Registriert: 19.11.2008, 18:24 Beiträge: 554 Wohnort: bei Fürth/Bayern (D)
Liebe Freunde,
meine bisherigen Arbeiten an der Z lassen mich erkennen, dass noch vor der Anschaffung einer Drehbank eine Säge ins Haus muss. Der bekannte "grüne Hobbyausstatter" hat viele verschiedene im Programm. Aus monetären und räumlichen Gründen möchte ich mich auf ein Gerät beschränken und da stellt sich mir nun die Frage welche Bauweise den vernünftigsten Kompromiss darstellt.
Folgende Arbeiten stehen ja an:
1. Kreisrunde Scheiben herstellen (Kesselbau). -> Bandsäge mit dünnen Blatt 2. Lange Bleche trennen (Gehäuse und Gestänge) -> Tischkreissäge mit entsprechenden Blatt 3. Wellen und Profile kürzen -> Kappgerät 4. Dickere Bauteile trennen (Zylinder usw.) - Bügelsäge ? 5. Große Rohre senkrecht trennen (Kesselbau) -> Bandsäge
Natürlich, alle diese Arbeiten können auch händisch erfolgen. Ich denke da noch mit Schrecken an meine Laubsägearbeiten in der Grundschule . Spätestens bei Fensterausschnitten wird es nicht mehr ohne gehen ...
Registriert: 11.11.2008, 00:00 Beiträge: 2325 Wohnort: Wien (A)
Hallo Oliever!
Ich habe eine China-Bandsäge um unter 100 Euro und bin damit voll zufrieden. Sie geht durch mehrere cm dickes Messing wie Butter. Einziger Nachteil der Bandsägen ist, dass man nur Werkstücke bis zu einer gewissen Länge sägen kann - bei mir sind das etwa 22 cm. Ich fürchte dass es bei der Proxxon noch weniger ist.
Ohne Längenbeschränkung kannst Du nur mit einer Dekupiersäge arbeiten (damit kenn ich mich aber zuwenig aus), eine Kreissäge kann ich eigentlich nicht empfehlen - außer bei Profilen da länge ich aber oft auch mit der Fräse ab - ja, auch mit der Fräse kann man Wellen und Bleche trennen.
Bedenke, dass man mit herkömmlichen Sägeblättern nur Alu und Buntmetall trennen kann. Mit Stahl- oder Nirowellen ist da nix - nur mit speziellen Blättern. Bei Bandsägen gibt´s Bimetallblätter, meißt aber nur Maßanfertigung. Die harten Kreissägeblätter sind so hart, dass sie wie Glas brechen. Da ist die Fräse erste Wahl - aber auch die Drehe ...
Registriert: 19.11.2008, 18:24 Beiträge: 554 Wohnort: bei Fürth/Bayern (D)
Serus Christian,
danke für deine - wie immer - schnelle und profunde Antwort! Ich werde da noch ein wenig ´drüber brüten. Zum Thehma brüten: Wie schneidet man ein Kesselrohr (Z.6 - 50 mm) in einer Hobbywerkstatt sauber und absolut rechtwinklig. Die Schnittlinie mit einer (Papier-)Manschette anreißen ist klar, aber wie sägen? Bekommt man dies mit einer Bandsäge hin ? Vielleicht mit ein wenig nachfeilen!
VLG
Oliever
_________________ "Dumm ist der, der Dummes tut." - Forrest Gump
Sägen kann man es nur "grob" Entweder dreht man es sich noch kurz plan wenn man kann oder dann nimmt man die Feile. Auch ein Schleifpapier, das auf eine grade Fläche gespannt wird kann verwendet werden. Man muss halt einfach immer kontrollieren, ob man ungefähr richtig liegt.
Es gibt auch noch die Methode Dremel + dünne Trennscheiben. (die ich eigentlich meist verwende) Man muss einfach aufpassen, dass man nicht verkantet sonst ist das Scheibchen gleich futsch.
Registriert: 19.11.2008, 18:24 Beiträge: 554 Wohnort: bei Fürth/Bayern (D)
Naja Christian,
wenn sie schön Oval sein sollen .... ich kann doch nur kleine Fäser spannen - zumindest mit Spannzangen. Aber warte es nur ab -> wenn es soweit ist schreibe ich eh einen "Wie stelle ich Fenster her?" - Thread.
Es grüßt die
(Nerv)Säge
Oliever
_________________ "Dumm ist der, der Dummes tut." - Forrest Gump
ich habe keine Bandsäge (auch ein Platzproblem), säge entweder von Hand grob zu und fräse dann auf Mass, oder säge das Zeugs mit etwas Zugabe auf der kleinen oder etwas weniger kleinen Proxxon Kreissäge zu, habe mir zuerst die KS230 gekauft, dann später noch die FKS/E dazu. Wenn man mit Feingefühl (musste ich zuerst bitter lernen) zustellt und nichts verkantet, geht das auch (inklusive Rauchkammerrohr und Kesselrohr aus Messing). Du wirst dir aber sicher früher oder später einen Kreissägedorn für die Fräse bauen oder kaufen.....
Gruss, Ernst
N.B. wie willst du einen sauberen Sägeschnitt mit ca. 0.3mm Dicke in eine Gegenkurbel bringen ?
_________________ Die erste Dampflok ist misslungen, versuche deshalb die zweite zu bauen...
Registriert: 19.11.2008, 18:24 Beiträge: 554 Wohnort: bei Fürth/Bayern (D)
Hallo Ernst,
wie ich schon sagte - ich suche noch den richtigen Kompromiss. Das Platzproblem habe ich in 2-3 Jahren vom Hals .... bis dahin gilt es zu improvisieren.
Zu deiner NB-Frage - das habe ich mich auch schon gefragt. Ich denke, ich würde eine von den kleinen Proxxon Trennscheiben mit den zugehörigen Halter in die Fräse spannen -> ich probiere das heute einmal aus (wenn ich mich nicht mehr melde hat es NICHT funktioniert )
VG
Oliever
_________________ "Dumm ist der, der Dummes tut." - Forrest Gump
ich sag mal, ich bin manchmal etwas fies..... schau mal in meinen neuesten Beitrag zur G3/4, da siehst du die Hälfte meiner Lösung. Du brauchst einen kleinen Sägeblatthalter und dünne Sägeblätter, ich bekam bei ALESA in der Schweiz direkt HSS-Sägeblätter in beliebigen Dicken, habe 0.2mm 0.3mm und 0.5mm genommen, die haben eine Mindestabnahmemenge, es gibt aber sicher etwas vergleichbares in deiner Gegend (im Notfall via PN Details austauschen.....)
Gruss, Ernst Und zum Einspannen die Kurbel auf das Sägeblatt stellen, dann den Schraubstock herankurbeln und festklemmen, mit dem Zeugs wegfahren, Höhe des Sägeblatts einstellen und ganz sachte sägen, so wird das Ganze schön parallel zur Unterkante der Kurbel.
_________________ Die erste Dampflok ist misslungen, versuche deshalb die zweite zu bauen...
Registriert: 26.03.2010, 23:35 Beiträge: 641 Wohnort: Burgdorf bei Hannover (D)
Hallo alle zusammen,
hier mal wieder etwas zum schmunzel von mir Wieder mal ein Unikat, zumindest auf dem Europäischem Festland habe ich im Netz fast nichts Ähnliches gefunden.
Gruß Sascha
_________________ Als Eltern machen wir Fehler, keiner kann alles richtig machen, es kommt nur darauf an, es mit viel Liebe falsch zu machen.
Registriert: 06.12.2009, 13:30 Beiträge: 18 Wohnort: Region Bochum(D)
Hallo Oliever,
auch wenn ich selten etwas beitragen kann so werde ich hier mal meinen Senf dazu tun. Ich benutze zum Ausschneiden aus nicht zu dicken Blechen durchaus frei Hand Trennscheiben. Nicht die bekannte Marke die auch mir schnell um die Ohren fliegt,sondern meist unsegmentierte diamantbeschichtete aus dem Laden mit dem großen C....Die ganz preiswerten aus dem fernen Asien. Ich habe damit ohne Probleme in meinen Rolladenkästen störende M10 Schrauben im ganzen Haus mit nur 2 Trennscheiben abgeschnitten,glatt und sauber.Das ganze auch noch mit der preiswerten Aldimaschine. Warum die Schrauben gestört haben? Habe Elektroantriebe installiert. Das "Wellblechdach" aus einer Konservendose für den Lumberjack entstand auch so in Sekunden. Schöne Grüße, Ingo oder der noch immer am Jackgetriebe werkelt.
_________________ raucht der Kopf auch stark,hat dies nicht immer Dampf zur Folge!
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