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 Betreff des Beitrags: Erfahrungen mit HUMBROL Enamel Farbe
BeitragVerfasst: 18.03.2016, 12:55 
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* SchienenDampfer
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Hallo allerseits,
wer kann mir mit Tips zu den HUMBROL Enamel Farben helfen?
Mich interessiert folgendes:
In welchem Verhältnis muß verdünnt werden, um mit einer Airbrushpistole (Düse 0.3mm) ordentlich zu spritzen?
Welche Fläche kann ich dann mit einer Farbbüchse 14ml lackieren?
Es ist doch sicher besser, in 2 oder 3 dünnen Schichten zu arbeiten?

Humbrol Enamel deswegen, weil dort besondere Farben für die englische Eisenbahn angeboten werden (Rail Colours).
Vielen Dank im Voraus
Michael


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BeitragVerfasst: 19.03.2016, 08:30 
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*** SchienenDampfer
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Hi Michael

Das kann man nicht genau sagen, das muss man ausprobieren. Wenn die Farbe Rotz ist sie zu dick. Auf die Luftmenge muss man auch achten. Erst eine Material gerechte Grundierung und dann kannst du mehre dünne schichten Farbe.
Mach mit den HUMBROL Farben eine Anstrichprobe und las dir im Farbenfach Handel einen ½ Liter Farbe nachmischen, damit kommst du schon weiter.

Ciao Karsten


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BeitragVerfasst: 19.03.2016, 09:08 
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* SchienenDampfer
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Hallo Carsten,
danke für Deine Hinweise.
Daß ich mir die entsprechende Farbe mischen lasse und sogar professionell lackieren lassen kann, ist kein Problem. Ein Freund von mir hat eine Autolackierwerkstatt, dort wurden meine 5 Zoll-Loks lackiert.
Aber, es handelt sich um Spur 1 Lokomotiven, also klein und auch noch mit zweifarbigen Rahmen. Das muß ich schon selbst machen. Wie ich schon geschrieben habe, Humbrol deswegen, weil hier fertige Farben der englischen Lokomotiven angeboten werden.
Schönes Wochenende
Michael


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BeitragVerfasst: 19.03.2016, 19:13 
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* SchienenDampfer
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Hallo Michael.
Warum eigentlich versuchst Du nicht andere englische Farbprodukte? Diese beiden sind zusätzlich noch hitzebeständig . Und entsprechen in der Farbtönung absolut den englischen Eisenbahngesellschaften und dem englischen "Modellbaugeschmack".

www.phoenix-points.co.uk

www.roundhouse-eng.com

Die richtige Lack-Konsistenz und das Mischungsverhältnis für Deine 0,3 mm-Düses musst Du allerdings auch hier, wie schon Carsten empfohlen hat, selbst probieren und austesten.

Gutes Gelingen
Gerald


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BeitragVerfasst: 20.03.2016, 17:44 
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* SchienenDampfer
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Hallo Gerald,
schon klar, daß es auch anderes gibt. Du meinst mit "www.phoenix-points.co.uk" sicher www.phoenix-paints.co.uk/ ?
Dort habe ich aber gelesen daß der Versand nur an eine UK-Adresse geht (wie auch auf der HUMBROL-Website).
Da muß ich noch etwas recherchieren, welche Händler da großzügiger sind. Für Humbrol scheint es da schon Händler zu geben, die auch hierher liefern.
Vielen Dank für Eure Antworten
Michael


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BeitragVerfasst: 20.03.2016, 20:51 
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*** Moderator
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Hallo Michael,

ich versteh nicht, warum Du dir nicht z.B. die gewünschten Farben gleich als Spray bestellst - da bekommst Du jeden, wirklich jeden gewünschten Farbton in verschiedenen Qualitäten, extra für dich zusammengemixt.

vlg, Christian

_________________
:serv Habe die Ehre!


Die Gier ist die Mutter aller Probleme, die Angst der Vater!


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BeitragVerfasst: 21.03.2016, 10:08 
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* SchienenDampfer
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Hallo Christian,
danke für den gutgemeinten Rat. Es ist aber tatsächlich so, daß diese englischen Farben, wie z.B. Doncaster Green, nicht so einfach ins RAL-Schema passen. Im übrigen könnte ich mir auch bei meinem befreundeten Autolackierer diese Farbtöne mischen lassen.
Ich habe mich eigentlich deswegen für die Humbrol- oder Phoenix-Paints entschieden, weil ich zu den 2 im Bau befindlichen Lokomotiven noch einige Wagen bauen möchte. Da brauche ich dann schon die Original-Farbtöne in kleinen Mengen.
Meine Frage ging ja eigentlich auch in Richtung Handhabung der Farben. Vorraussichtlich werde ich die Acrylfarben einsetzen.
Trotzdem, danke und einen schönen Tag noch
Michael


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BeitragVerfasst: 21.03.2016, 18:22 
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* SchienenDampfer
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Hallo Michael!

Humbrol Enamel (ganz links im Bild) sollte in einem Mischungsverhältnis von 1:1 mit dem dazugehörigen Verdünner zu einem guten Spritzergebnis führen. Die kleinen Döschen mit 14 ml Farbe sind dazu in die größeren Spritzdöschen (leeres Airbrushglas ganz rechts im Bild) mit einem Inhaltsvolumen von 25 ml umzufüllen und mit Verdünner auffüllen. Die Konsistenz des Lackes entspricht in etwa der von Chantre Cream (fast so dünnflüssig wie Wasser, aber nach dem Schaukeln im Glas läuft das Getränk am Rand etwas nach). Den Chantre Cream erst nach dem Lackieren trinken!!!
Alle Airbrushfarben, selbst die wasserverdünnbaren und besonders der käufliche Verdünner, sollten nur unter ausreichender Belüftung verarbeitet werden.
Gespritzt wird im Kreuzgang. Die erste Farbschicht sollte nicht unbedingt decken. Nach ca. 5 Minuten Trockenzeit der 2. Gang und nach weiteren 5 Minuten noch ein 3. Spritzgang.
Kein fertiges Gas aus den käuflichen Druckflaschen für Airbrush verwenden. Der Druck ist unterschiedlich beim Spritzen und führt zu "Klecksen" im Farbauftrag.
Die Konsistenz "Deiner" Farbe probesprühen mit minimalem Farbauftrag auf einem weißen Blatt Papier. Die Pistolen lassen sich von einem fast nicht sichtbaren Farbauftrag bis zu einem kräftigen Farbstrahl éinstellen. Einfach mal zart anfangen und herantasten.

Bild

Vor allen Dingen beim Testen nicht entmutigen lassen!!!

Liegt Dein Farbenlieferant "um die Ecke" einfach probieren, wie lange die Farbe bei mehrmaligem Farbauftrag reicht. Muss sie bestellt werden wird es etwas schwieriger. Während eine fertige Spraydose etwa 400 ml Lack enthält und die Farbe im Farbauftrag eher als dick zu bezeichnen ist, beträgt der Farbauftrag aus der Airbrush nur einen Bruchteil davon. Dafür muss der Untergrund sehr gut vorbereitet sein. Fertige Spraylacks decken noch kleine Kratzer zu, die Airbrush nicht.

Mit lieben Grüßen
Thomas


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BeitragVerfasst: 22.03.2016, 08:45 
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* SchienenDampfer
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Hallo Michael!

Meine ersten Airbrushversuche endeten kläglich mit schmutzigen Fingern, vielen schmutzigen Lappen, etc. und die Airbrush verschwand für längere Zeit im Regal. Dann packte mich der Ehrgeiz und ein neuer Versuch wurde gestartet und es ging schon deutlich besser und sauberer - für das Modell und mich!!! Heute ist die Airbrush für mich DAS Werkzeug, um erstklassige Lackierungen zu erreichen und unverzichtbar.

Dieser Dampfmaschinensockel wurde mit handelsüblicher Farbe und Terpentinersatz als Verdünner mit der Airbrush sechs Mal hauchdünn lackiert. Der Farbverbrauch lag bei etwa 1/3 Inhalt des Spritzglases. Lackiert wurde im Hobbykeller mit weiträumiger Papierabdeckung der umliegenden Bereiche.

Bild

Bild

Das modifizierte Modell der Borkum wurde mit Clou-Nitrolack für Holzlackierungen und als Verdünner Nitroverdünnung auf dem gesamten Deck lackiert, weil mir die Pinsellackierung zu ungleichmäßig war. Die Spritzpistole hat selbst den Nitrolack überlebt und lackiert heute noch sehr schön. Die Dichtungen sind heile geblieben! Das Modell ist ca. 90 cm lang und 30 cm breit. Der Farbverbrauch lag bei fast dem gesamten Spritzglas bei dreifachem Farbauftrag. Lackiert wurde morgens bei über 20 Grad, keinem Wind und sauberer Luft (kein Pollenflug oder Saharasand) im Garten.

Bild

Bild

Mit lieben Grüßen
Thomas


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BeitragVerfasst: 22.03.2016, 09:02 
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* SchienenDampfer
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Hallo Thomas,
Recht vielen Dank für diese Airbrush-Lektion !
Nach diesen ausgiebigen, äußerst informativen Antworten bleibt mir ja gar nichts anderes übrig, um es auch so zu versuchen.
Deine Fotos zeigen tatsachlich eine super Qualität.
Eines kommt aber sicher nicht in Frage: Chantre Cream ! Auch wenn Du das sehr anschaulich beschrieben hast, meinen Geschmack werde ich deswegen nicht ändern. Bei "Rüdesheim" habe ich eigentlich immer so eine Gedankenverbindung zum Wein.

Wenn Du mal irgendwelche Pläne oder Informationen suchst, ich habe da noch einiges übrig.
Danke nochmal und ein schönen Tag
Michael


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