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 Betreff des Beitrags: G 4/5 Meine Erfahrungen beim Bau
BeitragVerfasst: 26.10.2017, 13:07 
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An die neuen G 4/5 Bauer PIZ und Pal!
Ich möchte Euch meine Bauerfahrungen mitteilen. Ich war ja beim Handmuster sehr eingebunden.
Ich werde Euch so wie in der Anleitung geschrieben weiterführen und hoffentlich nichts vergessen.
TENDER:
Die Tenderseitenbleche wurden bei den ersten Tendern leicht schief eingelötet. Kann man prüfen mit Achslagersteinen und eingesteckten Achsen nach aussen. Ich habe mit dem Heissluftföhn nachgeholfen. Nicht einmal der Lack war beschädigt. Achsen ins Lager stecken, anblasen und gerade richten. Fertig.
Dann habe ich für den Gastank gleich eine Halterung für die elektrischen Schalter und Stecker angefertigt.
Die Gasverbindung Maschine Tender wie im Plan hat sich nicht bewährt, aber die Zeichnungen waren schon gedruckt. Es ist aber leicht zu lösen. Ich habe einen Meter 2 mm Kupferrohr genommen, in der Mitte abgebogen, bitte freihand biegen. Die abstehenden Seite werden dann auf jeder Seite einmal nach links und einmal nach rechts über einen Kern 1,5 gebogen wie eine Feder. Etwas stehen lassen für die Anschlüsse. Der Bug geht dann beim Tender durch. Dann erst bei der Endmontage Ausglühen und das Rohr richtet sich von selbst ein. Das ist für die Weichen und Gegenbogen wichtig.
RAHMEN:
Zum Rahmen gibt est auch einige Feinheiten. Der Vorläufer geigelt herum, nach links und rechts hat er aber zu wenig Platz. Da wird der Rahmen ausgefeilt. Leicht zu testen, ein 3 er Gleisbogen die Maschine dann schieben und man sieht die Probleme. Jetzt aber zum wichtigen. Die Kurvengängigkeit war ja beim Handmuster eine Katastrophe. In Wien um den Messestand war sie zu steif und nicht zu bewegen.
Also das Radspiel beeinflussen.
Ich habe den Radbund um 0,5 mm reduziert und dass Achsinnenmass auf 39mm festgesetzt.
Ich habe meine Maschine dann gleich mit Teflonlagern ausgerüstet . Das war dann gleich ein grosser Unterschied im Fahrverhalten da die Bundbuchsen gleich richtig angepasst wurden.
Das Seitenspiel wurde für jede Achse durch Probelauf am Gleis ausgetestet.
1: 1,4mm 2: 1,4mm 3: 0,6mm 4: 1,4mm
Wenn jetzt die Räder montiert wurden spürt man dass sie am Rahmen bei den hervorstehenden Schrauben natürlich streifen. Dort muss natürlich nachgearbeitet werden.
Nun zur Federung: Die Federung so wie Angedacht ist für den Gebrauch nicht geeignet. Die Maschine ist nach einem Dauerbetrieb sofort durchgeritten bis zum Rahmen. Ich habe bei den Federn die kleinen Teile weggenommen und durch 3 starke Bleche oben ersetzt. Sieht man nicht!!
Es müssen aber die Ausgleichshebel nachgefräst werden damit das neue Federpaket Platz hat.
Es ist dann auch zu achten dass das letzte Rad am Bodenblech vom Führerhaus nicht streift. Da habe ich einen 2 mm Klotz eingearbeitet der das hintanhält.
Nun nochmal zu Vorläufer. Er fällt nach unten . Ich habe auf die Halterung einfach einen Winkel geschraubt der das abstützt, Ist ja zugleich die Führung des Entwässerungssystems und nicht unwichtig.
Noch was in meinen Notizen, beim Schwingenlager streift das erste Rad wenn die Maschine einfedert. Dort etwas nacharbeiten.
STEUERUNG
Ich habe die Maschine so aufgebaut wie die Überlegung von Manfred Regner und meinem Senf dazu war. Ich kenne bis heute keine Zweizylinderverbundmaschine in Serienfertigung. Sie ist ein schönes Teil und verbessern kann man immer. So sind ja auch in Orginalmaschinen Verbesserungen
eingeflossen. Wenn man die Literatur studiert manchmal auch Verschlimmbesserungen.
Nun zu wichtigen .
Beim Einbau der Zylinder, die ja geneigt angebracht sind ist gleichzeitig auf die Servoposition für das Umschaltventil zu achten. Das Servo muss die selbe Neigung wie die Zylinder haben. Sonst passiert es, dass die Umschaltplatte durch das Servogestänge abgehoben wird und dass Ventil natürlich blässt.
Zum Orginal Umsteuerventil sei zu sagen.
Ich habe hier zusätzlich das Andrucksystem mit den 4 Federn das Wolfgang bei seinem Emmaventil angewandt hat eingebaut und zusätzlich eine kleine Teflonplatte dazwischengesetzt. Durch die Teflonplatte ist der Andruck von der Ventilplatte sehr hoch möglich und daher dicht .
Ich bin mit dieser Lösung zufrieden. Ihr wisst ja ich bin ein Teflonbruder der ersten Stunde.
Die Kolben bei den ersten Maschinen haben ich mit O-Ring unterstützten Teflonringen angefertigt.
Jetzt baue ich schon Hütchenkolben ein, die bringen mehr Leistung durch weniger Reibung.
Die Entwässerungswellen habe ich vergrössert auf 4 mm. Einfach mit der Reibahle nachbearbeitet. Und schöne dichte Teflonwellen eingesetzt.
Beim Einbau der Schieber ist Achtsamkeit geboten. Es gibt einen HD und einen ND Schieber.
Wurden an die Käufer der Maschinen nachgeliefert. Ich habe die verschiedenen Ein und Ausströmzeiten in einigen Experimenten ausgetestet, bis die Maschine auch im Vebund ein schönes Ergebniss brachte. Geht ja schon mit normaler Last bei 1,5 Bar zum Umschalten.
Bei der Umsteuerstange sollte man den Hebel zur Stange mit der Flamme in eine bessere Position bringen weil er streift am Umlaufblech. Einfach auf einer Welle fixieren mir der Flamme erwärmen und in Position drehen. Weil wir gerade beim Löten sind. Schaut auf die Kreuzköpfe ob die schön gearbeitet sind , ist saublöd wenn die Lötstelle an der fertigen Maschine aufgeht. Ich, als gebranntes Kind habe da immer sicherheitshalber nachgelötet .Feines Lot verwenden und nicht übertreiben dann sieht man nichts. Des weiteren nachsehen bei den kleinen Befestigungen an den Linealen. Da ist auch eine Schwachstelle.
KESSEL
Ich habe natürlich den Brenner nachgearbeitet, Da gibt es aber schon so viel Abhandlungen im Forum da soll jeder mit seinem System glücklich werden.
GEHÄUSE
Da nur ganz kurz. Die Maschinen waren zu dieser Zeit nie grün lackiert immer schwarz.


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 Betreff des Beitrags: Re: G 4/5 Meine Erfahrungen beim Bau
BeitragVerfasst: 26.10.2017, 19:12 
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Hallo Friedl

Besten Dank für deinen ausführlichen Erfahrungsbaubericht. Er wird mir gute Dienste leisten. Ich werde mir Zeit lassen und immer erst dann Weiterbauen wenn der letzte Bauschritt funktioniert. Der Rahmen ist nun im Bereich der Laufachse schon geändert worden um der Laufachse mehr Seitenspiel zu geben.

Gruss Christoph

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Mein Vorsatz: Mehr Pausen zwischen dem Nichtstun...Vor allem längere... :E


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 Betreff des Beitrags: Re: G 4/5 Meine Erfahrungen beim Bau
BeitragVerfasst: 27.10.2017, 15:34 
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* SchienenDampfer
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Hallo Wolfgang,

erst mal auch vielen Dank von mir für die Beschreibung was geändert werden soll/muss. Ich werde da beim Aufbau meiner Maschine auch das eine oder andere so umsetzen.

Die wichtigste Info von Dir für mich ist diese hier:

Zitat:
Beim Einbau der Schieber ist Achtsamkeit geboten. Es gibt einen HD und einen ND Schieber.
Wurden an die Käufer der Maschinen nachgeliefert. Ich habe die verschiedenen Ein und Ausströmzeiten in einigen Experimenten ausgetestet, bis die Maschine auch im Vebund ein schönes Ergebniss brachte. Geht ja schon mit normaler Last bei 1,5 Bar zum Umschalten.


Hast Du die Abmessungen der einzelnen Schieber bzw die Überdeckungsmaße?
Das wäre sehr nett. Selbst wenn 2 verschiedene Schieber vorhanden sein sollten bei meiner übernommenen Baustelle, welcher gehört wo hin?

Beste Grüße,

Marco

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"Wenn ein Mann je den Regler geöffnet, das Feuer geschürt und somit das Dampfross zum Leben erweckt hat, so ändert das seine Seele." (John Snell)

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 Betreff des Beitrags: Re: G 4/5 Meine Erfahrungen beim Bau
BeitragVerfasst: 27.10.2017, 16:17 
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*** SchienenDampfer
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Hallo Marco!
Ich muss immer wieder feststellen dass du Flüchtigkeitsfehler machst. Gottfried kränkt sich sehr, wenn du ihn mit mir verwechselst. Er wird dir sicher, so bald es möglich ist , antworten.

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L.G. Wolfgang Franz K.


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 Betreff des Beitrags: Re: G 4/5 Meine Erfahrungen beim Bau
BeitragVerfasst: 27.10.2017, 16:33 
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* SchienenDampfer
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Hallo Friedl, hallo Wolfgang,

entschuldigt bitte. Ich meinte natürlich unseren Friedl :TOP . Ich hoffe Du bist mir deshalb nicht böse bist Friedl. Gemeint habe ich schon dich nur den falschen Namen geschrieben. Bin leider momentan auch nicht auf der höhe.

Beste Grüße,

Marco

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 Betreff des Beitrags: Re: G 4/5 Meine Erfahrungen beim Bau
BeitragVerfasst: 27.10.2017, 18:53 
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Antwort an Wolfgang!
Wenn mich ein Forummitglied durch schlechtes lesen falsch anspricht, bin ich nicht beleidigt oder gekränkt, da muss ich mir nur denken wie werden Forumsbeiträge gelesen .
Du willst vieleicht unseren privaten Disput zwischen Dir ,der neuen Fa. Regner und mir da ins Forum bringen. Das hat absolut mit einer Kränkung nichts zu tun. Ich bin nur verwundert, dass Du ungefragt da eine Iniative ergriffen hast wo Du nicht wusstest ob ich dass nicht erfüllen kann durch meine Krankheit.
Ich werde mich jetzt so zusagen OUTEN. Ich bin seit dem Jahr 2012 mit Krebs behaftet. Ich bin seit der Zeit natürlich sehr eingeschränkt und versuche trotzdem meinen Beitrag im Forum und für einige Mitglieder zu leisten. Ich bin mit meiner Arbeit in der Werkstatt manchmal sehr eingeschränkt. Trotzdem habe ich noch sehr gute Gedanken in meinem Hirn. Meine Gedanken werden ja von meinen Lehrlingen mit unterschiedlichen Erfolgen angenommen.
Ich bitte Euch alle von Beileidskundgebungen wegen der Sache absolut Abstand zu nehmen. Es gibt so viele Krebskranke, da bin ich nur ein kleiner Mitläufer und ich fühle mich gut betreut seit dem Jahr 2012, schliesslich bin ich ja noch da.
VlG Friedl


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 Betreff des Beitrags: Re: G 4/5 Meine Erfahrungen beim Bau
BeitragVerfasst: 27.10.2017, 18:58 
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flachschieber hat geschrieben:
Hallo Friedl, hallo Wolfgang,

entschuldigt bitte. Ich meinte natürlich unseren Friedl :TOP . Ich hoffe Du bist mir deshalb nicht böse bist Friedl. Gemeint habe ich schon dich nur den falschen Namen geschrieben. Bin leider momentan auch nicht auf der höhe.

Beste Grüße,

Marco

Hallo Marco!
Jetzt zum wichtigen.
Die Schieber wurden mit Stempeln gemarkt. ND und HD
Den HD Schieber habe ich aussen um 0,3 gekürzt.
Den ND Schieber habe ich aussen um 0,3 und innen auch um 0,3 mm.
Das hätte ich gleich einfügen sollen. Sorry
VlG Friedl


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 Betreff des Beitrags: Re: G 4/5 Meine Erfahrungen beim Bau
BeitragVerfasst: 28.10.2017, 11:02 
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* SchienenDampfer
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Hallo Friedl,

danke für diese wertvollen Tipps und Infos. Ich werde die Schieberkästen bei meiner Lok mal öffnen um zu sehen was da verbaut wurde.

Beste Grüße,

Marco

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