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BeitragVerfasst: 06.09.2018, 23:05 
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* SchienenDampfer
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Hallo Thomas,

im zweiten Video saugst du ja ne relativ große Luftblase an. Wenn da, wie du herausgefunden hast, kein (funktionierendes) ausgangsseitiges Rückschlagventil ist, erklärt sich mir das Verhalten dadurch, dass die Luft zwischen Speiseventil und Pumpenkolben im Druckhub komprimierst und im Saughub entspannst. Dann erschließt sich mir jedoch nicht, woher das Wasser kommen soll, was ja mehr ist, als in der Druckleitung anfangs gewesen sein kann. Evtl. kondensierter Dampf? Aber das heißt ja, dass beide verbliebenen Rückschlagventile auch leicht undicht sein müssten. Das mag ich mir aber nicht wirklich vorstellen. Die Pumpe und das Speiseventil vielleicht noch mal in Pumprichtung durchspülen?

Was mir da wieder in den Sinn kommt: wie soll eigentlich das beworbene automatische Entlüften funktionieren? Zwei schnell schließende Rückschlagventile in der Pumpe müssten ja fast hinreichen? Oder ist da noch ein inverses Herrmannsches Entwässerungsventil drin? (aufschwimmende Kugel verschließt Öffnung im Pumpenwasserraum)

Edit: um das zu verifizieren müsste man den offenen Wasserteil von der Saugseite her mit Luft durchpusten, dann die Druckseite verschließen und weiter pusten können. Wenn man dann Wasser hinterher drückt müsste dann plötzlich Schluss sein mit Durchgang. Aber wie soll die Kugel dann beim Luft Ansaugen dicht sein? Das scheint von mir alles sehr ins Unreine gedacht zu sein. Ich schlaf' da mal drüber...

Edit2: Über dem durch die Kugel gedichteten Ausgang noch ein auswärts öffnens Rückschlagventil. So ginge es :-) Der Groschen fiel doch schneller.

Viele Grüße,
Stefan

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Zuletzt geändert von stth am 06.09.2018, 23:33, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: 06.09.2018, 23:15 
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*** SchienenDampfer
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In diesem Fall nehme ich die Speiseflasche, stecke sie an den Saugschlauch und presse das Wasser durch die Pumpe in den Kessel. So können die Ventile vielleicht gereinigt werden. Hilft das nicht, so wird die Pumpe ein Sevice brauchen. ich bin der Meinung, dass Reinigungsarbeiten vom Kunden selbst durchgeführt werden dürfen, oder schickt jemand seine Sicherheitsventile und Speiseventile zum Putzen an den Hersteller.

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L.G. Wolfgang Franz K.


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BeitragVerfasst: 06.09.2018, 23:42 
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* SchienenDampfer
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stth hat geschrieben:
Was mir da wieder in den Sinn kommt: wie soll eigentlich das beworbene automatische Entlüften funktionieren? Zwei schnell schließende Rückschlagventile in der Pumpe müssten ja fast hinreichen? Oder ist da noch ein inverses Herrmannsches Entwässerungsventil drin? (aufschwimmende Kugel verschließt Öffnung im Pumpenwasserraum)

Edit: um das zu verifizieren müsste man den offenen Wasserteil von der Saugseite her mit Luft durchpusten, dann die Druckseite verschließen und weiter pusten können. Wenn man dann Wasser hinterher drückt müsste dann plötzlich Schluss sein mit Durchgang. Aber wie soll die Kugel dann beim Luft Ansaugen dicht sein? Das scheint von mir alles sehr ins Unreine gedacht zu sein. Ich schlaf' da mal drüber...

Edit2: Über dem durch die Kugel gedichteten Ausgang noch ein auswärts öffnens Rückschlagventil. So ginge es :-) Der Groschen fiel doch schneller.


Und wenn dieser Entlüftungsmechanismus undicht wäre, erklärt das auch die Pfütze auf dem Wasserteil...

Stefan

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BeitragVerfasst: 07.09.2018, 06:38 
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Moin Thomas,

das ist jetzt ein etwas unrealistischer Versuch. Der Schlauch hat ja im Vergleich zu einer 3 oder 2 mm Kupferleitung ein riesiges Volumen. Wir wollten auch nicht sehen, ob die Pumpe es schafft Luft in den Kessel zu pumpen, sondern anhand einer kleinen Luftblase beobachten, wie gut die Ventile arbeiten. Also wie Wolfgang sagte mit einer Pumpflasche füllen und spülen und dann einmal im Betrieb kurz Luft ansaugen.

Moin Stefan,

wenn das Ausgangsseitige Rückschlagventil der Pumpe nicht defekt ist, zeigte der Versuch von Thomas mit dem hineindrücken von Wasser in die Druckseite der Pumpe, dass sich der Pumpenkolben bewegte. Daraus schlossen wir, dass die Pumpe nur ein eingangseitiges Rückschlagventil hat. Weitere Kugel und Ventile bekommt man da auch nicht wirklich unter und wären auch nur weitere Fehlerquellen.

Was ich bei den nicht federbelasteten Rückschlagventilen beobachte ist, dass beim Abkühlen des Kessels das Wasser aus den Wasserkästen in den Kessel wandert und wenn man aufheizt und schon Wasser in den Wasserkästen hat, diese auch überlaufen können, da die Ventile ja nur funtkionieren, wenn auch ein wenig Druck vorhanden ist.
Das hat jetzt nichts damit zu tun, was wir auf dem zweiten Video gesehen haben, da der Kessel noch unter Druck stand und das Speiseventil federbelastet ist.

Grüße
Georg


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BeitragVerfasst: 07.09.2018, 09:54 
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Hallo Georg,

Ich habe mich nur auf das zweite Video bezogen. Nach wie vor verstehe ich dann nicht, wo das zurückgeflossene Wasser aus dem unter Druck stehenden Kessel hergekommen sein soll, wenn das Speiseventil sogar belastet ist?

Ich kann mir schon vorstellen, dass in dem im Gegensatz zu Regnerpumpe größeren Wasserteil mehr verbaut ist. Wie soll deiner Meinung nach eine beworbene Selbstentlüftung funktionieren außer mit dem bei Thomas wahrscheinlich undichten ausgangsseitigen Ventil?

Viele Grüße, Stefan

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BeitragVerfasst: 07.09.2018, 12:46 
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* SchienenDampfer
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Hallo Wolfgang, Georg und Stefan!

Heute erst einmal einen vorbildgerechten Saugschlauch mit 3 mm Innendurchmesser besorgt. Dann die Pumpe von der Speisewasserbehälterseite mit Wasser gespült. Kein Gegendruck spürbar bei kaltem Kessel. Beim ersten Testlauf bewegte sich die Pumpe nicht mehr und man merkte ein deutliches Polster beim Versuch den Mitnehmer mit der Hand zu bewegen. Beim zweiten Testlauf waren zu viele Luftblasen im Saugschlauch und die Pumpe lief ebenfalls nicht.



Der dritte Versuch ging mit weniger Luftblasen im Schlauch. Altbekanntes Muster - hoher Dampfverbrauch, große Pfütze unter dem Modell.


Mit lieben Grüßen
Thomas


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BeitragVerfasst: 07.09.2018, 13:10 
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*** SchienenDampfer
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Wenn eine Kolbenpumpe keine Luft saugen kann, dann ist das Saugventil oder der Pumpenkolben nicht Luftdicht. sind beide Teile luftdicht, so entlüftet die Wasserpumpe in den Kessel und die Fahrradpumpe in den Radreifen. Dazu brauchts sonst nix :oops: lieber Stefan. :mrgreen:

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L.G. Wolfgang Franz K.


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BeitragVerfasst: 07.09.2018, 15:01 
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Hallo Wolfgang,

aber nur, wenn der tote Raum im Wasserteil plus Leitung bis zum ersten Rückschlagventil (ausgangsseitiges Ventil oder Speiseventil) ein kleineres Volumen hat als das Arbeitsvolumen geteilt durch das Verhältnis von zu überwindenden Speisedruck (ideal abs. Kesseldruck) und abs. Atmosphärendruck. Ansonsten passiert bei *vollständig* luftgefüllter Pumpe und Leitung gar nichts.

Rechenbeispiel: Thomas schrieb von 0,24ml = 240mm^3 idealem Arbeitsvolumen. Eine Leitung D2 d1,3 hat 1,26mm^2 Querschnitt. Bei einem idealen Totraum von 0mm^3 und einem Kesselüberdruck von 3bar ist bei einer Leitungslänge von rund [s]6,3cm Schluss (240/1,26=189mm 3bar-> 63mm)[/s]
Edit: 4,2cm Schluss (240/1,26=189mm 3bar-> /((3+1)/1) -> 42mm)

Ich nehme an, dass deswegen das Regnerspeiseventil einen Entlüftungshahn und die Hermannpumpe ein irgendwie geartetes Entlüftungsventil hat.

Theoretische Grüße,
Stefan

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BeitragVerfasst: 08.09.2018, 11:32 
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* SchienenDampfer
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Liebe Dampffreunde!

Die Pumpe macht sich nächste Woche auf den Weg zu Herrn Herrmann mit dem ich einen netten Kontakt habe. Schade, dass ich ausgerechnet bei der Vorstellung eine nicht korrekt arbeitende Pumpe hatte. Aber alles wird gut!

Mit lieben Grüßen
Thomas


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BeitragVerfasst: 19.09.2018, 15:53 
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* SchienenDampfer
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Liebe Dampffreunde!

Herr Herrmann tauschte die eingesandte Pumpe gegen die überarbeitete neue Ausführung. Die Pumpe ist im Dampfteil wesentlich dichter und leistungsstärker.

Zum Testen kam die neue Pumpe zuerst an den stationären Kessel und lief dort mit 1,6 bar mit Öl. Da sie aber ölfrei betrieben werden soll wurde sie wieder an der Lokomotive montiert und dort startete sie bei 2 bar. Auch muss jetzt nicht mehr der Brenner auf Vollgas gestellt werden, die normale Einstellung reicht. Von 160 ml gepumpten Wasser verblieben 120 ml im Kessel. Nach dem Betrieb sind keine Ölflecken auf oder Wasserpfützen unter dem Modell.



Die Abdampfleitung der Pumpe war nicht fest genug verschraubt und tropft und auch an der Stopfbuchse des Dampfhahns zu den Zylindern blubbert es noch etwas.

Mit lieben Grüßen
Thomas


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BeitragVerfasst: 21.09.2018, 17:18 
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Hallo Thomas

Ich kann nicht glauben das eine Pumpe einen so hohen eigenverbrauch hat. Bitte prüfe die Pumpe nochmal genau. Betreibe sie am besten an 3 bar. Dampfqualität besser und man speist ja auch gegen das Überdruckventil. Soll ja Energiesparend sein.
Wäre schön wenn du wieder Videos machst!

Gruß
Roland


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BeitragVerfasst: 22.09.2018, 12:00 
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Registriert: 31.07.2016, 03:57
Beiträge: 5
Wohnort: Wollongong Australia
Thomas.......the auto translator :M can sometimes mis or change text or intent

This is interesting, however no explanation as to what was defective with the original pump. Did the manufacturer explain the issue?

As Roland notes, the only real way to understand the efficiency of the pump is in a real world test....say boiler @ 50% full and at relief valve pressure......then set the pump to refill the boiler against this boiler pressure

Time the process and let us know the results :TOP

Derek


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