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 Betreff des Beitrags: Welche Fräse?
BeitragVerfasst: 21.06.2019, 13:17 
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* SchienenDampfer
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Servus zusammen,

ich plane gegen Ende diesen Jahres eine Fräsmaschine zu kaufen (falls nichts dazwischenkommt).

Ich bin schon seit einiger Zeit auf der Suche nach einer passenden Maschine meinen Traum habe ich jedoch noch nicht gefunden :oops:

Nun wollte ich euch fragen, was ihr verwendet und empfehlen könnt?

Meine ersten Gedanken gingen in Richtung einer Optimum MH20VL (ex. BF20L)



oder einer gebrauchten Deckel FP1, bzw. deren Varianten...

Beide Maschinen haben ihre Vor und Nachteile.

MH20VL

-Neu => Garantie und Support
-Günstiger
-Stufenlose Drehzahländerung
-Größerer Y-Weg
-Geringer Platzbedarf
-U max 3000 1/min

FP1

-SK40 Werkzeugaufnahme
-Stabiler
-400 V Anschluss
-Hohe Leistung
-Günstige Werkzeugaufnahmen

Gedacht ist die Maschine v.a. für den Bau von Echtdampfloks (wow, wer hätts gedacht... :roll: ) aber auch zum Bau von Hilfsvorrichtungen und Werkzeugen, weshalb ein etwas größerer Arbeitsraum und Leistung von Vorteil wären. Außerdem besitzte ich einen Kollegen, welcher auf Spur 10 fährt.
Auf eine Digitale Positionsanzeige oder Vorschub lege ich beim Kauf der Maschine noch keinen Wert, da man hier kostengünstig Bauteile aus China oder der eigenen Werkstatt erhalten kann.
Die Maschine soll konventionell genutzt werden. Allerdings möchte ich mir die Möglichkeit offen halten diese auf CNC, bzw. Kombibetrieb umzubauen. Deshalb sollte es möglich sein die Spindeln leicht auszutauschen.
Da ich im Moment noch Student bin, (und so wies aussieht das noch länger so bleibt :pff: ) wäre so eine FP1 schon hart an der Budget Grenze...
Generell ist das Budget, so ne Sache, gäbe es die Möglichkeit eine gute Maschine als Schnäppchen zu bekommen, bin ich natürlich bereit mehr auszugeben, als für eine Maschine die "nicht so gut" ist aber das selbe kostet.

Welche Maschinen besitzt ihr? Was denkt ihr sollte ich noch beim Kauf beachten?

Generell wäre mein Traum:

-400V Anschluss
-Getriebe oder Digitale Drehzahlregulierung
-SK40 oder SK30 Werkzeugaufnahme (Mk2 geht notfalls auch)
-Verfahrwege min. XxYxZ: 500x200x400
-Stabil
-Ahja und sie darf möglichst nix kosten :flt:

Mir ist natürlich klar, dass nicht alle Anforderungen erfüllt werden können... :HL

Von der Genauigkeit würde ich gerne so arbeiten können, wie bei meiner Drehmaschine, also 0,005mm bzw. 0,025 wären auch ausreichend. Schlecher wäre wieder ein Kompromiss, den ich eigentlich (ich weis ich will nichts zahlen :roll: ) nicht eingehen möchte.

Die üblichen Verdächtigen wie Paulimot und Bernando habe ich mir angeschaut, im Vergleich zur Optimum geben sie sich nicht viel, bzw. schneiden schlechter ab.
Wabeco ist mir in der Preis Leistung zu teuer, außerdem bin ich kein Fan dieser Firma :OW

Über Zahlreiche Antworten würde ich mich sehr freuen :Q

LG Simon.


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 Betreff des Beitrags: Re: Welche Fräse?
BeitragVerfasst: 21.06.2019, 14:46 
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Wobei, wenn ichs mir nochmal genau anschaue, wäre die Paulimot F307-V auch eine Option...



Allerdings wäre der Y-Verfahrweg im Vergleich zur Optimum geringer.

Dafür wäre die Ausladung größer und die Aufnahme SK30.

Besitzt vielleich evtl. diese Maschine?

Lg Simon


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 Betreff des Beitrags: Re: Welche Fräse?
BeitragVerfasst: 21.06.2019, 16:30 
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Hallo Simon,

da ist für mich ganz klar die Deckel zu bevorzugen. Da merkst du schon den Unterschied wenn du nur am Handrad drehst. ABER die Maschine muss natürlich in gutem Zustand sein. Das heisst sie muss während der Aktivzeit gut gewartet worden sein. Von Vorteil ist, wenn du einschlägige Sachkenntnis hast um die Spindeln mit Schlossmuttern und Schlittenführungen kontrollieren zu können.

Hans


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 Betreff des Beitrags: Re: Welche Fräse?
BeitragVerfasst: 21.06.2019, 20:55 
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* SchienenDampfer
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Hallo Hans,

danke für deine Antwort.

Ja die FP1 wäre qualitativ die bessere Maschine. Aber eine im guten Zustand zu finden, welche in mein Budget fällt, wird auf jedenfall eine Herausforderung :oops:

Im Moment habe ich ja noch genug Zeit zu suchen :flt:

Welche Maschine verwendest du?

Lg Simon.


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 Betreff des Beitrags: Re: Welche Fräse?
BeitragVerfasst: 27.06.2019, 11:15 
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Hallo Simon,

möchtest Du mit der anzuschaffenden Fräse Modelle im Maßstab 1 zu 1 bauen oder doch eher etwas kleiner?

Ich benutze oft Fräser mit Durchmessern kleiner 2 mm und da benötigst Du Spindeln mit Drehzahlen zwischen 20000 und 80000 Umdrehungen, d.h. Deckel und Co. sind da eher ungeeignet.

Ich habe bei meiner Wabeco F1210 Fräse, die ich auch selbst auf CNC umbgebaut habe eine zweite Spindel von Stepcraft (500 Watt, 20000 min-1) angebaut.
Gebohrt wird mit Drehzahlen zwischen 200 und 2000 Umdrehungen mit der Hauptspindel+Pinole und gefräst sehr oft mit der HF Spindel.

Alte Fräsen aus der Modellbauwerkstatt sind oft in gutem Zustand, da doch im Vergleich zu gewerblich genutzten Maschinen wenig Betriebsstunden zusammenkamen.
Diese lassen sich dann an die eigenen Bedürfnisse anpassen.
Auch die Nachbauten aus China leisten gute Dienste, wenn man sie ordentlich entwachst und justiert.

Viele Grüße
Georg


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 Betreff des Beitrags: Re: Welche Fräse?
BeitragVerfasst: 28.06.2019, 08:58 
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Hallo Georg,

du wirst mit einer Werkzeugfräse niemals 80000 (?) U/min haben. Das ist mit einem Getriebekasten gar nicht zu erreichen. Diese Maschinen sind gar nicht für diese Feinstfräsarbeiten gedacht. Ich mache ohne weiteres Arbeiten mit HM Fräsern unter 2 mm und 3000 U/min. Es ist eine Sache der Routine. Er wäre mit der Deckel sicher besser aufgestellt als mit einer Hochgeschwindigkeitsspindel.
Hobbymaschinen werden deine Bedürfnisse längerfristig nicht erfüllen können.

Hans


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 Betreff des Beitrags: Re: Welche Fräse?
BeitragVerfasst: 28.06.2019, 12:57 
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* SchienenDampfer
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Hallo zusammen,


vielen Dank für eure Antworten.

Bei den Drehzahlen muss man natürlich immer beachten, dass dazu ein passender Vorschub gehört, bei kleinen Fräsern und entsrechender Drehzahl kann dieser schnell mal die 100m/min überschreiten. Ohne CNC ist das eigentlich nicht handlebar. Natürlich kann man den Vorschub und damit auch die Drehzahl niedriger halten. Die Abstriche bei Standzeit und Oberflächenqualität sollten verkraftbar sein.

Die beiden von mir angesprochenen Maschinen waren auch nur meine ersten Ideen. Für weitere Vorschläge bin ich sehr gerne offen :flt:

Um jetzt aber nochmal auf beide zurückzukommen...
Beide haben ihre Vor- und Nachteile, dass ist natürlich klar.

Die Deckel würde bei kleinen Fräsern und hohen Drehzahlen an ihre Grenzen stoßen.

Die Optimum falls man doch mal etwas größere Teile in Stahl herstellt (also v.a. Hilfsvorrichtungen, oder wenn dann doch mal ein Spur 10 Zylinder oder ein Ersatzteil für eine Werkzeugmaschine benötigt wird). Bzw. wie sind hier die Erfahrungen der Besitzer?


Lg Simon.


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 Betreff des Beitrags: Re: Welche Fräse?
BeitragVerfasst: 28.06.2019, 13:04 
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* SchienenDampfer
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Hallo Hans,

Du hast recht, mit einem Getriebe kommt man bestimmt nicht auf solche Drehzahlen.
Es sind immer direkt angetriebene Spindeln mit Luft- oder Magnetlagern, die im Bereich von 60000 bis 80000 Umdrehungen arbeiten.
Bei Fertigungsautomaten ist das heute Standard.

Der Vorteil von kleinen Fräser Durchmessern sind die geringen Schnittkräfte (auch leichtere Maschinen können so präzise arbeiten) und wenn man eine "Hobbymaschine" auf CNC umrüstet, braucht es auch in den meisten Fällen keinen Werkzeugwechsel. Ich wähle den Fräser Durchmesser nach der kleinsten Bohrung aus, die ich im Werkstück habe.

Bei den hohen Drehzahlen kann man auch in gehärtete Kugeln Löcher ein die Stelle bekommen wo man es will.

Wenn man eine Ebenerdige Werkstatt im eigenen Heim hat und nicht mehr umziehen wird, kann man ja einfach ordentliche Fundamente für schwere alte Industriemaschinen betonieren. 700 kg bei einer FP1 für 300 x 150 x 300 Verfahrweg würde ich jedenfalls nicht in ein Wohnhaus stellen, geschweige denn eine FP2 mit 1,4 t. So was gibt die Deckenlast nicht her!

Jeder nach seiner Vorstellung.

Viele Grüße
Georg


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 Betreff des Beitrags: Re: Welche Fräse?
BeitragVerfasst: 28.06.2019, 14:27 
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* SchienenDampfer
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Simon,

ich setzte seit je kompromisslos auf Qualität. Da können heutige Billigmaschinen nicht mithalten. Meine FB-2 von Emco konnte da knapp meine Erwartungen erfüllen. In meiner Berufslehre gabs noch kein cnc, deshalb sind manuelle Arbeiten für mich absolut kein Problem. Für dich steht auch die Frage des Alters. Wenn du noch viele Jahre genau arbeiten willst, dann fährst du mit einer guten Gebrauchtmaschine besser auch wenn du länger Sparen musst.

Hans


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 Betreff des Beitrags: Re: Welche Fräse?
BeitragVerfasst: 29.06.2019, 21:54 
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* SchienenDampfer
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Über eine Emco FB-2 habe ich auch schon nachgedacht. Vielen Dank, dass ich so die Maschine wieder auf dem Schirm hab :D

Im gebrauchten Zustand sind sie ab 1.500€ zu haben.

Was mich dabei aber abgeschreckt hat ist der geringe y- Weg von 140mm. Außerdem besitzt die Maschine nur 6-Drehzahlstufen (wäre durch einen Frequenzumrichter aber lösbar).

Leider hat die Maschine nur eine MK2 AUfnahme (wobei das bei der OPtimum ja genauso wäre :oops: )

LG
Simon


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 Betreff des Beitrags: Re: Welche Fräse?
BeitragVerfasst: 29.06.2019, 22:42 
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*** Moderator
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Beiträge: 3590
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Servus,

mit preiswerten Fräsköpfen und stabilen Ständern sind schon ganz schöne Drehzahlen möglich, z.B. mit der "Ferm FBF-6E" bis zu 32.000 U/min. Dazu gibt es bereits Beiträge in unserer Lounge: 34487225nx30160/fraesen-f78/welche-tischbohrmaschine-oder-doch-gleich-eine-fraese-e-t409-s12.html#p3892

Größere Fräsen mit hohen Drehzahlen sind für unseren Geldbeutel unerschwinglich. Damit meine ich wirklich unerschwinglich. Ich hab deshalb die Optimum BF-20 für längeren Hub und eben - für kleine Objekte, wie z.B. Zylinder, die "Ferm".

vlg, Christian

_________________
:serv Habe die Ehre!


Die Gier ist die Mutter aller Probleme, die Angst der Vater!


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 Betreff des Beitrags: Re: Welche Fräse?
BeitragVerfasst: 30.06.2019, 12:33 
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* SchienenDampfer
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Registriert: 10.05.2013, 21:27
Beiträge: 884
Wohnort: Aargau (CH)
Simo,

es kommt auch auf deinen Hintergrund an. Wieviel Ahnung hast du von Metallbearbeitung ? von Drehzahlen ? Schnittgeschwindigkeiten ? Das solltest du verinnerlicht haben. Sonst wird's schwierig gute Fräsresultate zu erhalten.

Hans


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