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Die private Lounge für Echtdampf auf Spurweiten bis 3 1/2“ mit Schwerpunkt 45mm
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BeitragVerfasst: 09.04.2018, 14:04 
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damoba hat geschrieben:
Hallo Walter,

nun ist es soweit, der Kessel läuft recht gut. Das Einspeisen von Wasser mit der Pumpflasche aber bei ca. 4 Bar ist fast ein Kraftakt. Da schmerzt dir dann bald die Hand ! Wenn ich deinen Bericht so durchlese wäre doch auch eine Möglichkeit mit dem Injektor ab Wasserkanister ansaugen und Einspeisen. Wäre das möglich bei einem Maschinenhalt Schlauch anstecken und Speisen dann Schlauch weg und weiterfahren ?

Hans


Hallo Hans,

das ist wohl machbar,das Ansaugen dauert vielleicht 1-2 Sekunden.
Ein Wasserventil vor dem Injektor ist allerdings notwendig.wenn du zusätzlich eine Schlauchklemme verwendest sparst du die Ansaugzeit.
Ich habe eine Ansaughöhe von einem Meter getestet,geringere Höhe ist natürlich besser.
Auf jeden Fall eine interessante Lösung,auch um bei Loks mit Wasserkasten das Erwärmungsproblem zu umgehen.

Walter


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BeitragVerfasst: 11.04.2018, 15:52 
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Hallo Hans,
Hallo an alle,
Ich habe gerade den Versuch zum Ansaugen mit einem meiner Injektoren
durchgeführt: Kanister auf dem Boden,Kessel auf der Werkbank.Ansaughöhe 80cm.
Der Ansaugschlauch ist ein normaler Silikon-Tankschlauch mit 2mm Innendurchmesser.
ein Wasserventil wurde der Einfachkeit wegen weggelassen.
Ergebnisse:
2 Bar: Ansaugen dauert ca 3 sec,Begrenzung der Wassermenge mit Schlauchklemme erforderlich,um den Injektor zu Starten.

3.5-3.8 Bar: Ansaugen in einer Sekunde,Regelung der Wassermenge durch den Höhenunterschied nicht erforderlich,leichtes Tröpfeln,der Injektor startet sofort. "Trockenlauf" mit leichtem Zudrehen der Schlauchklemme.Rauschen tritt schneller als sonst auf bei weiterem Zudrehen.

Den 2. Versuch habe ich einige Male mit jeweils geleertem Schlauch durchgeführt.

Rückschluss:Der Druckbereich reicht auch bei dieser Ansaughöhe deutlich über 4Bar,da noch Wasserüberschuss besteht.
Ich kann also den Betrieb einer Wassertankstelle mit Injektor auch auf aufgeständerten Anlagen empfehlen.Die Wassermenge aus dem
Überlauf hält sich im Rahmen der bei Dampfloks üblichen "Betriebsverschmutzungen"und ist ölfrei....
ein wenig Erfahrung mit Injektoren ist allerdings vonnöten.

Grüsse,
Walter


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BeitragVerfasst: 11.04.2018, 16:51 
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* SchienenDampfer
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Hallo Walter,

dein Bericht über den Injektor interessiert mich sehr. Das wäre die ideale Lösung für eine Lok mit Tender. Bedingung ist ja kaltes Wasser, genau wie beim Vorbild. Kannst du etwas über den Dampfverbrauch/ Fördermenge aussagen im Vergleich zu einer Speisepumpe.
Ich hoffe, dass Injektoren mit der Zeit auch in unserem Massstab (da viele es selbst nicht können) angeboten werden.

Gruss
Christoph

_________________
Mein Vorsatz: Mehr Pausen zwischen dem Nichtstun...Vor allem längere... :E


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BeitragVerfasst: 11.04.2018, 18:18 
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Hallo Piz
mein kleinster Injektor fördert 50- 80 ml pro Minute,der große 80- 150.
die Fördermenge steigt mit dem Druck.
Der praktisch nutzbare (Kessel-)Druckbereich geht von 2-5 Bar.
die Abbildung vom letzten Jahr zeigt den grossen Injektor in der Urform,
ich habe ihn immer noch an der Lok angebaut und bin etliche Kilometer gefahren,
ohne je wieder eine Speiseflasche zu brauchen.Der Kessel hat einen Durchmesser von
42mm und eine Länge von ca.180mm.Ich kann den Injektor so ca. 2-3 sec.laufen lassen,
um ein Bar herunterzuspeisen.Der Abblasdruck ist bei dieser Lok 3.5 Bar.
Die Fördermenge müsste über 120 ml/min sein,dh.pro Vorgang 6ml. oder mehr.
von der Handhabung her ist das nur ein kurzes öffnen eines Ventils,ein genaues Dosieren
ist Dampfseitig nicht nötig,Wasserseitig muss das Wasserventil zum jeweiligen
Druckbereich passend eingestellt sein.
Im Vergleich zur Speisepumpe ist es möglich,den Druck binnen Sekunden in den Griff zu bekommen.
Der kleinere Injektor hat eine Länge von ca.15mm über die Verschraubung gemessen,und
braucht Anschlussleitungen mit 1.6 x 0.1mm. Er müsste ausreichen,um alles was auf 45mm
Spurweite fährt,zu speisen.

Grüsse,
Walter


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BeitragVerfasst: 11.04.2018, 19:57 
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* SchienenDampfer
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Hallo Walter,

es wäre natürlich ein Traum würde das so funktionieren wie ich mir das vorstelle. Sicher ist, dass ich einen Injektor anbaue. Nur unmittelbar jetzt sind noch ein par Probleme zu erledigen bis Schramberg. Dann sollte es doch etwas zum sehen und fahren geben. Aber nach Schramberg möchte ich mit dir Kontakt betr. Grösse und Betrieb.

Hans


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BeitragVerfasst: 12.04.2018, 09:34 
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Beiträge: 17
Hallo Hans,
Ich möchte auf jeden Fall in Schramberg sein,dann finden wir Zeit und Möglichkeit,alle Details zu Besprechen.

Grüsse,
Walter


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BeitragVerfasst: 16.05.2018, 15:44 
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* SchienenDampfer
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Hallo Walter,

nun ist der Injektor angebaut. Ich denke es müsste so sein wie du sagtest. Die Speiseflasche bleibt vorläufig noch im Dienst. Schon wegen auffüllen im kalten Zustand. Aber es wird nicht lange dauern dann muss er zeigen was er kann.

Bild


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BeitragVerfasst: 16.05.2018, 19:06 
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Hallo Hans,
einwandfrei,wie von dir gewohnt.
Bin echt gespannt was sich in den nächsten Tagen herausstellt....
Letztes Wochenende gabs bei mir Premiere mit ferngesteuertem Speisen
während der Fahrt.
Funktioniert schon ganz gut,auch wenn Sichtkontakt die Sache erheblich erleichtert.
Den Rest macht dann Übung.

Grüsse,
Walter


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BeitragVerfasst: 16.05.2018, 22:30 
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* SchienenDampfer
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Hallo Walter,

welchen Durchmesser sollte die Saugeleitung und die Dampfleitung haben?
Arbeitest Du mit getrockneten Dampf? Würde das die Leistung des Injectors verbessern?

Grüße
Georg


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BeitragVerfasst: 17.05.2018, 10:35 
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Hallo Georg,

Die Saugleitung sollte 2mm Innendurchmesser beim Grossen Injektor oder1.4 beim kleinen haben.
Für die Dampfleitung und Speiseleitung sind es 2.2mm bzw 1,4mm. Überall ist ordentlich Reserve,ich habe mit kleineren
Leitungen experimentiert,in der Regel tritt zunächst Drosselung ein,was den Druckbereich einschränkt.
Der Dampf muss Sattdampf(direkt aus dem Kessel) sein,sonst funktioniert die Kondensation zu langsam.
Die Leistung des Injektors basiert auf der beschleunigten Masse (Dampf) aus der Dampfdüse,dieser Impuls muss
im Verlauf der Mischdüse komplett ans Wasser abgegeben werden.Daraus folgt dass es egal ist,wie nass der Dampf
ist,solange er genug beschleunigt wird,inklusive enthaltener Tröpfchen.Ist der Dampf überhitzt,wird die Kondensation
verzögert und Dampf tritt bis in die Druckdüse über,kondensiert erst dort und macht einen Druckaufbau unmöglich.
Aus dem gleichen Grund muss das Speisewasser kalt sein,am besten unter 20°-25°.
Ich habe am Wochenende das Tenderwasser auskippen müssen,weil sich der Tender im Sonnenlicht auf ca. 35°
aufgeheizt hatte.Ich werde also,wie von Hans angeregt,einen Injektor auf der Lok für externen Anschluss vorbereiten(Groß),
den anderen (klein) für Fernbedienung aus dem Tender ansaugen lassen.

Grüsse,
Walter


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BeitragVerfasst: 17.05.2018, 14:05 
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* SchienenDampfer
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Hallo, Walter

mit viel Interesse habe ich Deinen Bericht über den Injector gelesen und dafür sage ich danke. Auch für meine 01 wäre dies die ideale Möglichkeit zur Kesselspeisung.
Nur, ich habe mich vor langer Zeit mit dem unheilbaren "Selbermachenvirus" infiziert und grüble nun darüber, ob ich mit meiner Werkstattausrüstung (Drehbank, Fräse von Proxon) und meinen angelernten Kenntnissen auch so einen Injector bauen könnte.
In welchen Grössen - und Toleranzbereichen spielt sich das Ganze ab?
Es würde mich sehr freuen, wenn Du mir hierzu ein paar Worte sagen könntest, hierfür vorab besten Dank.
Leider konnte ich nicht in Schramberg sein, mich hatte ein Gichtanfall ans Haus gefesselt.

Beste Grüße

Günter


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BeitragVerfasst: 17.05.2018, 19:24 
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Registriert: 18.07.2014, 22:47
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Hallo Günter,
Deine Ausrüstung müsste ausreichen.Der Reitstock der Drehbank und das darin befindliche Bohrfutter sind wohl die
Kritische Stelle. Es ist eher eine Geduldsfrage.Ich halte es für zwingend notwendig,die dahinterstehende Theorie verstanden zu haben
um bei den notwendigen Prüfstandsversuchen einen in der Praxis brauchbaren Injektor zu bekommen.
Das eigentliche Problem ist,einen ausreichend breiten Druckbereich hinzubekommen,dafür sind dann Versuche notwendig.
Ich habe bisher nur einen weiteren Kollegen aus der 5" Szene kennengelernt der sich auch damit beschäftigt hat,
und ein eher mäßiges Ergebnis vorweisen konnte.
Die Toleranzen an den Düsen würde ich als grobe Angabe als ein Promille der Gehäuselänge ansehen,allerdings als obere Toleranz
für die bloße Funktion an einigen kritischen Stellen,z.B. Lage und Durchmesser Mischdüse zu Druckdüse.
Das Gehäuse hat beim Grossen Injektor eine Bohrung 3H7,die Mischdüsenteile müssen da in der Richtigen Lage eingepresst werden.
Am Gehäuse gibt es sonst wenig kritische Punkte,bis auf die Länge.An den Düsen müssen natürlich alle Funktionsmaße stimmen,
auch die Form und Oberfläche spielt eine Rolle.
Wie an mehreren Stellen in der Literatur beschrieben,musst du einige konische Reibahlen bzw. Kanonenbohrer anfertigen,
da alle Düsen einen oder zwei Konen aufweisen,die in der o.g. Toleranz zu fertigen sind.
Zeichnungen gibt es einige im Internet,aber mit den Proportionen für 5" Loks.
Ich empfehle dir dringend erstmal das Buch zu lesen,das ich im ersten Post zum Injektor genannt habe.
Ich selber habe bis zum ersten Injektor einige Wochen gebraucht.....

Grüsse,
Walter


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