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 Betreff des Beitrags: Re: 99 5603 "Vulkan" von Regner
BeitragVerfasst: 25.02.2015, 19:33 
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Und weiter geht's.

Unser Ausgangszustand nach Friedl's enormer Hilfeleistung ist ein komplettes, weich laufendes Fahwerk noch ohne Steuerung:

Bild

Wie vorhin geschrieben, hatte Wolfgang Recht mit dem Steuerschiebergewinde, da ist keine Mutter dran:

Bild

1: wo keine Mutter ist
2: wo eine Mutter ist: Einstellung der Kolbenmittigkeit. Vor dem Kreuzkopf wird eine Mutter 1,9 mm Breite aufgeschraubt.
Das verschiebt den Kreuzkopf etwas weiter nach Hinten (und damit den Kolben nach vorne), genau so weit, dass der Kolben zwischen den beiden Totpunkten genau mittig im Zylinder ist.

Jetzt kommt aber etwas sehr wichtiges.
Leider fehlt das in der Bauanleitung.
Es geht um dieses Teil:

Bild

Das ist das Entwässerungswinkellager.
Dieses muss vor praktisch alles anderem in den Rahmen festgeschraubt werden!
Denn sind die Räder bzw. Zylinder schon dran, kommt man an diesen Schraublöcher nicht mehr ran:

Bild

Bild

Hast du (laut Anleitung...) vergessen, das Ding anzuschrauben, kannst du jetzt alles wieder auseinanderbauen... oder mit einem dreifachen Rückensalto es umgekehrt hineinzaubern.
Also: Schraube ein, Winkel von innen drauf (achte auf dem korrekten Loch :))
Von innen Winkel festdrehen (dafür muss man die Kanten abrunden, damit der Winkel über die Beilagscheiben der Zylinderbefestigungsschrauben kommt).
Mit etwas Justieren und Geduld klemmt sich der Winkel genau in der waagerechten Position fest.
Dann die zweite Schraube, die man keineswegs von außen durch den Rahmen hineinbekommt, einfach von Innen hineinschrauben.
Sie hält zwar nicht, aber eine reicht zum Halten sowieso, hier wirken keine großen Kräfte - aber sie sorgt für die Unverwindbarkeit des Winkelstückes.
Also ist das eine nur ~90%-ige Lösung.
Auf jeden fall erachtete ich das aber für besser als alles wieder abzubauen :-o
Besser ist es natürlich, den Winkel gleich am Anfang, noch vor den Rädern, zu montieren!

Aber es gibt noch mehr Kleinigkeiten bei der Entwässerung.

Das zweite Problem: Der Umlenkhebel kommt nicht bis an den Rahmen, und damit ist der Verstellwinkel zu klein.
Also Winkelstück halb abglätten (siehe später).

Das dritte: Die 3-mm-Bohrung der Umlenkhebel ist nur 2,8 mm:

Bild

Zum Glück hat man von erfahrenen Kollegen gelernt, dass man mit Werkzeug nicht sparen soll.
Daher 3 mm Handreibahle und Kleinstmaschinenschraubstock genommen, und die Bohrung schön aufgerieben:

Bild

Entsprechend hätte man die Bundschraube natürlich auch abdrehen können, aber einerseits wäre das viel komplizierter, anderseits habe ich (noch?) keine Drehbank :)

Das vierte: die Bundschraube ist etwa 0,5 mm länger im Bund als der Umlenkhebel dick.
Daher "eiert" der Umlenkheben ein wenig, und könnte sich evtl. verkanten.
Nachdem ich vom Friedl das Zauberwort "0,2 mm Beilage" eben vor Kurzem gelernt habe, nahm ich zwei von diesen mit 3 mm Öffnung und schob sie unter dem Umlenkhebel auf dem Bund. Damit hatte es gerade 0,1 mm Spiel, was ideal ist.

Das fünfte: Der Mitnehmerbolzen ist zu kurz.
Oder der Entwässerungshebel ragt nicht so tief hinunter wie notwendig.
Auf jeden Fall, in der höchsten Position des Entwässerungshebels hebt sich die Hebelgabelführung aus dem Bolzen:

Bild

Zum Glück ist das Gewinde der Bundschraube lang genug, dass ich eine 1,8 mm-Mutter noch dazuschrauben konnte, damit hebt sich der Umlenkhebel um genau so viel, wie nötig:

Bild

1: 2x0,2 mm o3 Beilagscheiben
2: 1,8 mm hohe M2 Mutter
3: Hier sieht man die vorhin erwähnte halbe Abglättung des Winkelstückes.

Das alles ergibt, dass der Bolzen den Entwässerungshebergabelöffnung immer erreicht und auch in deren höchster Position nicht "hinausfällt", und der Hebelweg voll ausnutzbar ist:

Bild

Die Entwässerungsachsen wurden gecheckt und kurz noch nachgestellt und angekontert.
Hiermit ist die Entwässerung montiert und eingestellt.
Getestet wurde es, indem beim Hin-und-herschieben des Rahmens und Flachschieber in der Mitte es eindeutig hörbar ist.
Unter den Flachschiebern "röchelt" es, wenn der Entwässerungshebel auf "zu" ist, und unter den Zylindern "zischt" es, wenn der Entwässerungshebel auf "auf" steht.
Hält man die Lippen (das sind eins der taktil empfindlichsten Stellen des Menschen!) unten an den Zylindern, wo die Entwässerungsöffnungen sind, kann man das sanfte "Abpusten" bzw. dessen Abwesenheit deutlich spüren, wenn man die Räder durchdreht.

Und jezt geht es weiter.

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 Betreff des Beitrags: Re: 99 5603 "Vulkan" von Regner
BeitragVerfasst: 25.02.2015, 19:54 
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Kann sein, dass es lächerlich klingt, aber ich halte es für wichtig, daher halte ich es auch bildlich fest:

Bild

Vor jedem nächsten Kapitel soll man Ordnung machen.
Das ist um so wichtiger, je kleiner der Arbeitsplatz ist.
Bei mir sind es genau 60x80 Zentimeter!
Zum Ordnungmachen gehört auch peinliches Wischen und Saugen, um all die Späne vom vorherigen Kapitel zu eliminieren.
Herumliegende Mikrospäne lagern sich gerne auf fein eingeölten Flächen nieder, und fressen all die schönen Gleitflächen kaputt.
Also gehört höchstmögliche Sauberkeit eingehalten, wenn man keine Möglichkeit hat, den Arbeitsplatz auf "grob" und "fein" aufzuteilen.

Also schauen wir die Steuerung an.

Nach gründlicher Seifenwasserbehandlung, Trocknen, Einölen werden all die Gewinden durchgedreht und getestet:

Bild

Ebenfalls ist zu checken, ob irgendwo noch Grate sind.
(JA!)
Beispiel: Voreilhebel Innenseite:

Bild

Diese sind sorgfältig zu eliminieren, wobei man aufpassen muss, den Nickelschicht nicht allzu sehr zu beschädigen.
Also sehr feine Feile oder Schleifpapier verwenden, und möglichst absolut planparallel arbeiten.

Auch zB. bei den Gleitsteinen sind einseitig Grate da, wodurch die Gleitsteine dicker als notwendig sind und echt in den Gabeln klemmen:

Bild

Ganz feines Polierpapier stufenweise verwenden, bis es sehr gut hinenpasst aber nicht zu locker ist.
Und danach immer wieder nicht vergessen:

Bild

Also Späne und Staub und Dreck immer wieder wegpinseln, wischen, fegen!

Ist alles vorbereitet und sauber, stellen wir mal eine Seite der Steuerung "trocken" zusammen.
Man kann sehr gut erkennen, wie das funktioniert, und sicherstellen, dass alles sich schön glatt und geschmeidig bewegt:

Bild

Aber es ist spät und morgen früh muss ich arbeiten gehen... also wird das gute Stück über Nacht zugedeckt, damit kein Staub drankommt.
Ja, ich weiß, ich übertreibe es, aber jedes Spankörnchen, das man fernhalten kann, verfehlt sein zerstörerisches Wirken in den Lagern!

Bild

Gute Nacht!

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 Betreff des Beitrags: Re: 99 5603 "Vulkan" von Regner
BeitragVerfasst: 25.02.2015, 20:25 
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Hallo Zoltan,

danke für den ausführlichen Bericht!!! Viele Bilder und hilfreicher Text.... perfekt!
Mach weiter so, wirklich toll!

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Dampfende Grüße
Manuel

Meine Homepage: gartenbahn-5zoll-sommerein.npage.at


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 Betreff des Beitrags: Re: 99 5603 "Vulkan" von Regner
BeitragVerfasst: 25.02.2015, 21:04 
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Hallo Manuel, danke :flt:
Morgen geht es hoffentlich weiter mit der Steuerung.

LG Zoltan

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 Betreff des Beitrags: Re: 99 5603 "Vulkan" von Regner
BeitragVerfasst: 26.02.2015, 12:01 
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Nachdem es wegen einer ungeklärten Frage bei einer Beilagscheibe vorerst beim Vulkan Baustopp angeordnet wurde, nutze ich die Zeit, doch für meine MEG-46 einen Baubericht einzustellen - siehe dort.

LG Zoltan

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 Betreff des Beitrags: Re: 99 5603 "Vulkan" von Regner
BeitragVerfasst: 27.02.2015, 17:01 
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Baustopp aufgehoben, Beilagscheiben-Issue geklärt.
Die Steuerung ist voll aufgebaut:

Bild

Nun wurde sie auch perfekt eingestellt:

Bild

Nun Schieberkastendeckel endgültig drauf und los zum Kompressor:

Bild

Nach kurzer Einrennphase: sie läuft mit 0,7 Bar stabil!

:B

Servosatz ist auch angekommen, also geht es jetzt weiter mit Kupplung, Bremsen, dann RC für alle 4 Funktionen:
Umsteuerung
Entwässerung
Bremse
Entkupplung

Das mit dem Y-Kabel muss ich noch austüfteln, besonders die endgültige Ausführung, aber das hat noch Zeit.

In der Lieferung ausstehen tut noch Kessel und Gehäuse.

Und der Georg :flt:

Bis dann,

LG Zoltan

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 Betreff des Beitrags: Re: 99 5603 "Vulkan" von Regner
BeitragVerfasst: 27.02.2015, 21:48 
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Hallo Zoltan,

vielen Dank für diesen Baubericht :TOP Ich finde es toll, solche Berichte zu lesen um zu sehen, welche Probleme andere haben und wie ihr sie löst! Weiter so!

Viele Grüße
Arne


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 Betreff des Beitrags: Re: 99 5603 "Vulkan" von Regner
BeitragVerfasst: 27.02.2015, 22:31 
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Hallo Zoltan,

ich kann mich Arne nur anschliessen: das ist ein sehr interessanter Bericht geworden (und er wird ja noch fortgesetzt).

Gut, dass Du ihn geschrieben hast.

Eine Frage habe ich: was hat es genau mit dem Y-Kabel auf sich ? Kann man zwei Servos über einen Kanal steuern ?

Gruss

Andreas


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 Betreff des Beitrags: Re: 99 5603 "Vulkan" von Regner
BeitragVerfasst: 28.02.2015, 12:31 
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Hallo Zoltan!
Zoltan hat geschrieben:
Das mit dem Y-Kabel muss ich noch austüfteln, besonders die endgültige Ausführung, aber das hat noch Zeit.

Bekanntlich haben wir in unseren Lok´s von wenig Platz eine ganze Menge. Daher würde ich statt des Y-Kabels eher einen platzsparenden Verteiler aus einem Stück Streifenleiterbahn mit 2 3pol Stiftleisten (Conrad 741565) und Servoanschlußkabel (Conrad 223953) bauen. Rückseitig gut isolieren oder besser sicher montieren.

Bild
Hier ein Lampenstromverteiler in meiner sächs VII K, der mit den Stiftleisten und JR Buchsen ähnlich aufgebaut ist.
Gruß Gerd


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 Betreff des Beitrags: Re: 99 5603 "Vulkan" von Regner
BeitragVerfasst: 28.02.2015, 17:41 
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Hallo Leute!

Danke für das positive Feedback.

Es war doch eine sehr gute Idee von Christian, das hier von meinem persönlichen Thread abzutrennen.
Ich habe ursprünglich bei weitem nicht so viel als "Baubericht" vorgehabt... aber es ist doch besser so.

Nun zum Y-Kabel:

Bremse und Kupplung brauchen nur je einen "halben" Kanal.
In der Beschreibung steht es so: Wenn die Bremse anzieht, geht die Kupplungsstange in die Feder, und wenn die Kupplung anspricht, öffnet sich die Bremse weiter.
Dafür muss man die beiden Servos mit einem Y-Kabel an einem einzigen Kanal anschließen.
Ich nehme an, dass der doppelte Servostrom auch an einem Ausgang abzapfbar ist (theoretisch ist es ja eine Parallelschaltung zur Batterie schwarz-rot).
Ausprobiert mit einem Y-Kabel haben wir es; es klappt, dass man mit einem Regelorgan zwei Servos gleichzeitig bewegt.
Natürlich drehen beide in die gleiche Richtung, dass muss man dann in Betracht ziehen.
Die Spiele werde ich irgendwie schon austüfteln.

Die Theorie sieht so aus:

Bild

Ich hoffe dass das klar genug gezeichnet ist.

@Gerd: Danke für den Hinweis!

Ich hatte sowieso vor, nach meinen Erfahrungen bei der MEG-46 mit ihren "riesigen" Platzreserven, es mit den Kabeln möglichst nicht zu übertreiben.
Dort habe ich auch eine kleine Platine und Buchsenstiftleisten verwendet für die Beleuchtung, und auch hier ist das so vorgesehen.
Und ja, auch die Y-Schaltung der Servos will ich ebenfalls so lösen, ein entsprechender Vorrat an Stiftbuchsen ist bereits eingekauft worden :)

Theoretisch ginge sogar, eine + und eine - "Schiene" zu haben, wo einerseits rot und schwarz eingespeist wird, und anderseits von allen Servos + und - dort angeschlossen werden, und nur je das gelbe (Signal) vom Empfänger pro Servo geholt wird; aber ich glaube, dass das Flachkabeltrio doch eine minimalst bessere Abschirmung und Entstörung bringt, und auch etwas "superproprietäres" will ich nicht unbedingt erfinden.

Auf jeden Fall werde ich berichten, wie das lösbar war.

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 Betreff des Beitrags: Re: 99 5603 "Vulkan" von Regner
BeitragVerfasst: 28.02.2015, 18:07 
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*** SchienenDampfer
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Ich habe die Katalogdaten mit den Maßen des kleinen blauen Koffers von "C" schon berechnet/verglichen gehabt, aber auf Nummer Sicher zu gehen, habe ich mal schnell die Kupplungs-"Flaschenöffner" montiert, um das Fahrgestell in den Koffer der MEG-46 "hineinzuprobieren".

Bild

Bild

Das passt auch in der Praxis, also los zu "C" und den (letzten!) blauen Koffer gekauft.

Danach habe ich die Fernsteuerung für die Entwässerung aufgebaut.
Nachdem die Entwässerung eine "auf-zu"-Angelegenheit ist und keinen PropKanal braucht, habe ich sie auf meinen Kanal 5 (Schalter links oben, beim Flugzeug wäre das "gear up/down" angebunden.

Der Servo muss mit dem (mitgelieferten) Zwischenstück montiert werden, damit er in der korrekten Höhe ist:

Bild

Die Stange und die Drehelemente wurden laut Anleitung eingebaut:

Bild

Danach wurde das ganze mit RC ausprobiert und EPO (EndPointAdjustment) vorgenommen.
Bei dieser Geometrie war das 125% für "auf" und 82% für "zu", an den Kontrollfräsungen der Entwässerungswellen geprüft.
Das wird wohl natürlich bei jedem anders sein.

Den Entkuppel/Brems-Servo habe ich auch provisorisch in den Rahmen gelegt, aber vorerst in Ruhe gelassen, weil die Bremse noch nicht soweit ist, und die gehören ja zusammen.

Also nahm ich die Umsteuerung vor.
In der Bauanleitung sprechen sie zwar von überall MG-Servos, es ist aber nur eine MG dabei, und den sollte man für die Umsteuerung nehmen.
Man riet mir, die Geschichte mit den Begrenzern und Federn sein zu lassen, und den Servo mit dem Drehelement fix und direkt einzubauen.
Nachdem ich dem Ratgebenden voll und ganz (aus Erfahrung :)) vertraue, werde ich es auch so machen.
Hier stieß ich aber auf etwas unerwartetem.

Ich habe schon früher beschrieben (und fotografiert), dass der Umsteuerhebel nicht ganz so aussieht, wie das in der Bauanleitung abgebildete Stück.
Meines hier hat nämlich ein Innengewinde M2, welches meines Erachtens überflüssig ist, da der Bolzen dann anschlägt und nicht beidseitig in den Gabelkopf kommt:

Bild

Auf diesem Bild sieht man das Gewinde gut:

Bild

Ich habe vor, das mit der 2-er Reibahle "wegzuhonen", damit der Stift auf der anderen Seite in das Gabelkopfgewinde geschraubt werden kann und so die Stell-Last symmetrisch tragen kann.
Es sei denn, man schreibt mir hier schnell, dass das doch so sein muss... aber irgendwie gefallen tut es mir nicht so, wie es jetzt ist.

Als letztes für heute noch ein kleiner Tipp.
Da ich in der letzten Zeit öfters den M2-Gewindebohrer benutzen musste, ließ ich ihn stationär in dem Drehgriff, statt ihn immer wieder auszuschrauben und "wegzuboxen".
Um das ganze beim hin-und-herlegen/rollen zu schützen, habe ich aus einem Stück Isolierschlauch eine "Kappe" für ihn gebaut:

Bild

Bild

So bin ich ruhiger, dass das empfindliche Teil nicht verletzt wird.

Bis dann,

LG Zoltan

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Guten Abend Zoltan,

ich bin begeistert von Deinem Bericht. Du schreibst sehr ausführlich und anschaulich, mach weiter so. Wenn Du die Vulkan fertig hast und sie läuft, könntest Du doch auch mal eine Lok, die Dir besonders gefällt, selber bauen. Auch wenn Du noch nicht alle Bearbeitungsmaschinen hast, würde ich Dich gern unterstützen. Nur müßten von den Einzelteilen Zeichnungen oder Skizzen vorhanden sein.
Da meine Shay fast fertig ist habe ich noch freie Kapazität.
Du wirst sehen, daß das Selberbauen viel preiswerter wird. Mein Angebot steht.

Es wünscht Dir viel Erfolg und Spaß beim Schrauben

Klaus


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