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BeitragVerfasst: 13.08.2020, 10:54 
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SchienenDampfer
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Hallo Reinhold

Die Schieberkastendeckel habe ich mit der CNC-Fräse aus 5 mm Flachmessing gefräst.
Die Schrägen der Rippen am geschlossenen Deckel anschliessend mit der Drehe bearbeitet.

Beim Lagerdeckel habe ich die Kontur und die Vertiefung für den Dichtring auch aus 5 mm Flachmessing gefräst die Lagerführung dann auf der Drehe gemacht.

Bild

Die «PAL» Schrauben sind mit der CNC-Fräse aus M2-Schrauben mit hohem Kopf entstanden.
Die Messingschrauben werde ich noch durch Stahlschrauben ersetzen.

Gruss aus dem Mettauertal

Jörg


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BeitragVerfasst: 13.08.2020, 12:45 
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*** SchienenDampfer
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.....ja, die glücklichen Besitzer der CNC-Maschinen :cry: !
Dank und Gruß,
Reinhold

_________________
....und immer 'ne handbreit Wasser über der Feuerbüchse!


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BeitragVerfasst: 21.12.2020, 15:35 
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SchienenDampfer
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Hallo Schienendampfer
Hier nun meine ersten Erfahrungen zum Teflonisieren der drei Schieber:

Zuerst der Umstellschieber:
Hier hat es nicht geklappt mit PEEK-Ringen auf der Schieberstange. Das Kleben war kein Problem jedoch habe ich den Umstellschieber nicht dicht gekriegt.
Die Bohrung im Schiebergehäuse habe ich dann honen lassen und die Schieberstange ohne Gewinde etwas länger neu gemacht. Zwei Teflonringe deren Aussendurchmesser der gehonten Bohrung angepasst wurden sind aufgeschoben und mit einem Messingröhrchen auf Distanz gehalten. Ein weiteres kleines Messingröhrchen wurde am Ende zur Fixierung aufgeklebt.
Ich hoffe die Teflonringe unterstehen nicht grossem Verschleiss. Zum Ersetzen der Teflonringe müsste der geklebte Ring abgedreht und nachher durch einen Neuen ersetzt werden (ist jedoch mit wenig Aufwand einfach machbar).

Bild

Da der Umstellschieber nun beidseitig länger ist als das Gehäuse habe ich die neu nach vorne verlängerte Seite mit einem hutförmigen Deckel verschlossen. Auf der Gegenseite wurde der O-Ring durch eine Teflon-Bundbüchse ersetzt.

Bild

Hier noch eine Skizze meiner Lösung

Bild

Das Hauptproblem bestand in der Findung des richtigen Aussendurchmessers der Teflonringe und der Bundbüchse. Es waren diverse Versuche notwendig, bis es, ohne zu klemmen, dicht war. Doch jetzt funktioniert es mit der teflonisierten Umstellung.
Infos zur Teflonisierung der Kolbenschieber folgen noch.

Gruss aus dem Mettauertal
Jörg


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BeitragVerfasst: 22.12.2020, 19:51 
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Hallo Schienendampfer
Nun noch die Kolbenschieber: Auch hier hat meine angedeutete Idee nicht funktioniert. Zu voreilig habe ich auf Grund der schönen Bilder von Marco die Kolbengehäuse beidseitig gekürzt und geglaubt auch eine gute Lösung gefunden zu haben. Dem aber war nicht so. Die Lok beginnt zwar bei 0.6 Bar mit der Bewegung ruckelt aber immer stark.

[youtube]https://studio.youtube.com/video/0bIf0CYKzzI/edit[/youtube]

Das Ruckeln führe ich auf die geänderten Beaufschlagungen des Dampfes auf die gekürzten Kolbenschieber zurück.

So bin ich nochmals über die Bücher und habe neue Lösungen gesucht und glaube auch eine gefunden zu haben.

Da ich keine neuen Zylinder machen/kaufen wollte bin ich auf die Idee gekommen das Abgeschnittene funktionsmässig wieder anzusetzen, um möglichst gleiche Dampfdruckkräfte, sprich beaufschlagte Flächen an den Schiebern zu haben.

An beiden Seiten wurden Flanschstücke (Kolbenschieberflansche) angesetzt die eine Teflonbundhülse mit einem Viton-O-Ring enthalten. Der O-Ring dichtet stationär auf den Zylinder und ist gleichzeitig Spannring für die Teflonbüchse.

Bild

Auf die Inox-Schieberstange sind 4 Teflonhütchen mit einem MS-Distanzröhrchen aufgesteckt. Die Schieberstangenverlängerung (vorne mit einer Verschlussschraube versehen) wurde eingeklebt und anschliessend auf Mass gedreht. Gegen hinten habe ich ebenfalls ein Röhrchen aufgeklebt und nachher überdreht. Dadurch habe ich einen guten «Rundlauf» erhalten. Da die Verlängerung und das geklebte Röhrchen (hier gleiten die Teflondichtungen) im Durchmesser 2/10 kleiner sind wie die Bohrung brauchen die Kolbenschieber jetzt kein Öl mehr. Auch hier habe ich viele Hütchen und Büchsen gedreht, bis alles dicht war und nicht klemmte.

Bild

Die Messingbüchsen mit Inoxwellen verkleben (J.B. Weld) hält perfekt. Ich habe die Lok für die vielen Tests schon über 15 mal angeheizt und die Zylindergruppen ebenso viele male im Backofen gehabt (130°C, 30 Minuten) um das bearbeitete und eingebaute Teflon zu entspannen.

Problem dieser Lösung: Die Kolbenschieber lassen sich nicht mehr einfach herausziehen. Man muss mindestens je einen Kolbenschieberflansch abschrauben. Zum Ersetzen der Teflonhütchen müsste die geklebte Schieberstangenverlängerung abgedreht und nachher durch eine Neue ersetzt werden (ist jedoch mit etwas Aufwand gut machbar).

Auch hier noch Detail-Skizzen meiner Lösung

Bild

Bild

Sicher wäre es auch einfacher gegangen, wenn ich nicht etwas Falsches abgefräst hätte.

[youtube]https://studio.youtube.com/video/ncMvKBcaOfQ/edit[/youtube]

Hier noch meine nächsten Fragen: Obwohl alles dicht ist und relativ gut läuft ruckelt die Lok immer noch etwas, vorwärts weniger als rückwärts. Ich habe noch keine Möglichkeit gefunden die Steuerung einzustellen alles ist ab Werk vorgegeben und genau fixiert. Wenn mir hier jemand einen Tipp geben könnte wäre ich sehr dankbar.

Neben dem «Steuerung einstellen» habe ich auch schon vom «Einlaufe der Lok» gelesen. Bringt das hier etwas?

Gruss aus dem Mettauertal
Jörg


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BeitragVerfasst: 22.12.2020, 19:54 
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SchienenDampfer
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Hallo Schienendampfer
Das mit den zwei Filmchen hat nicht geklappt
Kann mir bitte jemand helfen

Gruss, Jörg


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BeitragVerfasst: 22.12.2020, 20:27 
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Moin Jörg,

Du musst das Video, das Du anderen zeigen möchtest zumindest als "nicht gelistet" oder "öffentlich" einstellen. Du hast Dein Video als "privat" klassifiziert.

Der Link, unter dem Dein Video aufgerufen werden kann, lautet korrekt - https://www.youtube.com/watch?v=ncMvKBcaOfQ

Grüße
Dietrich


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BeitragVerfasst: 22.12.2020, 22:14 
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Hallo Schienendampfer

Dietrich, besten Dank für deine Hilfe

Hier der zweite Versuch:

mit kurzem Kolbenschieber


und mit langem Kolbenschieber


Gruss aus dem Mettauertal
Jörg


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BeitragVerfasst: 23.12.2020, 10:04 
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Hallo Jörg,

Zitat:
Dietrich, besten Dank für deine Hilfe

freut mich, dass Du den Hinweis umsetzen konntest.

Was "das Ruckeln" betrifft. Das könnte unter anderem an der zu geringen Masse der beteiligten Komponenten liegen, versuche es doch noch mal auf dem Gleis, da sollte die Masse der Lokomotive schon ein wenig abmildern und ansonsten wäre ein "SloMo" wohl eine sehr sinnvolle Ergänzung der Lok.
Möglicherweise ist in den Lagern der Schwinge und den Anlenkpunkten des Steuergestänges ja auch noch etwas zu viel Luft - zumindest sieht es "wacklig" aus.

Vor Jahren habe ich bei einer Ausstellung in Dresden einen Modellbauer getroffen, der den Rollenprüfstand seiner Lok mit einer rotierenden Masse von 10 kg "erweitert" hatte (doppelte Triebwerksdrehzahl). Es war wirklich beeindruckend.

Grüße Dietrich


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BeitragVerfasst: 29.05.2021, 14:53 
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SchienenDampfer
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Hallo Schienendampfer

Hiermit möchte ich das Kapitel «Teflon-Kolbenschieber für Frank-S ??» aus meiner Sicht abschliessen da das Problem für mich gelöst ist.

Dietrich
Deinen Hinweis habe ich umgesetzt und das ganze Gestänge spielfrei neu gemacht
Nachteil: Die Lok hat nun Mühe den Radius R1 zu befahren. Muss sie bei mir aber nicht.

Die Hütchen auf der Schieberstange habe ich zudem durch passgenaue Teflon-Röhrchen ersetzt.

Nach einer persönlichen Beratung durch Hans (damoba) habe ich auch die Abdichtung nochmals geändert. Vielen Dank nochmals Hans es hat geklappt.

Nun läuft die Lok für mich zufriedenstellend (inkl. dem schwachen Ruckeln in der Rückwärtsfahrt).
Ich werde noch versuchen einen funktionierenden Link hier einzustellen.

[youtube].https://youtu.be/PyzmpaN0jf0[/youtube]

Viele Grüsse aus dem Mettauertal
Jörg


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