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BeitragVerfasst: 29.03.2020, 11:03 
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* SchienenDampfer
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Hallo Niklas,

wenn du den Kessel lötest (v.a. in der von Holger empfehlenen Umhausung) würde ich dir empfehlen die Armaturen abzubauen.
Gerade Bauteile wie Manometer Wasserstand oder generell O-Ringe bzw. Teflon könnten durch die hohen Temperaturen beim Löten zerstört werden.

Da das Flammrohr selbst und nicht die Lötnaht gerissen ist. Liegt natürlich die Überlegung nahe, dass die enormen Kräfte die aufgetreten sind die neue Naht ebenfalls zerstören, oder der Riss noch größer wird. Auf längere Sicht würde ich deshalb behaupten, dass ein Neubau unumgänglich ist.

Für das Löten des beschädigten Kessels, empfehle ich dir diesen vorher auszusäuern. So besteht eine Chance Verunreinigungen in der Umgebung der Lötstelle, sowie im Riss selbst und auch die Flussmittelreste des ersten Lötversuchs zu beseitigen.
Die einfachste Variante ist hierfür Zitronensäure aus dem Supermarkt zu verwenden. Bei uns kosten 5 Päckchen 95 Cent. Einfach 2-3 davon in ein Gefäß mit warmen bis heißen Wasser geben und den Kessel eine Stunde hinein legen, bzw. bis der Kessel "sauber erscheint". Danach mit Wasser abwaschen.

Solltest du einen Sauerstoffbrenner, besitzen kannst du diesen auch verwenden. Wichtig ist hierbei nur, einen möglich großen Düsendurchmesser zu verwenden und die Flamme "weich" einzustellen. Also mit leichtem Sauerstoffmangel. Der Hintergrund hierfür ist, dass bei einem Sauerstoff Überschuss die Oxidation der Lötstelle gefördert wird.
Allerdings muss man trotzdem sehr darauf achten, dass man weder ein Loch in den Kessel brennt, noch das Flussmittel verbrennt.

Das von Michael empfohlene Lot/ Flussmittel, kann ich auch nur empfehlen.
Mittlerweile benutze ich dieses ausschließlich. Ich persönlich finde auch, dass das Handling um einiges einfacher ist als bei ummanteltem Lot. (Ist jetzt aber meine persönliche Meinung)

Ich wünsche dir noch ganz viel Erfolg bei der Reperatur.

Liebe Grüße

Simon.


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BeitragVerfasst: 29.03.2020, 12:54 
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*** SchienenDampfer
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Hi Niklas

An der Brenner Seite mit einer kleinen Trennscheibe ( Dremel ) das Flammrohr raus trennen. Vorne Kessel Deckel mit Flammrohr auslöten. Neuen Deckel anfertigen und ein 18 mm Kupferrohr einlöten. Quersiederohre braucht es nicht.

Ciao Karsten


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BeitragVerfasst: 29.03.2020, 15:01 
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SchienenDampfer
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Servus in die Runde,

Und erstmal vielen Dank an alle für die vielen nützlichen Hinweise und Tipps.

@Holger: Die Baumärkte in Hessen haben offen, ab morgen kann ich da mal hinfahren, von Aschaffenburg aus, dank unmittelbarer Grenznähe ist das kein Hindernis :)

@Simon: Sehr detaillierte Reperaturbeschreibung, vielen vielen Dank! Ich befürchte mittlerweile auch dass es darauf hinauslaufen wird, dass es ein Kesselneubau geben wird. Wenn die Lok weitere 15-20 Jahre fahren soll, und ich somit langfristig Spaß haben will, werde ich nicht drum rum kommen. Deshalb wird aller Voraussicht nach ein neuer hergestellt.
Nichtsdestotrotz bietet sich jetzt der alte Kessel wunderbar an um daran zu üben, das heißt, dass ich ihn Trotzdem reparieren werde, dann hätte ich zur Not auch noch einen Ersatz-Kessel falls mal alle Stricke reißen sollten. (Hab ja noch eine Br 18, müsste jetzt mal prüfen ob die in etwa die selbe Kesselgröße besitzen)

@Karsten: Leitet das Kupfer die Wärme so gut dass Quersiderohre überflüssig sind?

Grüße,
Niklas


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BeitragVerfasst: 29.03.2020, 15:08 
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* SchienenDampfer
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Hallo Niklas,

ich bau in meine Eigenbaukessel auch keine Quersieder ein. Ein Kupferrohr reicht. Ausserdem ist dann nichts im Weg beim Verlegen des Überhitzerrohres durch das Flammrohr.

Zum Beispiel haben Roundhouse Kessel auch keine Quersieder. Und die Kessel sind bekannt für ihre guten Leistungen.

Liebe Grüße,

Marco

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"Wenn ein Mann je den Regler geöffnet, das Feuer geschürt und somit das Dampfross zum Leben erweckt hat, so ändert das seine Seele." (John Snell)

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BeitragVerfasst: 05.05.2020, 15:07 
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SchienenDampfer
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Sie dampft wieder! Und neue Windleitbleche hat sie auch bekommen :)
Mein persönlicher Umbau jedoch ist noch lange nicht abgeschlossen, wie das eben immer so ist.

Grüße :)

https://youtu.be/oorWOwOVIEk


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BeitragVerfasst: 05.05.2020, 21:41 
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*** SchienenDampfer
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Hi Niklas

Und wie hast du denn Kessel geflickt? :GR

ciao Karsten


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BeitragVerfasst: 06.05.2020, 10:27 
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SchienenDampfer
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Der zweite Lötversuch war dann Erfolgreich, die vermeintlich undichte Stelle war wieder dicht. Nach Einbau und erstem erfolgreichem Anheizen, dachte ich der Spuk wäre vorbei gewesen .... bis er dann an anderer Stelle irgendwo im Flammrohr erneut leckte. Also stand für mich fest: ein Reparieren des Messingflammrohrs kommt nicht in Frage. Es muss raus und ersetzt werden, am besten durch eines aus Kupfer.

Allerdings musste ich mir selbst eingestehen, dass ich dazu derzeit noch nicht in der Lage bin. Also bin ich kurzerhand zu Reppingen gefahren und er konnte das schnell und fachmännisch austauschen. Bei seiner Arbeitsweise zuzusehen hat mir einiges aufgezeigt. Und ich konnte etwas lernen und mitnehmen. Meine nächste Reparatur wird erfolgreicher werden.

Grüße :)


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