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 Betreff des Beitrags: Re: Neue dichte Entwässerungwellen
BeitragVerfasst: 14.01.2013, 12:23 
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**** SchienenDampfer
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Hallo Friedl!

Mit Dichtheit hast Du wahrscheinlich Recht. Bei 3 H7/h6 ist die Spalt-Fläche kleiner als 4 H7/h6.
Aber die größeren Werkzeuge sind immer teurer als die kleineren. Und für 4 mm Welle braucht man auch mehr Material!
Aber ich denke, dass beim Herstellung ist es besser mit 4 mm Material arbeiten als mit 3mm, wenn die Länge gleich ist!
Aber das ist doch wahrscheinlich nur Kostfrage!

Gruß
Pál


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 Betreff des Beitrags: Re: Neue dichte Entwässerungwellen
BeitragVerfasst: 14.01.2013, 12:39 
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**** SchienenDampfer
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Hallo Hannes!

Ich denke Friedl so versteht das, und er hat Recht!
Die rote Fläche ist größer!

Bild

Gruß
Pál


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 Betreff des Beitrags: Re: Neue dichte Entwässerungwellen
BeitragVerfasst: 14.01.2013, 13:03 
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*** SchienenDampfer
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Hallo Pal,

danke für Deine Erklärung.
Friedl geht von Leckageflächen(Volumen) aus und ich von Dichtflächen.
Nachdem ein Spalt, durch das Untermaß der Welle, vorhanden ist wird die Leckage an einer kleineren Welle natürlich kleiner sein.
Beim Abdichten sieht das sicher anders aus.
Entweder ist das Untermaß bei Betriebsbedingungen noch vorhanden, dann habe ich keine gute Dichtheit aber eine geringere Leckage als bei einer größeren Welle, oder es gibt (fast) kein Untermaß. In diesem Fall ist die Dichtwirkung einer stärkeren Welle wegen der größeren Dichtflächen naturgemäß größer.

mfG

Hannes


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 Betreff des Beitrags: Re: Neue dichte Entwässerungwellen
BeitragVerfasst: 14.01.2013, 13:18 
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Hallo an alle,
es gibt eine Regel beim Bauen von Dampfmaschinen.
DICHT IST FEST
Wie manche Stopfbuchsen angezogen sind, da kann ich mich nur wundern.
Einige schlechtlaufende strenggehende Maschinen bringt man durch nachlassen an
den Buchsen schon zum laufen. Und die Wellen zum entwässern müssen sich mit dem Servo noch
leicht bewegen lassen, ( im warmen Zustand testen ) sonst ist das Servo gleich im Eimer.
Also immer aufpassen wo es dicht sein soll, sonst erreicht man das Gegenteil.

VlG Friedl


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 Betreff des Beitrags: Re: Neue dichte Entwässerungwellen
BeitragVerfasst: 14.01.2013, 13:34 
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*** SchienenDampfer
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Hallo Friedl,

da bin ich Deiner Meinung. Den richtigen Kompromiß zwischen Leichtgängigkeit und Dichtwirkung zu finden ist oft schwierig. Egal ob es um Zylinder, Schieber oder Entwässerungswellen geht. Vor Allem wenn dann noch Materialien mit verschieden Ausdehnungsfaktoren aufeinandertreffen.
Eine absolut "dichte" Dichtung gibt es nicht. Vielleicht könnte man "tropfdicht" bei unseren Modellen verwenden...

mfG

Hannes


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 Betreff des Beitrags: Re: Neue dichte Entwässerungwellen
BeitragVerfasst: 01.10.2020, 21:03 
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Hallo zusammen,

ich hatte mich vor einiger Zeit auch an der von Friedl vorgestellten Konstruktion versucht, und bin gescheitert. Nach einem weiteren Fehlversuch bin ich mit im folgenden vorgestellten bis jetzt zufrieden. Georg hat mich motiviert, das ganze zu zeigen, leider hab ich deutlich weniger fotografiert, als ich erst gedacht hatte. Vielleicht sind die fehlenden Bilder auch Opfer einer Programmfehlbedienung geworden. So genau weiß ich's nicht mehr.

In der 4er Bohrung im Zylinder sitzt ein 30mm langes, D 4mm / d 2mm Teflonrohr, das bis auf beidseitig 6 mm auf D 3,5mm abgedreht wurde:
Bild

In der Zylinderbohrung werden die Entwässerungslöcher durch das Teflonteil gebohrt, und die Längsbohrung gerieben. An der Vorderseite wird eine parallele Kerbe eingeritzt, um eine grobe Ausrichtung vornehmen zu können.
Um die Wärmeausdehnung zu kompensieren hatte ich auch überlegt, mit einem dünnen Laubsägeblatt längs Rillen hineinzusägen, das hat sich aber (bei meinen Teflonteilen) als nicht notwendig herausgestellt. Auf diesem Bild sind auch noch die Wolfgangschen Bowdenzüge zu sehen, die durch diese Lösung obsolet geworden sind.
Bild

Im Teflonrohr liegt ein Stück D 2mm Rundmessing, 30mm glatt + 3mm M2 Gewinde. Auf der anderen Seite, ist in der Stirnseite ein M1.4 Gewinde im Sackloch. Der glatte Teil wird bei 3mm und 27 mm parallel und mittig quer durchbohrt (1mm). Dann wird mit einer M1.4 Schraube eine D4.5 d1.5 x 0.5mm Scheibe in das Sackloch geschraubt. Beim Einbau kann man (sofern man den Kolben in die Mitte des Zylinders gedreht hat) das Messingteil und das Teflonrohr mit der Querbohrung ausrichten, indem man zuerst mit einer Stecknadel sucht und dann einen 0.9mm Draht durchsteckt. Unbedingt wieder rausziehen, bevor die Räder wieder gedreht werden.

Das Gestänge besteht aus 2 Stücken D 3mm / d 2mm Messingrohr, welches einseitig flach gepresst mit 1.6 mm durchbohrt und rund gefeilt ist, dann kam ein M2 Gewinde hinein. Beide Rohre sitzen beweglich auf einem Stück 2mm Rundmessing, sodass der Lochabstand, wenn es sich nicht weiter zusammenschieben lässt, ein Millimeter kürzer ist, als der Abstand der Entwässerungswellen. in der Mitte passt dann noch locker ein windschief durchbohrter Quader mit 2mm Loch und M2 Gewindeloch hinein. Die 2mm Welle mit beidseitigem aufgeschnittenen Gewinde ist mit einer originalen aufgeschraubten Regner-Öse am Servohorn angeschraubt. Durch die Einschraubtiefe im Quader lässt sich in gewissen Grenzen die Endstellungen an die Servoendlagen anpassen. Das Feintuning macht die Elektronik. Alle Messingteile sind brüniert, die Wellen nur im sichtbaren Bereich. Wenn das Gestänge montiert und die Löcher im Zylinder ausgerichtet sind, werden die Wellen mit je einer M2 Mutter angekontert.

Ich hoffe, mit diesem Bild erklärt sich das alles, hier fehlt mir ein aussagekräftiges Bild mit Einzelteilen. Gerade bin ich froh über alles, was ich nicht mehr demontieren muss.
Bild

Geschlossen vorn und hinten:
Bild
Bild

Geöffnet vorn und hinten:
Bild
Bild

Im Nachhinein könnte man darüber nachdenken, die Wellen bzw. den Innendurchmesser der Teflonrohre mit 2,5 oder 3 mm zu wählen. Dann ist es aber nicht mehr möglich, Ausgleichsschlitze einzubringen.

Der große Vorteil dieser Konstruktion ist, dass keine Servokraft an Umlenkungen verschwendet wird und keine separate Einstellung der Stellwege auf beiden Seiten mehr notwendig ist. Ein Verstellen ist nur möglich, wenn sich die Teflonteile in der Bohrung verdrehen. Das ist durch die Kerbe überprüfbar und ohne Umlegen oder Demontagen korrigierbar.

Viele Grüße,
Stefan

_________________
:arrow: | :arrow: | :idea: Wenn du einen Hammer hast, sieht jedes Problem wie ein Nagel aus.


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 Betreff des Beitrags: Re: Neue dichte Entwässerungwellen
BeitragVerfasst: 01.10.2020, 22:13 
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* SchienenDampfer
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Registriert: 23.12.2011, 15:39
Beiträge: 829
Wohnort: Hamburg (DE)
Hallo Stefan,

eine Interessante Lösung. So gewinnt man auch etwas mehr "Bodenfreiìheit".
Ich habe bei Kochis 6001 mit den 4801 Zylindern viel zu kompliziert gedacht in Bezug auf die Ansteuerungshebel.
Das Verdrehen der Teflonhülse könnte man durch einen Stift, halb im Teflon, halb im Zylinder verhindern.

Vielen Dank fürs Zeigen.

Viele Grüße
Georg


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