SchienenDampf.com

Die private Lounge für Echtdampf auf Spurweiten bis 3 1/2“ mit Schwerpunkt 45mm
Aktuelle Zeit: 19.10.2020, 17:34

Alle Zeiten sind UTC + 1 Stunde [ Sommerzeit ]




Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 39 Beiträge ]  Gehe zu Seite Vorherige  1, 2, 3, 4  Nächste
Autor Nachricht
BeitragVerfasst: 27.05.2020, 20:59 
Offline
* SchienenDampfer
Benutzeravatar

Registriert: 02.12.2012, 13:24
Beiträge: 672
Wohnort: Engadin (CH)
Frage von Karsten würde mich auch interessieren, gibts ev. Bilder davon?

Danke u Gruss Christoph

_________________
Mein Vorsatz: Mehr Pausen zwischen dem Nichtstun...Vor allem längere... :E


Nach oben
 Profil Private Nachricht senden  
Mit Zitat antworten  
BeitragVerfasst: 27.05.2020, 22:20 
Offline
* SchienenDampfer
Benutzeravatar

Registriert: 29.08.2017, 13:44
Beiträge: 67
Wohnort: Berlin-Borsigwalde (DE)
Hallo Karsten,
hallo Christoph,

die Kesselbänder kamen so von Wyko. Ich kann nicht sagen, wie Michael Wyrwich die gemacht hat. Sie sind aber absolute Spitze!
Die Zierlinien an der Speisepumpe, Vorwärmer und Verbundluftpumpe sind aus: Papier! Bin dabei wie folgt vorgegangen: Entwurf und Farbwahl mit OpenOffice und zwar dem Tabellenprogramm, denn da lässt sich die Zeilenhöhe sehr genau festlegen. Die Anbauteile aus Guss werden schwarz lackiert geliefert.
Folglich müssen die notwendigen Stellen an den Anbauteilen zuerst in RAL 6002 lackiert werden.
Die Zierstreifen habe ich nach dem Zuschneiden mit einem Cuttermesser in farblosen wasserverdünnbaren Lack gelegt und dann auf die Anbauteile aufgebracht. Die müssen natürlich vorher trocken sein. Zum Schluss habe ich noch einmal alles mit farblosem Lack -seidenmatt- gespritzt.
Da ich nicht wusste, ob das so geht, hatte ich vorher mit ein paar Restblechen herum experimentiert und auch noch einen "Härtetest" im Backofen durchgeführt. Lacke und und Papier zeigten trotz 150 Grad keine Farbveränderungen oder Risse.

Viele Grüße aus Borsigwalde



Rainer


Nach oben
 Profil Private Nachricht senden  
Mit Zitat antworten  
BeitragVerfasst: 28.05.2020, 08:17 
Offline
*** SchienenDampfer
Benutzeravatar

Registriert: 22.09.2009, 10:13
Beiträge: 166
Wohnort: Raum Dresden (DE)
Hallo,

ich habe bei meinen Lokomotiven und Tendern solche Zierstreifen in verschiedenen Farben und Breiten verwendet:
https://www.ebay.de/sch/i.html?_from=R4 ... c=0&_sop=2

Wichtig dabei ist, sie nach dem Aufkleben mit Klarlack zu versiegeln. Bei den Kesseln mit hitzebeständigem.

VG Manfred B.


Nach oben
 Profil Private Nachricht senden  
Mit Zitat antworten  
BeitragVerfasst: 28.05.2020, 18:08 
Offline
*** SchienenDampfer
Benutzeravatar

Registriert: 30.05.2009, 09:15
Beiträge: 322
Wohnort: München (DE)
Hi Rainer

Du darfst die Lok aber nicht so in Sonne stellen denn die UV Beständigkeit der Farbdrucke ist begrenzt. :GR

ciao Karsten


Nach oben
 Profil Private Nachricht senden  
Mit Zitat antworten  
BeitragVerfasst: 30.05.2020, 16:45 
Offline
* SchienenDampfer
Benutzeravatar

Registriert: 29.08.2017, 13:44
Beiträge: 67
Wohnort: Berlin-Borsigwalde (DE)
Hallo alle miteinander,

noch einmal kurz zu den Zierstreifen:

@Karsten,

danke für den Hinweis. Dass die Gefahr des Ausbleichens von Laserdrucken besteht, ist mir bewusst. Ich denke aber, dass durch den Klarlack schon ein gewisser Schutz vorhanden ist - und so schnell wird das auch nicht passieren. Die Lok muss da schon ganz schön lange in der Sonne "braten". Werde aber mal schauen, wie sich das entwickelt und gegebenenfalls auch darüber berichten.

@ Manfred,

vielen Dank für den Link! Werde diese Streifen mal an einem anderen Modell testen.


Nun aber weiter mit dem Baubericht.

Vor dem Weiterbau empfiehlt es sich, die Steuerung einzustellen und zu testen. Dazu ist es notwendig, den Führerhausboden auf den Rahmen zu schrauben und danach auf diesem dann den Steuerbock (bei manueller Steuerung) bzw. das Servo für die Umsteuerung samt Halterung zu befestigen.

Die Steuerstange wird durch den Hebel vorn an der Steuerung geschoben. Anschließend wird das hintere Ende durch die Führung am Steuerbock bzw. den Servohebel geführt. Die Stange wird vorn mit einer Schraube, die durch die Steuerstange gesteckt wird, fixiert. In Neutralstellung steht der Hebel für die Umsteuerung vorn nun senkrecht. Auch der Hebel des Steuerbocks bzw. der Servohebel sollten sich Neutralstellung befinden.

Die Gegenkurbel ist so auszurichten, dass sich die Schwingen in der vorderen und hinteren Zylindertotpunktlage im rechten Winkel zur Schieberschubstange befinden. Dabei ist zu beachten, dass die Gegenkurbel voreilt. Das bedeutet z. B., dass wenn sich der rechte Kolben in der Mitte und der rechte Treibzapfen sich unten auf dem Kurbelkreis befindet, die Gegenkurbel nach hinten gerichtet sein muss. Die Gegenkurbel muss axial genau bündig mit dem Treibzapfen abschließen!

Wenn man nun die Blindstopfen auf den Schieberkästen entfernt, kann man direkt auf die Einströmbohrungen blicken. Der Schieber kann jetzt durch Verdrehen der Schieberstange vor und zurück gestellt werden. Zum Drehen der Schieberstange müssen die Schieberschubstange sowie Voreilhebel jedoch nochmals demontiert werden.

Der Schieber muss so eingestellt werden, dass er genau in der Mitte steht, wenn sich die Schieberschubstange in der waagerechten Mittelposition befindet (d.h. auf der Mitte der Schwinge). Wenn man diese Schritte genau ausführt, ist die Steuerung bereits eingestellt. Durch Drehen der Räder - bei gleichzeitigem Beobachten der Schieberbewegung durch die Löcher im Schieberkasten - lässt sich dies überprüfen. Eventuell werden später noch leichte Korrekturen notwendig sein.

Nach Abschluss der Einstellarbeiten gibt man etwas Öl in die Schieberkästen und schraubt die Blindstopfen mit Gewindedichtmittel in die Schieberkästen. Sämtliche Gelenkpunkte sowie alle aufeinander gleitenden Teile des Gestänges sind nun gut abzuschmieren (Ölen). Der erste Probelauf mit Druckluft kann jetzt erfolgen.

Nach dem Probelauf werden unter Umständen noch einmal kleinere Korrekturen notwendig sein. Sind die weiteren Testläufe erfolgreich, können die Blindstopfen mit Loctite 542 eingeschraubt werden.


Bild


Montierte Servohalterung auf dem Führerhausboden. Steuerstange bereits angeschraubt.



Bild


Servo - Steuerstange - Steuerhebel



Bild


Steuerstange - Steuerhebel - Steuerwelle mit Aufwerfhebeln



Bild


Zylinderblöcke mit eingeschraubten Blindstopfen und provisorischer

Anschluss an die Dampfzufuhr für Drucklufttest




Und so verlief der Drucklufttest (ohne Ton!):





Das war es für heute.

Ich wünsche allen Schienendampfern "Fröhliche Pfingsten"!

Viele Grüße aus Borsigwalde



Rainer

... und beim nächsten Mal wird es langsam grüner...


Nach oben
 Profil Private Nachricht senden  
Mit Zitat antworten  
BeitragVerfasst: 01.06.2020, 14:04 
Offline
* SchienenDampfer
Benutzeravatar

Registriert: 29.12.2009, 01:17
Beiträge: 218
Wohnort: Plankstadt (DE)
Hallo Rainer,
Dein Baubericht ist wie immer ein Genuss! Danke Dir dafür.
Ich hoffe nur, ich komme jetzt nicht auf die Idee mir eine neue.........NEIN!! Ich verfolge erstmal Deinen Bericht.

Gratuliere zum Drucklufttest.
An der Feineinstellung musst Du glaub noch etwas Arbeit investieren.
Bei welchem Druck wurde das denn gefilmt?

Liebe Grüße
Chris


Nach oben
 Profil Private Nachricht senden  
Mit Zitat antworten  
BeitragVerfasst: 01.06.2020, 19:31 
Offline
* SchienenDampfer
Benutzeravatar

Registriert: 02.12.2012, 13:24
Beiträge: 672
Wohnort: Engadin (CH)
Hallo Rainer,

ich verfolge deinen spannenden Bericht gerne. Auch, weil ich schon ein Wyco Fahrwerk zusammengebaut habe.
Du hast ja auch mit dem Zusammenbau der P10 viel Übung darin.
Mein Tip an dich: bevor du Hochzeit feierst (Kessel auf Fahrwerk), teste dieses unbedingt noch mit Dampf (Dampfentnahme ab einem anderen Lokkessel).
Und: eine möglichst langsame Fahrt zeigt die gleichmässige Arbeit aller vier Arbeitswege der beiden Zylinder. Rasen zeigt gar nichts!

Gruss und viel Erfolg.

Christoph

_________________
Mein Vorsatz: Mehr Pausen zwischen dem Nichtstun...Vor allem längere... :E


Nach oben
 Profil Private Nachricht senden  
Mit Zitat antworten  
BeitragVerfasst: 03.06.2020, 20:18 
Offline
* SchienenDampfer
Benutzeravatar

Registriert: 29.08.2017, 13:44
Beiträge: 67
Wohnort: Berlin-Borsigwalde (DE)
Hallo Chris und hallo Christoph,

das war schon klar, dass ich von euch alten Hasen und aufmerksamen Lesern des Bauberichts was zu hören bekomme - der ruckelnde Lauf ist ja auch nicht gerade schön anzusehen. Noch schlimmer wär's mit Ton geworden - den hab ich absichtlich abgeschaltet. Da hätte es was auf die Ohren gegeben! Die Druckluft kommt nämlich aus einer alten Akku-Druckluft-Pistole, die sich am Ende des Clips (ist aber nicht zu sehen!) dann auch noch mit einem lauten Knall selbst zerlegte: Pleuelbruch.
Chris, zu deiner Frage nach dem Druck kann ich deshalb nichts sagen: einen länger anhaltenden vordefinierten konstanten Druck kann bzw. konnte das Ding konstruktionsbedingt gar nicht aufbauen, denn es ist im Prinzip 'ne Luftpumpe für Fahrrad- und Autoreifen, Bälle o.ä.
Damit @Christoph wird deutlich, warum ich auch keinen "Langsamfahrt"-Test durchführen konnte. Deinen Vorschlag mit externer Dampfspeisung aus einem anderen Kessel merke ich mir! Ich hatte anfangs vorgehabt, einen alten Dampfmaschinenkessel mit der Akku-Druckluft-Pistole "aufzupumpen" und von dort aus eine Leitung zu den Zylindern zu legen, hatte dies dann aber wegen Undichtigkeiten an einem Leitungsflansch und wegen eines fehlerhaften Absperrventils wieder verworfen und die Druckluft mit der Pistole direkt auf die Zylinder gegeben.
Mit dieser "rustikalen" Methode hatte ich so vor ein paar Jahren auch die P10 zum ersten Mal zum Rollen gebracht.
Aber - @Chris & Christoph - Feintuning ist definitiv noch notwendig! ...oder frei nach Prof. Bömmel: "... dat krieje mer später!"

Aber nun weiter mit dem Baubericht!

Nach dem Test kann die Speiseleitung zusammen mit dem Bypassventil unter dem Führerhausboden montiert werden. In einem weiteren Schritt legt man den Boden des Führerhauses auf den Rahmen und schiebt von rechts und links die Aufstiegsleitern zwischen Rahmen und Führerhausboden. Der Rahmen besitzt für die Leitern an den entsprechenden Stellen eine Aussparung. Anschließend wird die Speiseleitung an der Achsspeisepumpe befestigt. Evtl. sind hier kleinere Korrekturen nötig, damit die Leitung spannungsfrei liegt. Danach werden die Leitern mit dem Führerhausboden und dieser mit dem Rahmen verschraubt.


Bild


Bild


Führerhausboden mit Speiseleitung und Bypassventil



Bild


Einfügen der linken Leiter zwischen Rahmen und Führerhausboden



Bild


Montierter Führerhausboden



Bild


Leitung zum Kesselspeiseventil und Bypassventil



Bild






Es folgt die Montage der Aschekästen. Dazu werden zuerst rechts und links Halterungen an den Rahmen geschraubt. Diese dienen nicht nur dazu, die Aschekästen daran zu festzuschrauben; an ihnen wird später auch der Außenkessel (Stehkessel) befestigt. Dazu wird die Halterung von innen (!) an den Rahmen gehalten, die Schrauben von außen durch den Rahmen gesteckt und mit der Halterung verbunden.


Bild


Aschekästen und Befestigungsteile



Bild


An den Rahmen montierte Halterung



Bild


Montierter Aschekasten rechts



Bild


Blick von vorn auf Aschekästen und Führerhausboden



Vorne wird die Zylinderverkleidung, die gleichzeitig als vorderes Kesselauflager dient, seitlich über die Zylinder geschoben und von vorn und hinten mit jeweils zwei Schrauben an Querträgern des Rahmens befestiget.


Bild


Zylinderverkleidung und Kesselauflager



Bild


Befestigung von vorn ....



Bild


... und von hinten



So, das wär's für heute. Beim nächsten Mal kommt der Kessel mit seinen Armaturen ran.

Viele Grüße aus Borsigwalde



Rainer


Nach oben
 Profil Private Nachricht senden  
Mit Zitat antworten  
BeitragVerfasst: 06.06.2020, 08:15 
Offline
* SchienenDampfer
Benutzeravatar

Registriert: 29.08.2017, 13:44
Beiträge: 67
Wohnort: Berlin-Borsigwalde (DE)
Hallo liebe Schienendampfer,

die Beschreibung der nun folgenden Arbeiten ist absolut unspektakulär. Der Vollständigkeit halber erwähne ich sie jedoch.

In den Kessel wird hinten oben rechts das Dampfregelventil provisorisch eingeschraubt. Der Kessel, in dessen Flammrohr bereits das Überhitzerrohr steckt, wird auf den Rahmen gelegt und hinten mit zwei Schrauben provisorisch mit dem Führerhausboden verschraubt. Vorne wird die Dampfleitung (Überwurfmutter) mit dem T-förmigen Verteilerstück für die Zylinder verbunden.

Anschließend wird hinten am Kessel die Dampfleitung (Überhitzerrohr) mit der Überwurfmutter am Dampfregelventil befestigt. Wie bei der Speiseleitung von der Achsspeisepumpe, so können auch hier vorher evtl. kleinere Korrekturen notwendig werden, um die Dampfleitung spannungsfrei anschließen zu können. Die Leitung sollte leicht nach linksunten geneigt vom Dampfregelventil in das Flammrohr führen. Die ungefähre Lage der Dampfleitung muss nun an der Kesselrückwand oder dem Flammrohrrand markiert werden. Dann können die Überwurfmuttern vorn am T-Stück und hinten am Dampfregelventil wieder gelöst werden. Die Markierung wird auf den Brenner übertragen und an diesem dann anschließend die Aussparung für die Dampfleitung hergestellt. Danach wird der Brenner ins Flammrohr gesteckt und man prüft, ob die Leitung ohne Spannung wieder montiert werden kann. Gegebenenfalls sind Nacharbeiten erforderlich.

Jetzt kann das Dampfregelventil endgültig in den Kessel geschraubt werden. Anschließend wird das Wasserstandsrohr einpepasst und das Speiseventil links seitlich in den Kessel geschraubt. Die Gewinde der Armaturen werden mit Loctite 542 gesichert.

Der Kessel muss für die Montage der Umlaufbleche sowie des Innen- und Außenkessels aber wieder vom Rahmen genommen werden.

Bild


Kessel mit den Armaturen



Bild


Speisekopf und Dampfregelventil



Bild


Kessel vorn mit Dampfleitung und Abgang zum Öler (dünnes Kupferrohr)



Bild


Kessel von hinten mit dem durchs Flammrohr geführten Überhitzerrohr



Bild


Probeweise montiertes Wasserstandsglas



Bild


Brenner mit Aussparung für das Überhintzerrrohr



Bild


Hintere Kesselarmaturen. Das Manometer fehlt noch.



... und beim nächsten Mal @Christoph (!) ist Hochzeit!!!



Bild




Ich wünsche allen ein schönes Wochenende!

Und wie immer:

Viele Grüße aus Borsigwalde!



Rainer


Nach oben
 Profil Private Nachricht senden  
Mit Zitat antworten  
BeitragVerfasst: 11.06.2020, 11:40 
Offline
* SchienenDampfer
Benutzeravatar

Registriert: 29.08.2017, 13:44
Beiträge: 67
Wohnort: Berlin-Borsigwalde (DE)
Liebe Schienendampfer, es geht weiter:

Die beiden Umlaufbleche besitzen vorne rechts und links im Bereich über der Zylinderverkleidung Schraublöcher, die für die Befestigung der Windleitbleche für die Modelle der BR 18 benötigt werden. Wer dort keine „schwarzen Löcher“ habe möchte, sollte sie mit kleinen Schrauben kaschieren und diese dann, wie auch die anderen Schrauben, die das Umlaufblech mit dem Rahmen verbinden, ganz zum Schluss mit mattschwarzer Farbe lackieren.

Begonnen wird mir dem rechten Umlaufblech. Bevor man dieses jedoch auf den Rahmen schrauben kann, muss der Hebel für die Steuerung vorsichtig „durchgefädelt“ werden. (Zwischenbemerkung: Die Verschraubung Umlaufblech-Rahmen sollte man erst ganz zum Schluss durchführen, um bei den nun folgenden Montagearbeiten etwas mehr „Bewegungsfreiheit“ zu haben.)

Der Druckkessel wird in den Außenkessel geschoben und diese Einheit danach auf den Rahmen gesetzt. Dabei wird der Stehkessel hinten rechts zwischen Rahmen und Umlaufblech gesteckt. Danach wird der Druckkessel hinten mit zwei Schrauben am Führerhausboden fixiert. Die Dampfleitung wird vorn im Bereich der Zylinder am T-Stück der Dampfzufuhr und hinten am Dampfregelventil jeweils mit Überwurfmuttern befestigt. Dies gilt auch für die Speiseleitung, die, vom Bypassventil kommend, mit einer Überwurfmutter ans Speiseventil geschraubt wird. Oberhalb des Aschekastens wird rechts der Außenkessel (Stehkessel) mit zwei Schrauben an die dahinter liegende verdeckte Halterung geschraubt. Die Schrauben für das Umlaufblech können jetzt erst einmal leicht eingeschraubt aber noch nicht ganz festgezogen werden.

Bild


Umlaufblech links vorn mit "Blindschrauben"




Bild


Rechtes Umlaufblech



Bild


Aufgesetzter Kessel mit rechtem Umlaufblech



Bild


Blick von vorn in die Rauchkammer



Bild


Befestigung des Außenkessels hinten rechts


Bild



Nun wird das linke Umlaufblech auf den Rahmen gelegt, die Schrauben werden eingesetzt aber wie beim rechten Blech noch nicht vollständig festgezogen.

Auch der linke Teil des Stehkessels wird oberhalb des Aschekastens an der dafür vorgesehenen versteckten Halterung fixiert.


Bild


Das linke Umlaufblech ist nun ebenfalls montiert



Der vordere Teil des Außenkessels wird mit einer Schraube, die von unten durch den Rahmen führt, befestigt.


Bild



Verbundluftpumpe, Speisepumpe und Vorwärmer können jetzt an den dafür vorgesehenen Stellen des Umlaufbleches angebracht werden. Zum Schluss sollten nochmals alle Teile ausgerichtet werden. Danach werden alle Schrauben endgültig festgezogen.


Es folgt nun die Montage des Manometers. Dabei empfiehlt es sich, das Führerhaus probehalber aufsetzen, um zu sehen, wie sich das Manometer am besten ablesen lässt.


Bild


Vorn in der Rauchkammer wird das obere Teil des Abdampfrohres mit der Verbindungsmuffe aus Messing über das von den Zylindern kommende Sammelstück (T-Stück) geschoben und dann fixiert. (Hier sind evtl. aufgrund der Enge Nacharbeiten an der Verbindungsmuffe erforderlich.)


Bild


Verbindungsmuffe am Abdampfrohr - hier waren Nacharbeiten mit der Feile nötig



Die Ölerleitung wird mittels Überwurfmutter mit dem Öler verbunden, in die Rauchkammer eingepasst und von oben mit zwei Schrauben am Kessel befestigt.


Bild


Rauchkammer mit Öler und "verstecktem" Abdampfrohr



Bild


Rauchkammer von vorn schräg oben mit Öleinfüllschraube und Befestigungsschrauben



... und beim nächsten Mal folgt die Beschreibung der Montage von Vorlaufdrehgestell und Nachläufer.


Viele Grüße aus Borsigwalde



Rainer


Nach oben
 Profil Private Nachricht senden  
Mit Zitat antworten  
BeitragVerfasst: 11.06.2020, 18:12 
Offline
* SchienenDampfer
Benutzeravatar

Registriert: 29.12.2009, 01:17
Beiträge: 218
Wohnort: Plankstadt (DE)
Hallo Rainer,
krass wie schnell Du mit dem Bau der Maschine vorankommst.
Es sind tolle Bilder die du uns hier lieferst. Die Farbkombination der Lok ist wirklich toll. Ich habe die S3/6 so noch nicht gesehen. Gefällt mir sehr gut. Ich freue mich auf den weiteren Bericht!
Gruß Chris


Nach oben
 Profil Private Nachricht senden  
Mit Zitat antworten  
BeitragVerfasst: 12.06.2020, 09:52 
Offline
* SchienenDampfer
Benutzeravatar

Registriert: 31.12.2008, 17:52
Beiträge: 1084
Wohnort: Zwischen Stuttgart und Heilbronn (DE)
Hallo Rainer,

saubere Arbeit. Sehr schön anzusehen. Ich habe eine Wilag S3/6 und bin sehr angetan von dieser Loktype. Vielleicht trifft man sich mal auf irgend einem Treffen.

LG

Marco

_________________
"Wenn ein Mann je den Regler geöffnet, das Feuer geschürt und somit das Dampfross zum Leben erweckt hat, so ändert das seine Seele." (John Snell)

Mein YT-Kanal:


Nach oben
 Profil Private Nachricht senden  
Mit Zitat antworten  
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:  Sortiere nach  
Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 39 Beiträge ]  Gehe zu Seite Vorherige  1, 2, 3, 4  Nächste

Alle Zeiten sind UTC + 1 Stunde [ Sommerzeit ]


Wer ist online?

0 Mitglieder


Ähnliche Beiträge

WYKO Kleine Dicke in Amerika
Forum: Bauberichte
Autor: pappde
Antworten: 45
BR 995001 von WYKO
Forum: Bauberichte
Autor: Sven
Antworten: 26

Du darfst keine neuen Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst keine Antworten zu Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht ändern.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.

Suche nach:
Gehe zu:  
cron



Hosted by iphpbb3.com

Impressum | Datenschutz