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 Betreff des Beitrags: Vorsicht beim Lack trocknen
BeitragVerfasst: 22.10.2013, 23:45 
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*** SchienenDampfer
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Hallo an alle Lackierer
Ich weis nicht wie hoch die Einbrenntemperaturen für die verschiedenen Lacke sein dürfen. Die Frage kann vielleicht wer Anderer beantworten. Ich möchte nur hinweisen, wenn bei gekauften Loks Ausbesserungslackierungen mit Wärmetrocknung erfolgen, ist zu beachten, dass eingelötete Niete mit Niedertemperaturweichlot verbaut werden. Solche Bauteile werden nach dem lackieren mit MAX 100° getrocknet. Vorsicht beim erwärmen von Rahmen und Gehäusen.

_________________
L.G. Wolfgang Franz K.


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 Betreff des Beitrags: Re: Vorsicht beim Lack trocknen
BeitragVerfasst: 23.10.2013, 08:27 
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*** SchienenDampfer
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Hallo Wolfgang,

zuerst einmal vielen Dank für diesen Hinweis. :TOP

Wolfgang hat geschrieben:
Ich weis nicht wie hoch die Einbrenntemperaturen für die verschiedenen Lacke sein dürfen.

Ich arbeite mit Duplicolor Supertherm schwarz und rot. Den roten soll man bei 160°C und den schwarzen bei 180°C nach dem Trocknen etwa 1h einbrennen. Ich habe mit dem schwarzen auch schon bei 150°C gute Ergebnisse erzielt.

Wolfgang hat geschrieben:
... dass eingelötete Niete mit Niedertemperaturweichlot verbaut werden. Solche Bauteile werden nach dem lackieren mit MAX 100° getrocknet.

Kannst du das konkretisieren? Kennst du Loks, bei denen so gearbeitet wurde? Ich denke, dass Weichlötungen an gekauften Loks nicht grundsätzlich nur 100°C abkönnen, oder? Ich vermute mal, du musstest dies leidvoll erfahren?

Vielleicht sollte man grundsätzlich bei seinem Hersteller fragen, welche Lote verwendet wurden :WN

Viele Grüße
Arne


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 Betreff des Beitrags: Re: Vorsicht beim Lack trocknen
BeitragVerfasst: 23.10.2013, 09:23 
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**** SchienenDampfer
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Hallo Kollege!

Ich verwende die gleiche Farbe. (Duplicolor)
Letztes Mal habe ich den Lack mit 160 Grad eingebrannt.

Bild

Am einige Stellen, wo mehr Zinn gab, kamen kleine Zinnperlen vor. Habe kein anderer Fehler bemerkt!

Gruß
Pál


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 Betreff des Beitrags: Re: Vorsicht beim Lack trocknen
BeitragVerfasst: 23.10.2013, 09:29 
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*** SchienenDampfer
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Hallo Pál,

das ist ärgerlich! :shock: Bei welcher Lok ist das passiert?

Viele Grüße
Arne


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 Betreff des Beitrags: Re: Vorsicht beim Lack trocknen
BeitragVerfasst: 23.10.2013, 10:00 
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**** SchienenDampfer
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Hallo Arne!

Bei der Bulle, die gerade eine Hauptuntersuchung bekommt!
Ich hoffe passierte es nichts!

Gruß
Pál


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 Betreff des Beitrags: Re: Vorsicht beim Lack trocknen
BeitragVerfasst: 23.10.2013, 10:59 
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Hallo Arne
Ich versuche meine Beiträge so kurz wie möglich zu halten. Es ist daher notwendig, meine Sätze genau zu lesen. Die MAX 100° werden von der Fa. Regner für weichgelötete Bauteile eingehalten. Es werden Lote mit verschiedenen Schmelztemperaturen verwendet. Daher bekam ich den Hinweis, bei Niete ist die grösste Vorsicht angebracht und bei über 100° ist die Verantwortung bei dir selbst. Hart gelötete Teile kann man mit den vom Lackerzeuger angegebenen Temperaturen behandeln.

_________________
L.G. Wolfgang Franz K.


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 Betreff des Beitrags: Re: Vorsicht beim Lack trocknen
BeitragVerfasst: 24.12.2013, 14:13 
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Hallo Pal,

man muss auch wissen, dass ein Backofen kein präzises Gerät ist. Er kann also durchaus Temperaturspitzen von 20 Grad über der eingestellten Skalentemp. erreichen. Wäre er präzise würde er ein mehrfaches kosten und müsste noch kühlen können. Dann bist Du schon bei den kritischen Temperaturen und musst mit allem rechnen, auch Schäden.

da


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 Betreff des Beitrags: Re: Vorsicht beim Lack trocknen
BeitragVerfasst: 24.09.2014, 20:31 
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Liebe Dampffreunde!

Nach zwei Tagen auf einer Dampfausstellung in meiner Heimat ist bei meiner Regner Vincent unter den beiden Kesselstützen der schwarze Originallack zusammen mit reichlich Öl auf dem Umlaufblech hochgequollen und löste sich großflächig ab.

Üblicherweise lackiere ich nach der Reinigung, dem Entfetten und anschließendem Schleifen des gesamten Bauteils mit dem Kwasny Autolack hitzefest. Dieser Lack übersteht nach einigen Tagen Trocknung ohne Einbrennen und anschliessender warmen Betriebsfahrt eine Reinigung mit WD 40 oder Black Smool.

Nachdem hier so oft über Duplicolor hitzefest geschrieben wurde habe ich mir diesen Lack in schwarz und rot natürlich zum Probieren auch einmal zugelegt.

Nun zu meinen ersten Erfahrungen:
Nachdem das Umlaufblech zum Lackieren gründlich vorbereitet war wurde es aus ca. 40 cm Entfernung zwei Mal hauchdünn schwarz lackiert. Anschließend im Backofen bei 140 Grad eine Stunde eingebrannt. 190 Grad traute ich mich nicht, da zwei Stifte für einen Lokführer auf dem Blech verlötet sind.

Der Lack war nach dem Lackieren in etwa so grob wie 80er Schleifpapier und superschnell trocken. Nach dem Einbrennen fühlte er sich fertig (durchgetrocknet) an.

Zwei Stunden später probierte ich mit Black Smool und einem weichen Tuch die grobe Oberfläche zu glätten - der Lack löste sich an, war ca. zwei Stunden lang schmierig und optisch ruiniert.

Jetzt zu meinen Fragen:
Wie bekomme ich die Oberfläche des Lacks glatter ohne beim Lackieren Pfützen oder Läufer zu riskieren und ab wann ist der Lack wirklich fest für eine Reinigung. Alle meine Modelle haben Black Smool (ein wirklich gutes, leicht herzustellendes Reinigungsmittel, dank Pierre hier im Forum) bisher jahrelang schadlos überstanden.
War die Temperatur beim Einbrennen zu niedrig oder habe ich einfach zu früh getestet und auch dieser Lack braucht einige Tage Ruhe.

Mit lieben Grüßen
Thomas


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 Betreff des Beitrags: Re: Vorsicht beim Lack trocknen
BeitragVerfasst: 24.09.2014, 22:56 
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*** SchienenDampfer
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Hallo Thomas,

habe ich das recht verstanden, Du hast den Lack noch quasi nass, ungetrocknet gebraten?

Dann ist das Phänomen klar, da hatte der keine Zeit sich seiner Lösemittel kontrolliert zu entledigen. Da sind normalerweise Sikkative drinnen, die für eine einwandfreie Trocknung ohne Hautbildung sorgen.

Du hast diese Lösemittel blitzartig, das geht je nach Lömi ab 40° explosionsartig los verdampfen lassen und dadurch ist diese Kraterlandschaft entstanden. Deswegen soll man ja auch nicht in sengender Sonne lackieren.....

Es kann aber auch zusätzlich am Lack gelegen haben. Ich kenne diesen Dupli Typ nicht und nahm für meine Bing Lock Ofenrohrlack (Senotherm) eines meiner Kunden, ja ich bin/war da etwas vom Fach, mit gutem Erfolg bei 100° Einbrenntemperatur her. Es gehen aber auch andere temperaturbeständige Lacke für Bremssättel oder Auspuffanlagen. Ich würde da aber keine wässrigen Systeme, so es die denn überhaupt für Hitze gibt, her nehmen.

Ich habe die Reste dann an allen möglichen Teilen aus Kunststoff, Holz und Metall ohne Einbrand "verblasen" ohne Probleme.

Schleife den ollen Dreck runter und lackiere neu, da noch daran rumdoktern bringt nur Ärger.

EDIT: Habe Black Smool suche lassen, brachte nur Deinen vorigen Thread hervor??

Grüße

Fritz

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]ch weiß, dass ich nichts weiß.
Sokrates, Griech. Philosoph 469 - 399 v.Chr


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 Betreff des Beitrags: Re: Vorsicht beim Lack trocknen
BeitragVerfasst: 25.09.2014, 07:33 
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*** SchienenDampfer
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Hallo Thomas,
die Rezeptur von "Black Smool" hätte mich auch interessiert.
Duck und weg, :wink:
schöne Grüße
Reinhold

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....und immer 'ne handbreit Wasser über der Feuerbüchse!


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 Betreff des Beitrags: Re: Vorsicht beim Lack trocknen
BeitragVerfasst: 25.09.2014, 07:54 
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* SchienenDampfer
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Hallo lieber Fritz!

Das Malheur war schnell repariert, der Lack mit Pinsel und etwas Terpentinersatz innerhalb weniger Sekunden runtergewaschen und das Teil nach gründlicher Reinigung mit Auto K Lack Kwasny hitzefest neu lackiert (ohne Einbrennen) - super glatt und matt. Werde die Lok wieder montieren und später, wenn mal wieder nötig, wieder mit Black Smol reinigen.

Das Reinigungsmittel Black Smol wurde unter "Fragen und Antworten, Thema Lokreinigung, vom 22.09.2013" erwähnt.
Zusammensetzung: 1 Liter Kunstharzverdünner und 1,5 dl Paraffinöl. Mir schauderte es beim Erstversuch auch einen Lackverdünner mit Zugabe von Öl zum Reinigen zu verwenden. Aber nach dem ersten mutigen Test bin ich bis heute von dem Mittel begeistert.

Hier einmal Auszüge aus den Datenblättern der beiden Lackhersteller Kwasny und Dupli-Color als Vergleich:

Auto K Kwasny: Nitrokombinationsharze, durchgetrocknet nach 24 Std., hohe Chemikalienbeständigkeit.

Dupli-Color: Silikonharz-Basis, wetterbeständig, guter Verlauf, glatte Oberfläche, grifffest nach 60 Minuten, trocken und temperaturbeständig nach einer weiteren Stunde Erhitzung bei ca. 160 Grad.

Der Dupli-Color-Lack beschäftigt mich aber trotzdem weiter. Er kann nicht schlecht sein, wenn so viele Dampffreunde ihn erfolgreich verwenden.
Vielleicht war ich beim Lackieren zu vorsichtig und sprühte zu dünn, so das sich keine geschlossene Oberfläche bilden konnte und vielleicht bin ich beim Glätten (Reinigen) der Oberfläche einfach zu früh dran gegangen. Silikonharzlacke vertragen manchmal kein WD 40, vielleicht auch kein Black Smol?

Mit lieben Grüßen
Thomas


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 Betreff des Beitrags: Re: Vorsicht beim Lack trocknen
BeitragVerfasst: 25.09.2014, 07:56 
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*** SchienenDampfer
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Registriert: 29.12.2008, 13:24
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Wohnort: Breitenbrunn (AT)
Hallo!

f.schulz hat geschrieben:
die Rezeptur von "Black Smool" hätte mich auch interessiert.


Über die Reinigung hat seinerzeit Pierre unter:
34487225nx30160/allgemeine-fragen-und-antworten-f4/zylinderschmierung-t438-s12.html
Seite 2 geschrieben.

Leider unter "Zylinderschmierung" wie auch jetzt bei "Vorsicht beim Lack trocknen"

VG Heinz


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