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 Betreff des Beitrags: Die ewige Frage - welche Drehe
BeitragVerfasst: 16.08.2019, 08:47 
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SchienenDampfer
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Registriert: 03.06.2019, 11:12
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Hallo zusammen,

im Zuge meines Lady Ann Baus fallen mir immer Dinge ein (kleine Verzierungen, Teflonisieren - ich sollte nicht zu viel im Forum lesen :lol: etc.)

Für das alles brauche ich ja eventuell eine Drehbank. Da habe ich 2 Probleme

1. ich bin Schreibtischtäter (sprich Softwaren-Bauer)- kann also nichts wirklich :roll: :lol: - ich muss also Metallbearbeitung etc. from scratch aus erlernen.
2. ich habe keine Ahnung was ich mir kaufen soll - ich habe aber glaub ich alle Beiträge zum Thema durch und auch auf https://www.model-engineer.co.uk etc. rumgesurft.
3. ich habe vorerst nicht vor ein Projekt, wo ich alles selber mache, anzugehen.

Da habe ich mir Unimat ML MetalLine online angesehen, daneben auch die von Proxxon (150, 250). Ich will zuerst (muss) neben dem Herstellen von Teilen vor allem den Umgang mit so "hochgefährlichen" Maschinen erlernen - da ist mir das Endergebnis u.U. gar nicht so wichtig. Dann aber schon was brauchbares zusammenschustern können (zunächst nur Kleinteile -u.U. auch was für meine US H0-Anlage).

Meine Favorit ist aktuell die Unimat ML MetalLine. Weil sie sehr kompakt erscheint, weil man mit ihr gleich verschieden Aufgaben abdeckt und weil sie auch nicht so viel kostet - und damit nicht so viel verloren ist, wenn ich das ganze gar nicht begreife. Könnte ich damit zumindest eine Teflonisierungsprojekt angehen oder mal ein Teil an einem defekten Zylinder fixen, falls mir eine Dampfmaschine am Flohmarkt unterkommt, die ich reparieren will.

Dampfige Grüße
Markus.


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 Betreff des Beitrags: Re: Die ewige Frage - welche Drehe
BeitragVerfasst: 16.08.2019, 11:16 
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* SchienenDampfer
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Hallo Markus,

tu´s nicht! Gib das Geld für eine Unimat MetalLine 6in1 lieber für einen Urlaub aus, dann hast Du zumindest eine schöne Zeit...
Ich würde selbst mitten in der Nacht jede noch so billige Baumark-Drehe so einem Ding vorziehen :-)
Falls Du ernsthaft über so ein Ding nachdenkst, fasse mal eine auf einer Messe an. Das kurriert einen von jedem Gedanken SOFORT.

Viele Grüße

Gerd


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 Betreff des Beitrags: Re: Die ewige Frage - welche Drehe
BeitragVerfasst: 16.08.2019, 20:46 
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*** SchienenDampfer
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Hallo Markus,

ich habe die Unimat PowerLine (das ist der etwas seriösere Variante vom MetalLine) vor Jahren gekauft und bin apselut zufrieden damit für meine bescheidene, minimalistische Ansprüche. Da es nicht sehr teuer war, und ich sehr wenig Platz habe, habe ich es gekauft und benutze es bis heute.

Wenn ich mehr Platz hätte, hätte ich die Proxxon 230/250 gekauft. Bei mehr Platz und mehr Geld die Proxxon 400. Für erhobenere Ansprüche mit Fräse und CNC. Die sind natürlich viel viel seriöser. Aber auch größer und teurer.

Aber in dieser Preisklasse gibt es auch andere gute Geräte schon.

Allerdings teile ich Gerds Meinung aus Erfahrung nicht - billige Baumarkt-Drehen (meist China) sind IMHO dem Unimat beiweitem nicht vorzuziehen. Die Kleine ist kein Superprofi-Gerät, aber für die etwa 600 € was ich damals für Drehe (mit Stahlbackenfutter) und Fräse (also je zwei Motoren, zwei Umsetzer und zwei gehärtete Gestelle) bezahlt habe, haben sich schon gelohnt, ich habe damit vieles erfolgreich bauen können. Und zum Anlernen taugt es allemal. Ich habe es direkt bei TheCoolTool in Mödling gekauft, mit freundlichem Support und Service.

Anschauen kannst du es hier:
http://www.thecooltool.com/produkte/unimat-powerline/

Ich will es dir keinesfalls einreden, für seriösere Sachen ist es zu klein, aber in so schlechtem Licht wie vorhin gezeigt, kann ich es basierend auf meiner Erfahrung nicht stehen lassen.

LG Zoltan

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 Betreff des Beitrags: Re: Die ewige Frage - welche Drehe
BeitragVerfasst: 17.08.2019, 00:04 
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*** SchienenDampfer
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Hallo Markus,

willst du dir das wirklich antun ? :flt: :flt: :flt:

das wird ein langer Weg werden; ich habe ihn teilweise schon hinter mir.....
Vor vielen Jahren hatte ich die Gelegenheit, eine gebrauchte Hobbymat MD65 zu kaufen,
da der Vorbesitzer sich eine Myford Drehe kaufen konnte....
Eine Drehbank aleine macht noch keinen Frühling, also brauchst du früher oder später eine Fräse dazu....
Ich habe mir damals eine Proxxon BFW40 dazu gekauft.
Als Faustregel kannst du annehmen, dass Werkzeug/Bohrer/Fräser etwa gleich viel Geld kosten wie die
Maschinen (glaube es oder lerne es...)
Mit meiner MD65 Drehe und meiner BFW40 Fräse habe ich damals meine HF 110 gebaut (kannst du nachlesen)
Dabei kam Lust auf mehr auf und ich habe mir danach eine Optimum BF20 Fräse gekauft und letztes Jahr eine
Optimum TU2004V Drehe (aka D180x300 Drehbank).
Für das Geld, was das alles kostet, kannst du locker 2-3 Echtdampflokomotiven kaufen.
Du kannst 3 Modellbauer fragen, was du kaufen sollst und wirst 4 verschiedene Antworten bekommen... :F01: :F01: :F01:

Umgekehrt ist es ein geiles Gefühl, wenn deine selbst gebaute Lok dann endlich mal selber fährt, das bietet dir keine gekaufte Lok :Q :Q :Q

Tief durchatmen und anfangen.
Viel Spass dabei
Ernst

_________________
Die erste Dampflok ist misslungen, versuche deshalb die zweite zu bauen...


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 Betreff des Beitrags: Re: Die ewige Frage - welche Drehe
BeitragVerfasst: 17.08.2019, 07:15 
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Registriert: 02.02.2015, 10:46
Beiträge: 44
MarkusW hat geschrieben:
... Könnte ich damit zumindest eine Teflonisierungsprojekt angehen oder mal ein Teil an einem defekten Zylinder fixen, falls mir eine Dampfmaschine am Flohmarkt unterkommt, die ich reparieren will.

Dampfige Grüße
Markus.


Nein!

Dafür ist dieses Spielzeug völlig ungeeignet (meines konnte ich glücklicherweise an einen Dummen weiterverkaufen).

Seit Jahren habe ich eine gebrauchte Einhell MTB 3000 und bin sehr zufrieden.
Die dort bereits befindliche Gewindeuhr möchte ich nicht mehr missen (die gibt es beim Rotzwerk nicht). Die Spindelabdeckung ist schon auch nicht schlecht.

Bin reiner Schreibtischtäter, beruflich gesehen.

Mit Büchern von Rob van Dort, Joop Oegema, Jürgen Eichardt, Frank Arbeiter und Timann Wallroth lernt sich das.

300 € für ein gebrauchte Drehe, nochmal 300 für Werkzeug und Du bist besser ausgestattet.

Die Proxxon halte ich für deutlich überteuert.

Muß aber jeder selbst wissen.

_________________
Gruß!
Heinrich


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 Betreff des Beitrags: Re: Die ewige Frage - welche Drehe
BeitragVerfasst: 17.08.2019, 07:44 
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*** SchienenDampfer
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Hallo Leute!
Dass die Proxxon überteuert ist, unterschreibe ich.
Eine gebraucht gekaufte Drehe kann sehr risikobehaftet sein.
Und dass ich dumm bin, wußte ich bisher nicht. Vielleicht weil ich dumm bin...
Daher steige ich aus der Diskussion hier aus, ehe ich noch mehr schlechtes von mir erfahren muss :)
LGZ

_________________
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 Betreff des Beitrags: Re: Die ewige Frage - welche Drehe
BeitragVerfasst: 17.08.2019, 08:10 
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* SchienenDampfer
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Moin Markus,

mit all den genannten Maschinen kann man alles machen, was der Abstand zwischen den Spitzen und zum Support zulässt.
Wichtig ist der richtige Drehmeisel für die jeweilige Aufgabe im richtigen Zustand. Dann muss er nur noch genau auf die Spitzenhöhe eingestellt werden und man erhält ein brauchbares Ergebnis.
Bei einer größeren Maschine kann man mehr zustellen und je kleiner und weniger steif sie ist braucht es eben mehr Geduld.
Man sollte immer mal wieder kontrollieren, ob die Spindel noch rund läuft und ob die Spindelachse parallel zum Bett steht.
Also nicht nur Zerspanungswerkzeug in vernünftiger Qualität kaufen, sondern auch Messschieber mit 1/100 Auflösung und Messuhr mit 1/100 und 1/1000 Auflösung plus einem guten Messstativ.

Es ist ein natürlicher Weg, das man eine Maschine kauft, mit ihr arbeitet und sich dann mehr wünscht, wenn man mehr kann und will. Mein Vater hat mit Bohrmaschinen Vorsatz Geräten von Metabo angefangen und über eine ausgemusterte Schreinerkreissäge sind wir dann im Holzbereich bei Festo gelandet.

Heute kann man neben Büchern auch viel auf YouTube stöbern.

Viel Spaß beim Lernen und ausprobieren!
Der Weg ist das Ziel.

Viele Grüße
Georg


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 Betreff des Beitrags: Re: Die ewige Frage - welche Drehe
BeitragVerfasst: 17.08.2019, 09:15 
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SchienenDampfer
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Hallo zusammen,

Vielen Dank für euren Input !!! - dass es dazu verschiedene Meinungen geben wird, war mir klar.

Da ich ja nicht unter Zeitdruck stehe was die Drehe angeht, werde ich vielleicht versuchen mal irgendwo jemanden über die Schulter schauen zu können beim Benutzen eines dieser Werkzeuge.

Was ich jedenfalls angehen werde ist, mich mit ein bisschen Literatur zum Thema einzudecken,

Dampfige Grüße,
Markus


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 Betreff des Beitrags: Re: Die ewige Frage - welche Drehe
BeitragVerfasst: 17.08.2019, 16:17 
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* SchienenDampfer
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Wohnort: Hettenleidelheim (DE)
Hallo Markus,
das ist ein Ansatz der auch mich interessiert. Ein einfacher Leitfaden für Newbies beim Drehen& Fräsen. Weiß jemand ob es sowas gibt? Wenn man das gelesen und verstanden hat, denke ich ist die Entscheidung einfacher.

LG,Bernd


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 Betreff des Beitrags: Re: Die ewige Frage - welche Drehe
BeitragVerfasst: 17.08.2019, 18:39 
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* SchienenDampfer
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Registriert: 11.12.2011, 13:18
Beiträge: 240
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Gleich was Rechtes gekauft
ist auf Dauer das Billigste,

meint Günter


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 Betreff des Beitrags: Re: Die ewige Frage - welche Drehe
BeitragVerfasst: 18.08.2019, 08:11 
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Registriert: 02.02.2015, 10:46
Beiträge: 44
MarkusW hat geschrieben:
...

Was ich jedenfalls angehen werde ist, mich mit ein bisschen Literatur zum Thema einzudecken,

Dampfige Grüße,
Markus


Das finde ich sehr wichtig!

Zumindest ich, der ja keine Ausbildung im Zerspanen hat, bekomme dadurch stets eine gute Vorstellung vom Vorgehen und vom Ergebnis, so daß das Ergebnis meist schon recht gut ausfällt.

Sehr empfehlen kann ich Dir auch die Zerspanungsbude! Dort ist man sehr freundlich und hilfsbereit, gerade auch Anfängern gegenüber. Angenehm: Gerade die größten Experten sind sehr hilfsbereit und überhaupt nicht überheblich. Sehr zu empfehlen! :)

https://forum.zerspanungsbude.net/portal

Es wurde schon darauf hingewiesen: Gute Meßmittel sind wichtig! Es muß nicht gleich Mitutoyo sein, eventuell tut's auch der Aldi-Meßschieber, aber man sollte Einsatzbereich und Anforderungen einschätzen können.

_________________
Gruß!
Heinrich


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 Betreff des Beitrags: Re: Die ewige Frage - welche Drehe
BeitragVerfasst: 18.08.2019, 19:02 
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SchienenDampfer
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Registriert: 08.02.2014, 00:02
Beiträge: 45
Wohnort: Ulm (DE)
Hallo Markus,

wenn du magst, können wir in Verhandlungen über eine UnimatML treten. Ich würde meine abgeben, hab aber noch keine Preisvorstellung.
Ja, sie hat ihre Grenzen, aber eben auch Möglichkeiten und ich war recht zufrieden mit ihr. Bis ich zu komplizierte Sachen fräsen wollte und damit die Hebel zu groß wurden. Hab mir daher ne Drehe und Fräse separat gekauft.
Interessanterweise nutze ich Teile der Unimat weiter, zB die Säge, den Schleiftisch, die Drechselbank und manche Werkzeuge (Drehstähle). Das ist auch der Grund warum ich sie bisher behalten habe, denn natürlich kann ein Bearbeitungszentrum für 100000€ oder auch nur ein Drehmaschine/Fräse für 3000+ € mehr als die Unimat.

Aber schlecht ist die Unimat nicht, sie hat deutliche Begrenzungen.

Viele Grüße
Rüdiger


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