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 Betreff des Beitrags: Das Überdruckventil
BeitragVerfasst: 29.07.2009, 15:54 
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*** SchienenDampfer
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Das Sicherheitsventil

Das Sicherheitsventil auch Überdruckventil genannt ist die wichtigste Armatur am Dampfkessel und schützt Leib und Leben. Es sichert den Dampfkessel von zu hohen Drücken, die durch zu großer Heizleistung entstehen ab. Es darf daher nie auf einen höheren als den zulässigen Arbeitsdruck eingestellt werden. Der Abblasdruck eines Sicherheitsventil wird von der schwere des Gewichtes und den Hebelverhältnissen bestimmt.
Ein Sicherheitsventil funktioniert eigentlich so: Eine Öffnung wird durch einen Deckel mit bestimmter Kraft von oben verschlossen, die Kraft des Dampfdruckes drückt von Innen (aus dem Kessel) dagegen. Wenn die Kraft des Dampfes zu groß wird, hebt bzw. gibt der andere nach, der Deckel öffnet sich und der Dampf kann entweichen, Die Kraft baut sich unten wieder ab und der Deckel verschließt sich wieder da die obere Kraft stärker ist. Und so rankeln sich die beiden bis der Dampf aus ist.

Es gibt unterschiedliche Typen von Sicherheitsventilen:

Sicherheitsventil mit direkter Gewichtsbelastung
--Ein Gewicht drückt mit einem Deckel oder Kugel die Öffnung im Kessel zu.

Sicherheitsventil mit indirekter Gewichtsbelastung über einen Hebel (Wilesco)
--An einem Hebel hängt eine Gewicht das den Hebel runterdrückt und dadurch die Öffnung zum Kessel verschließt.

Sicherheitsventil mit direkter Federbelastung (Fa Regner, Reppingen Standart)
--Hier drückt eine Feder auf eine Kugel Teflon z.B die die Öffnung zum Kessel verschließt. Die Federkraft kann man über ein Gewinde einstellen.

Sicherheitsventil mit indirekter Federbelastung (Fa Reppingen, Ramsbotton)
--Hier wird über eine bzw. mehrere Federn ein Hebel oder Bolzen auf den Deckel oder Kugel gezogen.

Die Sicherheitsventile werden üblicherweise auf 3 Bar eingestellt.

Mehr Infos
http://de.wikipedia.org/wiki/Sicherheitsventil

Vielleicht kann jemand eine Technische Zeichnung und a paar Bilder drann hängen
:roll:


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 Betreff des Beitrags: Re: Das Überdruckventil
BeitragVerfasst: 13.09.2009, 09:30 
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**** SchienenDampfer
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Hallo Dampfler!
Und so sieht ein Sicherheits-Ventil mit Stahlkugel aus:

Bild

Bild

Bild

Gruß
Pál

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Wer noch vielen Spur I und IIm Loks bauen möchte


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 Betreff des Beitrags: Re: Das Überdruckventil
BeitragVerfasst: 16.09.2009, 21:16 
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*** SchienenDampfer
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Hallo Kollegen

Zeichnungen mit Sicherheitsventilen dieser Art gibt es verschiedene,
z.B. bei "Idris" oder auch bei der Climax von O. Hadorn.

Gruss,
Ernst

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Die erste Dampflok ist misslungen, versuche deshalb die zweite zu bauen...


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 Betreff des Beitrags: Re: Das Überdruckventil
BeitragVerfasst: 18.09.2009, 13:01 
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Pläne für ein Kugel-Sicherheitsventil gibt es auch in der Publikation DAMPF 33/34 von Karl-Ernst Jeczok auf Seite 116 und den Seiten 176 und 177

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:serv Habe die Ehre!


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 Betreff des Beitrags: Re: Das Überdruckventil
BeitragVerfasst: 18.09.2009, 17:01 
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Eine Weiterentwicklung des Kugel-Sicherheitsventils ist das Teflonkegel-Sicherheitsventil

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 Betreff des Beitrags: Re: Das Überdruckventil
BeitragVerfasst: 18.09.2009, 17:04 
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Schon etwas älter ist die Variante mit dem Silikon-O-Ring

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 Betreff des Beitrags: Re: Das Überdruckventil
BeitragVerfasst: 29.06.2010, 17:46 
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*** SchienenDampfer
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Hallo Echtdampfer

Folgender Hinweis von der Fa Regner Dampftechnik zum neuen Teflon-Kegel Überdruckventil:

"Nach dem ersten Dampfbetrieb kann das Überdruckventil hängen und erst bei viel höherem Druck aufmachen.
Nach dem abkühlen wird mit einer Bleistiftspitze von unten der Kegel gelöst. Danach sollte es ohne Störungen arbeiten"

(Bitte keine Kommentare)
(Also keine Panik wenn das nagelneue Ventil erstmal bei 4 Bar aufmacht.)

lg
Thomas


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 Betreff des Beitrags: Re: Das Überdruckventil
BeitragVerfasst: 19.02.2012, 07:44 
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Hallo Dampfer !

Kann man beim Regnerventil (Teflon) den Überdruck auch einstellen ?
Ich habe es zur Wartung ausgebaut (nicht zerlegt) und dann wieder eingeschraubt und jetzt macht es selbst
bei 4 bar noch nicht auf, obwohl es vorher schon bei exakt 3 Bar aufgemacht hat. Ich habe es dann nicht mehr
mit mehr als 4 bar probiert, die Silvesterknallerei ist ja schließlich schon vorbei. :wink:
Wie kann sich das Ventil verstellen ohne das ich etwas gemacht habe ?

Liebe Grüße aus dem Wienerwald !


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 Betreff des Beitrags: Re: Das Überdruckventil
BeitragVerfasst: 19.02.2012, 10:15 
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*** Moderator
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Beiträge: 1378
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Hallo Chris (?)

Es kann schon sein, dass der Teflonkegel ´mal im Sitz kleben bleibt. Nimm einen stumpfen Bleistift und drücke von unten gegen den Kegel und hebe in einmal aus seinem Sitz. Dann sollte das Ventil wieder (für eine gewisse Zeit) funktionieren. Eines meiner Ventile verhält sich auch so. Der Ventilsitz sollte nachgearbeitet werden, da ist wohl ein kleiner Grat vorhanden ....

Auf deine eigentliche Frage. Das Überdruckventil wird über die "dicke Madenschraube" justiert, welche das eigentlich Ventil führt. Weiter rein drehen erhöht des Auslösedruck (dies ist sicher nicht der richtige Fachbegriff!). Es gibt hier im Forum eine Vielzahl von Bildern demontierten Ventile ..... und Texte zu deren Funktionsweise.


vg / oliever

_________________



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 Betreff des Beitrags: Re: Das Überdruckventil
BeitragVerfasst: 19.02.2012, 14:11 
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*** SchienenDampfer
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Beiträge: 1012
Wohnort: Wien/Stammersdorf (AT)
Hallo Echtdampfer weltweit
Alle die lieber mit dem Bleistift zeichnen oder schreiben wollen, oder keinen stumpfen Bleistift zu Hause finden, aber Zutritt zu einer Drehmaschine haben, schrauben den Sicherheitsventilkörper auf ein in der Maschine zentriertes Gewinde auf und stellen mit einem Zentrierbohrer D2mm 60Grad mit 5mm Schaft den Ventilsitz her. Vorschub am Reitstock 1 bis 2 Zentelmillimeter ohne "Rattermarken". Es kann niemand bestreite, dass spitze Kegel besser klemmen, als stumpfe Kegel, aber sie dichten auch früher. Das ist eine Gratwanderung und so habe ich den Kegelwinkel mit ca. 40 Grad und den Ventilsitz mit 60 Grad festgelegt. Für den Kegelwinkel bürge ich derzeit.
Von 2005 bis 2012, ist doch schon eine lange Zeit , soll mir einer sagen, ich habe keine Geduld.

L. G. Wolfgang F. K.

_________________
L.G. Wolfgang Franz K.


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