte waren die Leitbleche diese sollten beweglich ausgeführte werden. Dafür habe ich zunächst einige Scharniere aus 0,8 mm Messingblech und kleinen Ms-Rohren angefertigt. Von der Herstellung der Bolzenaufnahmen für die Verstellarme gibt es leider keine brauchbaren Bilder.
Hier nun die restlichen Teile vor den Zusammenlöten.
Nun ging es dem Wagen an den Kragen, er wurde auf der Vorderseite geglättet um das Gehäuse der Schneefräse ansetzen zu können.
Bitte auch über den Motor Daten (Um/Min, Volt, ......) und Erfahrungen ob ausreichend. Ein kleines Video im Betrieb wurde mich auch freuen. Eben Alles.
Registriert: 27.12.2008, 19:22 Beiträge: 102 Wohnort: nähe Frankfurt/Main (D)
Hallo Peter, hallo Heinz,
beim Antrieb handelt es sich um einen günstigen "600er" Motor wie er für Automodelle oder Flugmodelle eingesetzt wird. Ich habe beim großen C.... einen preiswerten ausgesucht.
Motor: IGARASHI SP3657-30
Nennspannung: 7,2 Volt Arbeitsspannung: 3,0 - 12,0 Volt Leerlaufdrehzahl: 10500 U/min.
Der Motor wird bei mir mit 4 Volt betrieben, wie hoch dabei die Drehzahl ist kann ich nicht sagen. Eine Abdichtung für den Motor habe ich nicht eingebaut, in Modellautos werden diese Motoren sicher auch manchmal Nass.
Die Akku,s haben 5 Ah was eine Betriebszeit von ca. 1 Std. ergibt.
Um das ganze ordentlich Einschalten und Laden zu können habe ich noch einen netten Schalterwinkel gebaut.
Und hier das ganze fertig lackiert.
Und in Betrieb
Dafür das der Wind entgegen der Wurfrichtung wehte bin ich sehr zufrieden
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