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 Betreff des Beitrags: Re: "Eigenbau"-2,4 GHz-Sender
BeitragVerfasst: 26.11.2018, 11:43 
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Hallo zusammen,

ich bin am vorletzten Wochenende mit 2 meiner Sender in Köln gewesen. Meine EKB hat dabei insgesamt knapp 10 Betriebsstunden bekommen, währenddessen hat der Empfänger nicht einen einzigen Verbindungsabbruch dokumentiert. Auch ließ sich die Lok für mein Gefühl sehr feinfühlig steuern. Der ~30mm Drehknopf am Poti war hier sehr hilfreich. Nach etwas Gewöhnung gefällt mir auch die Umsteuerung über 2 Taster ganz gut. Ob es tatsächlich dabei bleibt, wird sich zeigen, wenn irgendwann mal eine Pfeife gebaut und eingebaut ist.

Einzig negativ ist der vergleichsweise hohe Stromverbrauch. Der eingebaute 9V-Block (ein Lithium Ionen-Akku vom großen C bei 7,4V oder so) wird mit rund 120mA belastet. Theoretisch hat er 500mAh, allerdings hat der Sender keinen Tiefentladeschutz. Da ich immer noch keine Anzeige der Spannung im Display habe (Software noch nicht erweitert), habe ich vorsichtshalber nach jeder Fahrt (70-80min) geladen. Theoretisch besteht aber auch die Möglichkeit, den Sender über den USB-Anschluss zu versorgen. Allerdings bekommt dann das Transmittermodul nur 5V, es hätte aber laut Anleitung gerne mindestens 6V. Tests haben ergeben, dass es trotzdem funktioniert.

Ich werden nun meine Echtdampfloks Stück für Stück alle mit solchen Sendern ausstatten. Auch für die elektrischen ist ein etwas kleineres Layout in der Entwicklung.

Für mich ist das Thema damit hier erstmal abgeschlossen. Für Fragen stehe ich selbstverständlich zur Verfügung. Wer ernsthafte Ambitionen hat, sich ebenfalls so einen Sender zu bauen, kann sich gerne an mich wenden, die meisten Erfahrungen habe ich aber schon hier gepostet.

Viele Grüße
Arne


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 Betreff des Beitrags: Re: "Eigenbau"-2,4 GHz-Sender
BeitragVerfasst: 14.12.2018, 21:50 
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Hallo zusammen,

AsJ17 hat geschrieben:
Für mich ist das Thema damit hier erstmal abgeschlossen.

... und das habe ich wirklich geglaubt ... :roll: Aber gut. Ab jetzt wird es vermutlich noch technischer:

Vor rund zwei Wochen kam dann die Ernüchterung. Ich wollte meine EKB für das Adventsdampfen vorbereiten und schaltete den Sender ein und... nichts. Das Sendemodul tat nicht mehr. OK, dachte ich, kann ja mal passieren. Ich hatte ja noch ein "freies" Modul rumliegen. Am nächsten Tag wollte ich dann für zukünftige Projekte weitere Module bestellen und da kam die Ernüchterung. Nicht lieferbar. Weder bei micron radio control, noch direkt bei Hobbyking. Bei Hobbyking steht was von "Early February 2019". Nicht akzeptabel, wenn ich danach noch aus UK importieren möchte - und das vor Brexit. Ein netter Mailkontakt mit Andy von micron half auch nicht wirklich weiter - außer, dass auch für ihn die Lieferbarkeit ein Problem ist.

Einige Recherche ergab zudem, dass schon seit 2015 der Import von DSM2-Sendern in die EU nicht mehr zulässig ist. (DSMX ist kein Problem.) Somit kam zudem die Befürchtung, dass es hier auch zu weiteren Problemen kommen könnte.

Nach etwas suchen kam ich dann auf dieses Projekt:


Dabei handelt es sich um ein Sendemodul (das PPM versteht) und über 4 unterschiedliche Sendechips eine wirklich große Bandbreite an Protokollen spricht:


Auch wenn es sich um ein DIY-Projekt handelt, kann man fertige Hardware, die auch schon die Software enthält kaufen. Ein Modul von banggood ist gestern bei mir angekommen:

Bild

Im Vergleich zum Orange-Modul ist die Platine etwas größer:

Bild

Der Vorteil für mich liegt in mindestens 3 Aspekten:
  • Verfügbare Protokolle
  • Neben PPM wird auch eine serielle Schnittstelle unterstützt
  • Telemetrie wird ebenfalls unterstützt (und über die serielle Schnittstelle ausgegeben)

Vorhin hab ich das Modul mal mit einem USB2Serial Adapter angeschlossen und etwas rs232 gesprochen. Nach 2h hatte ich das Modul soweit, dass ich meinen Empfänger binden konnte.

Theoretisch kann der auf dem Modul verbaute STM32 auch den Rest meiner Fernbedienung "rechnen", aber das wird schwierig, an die PINs ranzukommen. Ich werde also wieder auf ein Standard-PCB setzen. Da der im Modul verbaute STM32 nur 3,3V braucht (aber 5V kann), wären hier auch 3,3V uC eine Alternative. Ein STM32-PCB zum testen liegt hier schon.

Wenn ich einen funktionierenden Sender hinkriege berichte ich (wohl doch) weiter.

Viele Grüße
Arne


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 Betreff des Beitrags: Re: "Eigenbau"-2,4 GHz-Sender
BeitragVerfasst: 14.02.2019, 09:03 
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Hallo zusammen,

AsJ17 hat geschrieben:
Wenn ich einen funktionierenden Sender hinkriege berichte ich (wohl doch) weiter.

Da ich hiermit auf einem ganz guten Weg bin nun mal ein kurzer Zwischenstand:

Bild

So sieht mein Versuchsaufbau derzeit auf, hier mal ein kurzer Überblick:
  • Akku: 18650 mit Batteriehalter zum kleinen Preis aus China
  • Das Laden findet über aus einer Powerbank ausgeschlachtete Platine statt. Die liefert auch 5V für Tx-Modul. Außerdem kann durch den Ausgang der ganze Sender auch als Powerbank verwendet werden.
  • PCB: Aufgrund der Baugröße und des leistungsstärkeren Prozessors habe ich mich für ein entschieden
  • TX-Modul hab ich euch schon im Dezember gezeigt
  • Display ist dasselbe wie in meinen Sendern der 1. Generation
  • Sonstige Elemente: 4 Taster, 2 Potis, Piezo-Lautsprecher

Implementiert wird weiterhin auf Basis Arduino. Allerdings habe ich mich von der Arduino IDE getrennt und verwende jetzt Visual Studio Code.

Die Software umfasst derzeit rund 3000 Zeilen Code und kann bereits alle max. 16 Kanäle bedienen, einige Schaltermodi müssen noch implementiert werden. Erfolgreicht getestet habe ich die Funkprotokolle frsky (EU) und DSMX. Die Auswahl des Funkprotokolls erfolgt per Menü.

Aktuell warte ich auf ein gedrucktes Gehäuse, dass alles zusammenhält, dann können ernsthafte Tests am Gleis gemacht werde.

Viele Grüße
Arne


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 Betreff des Beitrags: Re: "Eigenbau"-2,4 GHz-Sender
BeitragVerfasst: 16.02.2019, 20:51 
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*** SchienenDampfer
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Moin,

wie schon geschrieben, verwende ich als Stromversorgung eine Platine aus einer Powerbank. Die kostet knappp 1,50€ und sieht erstmal so aus:

Bild

Bild

Nach dem Verlöten mit einem Akku-Halter sieht es so aus:

Bild

Heute war kam der Prototyp des Gehäuses per Post. Für einen Prototypen ganz gut, alle Probleme ließen sich mit "dremeln" beheben:

Leer:
Bild

Mit Spannungsversorgung
Bild

TX-Modul
Bild

Mit "alles":
Bild

Viele Grüße
Arne


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 Betreff des Beitrags: Re: "Eigenbau"-2,4 GHz-Sender
BeitragVerfasst: 17.02.2019, 11:17 
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Moin!
Respekt, das sieht sehr gut aus! Da geht dem Hobbyelektroniker das Herz auf :B :B :B
Saubere arbeit

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Grüße Holger

WEG - Wittigsche Eisenbahn Gesellschaft Bw Gomaringen
mit FWWW - FeldWaldWiesenWerkstatt : " was nicht passt, wird passend gemacht" :PRO


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 Betreff des Beitrags: Re: "Eigenbau"-2,4 GHz-Sender
BeitragVerfasst: 01.03.2019, 22:17 
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Hallo Holger,

danke! Heute kam der nächste Gehäuseprototyp. Hier mal ein Vergleich mit dem letzten Sender:

Bild

Am Gehäuse ist noch einiges zu optimieren. Die Software ist mittlerweile ausgereift genug für einen Pilotbetrieb. Insgesamt knapp 5000 Codezeilen machen ungefähr das, was ich will. Auch der Telemetrie-Empfang ist so weit, dass ich im Display die Akkuspannung des Empfängers sehe. Wenn's gut läuft, wird das Ding am Wochenende mit einer meiner Loks verknotet und dann wird im freien Feld - naja im Garten - getestet.

Viele Grüße
Arne


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 Betreff des Beitrags: Re: "Eigenbau"-2,4 GHz-Sender
BeitragVerfasst: 02.03.2019, 23:19 
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Hallo Arne,

sehr spannend. Was ich mich frage: was tun denn die 5000 Codezeilen neben dem Offensichtlichen (
(Bild anzeigen, Schalter/Regler auslesen, Steuersignal (PPM?) senden)
(Steuersignal empfangen, decodieren, PWM für Servos generieren)
(Spannung messen, Telemetriesignal senden (UART?))
(Telemetriesignal empfangen, Anzeigen)
) alles so? Beinhaltet das Tests oder ist das nur Produktivcode?

Bitte berichte weiter!

Viele Grüße, Stefan

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 Betreff des Beitrags: Re: "Eigenbau"-2,4 GHz-Sender
BeitragVerfasst: 03.03.2019, 12:33 
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*** SchienenDampfer
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Hallo Stefan,

hier mal eine grobe Liste, was bis jetzt alles Implementiert ist:

Kanalkonfiguration: Für jeden jeden Kanal kann min/max, Mittelstellung und Failsafe-Position festgelegt werden. Außerdem Umkehr und natürlich der Geber, z.B. eins der beiden Potis. Es gibt aber weitere Geber: Kombinationen aus Tastern und Potis ich nenne sie "Multi-Inputs". Derzeit werden 2 Modi unterstützt:
a) Steuerung der Umsteuerung mit zwei Tastern, das Servo wird dabei extra langsam bewegt. Diesen Modus nutze ich seit November an meiner EKB recht erfolgreich.
b) Kombination aus 1 Taster und ein Poti für elektrische Loks: Taster=vor/zurück, Poti=Geschwindigkeit
Von diesen Multi-Inputs stehen 4 Stück zur Verfügung. Geplant ist, die Modi zu erweiteren, z.B. um einen reinen Tastermodus.
Außerdem gibt es einen Geber für die Lichtsteuerung über einen Taster. Dabei werden die zu fahrenden Lichter auf dem Display ausgewählt und danach über Kanalimpulse an das Modul in der Lok übertragen.
Außerdem hab ich einen Timer eingebaut, der auch in festgelegten Intervallen piepsen kann.
Die Position aller Ausgaben auf dem Display kann ebenfalls konfiguriert werden.
Die Poti-Werte sind per Software stabilisiert und das "flattern" um 0,3-0,5% (bei 10bit) zu glätten.
Alleine das Menü sind etwa 2000 Codezeilen. Und es gibt noch eine ganze Reihe an hart codierten Parametern, z.B. auf welchem Taster das Licht geschaltet wird, die Anzeige der Empfängerspannung, ...

Die Übertragung der Signale zum TX-Modul erfolgt nicht mehr per PPM sondern über UART (Serial1). Die Signale des TX-Moduls werden ebenfalls empfangen und bis jetzt tw. ausgewertet. Dabei werden alle Telemetriedaten erfasst, bis jetzt aber nur die Empfängerspannung ausgegeben.

Code ist fast ausschließlich Produktivcode. Einige Debugausgaben an Serial sind per Compilerdirektive deaktiviert. Außerdem hab ich eine Klasse, die mir Konsolenausgaben beim Boot und zu Debugzwecken auf das Display erlaubt. Vermutlich könnte man 500 Zeilen oder so weglassen.

Ich habe vor - wenn der Code etwas bereinigt ist - das ganze Projekt bei github einzustellen. Aber wann das sein wird kann ich jetzt noch nicht sage. Nach gefühlten 50 bis 100 Stunden programmieren, verspüre ich erstmal das dringende Bedürfnis meine Bastelkapazität auf das Zerspanen von Metall zu fokussieren und eine Lok zu bauen. Vorerst muss nun mit dem Prototyp erstmal gefahren werden und etwas Betriebserfahrung gesammelt werden. Mal sehen, was dann noch optimiert werden muss. Ich bin aber vorsichtig optimistisch, die Sender der ersten Generation haben ja auch von vornherein gut funktioniert. Da hab ich nur die Weiterentwicklung noch während des Pilotbetriebs eingestellt, da die Teile nicht mehr verfügbar waren.

Viele Grüße
Arne


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 Betreff des Beitrags: Re: "Eigenbau"-2,4 GHz-Sender
BeitragVerfasst: 03.03.2019, 14:12 
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* SchienenDampfer
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Hallo Arne,

danke für die Infos. Ich bin im Moment auch am Software basteln, allerdings für eine Platine die in der Lok werkeln soll. Ich habe aber im Moment noch keinen Elan, das mal in Gänze vorzustellen, auch, da die Lok auch noch nicht läuft. Da habe ich einen AVR, der in reinem C direkt auf der Hardwareschnittstelle programmiert wird. Das sind im Moment auch schon 12000 LOC (etwa 1/2 Doku) und nochmal 8000 Integrations- und Unit-tests. Tendenz steigend. Bei der Telemetrie habe ich mich mit den Kompromissen, die ich für die Graupner-Funke machen muss, abgefunden. Und ich wechsle da wie du: Software, wenn ich keine Lust auf Metall habe. Meistens, wenn es um darum geht angefangene Baustellen über den kritischen Punkt zu bekommen.

Viele Grüße,
Stefan

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