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 Betreff des Beitrags: Regner Rigi Nr. 7
BeitragVerfasst: 13.12.2015, 22:44 
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SchienenDampfer
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Liebe Dampffreunde!

Bevor es keine mehr gibt noch einmal schnell bestellt - eine Regner Rigi Nr. 7. Nach langem Warten auf einen Baubericht oder anderweitigen Informationen über das Modell fragte ich einmal bei Friedl an und er erklärte mir, dass fast alle Modelle in die Schweiz gegangen sind und das Modell interessant ist. Ich soll mich nicht aufhalten lassen. Gesagt, getan! Auch wenn nicht viele mitbauen ist ein Baubericht bestimmt ganz nett.
Die Bauteile sind sehr fein verarbeitet, gelötet und lackiert. Alleine die Linierungen sind sehr akkurat ausgeführt. Alle Schraubverbindungen sind sehr fein und überwiegend M 1,4. Das fertige Modell ist ein Kunstwerk an Feinmechanik. - Mal keine "Schwarze" wie meine Frau meint -.
Die Steuerung soll verhältnismassig schnell laufen, was sich durch eine andere Zahnradkombination ändern lässt. Mich stört es nicht. Das ganze ist der Zugkraft am Berg geschuldet. Ich habe nicht einmal einen Berg. Mir macht die Montage Freude und das erfolgreiche Laufen lassen unter Dampf - auch in der Ebene.
Jetzt wird erst einmal ruhig mit den Originalteilen montiert. Wenn man doch nur mehr Zeit hätte!

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Zuerst die Zylindermontage. Eine reine gefühlvolle Schraubarbeit. Bei den Muschelschiebern, ähnlich wie bei der Achenseelok, hatte ich bezüglich der Funktion etwas Bedenken. Aber nach der Montage eines Zylinders und einem sofort erfolgreichen Drucklufttest, war ich beruhigt.

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Die Stopfpackung am Schieberkasten wird hauchdünn ausgeführt und nach der Montage bewegte sich die Schieberstange gefühlsmäßig metallisch hin und her. Also die Packung wieder raus und neu gemacht. Mit dem winzigsten Schraubendreher der sich fand das Teflonband in das Gewinde gedrückt und die Schieberstange bewegte sich weich und saugend.

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Es liegt nicht nur am zunehmenden Alter. Bei diesem Bausatz ist entweder eine gute Werkstattbeleuchtung oder eine Lupe sehr hilfreich.

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Mit lieben Grüßen
Thomas


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 Betreff des Beitrags: Re: Regner rigi Nr. 7
BeitragVerfasst: 13.12.2015, 23:14 
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*** Moderator
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Gratuliere!

Ich freu mich, dass es von dieser Lok nun auch einen Baubericht geben wird :TOP

vlg, Christian

_________________
:serv Habe die Ehre!


Angst essen Seele auf
Rainer Werner Fassbinder


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 Betreff des Beitrags: Re: Regner rigi Nr. 7
BeitragVerfasst: 14.12.2015, 02:24 
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*** SchienenDampfer
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Hallo Thomas
Ich habe mich früher auch an die Anweisungen in der Bauanleitung gehalten, bin aber schön langsam dann eigene Wege gegangen. Konkret, die zur Schnur gedrehten Teflonbänder in den Stopfbüchsen und Kolbennuten waren für mich nicht gut genug. Ich habe zum Beispiel für die "Schiebestangen" das Teflonband in der Breite verkleinet und die Länge gemessen. Das Band über die Stange flach aufgewickelt und die "Teflonrolle" mit der Stange in die Stopfbüchse eingeschoben. Hat die Rolle ein kleines Untermaß und geringe Überbreite, ist sie leicht einzuschieben und bekommt durch leichtes Festschrauben die gewünschte Form. Sind die Masse des Teflonbandes einmal festgelegt, werden sie in der Bauanleitung notiert. Die nachfolgenden Packungen gehen dann schon fast von Selbst.

_________________
L.G. Wolfgang Franz K.


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 Betreff des Beitrags: Re: Regner rigi Nr. 7
BeitragVerfasst: 14.12.2015, 12:51 
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*** SchienenDampfer
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Hallo Wolfgang,

das ist ein prima Tipp und ist genauso auch für die Achenseelok anwendbar. :TOP
Das wird manchem noch helfen, danke.


Viele Grüße
Manfred


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 Betreff des Beitrags: Re: Regner rigi Nr. 7
BeitragVerfasst: 15.12.2015, 12:42 
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Hallo Thomas

Gut, dass jemand einen Baubericht zur Rigi-Lok schreibt. Ich wäre jedenfalls froh gewesen, hätte es einen gegeben, während ich die Lok zusammenbaute. Einige Fehler wären mir vermutlich erspart geblieben. Interessant ist, dass diverse Probleme, die jetzt bei den Baubeschrieben der Achensee-Lok erwähnt wurden, bei mir schon bei der Rigi-Lok aufgetreten sind.
Meine Rigi-Lok hatte grosse Anlaufschwierigkeiten. Sie läuft jetzt befriedigend, aber es besteht immer noch Luft nach oben. So bin ich gespannt auf Deinen Bericht und allfällige Verbesserungsmöglichkeiten.

Freundliche Grüsse,

Peter


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 Betreff des Beitrags: Re: Regner rigi Nr. 7
BeitragVerfasst: 15.12.2015, 12:45 
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Beiträge: 37
Sandfluss hat geschrieben:
.... Interessant ist, dass diverse Probleme, die jetzt bei den Baubeschrieben der Achensee-Lok erwähnt wurden, bei mir schon bei der Rigi-Lok aufgetreten sind. ...


Welche sind denn das, Peter?

_________________
Gruß!
Heinrich


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 Betreff des Beitrags: Re: Regner rigi Nr. 7
BeitragVerfasst: 15.12.2015, 17:36 
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SchienenDampfer
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Liebe Dampffreunde!

Ich bin kein Meister der Modellmontage - nur immer bemüht es von Anfang an so gut wie möglich zu machen. Durch die Montage von etlichen Zylindern vergisst man schnell seine Anfänge und in mancher Montageanleitung wird auch aus Platzgründen nicht alles erklärt. Was jetzt nicht korrekt montiert wird verschlechtert später den Lauf der Lokomotive unter Umständen erheblich. Also langsam und gewissenhaft.

Der 2. Zylinder der Rigi-Lokomotive. Nicht nur den Teflonkolben im Zylinder leicht einölen, sondern auch alle Dichtungen von beiden Seiten und die Schräubchen.

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Die kleinen Schrauben lassen sich mit einem runden Steckschlüssel nicht so festziehen wie mit einem sechseckigen. Aber sie müssen ja auch nicht fest angezogen werden (Abrissgefahr). Nach einer Stunde Ruhezeit lassen sich montierte Schrauben schon wieder etwas weiter drehen. Die Dichtungen werden auch nach Tagen (Wochen) der Presszeit immer flacher bis sie ihre "Endstärke" erreicht haben.

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Beim 2.Zylinder ging die Steuerschiebermuschel etwas schwergängig in den Schieberhalter. Hier half ein vorsichtiges Abziehen der vorderen und hinteren Frontseite der Muschel auf 600er Schleifleinen. Die Muschel muss auch nach dem Einölen und wieder Entfernen des Öles mit einem Läppchen (saugt sich sonst fest) liegen bleiben, wenn der Schieberhalter hochgehoben wird.

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Die Stopfpackung für die Schieberstange wurde erstmals nach der "Methode Wolfgang" ausgeführt. Herzlichen Dank dafür. Ich hatte erst Zweifel. Die Erinnerung an das umständliche Einbringen des runden Teflonbandes steckte doch noch fest. Mit Wolfgang's Methode war es ein leichtes. Im speziellen Fall ein 5 cm langes Teflonband in der Breite gedrittelt, um die entfettete Stange gelegt, eingeschoben und die Stopfbuchse eingedreht. Fertig. Die Stange glitt ohne Kratzen. Beim ersten Versuch!

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Die beiden fertigen Zylinder. Besser geht es nicht. Den Modellbaukompressorschlauch an den Frischdampfanschluss gehalten, Steuerschieber rein und raus geschoben und der Teflonkolben ging sauber in seine Endlagen.

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Mit lieben Grüßen
Thomas


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 Betreff des Beitrags: Re: Regner rigi Nr. 7
BeitragVerfasst: 16.12.2015, 21:50 
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Hallo Heinrich

Nun, mich plagten hauptsächlich folgende Dinge beim bzw. nach dem Zusammenbau der Rigi 7:

Wie Tobias schon bei der Achensee-Lok erwähnt hat, ist auch die Lok 7 ein "Säufer". Nun, das ist an und für sich kein Problem, aber da das Nachspeiseventil stets leckt, fiel auch der Druck bald einmal zusammen. Überhaupt hatte und habe ich kaum je über 1.7 Bar Druck hingekriegt. Da die Lok aber gut eingelaufen ist, steigt sie trotzdem zuverlässig eine 12%-Steigung hinauf. Vielleicht ist auch das Manometer nicht so genau, die Lok bläst aber nie über das Überdruckventil ab. Möglich, dass der Brenner für ein stehendes Flammrohr (in einem Stehkessel) nicht so optimal funktioniert.

Brenner: es gelang mir anfangs kaum je, den Brenner zu zünden. Entweder brannte die Flamme zum Schornstein hinaus, oder dann löschte sie aus. Es dauerte eine Weile, bis ich herausfand, dass zu viel Luft durch die Ansauglöcher strömte. Ich stellte aus dünnem Messingblech eine Manschette her, die ich dann variabel über die Löcher hin und herschieben konnte. Et voila, das Zünden wurde zum Kinderspiel. Später erhielt ich von Regners unaufgefordert eine Schelle zugestellt, die die gleiche Funktion hat wie meine Manschette. Beigelegt war auch ein neuer Gashahn. Beim alten Gashahn löste sich die Kontermutter immer wieder, was das Einstellen des Gasflusses fast verunmöglichte. Auch den neuen Gashahn erhielt ich unaufgefordert.

Umsteuerung: immer mal wieder verhakt sich die Umsteuerung, der Stein in der Schwinge ist halt sehr klein und bei einem gewissen Totpunkt verklemmt sich der eine. Ich habe da noch keine Abhilfe schaffen können, trotz sorgfältigem Nacharbeiten und einer gehörigen Portion Öl.

Schiebereinstellung: an und für sich kein Problem, aber irgendwie habe ich den Eindruck, dass die beiden Kolben "gegeneinander" statt miteinander arbeiten. Auffällig war das, als verursacht durch eine Schwachstelle im Material eine Schieberschubstange brach und danach die Lok nur noch mit einem Zylinder angetrieben viel ruhiger und zügiger lief, natürlich nur noch in eine Richtung.
Und noch zu den Schiebereinstellungen: zuerst lief die Lok überhaupt nicht an. Wenn ich den Regler öffnete, wurde der Dampf direkt über das Abdampfrohr abgeblasen, ohne dass sich die Kolben irgendwie bewegten. Nach x-maliger Neueinstellung klappte es dann, wieso weiss ich nicht. Wie kann der Dampf vom Kessel direkt in das Abdampfrohr geraten? Drückte das Schieberfederblech zu wenig auf den Schieber?

Egal, die Lok läuft, nicht so toll, aber sie läuft und ist einfach ein Schmuckstück, auch wenn sie zu stark "wuselt", wie Tobias meint.

Freundliche Grüsse

Peter


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 Betreff des Beitrags: Re: Regner rigi Nr. 7
BeitragVerfasst: 18.12.2015, 23:12 
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SchienenDampfer
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Liebe Dampffreunde

Der Bauabschnitt Rahmen.

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Nach dem Foto wie immer alle feinen Schräubchen in die Aufbewahrungssbox, damit nichts verschwindet.

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Zuerst die Vorderachse mit Rädern montieren. Hier soll ein Abstand zwischen den Rädern und dem Rahmen von 1/10 mm mit einem doppelt gelegten Blatt Papier eingestellt werden. Der Rahmen ist jedoch noch sehr biegsam. So einigte ich mich mit mir auf einen lichten Abstand zwischen den Rädern von 39,4 mm. Der Abstand darf bei der Hinterachse nicht zu groß sein, weil sonst die Zahnräder nicht sauber aufeinander laufen.
In der Montageanleitung wird noch auf das Einschrauben der Madenschrauben in die Laufräder hingewiesen. Das ist durchaus berechtigt. Die Gewinde in den Rädern sind schräg gebohrt. Die Schrauben bei der leichtesten Schwergängigkeit in einem anderen Winkel, wenn sie leicht gehen, eindrehen!

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Die Montage der Antriebswellen und Zahnräder ging gut vonstatten und bereitete keinerlei Probleme. Alles leicht ölen und schon ist ein etwas schwergängiges Durchdrehen nur an der oben liegenden Antriebswelle möglich. Nicht an der Laufwelle drehen auf der die Räder befestigt sind. Das geht nicht und verstellt nur die Räder, wenn sie nicht genügend angezogen sind.

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Warum sollen die kleinen Zylinder die noch etwas schwergängigen Zahnräder einlaufen lassen? Mit dem Akkuschrauber auf Schleichgang vorwärts und rückwärts und nach ca. 2 Minuten liefen die Zahnräder hervorragend.

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Mit lieben Grüßen
Thomas


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 Betreff des Beitrags: Re: Regner rigi Nr. 7
BeitragVerfasst: 19.12.2015, 12:00 
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SchienenDampfer
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Hallo Thomas,

das sieht gut aus.

Hast Du zwischen Rahmen und Zahnrädern/Aretierungen Anlaufscheiben, die verhindern, dass sich die Zahnräder in den Rahmen einarbeiten?

Grüß Dietrich


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 Betreff des Beitrags: Re: Regner rigi Nr. 7
BeitragVerfasst: 19.12.2015, 12:00 
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Registriert: 02.02.2015, 10:46
Beiträge: 37
@ Peter: Danke für Deine erklärenden Worte!

_________________
Gruß!
Heinrich


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 Betreff des Beitrags: Re: Regner rigi Nr. 7
BeitragVerfasst: 19.12.2015, 19:21 
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SchienenDampfer
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Hallo Dietrich

Es sind keine Anlaufscheiben vorgesehen und es ist auch kein Platz dafür.
Die Antriebswelle mit ihren Zahnrädern kann später seitlich nicht weg, wenn links und rechts auf der Welle außerhalb des Rahmens hinter den Lagern je eine Beilagscheibe und die Schwungräder montiert sind.
Die Laufwelle hat ihren seitlichen Halt durch die Räder.

Mit lieben Grüßen
Thomas


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