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BeitragVerfasst: 02.12.2018, 21:59 
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* SchienenDampfer
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Problemstellung: Vergrösserung des Gastankvolumens in einer Regner RhB G3/4 um die Einsatzzeit zu verlängern. Der bestehende Tank (2) an der Rückwand bleibt, ein zweiter Tank (1), ex. Harzlok 99 222 wird liegend in den linken Wasserkasten verbaut. Beide Tanks sind gleich hoch eingebaut und haben Ronson Entlüftung. Sie sind unten im Flüssiggasbereich miteinander verbunden. Auffüllen der Tanks bis an beiden Flüssiggas austritt. Der neue Zusatztank (1) ist näher beim Kessel er wird schneller warm, ist aber gegen den Kessel z.T. und gegen den Boden mit Kork isoliert.
Diese Anordung konnte nicht befriedigen, kurz nach dem Zünden des Brenners drückte es immer Flüssiggas zum Brenner, die Flamme brannte überall nur nicht richtig im Brenner. Das Ganze funktionierte erst richtig, wenn der Flüssiggaspegel in den Tanks nicht mehr voll war.
Meine Vermutung: durch die Gasentnahme sank der Druck im Tank 1, nun drückte es Flüssiggas vom Tank 2 zum Tank 1 und von dort in die Brennerdüse.


Bild


Nun habe ich das ganze System umgekehrt:


Bild


Gas wird Eingefüllt, dabei beide Entlüfter betätigt, bis voll. Erste Versuche zeigen, dass nun kein Flüssiggas mehr zum Brenner kommt.

Was meinen die Gasspezialisten dazu? Eine Lösung mit Kalt- und Warmtank etc. möchte ich nicht, nur eine längere Einsatzzeit als bisher, durch Volumenvergrösserung

Gruss Christoph

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Mein Vorsatz: Mehr Pausen zwischen dem Nichtstun...Vor allem längere... :E


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BeitragVerfasst: 02.12.2018, 23:38 
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* SchienenDampfer
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Hallo Christoph,

ein ähnliches Problem hatte ich auch schon. Ich habe aber nach einem Rückschlag mit dem gleichen Erlebnis wie bei Deinem ersten Versuch die Gasphase der beiden Tanks Verbunden und das Entlüftungsventil in den 2.Tank eingebaut. Wird der erste Tank am Füllventil gefüllt, so läuft das Flüssiggas nach Füllung des ersten Tanks durch den "Überlauf" in den 2.Tank. Ist dieser voll so tritt an der Entlüftung Flüssiggas aus. Die Tanks habe ich in meiner NWE21 verbaut. Einer rechts und eiener links im Wasserkasten. Bekommen also beide Temperatur ab. Damit erreiche ich genügend Fahrzeit von ca 1h.

Beste Grüße,

Marco

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"Wenn ein Mann je den Regler geöffnet, das Feuer geschürt und somit das Dampfross zum Leben erweckt hat, so ändert das seine Seele." (John Snell)


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BeitragVerfasst: 03.12.2018, 00:02 
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*** SchienenDampfer
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Hallo Christoph,

ich habe bei meinen Z-Loks auch zwei verbundene Gastanks eingebaut.
Diese haben aber oben noch ein zusätzliches Ausgleichsröhrchen von 2 mm Durchmesser.

Wenn ich diese Tanks randvoll mache strömt anfangs auch Flüssiggas in den Brenner, da hilft nur das vorherige Ablassen von etwas Gas oder nach längeren Entlüftungsventilen suchen welche tiefer eintauchen und genügend Luftraum im Tank lassen.

Bild

Viele Grüße
Manfred


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BeitragVerfasst: 03.12.2018, 09:20 
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*** SchienenDampfer
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Hallo Christoph!
Ich entlüfte die Gastanks nur noch bei der ersten Füllung, so daß keine Luft mehr drin ist. Danach bildet sich beim Füllen immer ein Gaspolster so daß der Brenner kein Flüssiggas mehr bekommt. Unter Druck verflüssigt sich das Gas, so daß keine Entlüftung notwendig wird. Es kann auch keine Luft mehr in den Gastank kommen.
Bei einem anderen Projekt bin ich auf einen anderen Trick gekommen. Ein kleiner, stark der Kesselwärme ausgesetzter Tank bekommt von Haupttank Flüssiggas welches in diesem kleinen Tank verdunstet. Die dabei auftretende Verdunstungkälte wird mit der zugeführten Kesselwärme ausgelichen, so daß der Haupttank nicht auskühlt und so seinen Druck behält. Beim Abstellen, wonach dann keine Verdunstungskälte mehr anfällt, erwärmt sich der Verdunstungstank allerdings auf bis zu 60º. Da muß die Verbindung zum Haupttank bestehen bleiben damit das Flüssiggas in dem Haupttank zurück kann. Das Gas im Verdunstungstank kann sich dann, wie auch im Dampfüberhitzer, über die Verdampfungsthemperatur erwärmen ohne daß der Druck ansteigt.
Gruß Gerd


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BeitragVerfasst: 03.12.2018, 14:38 
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* SchienenDampfer
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Besten Dank für die Mitteilung euerer Erkentnisse.

Meine ersten Erfahrungen zeigen auch, dass die Tanks nicht randvoll mit Flüssiggas gefüllt werden, sonst drückt es dieses zur Düse. In der jetzigen Anordung (Bild 2) fliesst das Gas durch das Einfüllventil in den Gastank 2, danach durch die Verbindungsleitung zum Gastank 1. Dieser ist nur mit der Flüssiggasleitung mit Tank 2 verbunden. Sobald kein Gas mehr fliesst, entlüffte ich den Gastank 1, bis Flüssiggas kommt, somit ist dieser voll. Im Tank 2 sollte somit noch ein Gasposter sein.
Danach kann angeheizt werden, man muss das Bennerventil fein Dosieren, bis alles auf Betriebstemeratur ist. So konnte ich 3/4 Stunden den Brenner betreiben. Am Schluss hatte Tank 1, welcher nahe am Kessel ist, 54°C, Tank 2 welcher an der Rückwand ist, 28°C. Ich verzichte auf eine Ausgleichsleitung der Gasräume, da der Ausgleich durch die bestehende Leitung stattfindet.

Gruss Christoph

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BeitragVerfasst: 04.12.2018, 23:19 
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* SchienenDampfer
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Meine Vermutung, das Gaspolster bleibt in dem Tank den ich nicht Entlüfte, hat sich ncht bewahrheitet. Auch mit dieser Tankanordnung drückt es in der Anheizphase Flüssiggas zur Düse. Erst wenn, wie von Mani beschrieben, man den Flüssiggaspegel in den Tanks senkt, funktioniert der Brenner zuverlässig. Dies allerdings auf Kosten einer kürzeren Einsatzzeit des Brenners, und dies möchte ich eben nicht!
Nun habe ich das Tankschema nochmals geändert. Gerd hat mich auf die Idee gebracht. Ein kleiner Warmtank von der Regner Verbund G4/5, welcher dort nicht zur Anwendung gekommen ist, habe ich nun zwischen dem Gasventil und dem Brenner plaziert. Dabei wird das Gas nach dem Ventil unten in den Tank eingeleitet und oben wieder abgenommen und zum Brenner geführt. Dies hat sich nun bewährt, beide Tanks belüftet und danach 1 Stunde und 10 Minuten Wasser gekocht.

neues Gasschema:

Bild

Diese Anordnung hat sich nicht bewährt:

Bild

links vom Einfüllventil sieht man den kleinen stehenden Tank:

Bild

Bild

Bild

Gruss Christoph

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