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 Betreff des Beitrags: Re: RhB G4/5 als Kohlelok
BeitragVerfasst: 02.02.2020, 18:38 
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Hallo Christoph

zunächst besten Dank für den hervorragenden und ausführlichen Bericht über den Bau des Kessels.
Ich nehme an, dass Du den Injector von Walter eingebaut hast.
Mich würde nun interessieren, wie Du die Verrohrung des Injectors vorgenommen hast.
Aus Deinen Bildern entnehme ich, dass Du den Dampf mit einem Pfeiffenventil regelst.
Welche Dimensionen haben das Rohr für Dampf-zu und Dampf-ab beim Injector?
Wie ist das Rückschlagventil am Kessel bemessen?
Da ich meine BR01 auch mit dem Injector von Walter bestücken möchte, wären mir die Angaben von Dir sehr hilfreich.
Hierfür im Voraus schon mal besten Dank.

Mit besten Grüßen

Günter


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 Betreff des Beitrags: Re: RhB G4/5 als Kohlelok
BeitragVerfasst: 03.02.2020, 10:30 
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Hallo Günther

Es freut mich/uns, dass der Baubericht gefällt. Ja der Injektor ist von Walter, es ist der grösser Typ den er Herstellt. Ich hoffe sehr, dass er wieder nach Schramberg kommt, denn ich brauche noch einen dritten, diesmal den kleineren Typ für eine andere, gasbefeuerte Lok.
Im Baubeschrieb der Verbundlok: 34487225nx30160/bauberichte-f22/regner-rhb-g-4-5-t342.html auf Seite 8 und 9 ist der Injektor beschrieben und die Funktion mit einem kleinen Film aufgenommen. Ich bin totaler Fan dieser Injektoren und derjenige auf der Verbundlok hat bis jetzt problemlos funktioniert. Alle Wasser- und Dampfleitungen zum und vom Injektor sind aus 3mm Kupferrohr. Die drucklosen Ansaug- und die Überlaufleitungen habe ich mit Silikonverbindungen ausgeführt, damit ich nicht am Injektor selber Lötungen vornehmen musste, und auch damit ich den Injektor jederzeit problemlos ausbauen kann. Auch kann, dank der Silkonansaugleitung vom Tender die Durchflussmenge mit einer einfachen Drahtschlaufe oder Ähnlichem auf den Kesseldruck eingestellt (gedrosselt) werden.
Die Dampfregulierung zum Injektor funktioniert mit einem Pfeiffenventil, denn am Anfang bracht es ganz wenig Dampf um einmal Wasser anzusaugen. Dazu muss man die Überlaufleitung im Blick haben. Eventuell muss man dann nochmals ganz minim weniger Dampf geben, bis plötzlich nur noch Wasser aus der Überlaufleitung Austritt. Dies ist der Moment um das Pfeiffenventil ganz zu öffnen, die Speisung von Tenderwasser in den Kessel beginnt. Bei meiner Einstellung fliessen nun in 8- 9 Sek. ca. 20ml Wasser in den Kessel. Dies entspricht ca. 10 Pumpenhüben mit der Handspeisepumpe. Die Bedienung ab Fernsteuerung bedingt zum Ansaugen wirklich nur ganz feine und kleine Steuerknüppelbewegungen, aber ist lernbar. Der Vorteil vom Injektor ist das Speisen auch im Stillstand der Lok. Das Speisen während der Fahrt ist möglich wenn man einwenig Übung hat und der Ausfluss der Überlaufleitung während der Fahrt sichtbar ist.
Alle Armaturen (auch das Rückschlagventil) ausser dem Wasserstand sind von https://www.echtdampfwelt.de
Nun wünsche ich dir viel Erfolg und Spass mit deinem Injektor.

Beste Grüsse Christoph

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Mein Vorsatz: Mehr Pausen zwischen dem Nichtstun...Vor allem längere... :E


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 Betreff des Beitrags: Re: RhB G4/5 als Kohlelok
BeitragVerfasst: 03.02.2020, 17:39 
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Hallo Christoph

ganz herzlichen Dank für deine rasche Antwort auf meine Fragen.
Zwei Fragen bleiben bei mir noch offen:
Zu den CU-Rohren zum und vom Injector schreibst Du 3mm. Ist hier Innen oder Außenmaß gemeint.
Mit der Einspeisung am Wasserstand hast Du mich auf eine tolle Idee gebracht. Ich habe bei meiner BR01 beim Bau leider keine Anschlüsse für weite Komponenten vorgesehen. Beim Wasserstand kann ich aber problemlos nachrüsten.

Für den Weiterbau deiner RhB G4/5 wünsche ich Dir viel Erfolg.

Mit besten Grüßen
aus dem bis jetzt schneelosen Badnerland

Günter


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 Betreff des Beitrags: Re: RhB G4/5 als Kohlelok
BeitragVerfasst: 04.02.2020, 10:07 
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Guten Tag Günter

Zum Injektor von Walter habe ich beim Kauf eine "Betriebsanleitung für den Injektor" erhalten. Darin steht viel Wissenwertes über den Injektor, die Montage, Funktionsweise und die Bedienung.
Die Kupferleitungen haben 3mm Aussendurchmesser.

Beste Grüsse Christoph

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 Betreff des Beitrags: Re: RhB G4/5 als Kohlelok
BeitragVerfasst: 11.02.2020, 19:16 
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Die Entjungferung

beider Kessel hat stattgefunden. Zuerst draussen, dann drinnen weil es dermassen blendete so dass man im Feuerloch nichts sah. Dazu verwendeten wir die Riverdale Kohle von Joep. Beide Kessel haben Dampf gemacht bis zum Abblasen. Bei beiden Kessel muss aber das Feuer richtig aufgebaut und gepflegt werden, sonst kommt das plötzliche Aus und das Feuer ist nicht mehr zu retten. Beide Kessel haben viel Dampf für den Hilfsbläser verbraucht, die Bohrungen der Hilfsbläserdüsen müssen kleiner werden. Und beide Heizer werden Üben, Üben, Üben müssen. Die Feuerung wird eine Herausforderung, weil diese Kessel eine grosse aber keine sehr tiefe Feuerbüchse haben. Wir bleiben dran.
Es blieb fast keine Zeit um Bilder zu machen, auch der Injektor musste noch warten.

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Der Kessel von Theo:



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Und beide haben durch das erste Feuer in ihren Kesseln die ersten Hausaufgaben bekommen (Undichtigkeiten an Armaturen etc.)

Gruss Theo&Christoph

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 Betreff des Beitrags: Re: RhB G4/5 als Kohlelok
BeitragVerfasst: 11.02.2020, 20:24 
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Hallo Theo & Christoph,

gelungene Kohlekesselkonstruktion. Besonders gefällt mir der seitlich angebrachte Wasserstand, Hier besteht keine Gefahr mal ans Glasröhrchen zu stoßen.
Das habe ich oft anders gesehen, naja beim Kohleschaufeln mal kurz gezittert ...bei Euch kann nicht's passieren.

Sehr gut gemacht!

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Dampfgruß von Dampfandy


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 Betreff des Beitrags: Re: RhB G4/5 als Kohlelok
BeitragVerfasst: 12.02.2020, 08:14 
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Ja Dampfandi,
die gelungene Konstruktion muss noch zeigen was sie kann. Der Wasserstand ist gewollt aus der Schusslinie der Schaufel entfernt worden, die Inspiration dazu hat und das Bild hier gegeben: https://www.accucraftestore.com/ng-c25.

Gruss Christoph&Theo

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 Betreff des Beitrags: Re: RhB G4/5 als Kohlelok
BeitragVerfasst: 17.02.2020, 09:03 
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Der Führerstand

ist auch eine Herausforderung. Hier kommt alles zusammen und es sollte funktioniell und trotzdem übersichtlich bleiben, da bei einer Kohlelok der Wasserstand und die Feuertür die wichtigsten Teile im Führerstand sind und deshalb deren Funktion nicht durch Leitungen, Servoantreiben etc. behindert werden sollte. Meine Lok erhält eine Feuertür Bauart Riverdale, welche aber mit der Fernsteuerung bedient wird. Mittels der Feder am Servoarm, kann man so die Türe absolut dicht schliessen. Gleichzeitung wurde auch das Herrmann Dampfregelrventil mit dem Servo verbunden. Dieses eignet sich besonders gut, da der geschlossene Zustand dadurch erreicht wird, dass die Ventilspindel ohne Anschlag gedreht werden kann.

Hier ein kleiner Film der Funktionen: [youtube]http://youtu.be/E3Fi-jQVsBU[/youtube]

https://youtu.be/E3Fi-jQVsBU

Gruss Christoph

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 Betreff des Beitrags: Re: RhB G4/5 als Kohlelok
BeitragVerfasst: 17.02.2020, 10:54 
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Hallo Christoph,
hast Du keine Angst um Deine Servo, so dicht am heißen Kessel? Oder kommt noch eine Abschirmung davor.
Ansonsten, wie immer, saubere Arbeit!
Grüßle,
Reinhold

_________________
....und immer 'ne handbreit Wasser über der Feuerbüchse!


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 Betreff des Beitrags: Re: RhB G4/5 als Kohlelok
BeitragVerfasst: 17.02.2020, 17:13 
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Hallo Reinhold

Die Servos sind meiner Meinung nach genug weit weg vom heissen Kessel. Sie sind ausser hinten, wo sie an der Führerhausseitenwand anliegen, ringsherum von Luft umgeben. Ich habe 2 solcher Servos in einer anderen Lok seitlich über dem Kessel verbaut, dort bis jetzt ohne Probleme. Der Servoarm zum Regler könnte aber ev. weich(er) werden, jedenfalls sind 0,5 mm Alubleche bereit um einen Schutz gegen die Hitzestrahlung zwischen Kessel und Servoarm herzustellen. Luft ist aber immer noch die beste Isolation zwischen der Hitze und empfindlichen Teilen.
Ich riskiere es, wir werden sehen.

Gruss ins Grüssleland
Christoph

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