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 Betreff des Beitrags: Re: P 10 Elberfeld 2814 von WYKO
BeitragVerfasst: 21.12.2017, 17:13 
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Nur noch wenige Tage bis zum Heiligen Abend - Zeit meinen Baubericht zu beenden!

Im letzten Post versprach ich Bilder vom roll-out. Hier sind sie:

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So ähnlich muss es ausgesehen haben, als die BORSIG-Lok mit der Fabrik Nr. 11003
im Juli 1922 das Werk an der Berliner Straße 27 in Tegel verließ. Die Abnahme erfolgte am 21.07.1922. Am 31.08.1922 ging die Lokomotive mit der Bezeichnung DRG Elberfeld 2814 in Dienst. Im Oktober erfolgte die Umzeichnung in 39 005.
Im September 1959 folgen Rekonstruktion (in Meiningen) und Umzeichnung in 22 039.

Von Ende 1969 bis August 1970 wurde sie als Heizlok eingesetzt, daran anschließend dann z-Stellung; im Juni 1976 folgte die Ausmusterung und im Oktober des gleichen Jahres begann die Verschrottung. (Quelle: )

Und die BORSIG-Werke?

Die gibt es auch schon lange nicht mehr. Die letzte Lokomotive wurde dort 1954 gebaut. Teile des ehemaligen Werksgelände gingen 1988 an das Land Berlin und Ende des 20. Jh. - einhundert Jahre nach dem Umzug der BORSIG-Werke von Berlin-Mitte nach Berlin-Tegel - wurden einige der alten Hallen zu einem Shopping-Center umgebaut. Sowohl von außen als auch innen lassen selbst die neu gestalteten Hallen noch etwas von der Bedeutung des ehemaligen Industriestandortes erahnen (Näheres unter - Ein Bild anklicken, es öffnet sich dann eine Galerie).

Parallel zum Bau der Borsigwerke entstand zur gleichen Zeit, damals noch vor den Toren Berlins, eine neue Siedlung für die Arbeiter des Werks. Wer mehr darüber erfahren möchte, findet hier viele Bilder und zusätzliche Informationen:.

Zurück zum Modell!

Welche Arbeiten sind noch zu erledigen? Eigentlich nicht mehr viele: ich möchte aber in den nächsten Wochen noch eine Fernsteuerung und Licht einbauen. Für den Betrieb sicher nicht so wichtig, aber schöner wäre es schon.

Und dann steht, wie im letzten Post bereits angedeutet, ja noch das erste Anheizen an.
Wenn das passiert ist, die Lok also das erste Mal unter Dampf gestanden hat,
dann melde ich mich wieder.

Ich wünsche an dieser Stelle allen Schienendampfern ein frohes Fest und einen guten Rutsch ins neue Jahr – und natürlich immer ausreichend Wasser im Kessel!

Viele Grüße und mehr aus Borsigwalde im nächsten Jahr!



Rainer


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 Betreff des Beitrags: Re: P 10 Elberfeld 2814 von WYKO
BeitragVerfasst: 21.12.2017, 17:27 
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*** SchienenDampfer
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Hallo Rainer,
dann mal viel Erfolg unter Dampf, und lass uns teilhaben :flt:
Frohe Weihnacht und "guten Rutsch" nach Borsigwalde,
Reinhold

_________________
....und immer 'ne handbreit Wasser über der Feuerbüchse!


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 Betreff des Beitrags: Re: P 10 Elberfeld 2814 von WYKO
BeitragVerfasst: 21.12.2017, 19:03 
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Hallo Rainer,

schön ist sie geworden, und wenn sie mit Dampf so gut läuft wie sie aussieht, wirst du viel Freude an ihr haben. Gratulation, schöne Festtage und ein gutes neues Jahr.

Christoph

_________________
Mein Vorsatz: Mehr Pausen zwischen dem Nichtstun...Vor allem längere... :E


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 Betreff des Beitrags: Re: P 10 Elberfeld 2814 von WYKO
BeitragVerfasst: 21.12.2017, 21:36 
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Hallo Rainer!

:TOP :flt: :TOP :flt: :TOP :flt:

Thomas


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 Betreff des Beitrags: Re: P 10 Elberfeld 2814 von WYKO
BeitragVerfasst: 23.12.2017, 11:13 
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Hallo Rainer,

schön ist sie geworden. Ich habe deine Posts immer genüsslich gelesen. Du hast einen schönen Schreibstil, der der Lok in nichts nachsteht. Viel Erfolg beim ersten Anheizen!. Ich hätte nicht die Geduld und das erste Feuer bereits entfacht.

Viele Grüße
Janosch

_________________
Der Langsamste, der sein Ziel nicht aus den Augen verliert, geht immer noch schneller als der, der ohne Ziel herumirrt (Gotthold Ephraim Lessing)


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 Betreff des Beitrags: Re: P 10 Elberfeld 2814 von WYKO
BeitragVerfasst: 23.12.2017, 13:37 
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Hallo Rainer,

ich kann da Janosch nur beipflichten. Habe Deinen Bericht auch sehr gerne gelesen und die Schritte verfolgt. Ist toll geworden Deine P10. :TOP :TOP :TOP

Von so ner 3 Zylinderlok träum ich noch in Spur 2. Wird aber nur ein Traum bleiben.
Die P10 war in Stuttgart ja in den 60ern das Alltagsbild auf der Strecke Richtung Nürnberg.



Beste Grüße,

Marco

_________________
"Wenn ein Mann je den Regler geöffnet, das Feuer geschürt und somit das Dampfross zum Leben erweckt hat, so ändert das seine Seele." (John Snell)

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 Betreff des Beitrags: Re: P 10 Elberfeld 2814 von WYKO
BeitragVerfasst: 24.12.2017, 10:08 
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*** SchienenDampfer
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Ja Rainer,

ich kann den Vorrednern nur beipflichten. Eine Supermaschine. Nun bin ich auf die ersten bewegten Bilder gespannt.

Hans


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 Betreff des Beitrags: Re: P 10 Elberfeld 2814 von WYKO
BeitragVerfasst: 21.06.2018, 12:06 
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Hallo liebe Schienendampfer! Die P 10 Story geht weiter!

Als ich mich das letzte Mal meldete, stand Weihnachten vor der Tür und nun haben wir bereits den Juni fast hinter uns. Die ersten drei Monate dieses Jahres waren wettermäßig nun wirklich nicht gerade dazu geeignet gewesen, auf der Terrasse das erste Anheizen zu zelebrieren, und ein längerer Aufenthalt im Ausland trug danach zusätzlich dazu bei, dass die Arbeiten ruhten.

Manchmal laufen die Dinge eben nicht so wie geplant. Im Februar spielte ich kurz mit dem Gedanken, nachdem ich auf der Forumsseite über die Info gestolpert bin, beim Norddeutschen Dampftreffen in Hamburg-Barmbek vorbeizuschauen, doch auch da war das Wetter an dem betreffenden Wochenende für die Fahrt von Berlin nach HH eher suboptimal. Schade, aber vielleicht klappt es ja 2019.

Mitte Mai ging es dann aber mit kleineren Arbeiten an der P 10 endlich weiter. Der geplante Einbau der Servos stand auf der Agenda und der gestaltete sich etwas schwieriger als erwartet. Schon beim Zusammenbau der Lok war mir klar geworden, dass es für drei Servos in der Fahrerkabine recht eng werden würde.

Ein erstes Problem ergab sich bei der Steuerstange. Wegen des Servoanschlusses musste diese verändert werden. Das eine Ende, das entsprechend der Bauanleitung sonst mit zwei Schrauben am Steuerbock montiert wird, modifizierte ich dahingehend, dass ich dort einen etwa 2 mm breiten und 1 cm langen Schlitz in die Steuerstange sägte. In diesen Schlitz lötete ich eine ca. 2 cm lange M2-Gewindestange. War mein erster Versuch in Sachen Hartlöten und trotz einiger Bedenken ging das ganz gut. Um eine Kröpfung der Steuerstange zu umgehen (Anschlagpunkt am Steuerbock einerseits und Einhängung am Servohebel andererseits differierten in der Höhe und verhinderten so eine die berührungsfreie Montage der Steuerstange durch den Schlitz an der rechten Vorderfront des Führerhauses), habe ich sie mit einem Kugelkopfgelenk von unten dann mit dem Servohebel verbunden.

Noch etwas zeitintensiver war dann noch der Einbau der Servos für den Dampfhebel und das Ventil der Speisepumpe. Da beide Servos keine allzu große Last bewegen müssen, verzichtete ich darauf, sie einzeln am Boden des Führerhauses zu montieren. In einer Restekiste fand ich ein Stück Metallblech (0,5 mm), das ich so zurecht bog, dass es die beiden Servos aufnehmen konnte.

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Das Blech ist mit zwei Schrauben am Boden des Führerhauses befestigt. Von hinten lassen sich beide Servos in die Halterung schieben. Sie sitzen recht stramm, ich habe aber zusätzlich eine Lasche so gebogen, dass sie ein Verrutschen der Servos verhindert.

Die Ansteuerung des Dampfhebels und des Speisepumpenventils erfolgt mittels Kugelgelenkköpfen. Es kann sein, dass ich diese noch einmal austauschen muss, denn sollten sie zu sehr durch Hitze beaufschlagt werden, müsste ich sie durch Metallkugelgelenkköpfe ersetzen.

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Den Empfänger für die Fernsteuerung plante ich im Tender unterzubringen. Im Tendergehäuse ist am hinteren Ende (hinter dem Wasservorratsbehälter) ausreichend Platz für Empfänger und Akkus, aber der Zwischenraum zwischen dem Behälter und Tendergehäuse ist relativ schmal. Als Alternative bot sich ein Deckel über dem Wasserbehälter an. Diesen fertigte ich aus 0,5 mm Messingblech. Jetzt lassen sich Akku und Empfänger leicht darauf unterbringen und sind problemlos erreichbar.

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Der letzte Knackpunkt war die Fernsteuerung. Ich hatte mir vor zwei Jahren für ein Modellboot eine Spektrum DXE zugelegt, und die musste entprechend verändert werden. Den linken Knüppel hatte ich schon „entrastet“, denn beim Boot steuerte er das Segelservo. Hier war ein kurzer Rückbau nötig und mit einer deutlichen Raste in der Mittelstellung ist so nun die Steuerung „vorwärts-rückwärts“ für die Lok möglich.
Das Kabel für „rechts-links“ am linken Knüppel habe ich gekappt und an einen Schalter (ein-aus-ein) angelötet. Das durch diesen Schalter angesteuerte Servo für das Speisepumpenventil lässt sich damit hervorragend bedienen.

Der rechte Knüppel war beim Boot nur für die Richtung „rechts-links“ angelegt und spielt für die Lok keine Rolle. Die vertikale Knüppelbewegung, die beim Boot ohne Funktion war, habe ich aber – wie auch beim linken Knüppel - „entrastet“ und sie dient nun zur Steuerung des Dampfventils.

Die Teile für die Beleuchtung sind da und warten auf den Einbau. Aber das hat noch etwas Zeit.

Viel wichtiger war eine Transportkiste.

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Die war ziemlich schnell fertig gestellt und nun stand dem ersten Anheizen nichts mehr im Wege – bis auf die Angst vor der eigenen Courage...

Bis zum Bericht über das erste Anheizen der P 10 wie immer
viele Grüße aus Borsigwalde



Rainer


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 Betreff des Beitrags: Re: P 10 Elberfeld 2814 von WYKO
BeitragVerfasst: 27.06.2018, 22:36 
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* SchienenDampfer
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Vor gut zwei Wochen war es dann am 11. Juni 2018 so weit: Das Wetter passte, und so konnte die P10 das erste Mal richtig angeheizt werden, um den ersten Probelauf zu absolvieren.

Aber um ganz ehrlich zu sein: Ich hatte eigentlich schon Mitte Mai Wasser in den Kessel gefüllt und den Brenner gezündet, um zu sehen, wie der sich verhält. Mit der Lieferung des Bausatzes kam neben der Bauanleitung auch eine „Dienstvorschrift 2016“. An die habe ich mich, was das Befüllen von Kessel und Gastank sowie das anschließende Zünden des Brenners betraf, auch tunlichst gehalten.

Nach zwei Zündversuchen lief bei dieser „Generalprobe“ alles vorbildlich ab: die Flamme schlug zurück und der Brenner lief mit einem Geräusch, das in der Dienstanweisung als „charakteristisches Röhren oder Rauschen“ bezeichnet wird. Ich hatte vorsichtshalber die zwei Schrauben, die die Rauchkammertür halten, entfernt, um einen Blick auf das Flammenbild werfen zu können. Also schnell die Rauchkammertür raus und "in die Röhre" geschaut: Flamme am Brenner und nicht vorn in der Rauchkammer, und das „charakteristische“ Geräusch war nicht zu überhören. Alles bestens.

Ich wartete noch einen kurzen Moment, und als der Brenner absolut ruhig lief, beendete ich diesen ersten probeweisen Anheizvorgang. Er hatte mir gezeigt, dass sich das Füllen des Kessels und des Gastanks sowie das Zünden des Brenners problemlos bewerkstelligen lassen.

Jetzt aber zum 11. Juni 2018!

Der Rollenprüfstand stand bereit auf der Terrasse und die Transportkiste konnte entladen werden.

Bevor die Lok auf den Prüfstand kam, habe ich sie an den Achslagern, Gestängen und Kreuzkopfführungen geölt. Es folgte das Füllen des Kessels, und dies geschah nach Dienstanweisung. Diese sieht vor, dass der Kessel beim Anheizen nur zu 2/3 befüllt wird und bei Erreichen von 2 bis 3 bar die erste Nachspeisung erfolgt. Nachspeisung ist jederzeit möglich.

Das Befüllen des Gastanks gelingt ebenso problemlos wie das Wassernehmen. Die Schnellkupplung rastet locker ein. Die Gasflasche wird auf den Kopf gestellt und der Füllvorgang kann beginnen. Er lässt sich auch sehr gut durch den durchsichtigen Schlauch beobachten. Ich habe den Füllvorgang kurz unterbrochen, um den Tank zu entlüften. Danach passten noch ein „paar Schluck“ rein. Das Trennen der Schnellkupplung vom Gastank ist ein Kinderspiel: wenn man den Kupplungsring nach unten drückt, fliegt kurz danach das Kupplungsende mit einem leichten „Plopp“ aus der Halterung.

Was fehlte noch? Das Dampföl! Vor dem Schornstein befindet sich die Einfüllöffnung, die vor dem Befüllen mit einem Imbusschlüssel geöffnet werden muss. Entgegen der Dienstanweisung fehlt am Ölbehälter aber eine Ablassschraube. Schon beim Bau hatte ich deshalb bei Herrn Wyrwich nachgefragt und er sagte mir, dass diese eigentlich nicht benötigt würde, weil beim Anheizvorgang das Restwasser im Ölbehälter verdampfen würde.

So, jetzt kam der spannende Moment!

Der Gasregelschraube wird zum Zünden um weniger als 1/8 Umdrehung geöffnet und dann kann man schon ein ganz leises zischendes Geräusch vernehmen. Also Feuerzeug ran an den Schornstein! Klick! Paff!! Plopp!!! Brenner ist an! Das "charakteristische“ Geräusch ist deutlich zu vernehmen!

Vorsichtshalber noch einmal kurz die Hand an den vorderen Bereich des Kessels gehalten, um zu prüfen, ob die Flamme vielleicht doch noch im Rauchkammerbereich ist – aber alles ist im grünen Bereich. Also Gasregelventil weiter öffnen.

Ich war bei diesem ersten Versuch noch etwas vorsichtig und heizte den Kessel gaaanz laaangsam an. Insofern dauerte das Anheizen auch wesentlich länger als in der Dienstanweisung angegeben. Bei etwas über 2 bar schaltete ich die Fernsteuerung ein und schob den Knüppel für die Steuerstange nach vorne. Kurz danach öffnete ich das Dampfventil und versuchte die Maschine in Gang zu setzen. Nach einigen Umdrehungen und viel Wasser, das aus dem Schornstein spritzte, lief die P 10, erst noch etwas stotternd, kurze Zeit später dann aber immer runder, das erste Mal unter Dampf auf dem Prüfstand. Die Steuerung war richtig eingestellt und verhielt sich jetzt unter Dampf und und höherem Druck nicht anders als bei den Einstellversuchen mit Druckluft in der Bauphase.

Während dieses ersten Laufes veränderte ich ständig die Dampfzufuhr, mal mehr, mal weniger Dampf, und auch die Richtung wurde mittels Steuerstange dauernd gewechselt. Hier gab es manchmal noch einige Schwierigkeiten; sie hatten aber weniger mit der Einstellung der Steuerung als mit den Servos und der Fernsteuerung und zu großen Hebelbewegungen zu tun.

Nach gut 35 Minuten beendete ich diesen ersten Testlauf, der im folgenden Clip dokumentiert ist. Hat etwas gedauert mit der Zusammenstellung und ich musste erst einmal kapieren, wie man den richtig einstellt; aber es scheint geklappt zu haben:



Und das erste Fazit?

Die P 10 ist ein Super-Teil - auch im Betrieb unter Dampf auf dem Rollenprüfstand! Die in der Dienstanweisung erwähnten 3-4 bar im Normalbetrieb (!) wurden wegen "gebremster" Gaszufuhr nicht einmal ansatzweise erreicht; der maximale Druck lag bei diesem ersten Testlauf nie über 2,5 bar – und das war schon beeindruckend genug!

Jetzt kommt erst einmal der Sommer, und die Montage der noch fehlenden Beleuchtung werde ich erst in Angriff nehmen, wenn die Tage etwas kürzer werden.
Es kann deshalb also etwas dauern, bis ich wieder von mir hören lasse.

Bis dahin euch allen einen sonnigen Sommer, fröhliches Dampfen und wie immer

viele Grüße aus Borsigwalde!



Rainer


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 Betreff des Beitrags: Re: P 10 Elberfeld 2814 von WYKO
BeitragVerfasst: 28.06.2018, 06:52 
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*** SchienenDampfer
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Guten Morgen Rainer,
ich hab mir Dein Video morgens um 6Uhr angesehen und war mit einem Schlag hellwach, vor Begeisterung :Q
Ein super Teil, Deine P10! Kannst Stolz sein :B
Viel Freude auf der Stecke und Grüße nach Borsigwalde,
Reinhold

_________________
....und immer 'ne handbreit Wasser über der Feuerbüchse!


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 Betreff des Beitrags: Re: P 10 Elberfeld 2814 von WYKO
BeitragVerfasst: 29.06.2018, 13:56 
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Beiträge: 78
Wohnort: Deutschland-England
Herrliches Teil.... und dafür dass sie auf dem Rollstand schon schön läuft(ohne eigene Masse in schwung zu haben) wird sie auf Schienen noch besser laufen.
Gratulation /Neid.

Gruss Alex

_________________
Gruss Alex


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 Betreff des Beitrags: Re: P 10 Elberfeld 2814 von WYKO
BeitragVerfasst: 29.06.2018, 20:28 
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* SchienenDampfer
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Registriert: 05.01.2016, 21:24
Beiträge: 153
Wohnort: Bremen (DE)
Hallo Rainer,

über youtube angesehen, ein tolles Teil.
Auch den Werdegang hast du super beschrieben, Danke.

LG

Godehard


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