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BeitragVerfasst: 08.01.2016, 20:12 
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Hallo SchienenDampfer!

Heute möchte ich einmal ein etwas triviales Thema behandeln - den Selbstbau eines Akkupacks - vielleicht ist es ja für den einen oder anderen interessant ...

Die gekauften Packs sind oft zu dick und passen ggf. nicht in den Lok-Rahmen, sind aber jedenfalls wesentlich teurer als selbst gebaute.

Ich bevorzuge wie viele andere auch, die Eneloops - und hier sollte man schauen, wo man sie kauft, so habe ich beim "großen Fluss" für 8 Akkus incl. Versand und 2 Aufbewahrungsboxen nur soviel gezahlt, wie z.B. beim "großen C" 4 Akkus ohne Box kosten würden.

Für die elektrische Verbindung hab ich aus einem Kupferblech-Rest 3 Streifen á 21 x 6 mm geschnitten, zurecht gefeilt und gebogen ...

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Als Löthilfe hab ich aus einer breiten Holzleiste eine Box gebaut, wo die Akkus genau hineinpassen ...

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Die Akkus hab ich mit etwas Lötpaste bestrichen, ein kleines Stück Lötdraht draufgelegt und dann die Lötfahnen und Drähte mit dem Lötkolben angelötet ...

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Da mir die herkömmlichen Stecksysteme entweder viel zu groß oder aber so filigran sind, dass sie bei stärkeren Ladeströmen gleich abschmelzen, hab ich mich durchs Netz gegooglet und in der "Bucht" bei einem chinesischen Warenhaus gefunden ...

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Diese entsprechen - mit Schrumpfschlauch isoliert - genau meinen Wünschen ...

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Sie können auch durch ein relativ kleines Loch im Bodenblech gefädelt werden, denn die isolierten Stecker haben nur 3 mm Durchmesser

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Damit es auch ein Pack wird, hab ich beim "großen C" transparenten Schrumpfschlauch 38 mm (Bestell-Nr.: 222100 - 62) um € 2,29 je Meter gekauft und aus einem Polystyrol-Rest Deckplatten geschnitten ...

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Jetzt noch mit der Heißluftpistole drüber geheizt und voilà, der Akkupack ist fertig ...

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vlg, Christian

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BeitragVerfasst: 08.01.2016, 21:07 
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*** SchienenDampfer
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Servus Christian!

Sauber und "fabriksneu", dein Produkt.
Ja, trivial kann es schon wirken, jedoch der Hund liegt in den Details begraben.
Deine fotos haben den Köter aber erfolgreich exhumiert.
Ich habe es fast gleich, nur statt dem transparenten Schrumpfschaluch habe ich hitzebeständiges Isolierband, und etwas andere Stecker genommen.
Danke auch für die exakten Links, es hilft sicher vielen!

LG Zoltan

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BeitragVerfasst: 08.01.2016, 22:28 
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* SchienenDampfer
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Hallo Christian,

Christian hat geschrieben:
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so eine Konstruktion verleitet förmlich zum kurzschließen des Akkus. Und ich kann dir aus leidvoller Erfahrung sagen: das fetzt nicht.

Die von dir verwendeten Stecker sind zum Anschließen von Brushless-Motoren gedacht, bei denen ein vertauschen maximal eine falsche Drehrichtung zur Folge hat. Egal, ob der Akkuanschluss verpolsicher oder kurzschlusssicher ist. Beides ist er nie. Deswegen wurden für Akkuanschlüsse andere Stecker erdacht, die beides sind.

Ja es wird für dich funktionieren, aber denke beim Vormachen auch an die, die es nachmachen und Unbedarfte die so etwas ausversehen in die Finger bekommen.
Murphys law hat geschrieben:
Wenn es mehrere Möglichkeiten gibt, eine Aufgabe zu erledigen, und eine davon in einer Katastrophe endet oder sonstwie unerwünschte Konsequenzen nach sich zieht, dann wird es jemand genau so machen.


Viele Grüße,

Stefan

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BeitragVerfasst: 08.01.2016, 22:56 
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Hallo Stefan!
Ich stehe vielleicht auf der Leitung! Wie soll ich mit diesen Steckern, und so wie auf den Fotos gezeigt verpolen oder kurzschliessen??
Natürlich vorausgesetzt wie gezeigt.
VlG Friedl


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BeitragVerfasst: 08.01.2016, 23:15 
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Hallo Stefan,
dann dürfte man z.B. auch nicht zeigen, wie man mit einem Messer eine Karotte (Möhre) schneidet, denn man könnte sich ja mit dem Messer ins Herz stechen ... :amen

Übrigens sind die Drähte vom Akku weg so kurz, dass man sie nicht zusammenstecken kann! Und wer nicht schon beim Auflöten der Lötfahnen einen Kurzschluss fabriziert hat, sollte mit den Steckern zurecht kommen. Die anderen sollten statt Echtdampfloks lieber Papierflieger bauen bzw. falten ... :pff:

Kopfschüttelnde Grüße
Christian

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BeitragVerfasst: 09.01.2016, 12:56 
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Hallo Christian,

zunächst, die aufgezeigte Möglichkeit, kostengünstige Accupacks zu machen, ist gut.
Aber: Ich würde nie einen Accu, der keine Lötfahnen hat, mit dem Lötkolben bearbeiten.
Doch wenns unbedingt sein muss, mit einem völlig überdimensionierten Lötkolben löten und zur Verbindung einen
dünnen Draht nehmen und kein Cu Blech, das auch noch Wärme schluckt.
Was in dem Accu durch die Hitzeeinwirkung beim Löten passiert, kann vielleicht jemand erklären, der in der Chemie
zu Hause ist. Ich habe jedenfalls mal gelernt, (Rundfunk-u.-Fernsehtechniker-Meister) dass man Acccus ohne Lötfahnen nicht löten darf.

Mit besten Grüßen nach Wien

günter


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BeitragVerfasst: 09.01.2016, 13:59 
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Hallo Günter,
das ist die typische Antwort eines Theoretikers :wink:

Ich kann sagen, dass ich schon sehr viele Akkus auf diese Weise gelötet habe und die schon viele Jahre leben, und glaubst Du im Ernst, dass die industrielle Punktschweißung der Lötfahnen ohne Hitzeeinwirkung abgeht? Und was machst Du mit den Enden der Lötfahnen, lötest Du die (nomen est omen) nicht zusammen? Wird der Akku dadurch nicht warm?

:GR Wozu ein überdimensionierter Lötkolben? Meiner hat 40W, und dann willst Du noch einen dünnen Draht verwenden, der beim Aufladen der Akkus heiß wird?

Ich kann dir nur aus Erfahrung sagen, wenn man die Fähnchen so wie ich es gemacht habe (mit einem Stück Lötzinn drauflegen und nur solange den Lötkolben draufhalten, bis es geschmolzen ist) der Akku höchstens handwarm wird - beim Aufladen werden die Akkus oft wesentlich wärmer ...

Ich hoffe, Du bist mir jetzt nicht böse

vlg, Christian

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BeitragVerfasst: 09.01.2016, 14:20 
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Nachtrag:

Wie heiß dünne Drähte beim Laden der Akkus werden können, hab ich einmal an anderer Stelle gezeigt:

Bild

Seither verwende ich nur mehr mit Fähnchen gelötete Akkupacks ...

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BeitragVerfasst: 09.01.2016, 14:23 
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Hallo Friedl,

indem man die Stecker des Akkus zusammensteckt. Dass Christian dies verhindert hat, indem er zu kurze Kabel genommen hat, wie er später schrieb, ist im Bild nicht genau abzuschätzen.

Viele Grüße, Stefan

Gesendet von meinem MK16i mit Tapatalk

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BeitragVerfasst: 09.01.2016, 16:19 
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*** SchienenDampfer
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Hallo Kollegen!

Ich verwende solch selbstgebaute Akkupacks seit der NiCd Zeit, sowohl in 4-er als auch in 10-er Ausführung.
Ich habe damals Kupferband-Lötstreifchen mit den gleichen Abmessungen und Kröpfungen, wie Christian sie gebaut hat, in 25-er-Packerl gekauft gehabt.
Die wurden genau zu dem Zweck, Packs aus Einzeln-AAs bauen zu können, hergestellt und verkauft.
Als Amateurfunker hatte ich viele dieser Akkupacks wirklich rauhen Umgebungseinwirkungen ausgesetzt gehabt und hatte nie Probleme mit einer einzigen.
Alle dienten lange und zuverlässig.
Natürlich sind die ersten schon längst auf dem Elektrofriedhof gelandet, aber meine neueren, so aufgebauten Eneloop-Packs sind auch teils schon seit mehreren Jahren in Betrieb - und auch die: ohne Probleme.

LG Zoltan

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BeitragVerfasst: 09.01.2016, 19:55 
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Hallo,

ich verlöte meine Eneloops seit vielen Jahren mit dem Lötkolben, es gab bisher keine Probleme.

Gruß

Andreas


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BeitragVerfasst: 09.01.2016, 20:07 
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* SchienenDampfer
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Hallo in die Runde,
Christian@...eine gute Idee und ein wirklich praktischer Tipp, die du mit deinem Powerpack zeigst.
Das Löten der Kontakte, sehe ich völlig entspannt.....die können was ab, so meine Erfahrung.
Zum Glück ist zur Zeit keine Akkunotwendigkeit von Nöten, aber ich weiß mir jetzt zum Helfen.

Gruß Gery


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