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 Betreff des Beitrags: Kleinstdrehmaschine oder nichts
BeitragVerfasst: 09.01.2015, 11:22 
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*** SchienenDampfer
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Guten Morgen, ich habe eine Frage an Euch erfahrene Dreher.

Ich möchte eventuell selber eine Kleinstdrehmaschine haben.
Da meine Platz- und Budgetverhältnisse äußerts bescheiden sind (ich habe zum Bohren/Fräsen auch nur eine Proxxon IBS mit Kleinbohrständer und KT70 einstellen können), kommt für mich nur das kleinste in Frage - wenn überhaupt - darum frage ich hier.

Ich habe folgendes in Erwägung gezogen:

Aircraft OPTIturn TU 1503V
Emco Unimat 4
Proxxon FD 150/E

Wobei eigentlich platzmßig fast nur der kleine Proxxon in Frage kommen würde...

Meine Frage ist: kann ich mit diesen Maschienen etwas (klein und bescheiden) machen, oder soll ich das ganz und gar sein lassen und eher jemenden mit größerer Werkstatt um Hilfe bitten, wenn ich ein Kleinteil gedreht haben möchte? Es sind wirklich nur kleinste Sachen wie evtl. Teflonhülsen oder Kleinstachsen, Buchsen usw.

Ich habe überhaupt nur deshalb in dieser Richtung Gedanken gemacht, da der kleine Proxxon IBS auch eher als "Spielzeug" anmutet, trotzdem hat es mir schon sehr viel geholfen - daher möchte ich Eure Meinung wissen, ob es überhaupt sinnvoll ist, oder meint ihr alle: "Entweder was vernünftiges oder nichts". Wie gesagt, meine Gesamtwerkstätte hat gerade 2x2 Meter in einer Ecke des Schlafzimmers...

Vielen Dank für Eure Ratschläge,

LG Zoltan

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 Betreff des Beitrags: Re: Kleinstdrehmaschine oder nichts
BeitragVerfasst: 09.01.2015, 12:15 
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Hallo Zoltan
Ich habe seit 35 Jahren die EMCO UNIMAT 3 Drehbank im Betrieb und mache praktisch alles was ich arbeite auf diesem Gerät. Mittlerweile hat meine Kleindrehmaschine so viel Spiel, dass ich mit einer neuen wahrscheinlich nur schwer zu Rande kommen würde (Ich rechne halt das Spiel immer mit ein). Es gelingt mir allerdings nicht mehr als auf einen Zehntel genau zu arbeiten hat aber sicher auch mit meinen Fähigkeiten in diesem Bereich zu tun.
Spass beiseite die kleine bringt voll das was ich von Ihr erwarte.
Freundliche Grüsse :lol:
Georg

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 Betreff des Beitrags: Re: Kleinstdrehmaschine oder nichts
BeitragVerfasst: 09.01.2015, 12:56 
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*** SchienenDampfer
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Danke dir, Georg! Den 3-er gibt es nicht mehr aber der 4-er wird wohl nicht schlechter sein.
Wenigstens sagt mir deine Erfahrung, dass es nicht unmöglich ist, auch mit etwas kleinerem klarzukommen... mal sehen, wer etwas über die anderen mir noch sagen kann.

DLG Zoltan

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 Betreff des Beitrags: Re: Kleinstdrehmaschine oder nichts
BeitragVerfasst: 09.01.2015, 15:25 
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Hallo Zoltan

Ich kann mich den Erfahrungen von Georg nur anschliessen, denn meine Emco Unimat 3 läuft seit über 30 Jahren ohne Probleme. Es ist wohl keine Hochpräzisionsmaschine für Uhrmacher, doch für „uns Amateure“ noch allemal gut genug. Das Spiel lässt sich zum Teil einstellen und minimieren. Ersatzteile sind alle immer noch erhältlich.

Die Unimat 4 ist wohl das Nachfolgermodell und in der Arbeitsgrösse identisch (Spitzenhöhe 46 mm, Spitzenweite 200mm, Spindeldurchlass 10mm etc.). Eine sehr empfehlenswerte Kleinmaschine, gerade auch weil so viel Sonderzubehör dazu passend ist.

Die Genauigkeit des Rundlaufs habe ich mal gemessen:
- Dreibackenfutter + Zentrierbohrer = 4 / 100 mm
- Spannzangenfutter + Zentrierbohrer = 2,5 / 100 mm
- Spannzangenfutter + Fräser = 1 / 100 mm

Je nach Art der Halterung und des Werkzeugs ist da ein hoher Rundlauf gegeben.
Wichtig für präzise Dreharbeiten: Sauber geschliffene, ev. harte Drehstähle verwenden.
Wenig Materialabtrag und kleiner Vortrieb bringt auch mehr Präzision.

Freundliche Grüsse

Hermann


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 Betreff des Beitrags: Re: Kleinstdrehmaschine oder nichts
BeitragVerfasst: 09.01.2015, 16:28 
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Vielen Dank, Hermann.

Und danke auch an den Kollegen (es waren mehrere!), die mich angerufen haben und mich mit Rat unterstützt haben!

Schon super, solche Forumkollegen wie ihr zu haben.

Ich werde nächste Woche den Proxxon und den Unimat aus der Nähe ansehen dürfen und bis zum Stammtisch habe ich mehr Erfahrungen schon, und dort können wir (ich meine wer da ist :) ) es noch weiter besprechen.

LG Zoltan

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 Betreff des Beitrags: Re: Kleinstdrehmaschine oder nichts
BeitragVerfasst: 10.01.2015, 10:54 
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Hallo Zoltan

Falls Du Dich noch nicht entschieden hast:
Ich würde Dir die Unimat 4 empfehlen und von der Proxxon ganz abraten.
Die Proxxon ist leider nicht sehr langlebig, woran es liegt kann ich nicht beurteilen. Bald einmal hat die Maschine viel Spiel in den Führungen. Zudem neigt die Konstruktion zum Schwingen was sich an der Werkstückoberfläche bemerkbar macht.
Wenn's denn so klein sein muss würde ich mich unbedingt für die Unimat entscheiden. Wenn man diese pfleglich behandelt wird sie lange halten.

_________________
Grüsse
Beat


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 Betreff des Beitrags: Re: Kleinstdrehmaschine oder nichts
BeitragVerfasst: 10.01.2015, 12:10 
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*** SchienenDampfer
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Hallo Zoltan,

ich kann Dir die Proxxon SD300 Drehmaschine, baugleich mit der DDR-Universalmaschine Hobbymat MD65 empfehlen. Ich habe die letztgenannte seit 1990. Ich bin sehr zufrieden mit der Genauigkeit und Zuverlässigkeit. Zudem gibt es dafür auch noch entsprechendes Zubehör wie Lünette, Planscheibe, Teilscheiben und Fräseinrichtung.

siehe mal hier: http://www.rchobby-net.de/sd300/sd300.htm

VG Manfred B.


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 Betreff des Beitrags: Re: Kleinstdrehmaschine oder nichts
BeitragVerfasst: 10.01.2015, 15:18 
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Servus Zoltan.

Ich will auch noch meinen "Senf" dazugeben.
Ich bin auch nur ein "kleiner" bzw. "kleinster" Livesteamer, der auch nur Kleinigkeiten selbst herstellt. Für die Grossen und ganz Grossen unter uns sind das Drehen von Büchsen, ecc. natürlich nur peanuts. Deshalb auch ihre Empfehlungen was grosses zu erwerben. Ich freu`mich aber, wenn ich in der Lage bin, kleine Drehteile selbst zu fertigen. Mehr will ich gar nicht . Offensichtlich schlägst Du, lieber Zoltan, in die selbe Kerbe. Und deshalb würde ich sagen, die Feindrehmaschine FD 150/E von Proxxon genügt a b s o l u t e s t für solche "Unternehmungen". Ich möchte ergänzend noch feststellen, dass ich mir am 8. Jänner eine solche FD 150/E mit dem notwendigen und erhältlichen Zubehör in Deutschland gekauft habe. Ich freu`mich schon sehr drauf. In Deutschland deshalb, weil`s bei uns exorbitant teurer ist. Ich besitze auch die Micro-Fräse MF 70 und arbeite damit schon einige Jahre. Stelle natürlich hier wiederum nix grosses damit her . Aber meine damit gefrästen Teile sind absolut zufriedenstellend und so werde ich es auch mit der FD 150/E halten. Und übrigens hat ja Proxxon keinen schlechten Ruf. Auch meine anderes handgeführtes Gerät ist von Proxxon. Nie technische Probleme damit gehabt . Empfehlung gebe ich keine ab, musst Du schliesslich selbst entscheiden.

Liebe Grüsse aus Kärnten
sowozi Gerald


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 Betreff des Beitrags: Re: Kleinstdrehmaschine oder nichts
BeitragVerfasst: 10.01.2015, 17:42 
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Hallo Zoltan!
Ich habe die Quantum D140X250vario schon ein paar Jahre und bin mit Ihr sehr zufrieden. Von Größe und Gewicht läßt Sie sich leicht weglegen und wieder hervorholen. Für den Reitstock paßt das Bohrfutter der Proxxon FD 150 mit MK 0 kurz.
Wenn man mit unserem Hobby anfängt, kommt man schnell über die anfangs angedachten Kleinigkeiten hinaus, wo eine etwas größere Maschine nicht schaden kann.
Wenn Du deine neue Maschine bekommen hast, prüfe gleich alle Funktionen durch damit Du ggf. gleich reklamieren kannst. So mußte ich bei mir den Reitstock reklamieren weil er nicht richtig zentriert war und beim Bohren schief lief. Ist ärgerlich, wenn man so etwas nach der Gewährleistung bemerkt.
Gruß Gerd


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 Betreff des Beitrags: Re: Kleinstdrehmaschine oder nichts
BeitragVerfasst: 10.01.2015, 19:34 
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Beiträge: 205
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Hallo Zoltan,

schau mal zum nordöstlichen Nachbarn, da werden feine Werkzeugmaschinen gebaut. Und der Preis ist sehr hobbyfreundlich.

Die TECO Znojmo ist eine feine Maschine und unter Beachtung aller Aspekte ausgesprochen preiswert.

Bild

Grüße Dietrich


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 Betreff des Beitrags: Re: Kleinstdrehmaschine oder nichts
BeitragVerfasst: 10.01.2015, 20:40 
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Oops :oops:
gerd23029 hat geschrieben:
Für den Reitstock paßt das Bohrfutter der Proxxon FD 150 mit MK 0 kurz.

Da ist mir eben ein Fehler aufgefallen. Der Reitstock der D140X250 hat einen MK1 kurz Sitz. Daher passt das Bohrfutter für die Proxxon PD230 (24110).
Gruß Gerd


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 Betreff des Beitrags: Re: Kleinstdrehmaschine oder nichts
BeitragVerfasst: 11.01.2015, 04:57 
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Hallo Zoltán!

Zum drehen (oder fräsen) braucht man Maschine, Werkzeuge (Zubehör) und Übung!
Wenn eine davon zu klein oder zu wenig ist, die andere zwei können helfen, aber in allgemein kommen die Probleme, bist Du schnell an der Grenze!
Ich kenne Leute, die ohne Maschine machen solche Sache, was ich auch mit CNC nicht machen könnte!

Wenn Du Maschine kaufst, müsstest Du Deiner Ziele kennen. Was möchtest Du in Zukunft machen können. Solche Maschine müsstest Du kaufen.

Die Maschine sind Geld und Platzfrage. Diese müssen mit Deinem Ziel zusammenstimmen.

Wenn Deiner Ziel liegt irgendwo dort, zum Bsp.: eine Lok teflonisieren zu können, wie es Christian sehr schön und gründlich hier im Forum geschrieben hat, ich finde die FD 150 zu klein.
Hauptspindelbohrung nur 8,5 mm, kein Vorschub. Kein Vierbacken-Futter.
PD 230 kostet nur zweimal so viel als FD 150, aber kannst Du das weiterbauen (Fräseinrichtung).

Du solltest auch noch wissen, die Werkzeuge kosten gleiche Summe wie die Maschine!

Du solltest ruhig nachdenken, Maschine kannst Du Morgen auch kaufen!

Gruß
Pál


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