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Die private Lounge für Echtdampf auf Spurweiten bis 3 1/2“ mit Schwerpunkt 45mm
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 Betreff des Beitrags: Re: RhB G4/5 als Kohlelok
BeitragVerfasst: 22.06.2020, 19:41 
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Der Rollentest der 123

hat heute stattgefunden. Nach der letzten Testfahrt auf der Anlage, musste ich die Servohalterung für Speisen/Pfeiffen umbauen. Der Servo wird jetzt durch eine Holzeinfassung gehalten, dadurch ist er nicht mehr der Hitzstrahlung ausgesetzt. Heute habe ich 3 Stunden Dampf gemacht, und dabei keine Ausfälle der Elektronik festgestellt.

Der Injektor funktioniert jetzt auch super, man kann von über 4 bar noch mit leichtem Tröpfeln, bis unter 3 bar ohne Tröpfeln speisen.
Dabei hat hat sich eine Besonderheit meines Dampfentnahmeverteilstücks als Glücksfall gezeigt: Wenn bei gutem Druck ca. 3-4 bar und genügend Wasser im Tender, während dem Speisen plötzlich das Wasser abfällt und Dampf zum Überlauf austritt, dann ist der Kessel so voll, dass das Injektorventil Wasser zieht und der Injektor aufhört zu speisen. Dadurch kenne ich nun den höchst möglichen Wasserstand im Kessel genau.

Der Rohrdurchmesser der Leitung nach dem Abdampfhahn musste ich vergrössern, dort muss viel Kondensat möchglichst schnell entweichen können. Das hat vorher zu einem Stau geführt und beim Anfahren die Lok einen Moment stark gebremst. Auf den Rollen hat es viel besser funktioniert als vorher. Dieser Schlabberhahn habe ich schon auf der Kohlelok LINDA eingebaut, damit kann man auch die Feueranfachung ohne Falschluft regulieren.

Unsere nun verwendete Kohle ist Kokusnusschalenkohle welche eignetlich in Wasserpfeifen zur Anwendung kommt. Diese ist Geruch- und Rauchlos und es bleibt davon im Aschkasten nur pulverartige Asche zurück. Um hin und wieder auch etwas für die Augen- und die Nasennerven zu tun, mische ich gelegentlich einwenig echte Lokkohle bei.
Im kleinen Film, sieht man die bläuliche Rauchfahne bei nur wenig geöffnetem Hilfsbläser. Man riecht schon fast den herrlichen Kohleduft beim betrachten der Bilder...Im weiteren sieht man auch das Ansaugen des Injektors und höhrt das typische Geräusch wenn er speist, welches fast wie auf der echten Lok tönt.
Das nächste mal hoffe ich bewegte Bilder der Lok auf der Anlage zeigen zu können. Bis dann, und weitehin gesund bleiben...



Gruss Christoph

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 Betreff des Beitrags: Re: RhB G4/5 als Kohlelok
BeitragVerfasst: 25.06.2020, 11:43 
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Hallo Christoph,

ich sehe keine Bilder. Warum ?

Gruss Hans


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 Betreff des Beitrags: Re: RhB G4/5 als Kohlelok
BeitragVerfasst: 25.06.2020, 16:59 
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Hallo Hans,
es sind bewegte Bilder, also ein YouTube Filmli...

Gruss Christoph

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 Betreff des Beitrags: Re: RhB G4/5 als Kohlelok
BeitragVerfasst: 26.06.2020, 16:22 
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Die Versuchsfahrt auf der Anlage

hat anfangs Woche stattgefunden. Nachdem nun die Feuerung, der Bläser und das Speisen optimiert wurden, zeigen sich auf der Anlage wieder ganz andere Probleme, welche vorher nicht in Erscheinung traten.
Der Herrmann Regler braucht offenbar mehr als 90° um ganz zu öffnen. Gibt es da einen Unterschied zwischen der M4 und M5 Wariante? Meine Lok hat einen M5 Regler und obwohl er 90° öffnet, fehlt am Berg einfach noch einwenig mehr Dampf in den Zylinder. Ich habe deshalb den Servoantrieb über einen Winkel geführt und mit einem längeren Arm, den Weg am Ventil verlängert. Ergebniss steht noch aus.
Die Sonne welche am Versuchstag fast senkrecht vom Himmel knallte, heizte natürlich auch noch das Führerhausdach dermassen auf, dass der schon der Hitze ausgesetzte Pfeiffen / Speisen Servo den Geist aufgab. Und das obwohl ich die Befestigung aus Holz anfertigte, und am Tag zuvor auf den Rollen aber am Schatten fast 3 Stunden alles funktionierte. Nun wurde aus Printplattenmateriel eine neue Halterung ausserhalb der beiden Ventile angefertigt.
Die Hirnarbeit bei diesen Umbauten, möglichst wenig Umzubauen und trotzdem eine zielführende Änderung zu erhalten braucht oft mehr Zeit, als die Realisierung selber. Ergebniss steht noch aus.

Ein kleiner Film ist von einer Versuchsfahrt ist entstanden:




Der Umbau des Reglerantriebs, und die neue Position vom Speisen/ Pfeiffen Servo:




Nächste Versuchsfahrten sind angesagt, aber davor werde ich noch Kohlenvorräte herstellen müssen...

Schönes Wochenende und Gruss Christoph

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 Betreff des Beitrags: Re: RhB G4/5 als Kohlelok
BeitragVerfasst: 04.08.2020, 21:42 
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Hallo Kohlelokinteressierte

Die Kohlelok 123 war nach mechanischen Anpassungen an den Servoeinstellungen zum Hilfsbläser und zum Regler heute auf der Anlage bei Theo fast 2 Stunden im Einsatz. Um die Kohlenlok(s) in der Steigungs-, Gefälle- und wieder Steigungsanlage erfolgreich zu Testen, muss zuerst die Feuerung ganz allgemein zuverlässig funktionieren. Dazu braucht es einen richtig dimensionierten Rost mit der richtigen Kohlensorte und Menge, welche durch einen funktionierenden Hilfsbläser den Druck im Stand in vernünftiger Zeit steigen lässt. Dann muss unbedingt der Injektor einsastzbereit sein um bei der Druckspitze, kurz vor dem Abblasen des Überdruckventils (>4bar) zuverlässig Wasser aus dem Tender in den Kessel zu befördern. Das hat eigentlich alles gut funktioniert, aber die Lok ist dabei noch keinen cm gefahren.
Erst jetzt kann die Fahrweise geübt werden, und die Anlage bei Theo hat es in sich. Zuerst eine Steigung, danach eine lange Talfahrt mit einem ebenen Stück dazwischen (unter dem Bahnhof) und danach die lange durchschnittlich 3,5 % Steigung anfangs in der Kehre welche wieder in den Bahnhof führt. Wir werden jedenfalls noch viel Üben dürfen/müssen...
Heutige Erkentniss: ist der Druck bei 2bar, hat der Hifsbläser lange bis man wieder Fahren oder Speisen kann. Hier gilt es noch die Hilfsbläsereinrichtung zu optimieren.
Hat man anfangs Steigung nur um 2,5- 3 bar, leidet man mit der Lok mit auf der Bergfahrt...
Im Film sieht am in der ersten Szene eine Bergfahrt mit optimalem Feuer und Wasserstand. In der zweiten genau das Gegenteil, allerdings mit einem Wagen mehr am Hacken. Vermutlich war aber auch der Rost nach fast 2 Stunden Dampfarbeit teilweise verstopft. Nun, es hat jedenfalls Spass gemacht.







Zu Theos Lok 108: nach einigen Versuchsfahrten hat sich die Steuerung durch vermutlich zuwenig Schmierung verstellt. Danach konnte Theo die Steuerung nicht mehr optimal einstellen, entweder Vorwärts i.O. oder Rückwärts i.O., nie aber in beide Richtungen. Irgendwann er hat sich entschieden mit RR Konakt aufzunehmen und so ist sein Fahrwerk im Moment bei RR. Fährt er nicht gerade die 123, ist er mit den Detailarbeiten am Gehäuse und Tender beschäfftigt:-)

Eigentlich wäre auch noch die Verbundlok 106 für eine Probefahrt bereit gewesen, aber die Gasdüse war verstopft...etwas das ich auf der Anlage nicht reparieren kann!


Gruss Christoph & Theo

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 Betreff des Beitrags: Re: RhB G4/5 als Kohlelok
BeitragVerfasst: 04.08.2020, 22:51 
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Hallo ihr Zwei,
eine wunderschöne Lok habt ihr da geschaffen. Sowohl technisch und optisch ein Leckerbissen. Das klingt auch richtig nach Dampflok. :TOP :TOP :TOP
Wie bekommt man die Überdruckventile dahin, dass sie so abrupt schließen?

Viele Grüße
Michael

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Viele Grüße
Michael


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 Betreff des Beitrags: Re: RhB G4/5 als Kohlelok
BeitragVerfasst: 05.08.2020, 13:17 
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Hallo Christoph
Ich gratuliere Dir :TOP eine tolle Lok mit einem super Sound hast Du da geschaffen.
Mir persönlich gefällt die Langsamfahrt besser weil da der Taktschlag vom Abdampf so richtig toll ist.
Freundliche Grüsse :lol:
Georg

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Ein Dampfmodell lebt
http://www.youtube.com/channel/UCwj9ecb2BeW_bWSSw-AhsZQ


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 Betreff des Beitrags: Re: RhB G4/5 als Kohlelok
BeitragVerfasst: 05.08.2020, 17:07 
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Hallo ihr Zwei,

einfach wunderschön anzuschauen :B

Viele Grüße Ralf


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 Betreff des Beitrags: Re: RhB G4/5 als Kohlelok
BeitragVerfasst: 05.08.2020, 21:05 
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Hallo Kohlelokinteressierte

@Michael: die Überdruckventile sind von Ralf Reppingen. Wie der genaue Aufbau ist, müsste er dir schildern. Wenn gelegentlich das abrupte Schliessen aufhört (der Druck sinkt dann viel weiter, bis das Ventil schliesst), muss die Federführung welche aus dem Ventil schaut mit einer Spitzzange ausgezogen werden, um sie danach los zu lassen damit die Kugel mittels der Federkraft zurück auf den Ventilsitz geschleudert wird. Dies einige Male wiederholen. Auch einen Tropfen Öl während der Lagerung der Lok schadet dort nicht.

@Michael, Georg und Ralf: es freut uns, wenn die Lok und ihre Geräusche euch gefallen, sie tun es uns auch.

Erst heute habe ich den Rost ausgezogen um mir ein Bild der Asche zu machen. Der grösste Teil dieser Asche war noch auf dem Rost und nicht im Aschenkasten. Dorthin können nur Teile die <3mm sind gelangen, weil zwischen den Roststäben 3mm Distanz ist. Es verbleibt zuviel Asche zwischen noch unverbrannten Kohle- und Antrazitstücken. Deshalb nach fast 2 Stunden Dampfbetrieb ein immer schlechteres Feuer.



Bild


Ich vermute, dass der eingebaute Feuerschirm das Wegziehen der Asche in die Rauchkammer verhindert. Ein Blick in die Rauchkammer bestätigt es, hier dürfte viel mehr Aschenrückstände vorhanden sein.



Bild



Abhilfe werden Löcher im Feuerschirm sein, so wie Dampfandy es in seiner Kohle S3/6 realisiert. Der Feuerschirm soll nur noch verhindern, dass beim Kohle nachlegen nichts in die Rauchrohre gelangt. Ascheteile sollen aber in die Rauchkammer gesogen werden.

Die Hilfsbläserleitung werde ich auch noch umbauen, sie soll im mittleren Rauchrohr eine Dampftrocknung erhalten. Der Hilfsbläser sollte danach nur noch Rauschen und nicht Blubbern (siehe erste Szene im Filmli), und daher auch effizienter werden.


Gruss, bis zum nächsten Mal

Christoph

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 Betreff des Beitrags: Re: RhB G4/5 als Kohlelok
BeitragVerfasst: 05.08.2020, 23:34 
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Hallo Christoph

Ich finde es toll, was ihr da aufbaut. Es macht wirklich Spaß daran teilzuhaben, wie ihr Dinge löst und Erfahrung sammelt. Vielen Dank an dieser Stelle, dass ihr uns teilnehmen lasst. Und nicht zuletzt werden das zwei richtige Schmuckstücke :B

Es klingt in den Videos so, als sei der Hilfsbläser teilweise auch während der Fahrt an. Ich habe während der Fahrt nicht so gute Erfahrungen mit dem Hilfsbläser gemacht. Ich habe die Vermutung, dass sich die Dampfstrahlen von Hilfsbläser und Abdampf gegenseitig "im Weg" sind. Außerdem ist es eben ein weiterer Verbraucher der Dampf frisst. Dass auf dem Rollenprüfstand der Abdampf der Maschine unter Umständen (bei ungebremsten Rädern) nicht ausreicht und man mit dem Hilfsbläser zufüttern muss, ist verständlich. Aber während der Fahrt mit etwas Last sollte der Abdampf der Maschine ausreichen.
Sollte das nicht der Fall sein, dann zuerst die Konzentrizität von Düse und Schornstein überprüfen. Wenn die stimmt, dann mit Durchmesser, sowie Abstand Düse - Schornstein so lange experimentieren, bis das passt. Daumenwert ist, dass der Dampfstrahl die Düse mit einem Winkel von 16° verlässt. Damit kann man die Geometrie schon in etwa vorhersagen und es bleibt nur noch das Feintuning. Geschraubte Düsen, abgedichtet mit einem O-Ring sind hier sehr hilfreich.

Mit einer Mischung von Holzkohle und Anthrazit habe ich damals auch keine guten Erfahrungen gemacht (Cocoskohle ist nicht großartig besser gewesen). Am Ende bin ich immer wieder bei der reinen Lokkohle gelandet. Die brennt vernünftig an und verzeiht auch ein wenig was. Nicht ganz so viel, wie die Holzkohle, aber weitaus mehr als Anthrazit. Und, was vor allem wichtig ist: Die Lokkohle bringt ein weißglühendes Feuer und zusätzlich auch Flammen, was dem Kessel auch eine entsprechende Dampfmenge entlockt. Wenn alle Parameter stimmen, hat man mit einer Kohlelok ein ungeahntes Kraftpaket.

Viele Grüße
Janosch

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Der Langsamste, der sein Ziel nicht aus den Augen verliert, geht immer noch schneller als der, der ohne Ziel herumirrt (Gotthold Ephraim Lessing)


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 Betreff des Beitrags: Re: RhB G4/5 als Kohlelok
BeitragVerfasst: 06.08.2020, 22:03 
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Hallo Janosch

Besten Dank für dein Interesse, das Kompliment und deine Ausführungen. Sie sind für uns wertvoll, denn du hast Erfahrungen, an die wir uns erst herantasten.
Du hast es richtig erkannt, der Hilfsbläser ist teilweise auch auf der Fahrt in Betrieb. Dies hat mit der speziellen Anlage und unserer noch lehrhaften Fahrweise zu tun.
Wären wir Spur I Kohlelokfahrer, müssten wir an diesen Loks nichts mehr Ändern, denn um im Ebenen zu Fahren würden auch 2,5- 3bar völlig ausreichen, um einen Zug längere Zeit ohne Kohle nach zu legen, in Betrieb zu halten. Wir haben aber bewusst gebirgstaugliche Loks mit Fernsteuerung gebaut und möchten sie auch in diesem Umfeld betreiben. Es ist uns bewusst, dass dies ein herausforderndes Ziel ist. Deshalb muss Lokmässig alles Passen damit die Dampfproduktion auf Bergfahrt im Ebenen, Tal- und wieder Bergfahrt jederzeit gewährleistet ist. Die Kunst dabei ist, nicht zu viel, aber auch nicht zu wenig Dampf im richtigen Moment zur Verfügung zu haben. Das heisst, die Bedienung der Lok und ihrer Armaturen muss sich dem Streckenprofil anpassen, und das will geübt sein. Dass dabei nebst dem Rost und der Kohle die Rauchkammer mit dem Blasrohr und dem Hilfsbäser sehr wichtige aufeinander abgestimmte Bauteile sind, haben wir auch aus der Broschüre "Der Betrieb von Spur 1 Dampflokomotiven mit richtiger Kohle" der Spur I Kohlefahrer entnommen. Diese haben dort ihre Erfahrungen mitgeteilt und wir bedienen uns auch gerne an diesem Wissen.

Bei den nächsten Versuche werde ich keine Mischungen von Kohlearten mehr machen, sondern einmal nur mit Kokusnusschalenkohle fahren um die Ascheproduktion beurteilen zu können. Vorgängig möchte ich aber den Feuerschirm noch mit Löcher bearbeiten, falls ich ihn durch den Aschkasten ausbauen kann. Auch die Rauchkammer wird einmal bei kalter Witterung göffnet um den Dampfstrahl vom Blasrohr und Hilsbläser optisch beurteilen zu können. Dies sind, wie du schreibst sehr wichtige Faktoren die zu einer guten Feueranfachung führen.

Noch eine Frage: Ziehst du gelegentlich einen Hacken auf dem Rost durchs Feuer während dem Dampfbetreib?

Beste Grüsse Christoph

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 Betreff des Beitrags: Re: RhB G4/5 als Kohlelok
BeitragVerfasst: 07.08.2020, 14:46 
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Hallo Christoph,

nein, bitte nicht im Feuerbett rühren, die entstehenden Löcher vermindern die Dampfproduktion.
Es wird immer nur eine neue Schicht Kohle draufgelegt, fertig.
Berg und Tal/Ebenen-Fahrten sind sehr anspruchsvoll. Um das gut zu realisieren ist eine Falschluftreglung unerlässig.
Leider wusste ich das beim Bau meiner BR 52 noch nicht und deshalb blasen auch die !beiden! Sicherheitsventile regelmäßig ab.
Bei der BR 01 habe ich das besser gemacht, die Falschluftsteuerung ist "Gold"-wert.

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Mein Yuotube Kanal: https://www.youtube.com/channel/UCZTYz- ... F5w/videos
Dampfgruß von Dampfandy


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