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 Betreff des Beitrags: Uralt-Lötbrenner brauchbar?
BeitragVerfasst: 31.12.2011, 13:07 
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Hallo zusammen,

ich weiß, dass wir an vielen Stellen schon über verwendbare Brenner zum Hartlöten geschrieben haben. Bevor ich aber mir einen mehr oder weniger teuren Brenner kaufe, möchte ich eure Meinungen zu meinem Kellerfund hören: Dieses Gerät stammt von meinem Großvater. Die sehr schwere Flasche kann mit einem Adapter aus einer Propangasflasche gefüllt werden (das Risiko ist mir bewusst). Denkt ihr, dass dieser Brenner zum Löten taugt (genug Leistung etc.)?

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Für mich, der noch nie hartgelötet hat ist es schwer zu beurteilen, ob es nicht klappt weil ich es nicht kann oder der Brenner nix kann :WN

Viele Grüße und guten Rutsch
Arne


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 Betreff des Beitrags: Re: Uralt-Brenner brauchbar?
BeitragVerfasst: 31.12.2011, 13:25 
Hallo Arne

Prinzipiell müsste es funktionieren mit dem Hartlöten. Der Brenner sieht soweit nicht schlecht aus und dürfte durchaus etwas Leistung haben. (Hat er eine rauschende Flamme oder eine die praktisch gereuschlos ist?)
Die Frage ist jetzt aber wieso es nicht funktioniert.

Häufig ist die Temperatur zu gering? (Das Flussmittel wird unruhig und es "fliesst" dann auf der Fläche davon wobei es eine blanke Oberfläche hinterlässt)
Die Werkstücke glühen dann schon gaaanz leicht (im Dunkeln sieht mans etwas), wenn die Löttemperatur fürs silberlot erreicht ist.

Die Frage ist jetzt aber
Was für Lot hast du überhaupt verwendet? Das hat nämlich einen erheblichen Einfluss!

Am Anfang ist die sehr nützlich.

Gruss Florian


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 Betreff des Beitrags: Re: Uralt-Brenner brauchbar?
BeitragVerfasst: 31.12.2011, 13:29 
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*** SchienenDampfer
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Hallo Florian,

Florian hat geschrieben:
Die Frage ist jetzt aber wieso es nicht funktioniert.

ich hab's noch nicht probiert :lol: Entschuldige wenn ich das falsch ausgedrückt habe.

Ich wollte nur eure Meinung zu dem Brenner hören, bevor ich ihn richtig befülle (dafür brauche ich erstmal Gas). Ich muss also auch in diesen Brenner etwas investieren und bevor ich das mache wollte ich wissen, ob sich das lohnt!

Lot habe ich liegen: Fontargen A 312 (Lot) und F 300 H Ultra NT (Flussmittel). Das müsste doch passen, oder?

Florian hat geschrieben:
(Hat er eine rauschende Flamme oder eine die praktisch gereuschlos ist?)

Faucht und rauscht recht imposant. Raketenbrenner? :lol:

Gruß
Arne


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 Betreff des Beitrags: Re: Uralt-Brenner brauchbar?
BeitragVerfasst: 31.12.2011, 13:38 
Hallo Arne

Achso ist das 8)

Wenn du schon etwas Gas drin hast, dann kannst du mal einen Messingklotz (20 mm Würfel oder ähnlich in der Grösse) nehmen und den mal erhitzen und schauen wie lange es dauert bis er zu Glühen beginnt.

Es ist halt relativ schwer abzuschätzen wie gross die Flamme ist, ich würde aber mal sagen so ca. 10 cm lang? Und der helle Kegel innen ca. 4 cm?
Wenn ja ist das schon mal ein gutes Indiz.

Wenn der Brenner den Klotz zum Glühen bringen kann ist das schon mal gut, wenn er nach nicht allzulanger Zeit hellorange glüht, dann kannst du mit dem Brenner schon ne Menge anfangen.

Du kannst auch mal schauen was für eine Düse drin ist. (Teilweise sind sie angeschrieben)
Falls die angeschrieben ist und so im Bereich von 0.2 bis 0.3 mm Durchmesser ist (ist in Zehntelmillimetern angegeben, z.B. 24 oder 22 usw..) dann ist das sicher schon mal gut.

Gruss Florian
ps: Diesen Brenner kann man vermutlich mit einem Druckminderer direkt an eine grosse Flasche anhängen, dann brauchst du nicht umzufüllen. Eine 5Kg Flasche plus Druckminderer dürfte auch nicht allzu teuer sein und den Rest könntest du auch für einen anderen Brenner verwenden, falls der Brenner zu schwach ist.


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 Betreff des Beitrags: Re: Uralt-Brenner brauchbar?
BeitragVerfasst: 31.12.2011, 14:03 
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*** SchienenDampfer
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Hallo Florian,

danke für deine Einschätzung! :TOP

Florian hat geschrieben:
Messingklotz (20 mm Würfel oder ähnlich in der Grösse) nehmen und den mal erhitzen und schauen wie lange es dauert bis er zu Glühen beginnt.

Hatte ich nicht, Kupferrohr, etwa 28x1,5 fing am Ende nach gefühlten 1,5 min an zu glühen.

Florian hat geschrieben:
Es ist halt relativ schwer abzuschätzen wie gross die Flamme ist, ich würde aber mal sagen so ca. 10 cm lang? Und der helle Kegel innen ca. 4 cm?

Bei "friedlicher Flamme" etwa 17 und 5cm, wenns richtig faucht 20+ und 8-10cm innen (außen hat die Flamme dann keine "scharfe" Form mehr).

Florian hat geschrieben:
ps: Diesen Brenner kann man vermutlich mit einem Druckminderer direkt an eine grosse Flasche anhängen, dann brauchst du nicht umzufüllen. Eine 5Kg Flasche plus Druckminderer dürfte auch nicht allzu teuer sein und den Rest könntest du auch für einen anderen Brenner verwenden, falls der Brenner zu schwach ist.

Das ist eine gute Idee. Wenns klappt mit dem Löten werde ich das machen. Was mich wundert ist, dass in der kleinen Flasche ja auch Flüssiggas ist, aber kein Druckminderer dran... 5kg und 12kg-Flaschen habe ich ohnehin noch ein paar stehen, die muss ich dann mal tauschen.

Ich denke, ich werde es mit dem Brenner versuchen und mir demnächst ein paar Übungsstücke suchen. Zuerst habe ich noch ein paar Messing-L-Profile und reste an Kupferrohr (Wasserleitung) und etwas Kupferblech. Die werde ich dann mal zusammenbraten. Langfristig möchte ich an meinen Zylindern rumlöten oder auch mal einen einfachen Kessel. Aber das sind dann eigene Themen wert, wo ich noch gaaanz viele Tipps brauche. Aber ohne dieses Forum würde ich Schreibtischtäter und Holzbastler überhaupt nicht auf solche Ideen kommen :TOP :TOP :TOP

Viele Grüße
Arne


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 Betreff des Beitrags: Re: Uralt-Brenner brauchbar?
BeitragVerfasst: 31.12.2011, 14:10 
Hallo Arne

Nun wenn die Flamme so gross ist, dann dürfte das ganz gut gehen zum Löten.
Für feinere Lötarbeiten wirst du dann jedoch einen kleineren Brenner brauchen, weil du mit diesem die Hitze nicht sehr zielgerichtet zuführen kannst.

Wichtig ist, dass du dir ein paar Schamottsteine besorgst um die Lötarbeiten darauf auszuführen. Die kriegt man im Baumarkt (Hornbach oder ähnliche).
Ich würde sagen eine dicke Platte als Unterlage (die sind ca. 4cm dick wenn ichs richtig im Kopf habe) und 2 Platten um die "Wände" zu machen reicht für den Anfang gut.
Die Wände brauchts bei grösseren Arbeiten, bei kleinen gehts auch ohne.
Und dann wäre eigentlich einfach Üben angesagt!

Ach und wegen dem Flüssiggas: Die kleine Flasche hat vermutlich ein gutes Regelventil dran...?
Ich weiss es sonst auch nicht so genau...
Es könnte aber sein, dass du dann mit dem Druckminderer etwas weniger Leistung hast, als wenn du die kleine Flasche verwendest. Müsste man aber ausprobieren.
Achja, Camping-Druckminderer sind ungeeignet. Idealerweise verwendet man solche die bis zu 4 Bar Gasdruck zulassen und einstellbar sind. (bis auf 1 Bar oder gar tiefer).
Da gibts z.B. von der Firma Rothenberger einen (kenn ich halt grad) der kostet 18.90 Euro.

Gruss Florian


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 Betreff des Beitrags: Re: Uralt-Brenner brauchbar?
BeitragVerfasst: 31.12.2011, 14:49 
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Florian hat geschrieben:
Für feinere Lötarbeiten wirst du dann jedoch einen kleineren Brenner brauchen, weil du mit diesem die Hitze nicht sehr zielgerichtet zuführen kannst.


Hallo Arne

Es ist wohl schwierig alleine mit einem Foto der Flamme zu beurteilen was ein Brenner taugt, wie schon Florian bemerkt hat kommt es auch auf das Geräusch an. Auf deinem Foto vermisse ich einen schlanke, spitzen, scharfen Flammenkegel, dieser ist wichtig um eine brauchbare Lötstelle zu bekommen weil du mit einem solchen Flammenkegel eben ganz gezielt das Lot dort hin bringst wo es sein soll ohne dabei zu heiss oder zu kalt zu löten.
Das deinem Brenner diese Form des Flammenkegels fehlt kann durch Verschmutzung verursacht sein. Ältere Brenner lassen sich oft zwecks Reinigung zerlegen, im Zubehör sind Düsennadeln mit dabei, damit kann die Gasdüse gereinigt werden. Die Düsennadeln sind wie die Düsen selber bezeichnet, genau so wie es Florian schon geschrieben hat. Passt eine grössere Nadel in die Düse, hat letztere ihre "Lebensdauer" überschritten. Also den Brenner wenn möglich zerlegen und Reinigen.
Ich kenne solche Lötgeräte vor allem aus der Bauspenglerei, sie wurden verwendet um Kupferteile mittels Weichlöten zu verbinden, dafür scheint mir die Flamme geeignet.
Deine Gasflasche ist schon alt, wann wurde diese das letzte Mal geprüft? Den Vorschlag von Florian ein Regelventil für die handelsüblichen 5Kg Gasflaschen zu beschaffen und damit zu arbeiten möchte ich dir auch empfehlen, vielleicht gönnst du dir gleich auch noch einen neuen Gasschlauch.

Zum Löt-Arbeitsplatz selbst: Schamottsteine als Unterlage eignen sich vorzüglich, "Wände" oder andere "Einhausungen" für grössere Werkstücke habe ich noch nie gebraucht, bzw. ich habe es auch nie so gelernt. Grössere Werkstücke benötigen eine entsprechend Leistungsfähige Lötanlage und entsprechendes Vorgehen (richtiges Vorwärmen). Mit grösseren Werkstücken meine ich Teile wie z.B. den Kessel. Mehrere Kg schwere Teil miteinander verlöten (wie auf dem Bau) kommt bei unserem Hobby kaum vor.
Eine Alternative zu Schamottsteinen sind Promat-Platten, diese sind hitzebeständiger, können somit dünner gewählt werden und brechen weniger schnell sind aber teuer.

Zu Schluss möchte ich nochmal Florian zitieren:
Florian hat geschrieben:
Und dann wäre eigentlich einfach Üben angesagt!

Viel Erfolg beim Hartlöten.

_________________
Grüsse
Beat


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 Betreff des Beitrags: Re: Uralt-Brenner brauchbar?
BeitragVerfasst: 31.12.2011, 14:57 
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Hallo Arne!

Du kannst statt Schamott auch Ytong nehmen. Ist preiswerter aber nicht abriebfest :wink:

vlg, Christian

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Die Gier ist die Mutter aller Probleme, die Angst der Vater!


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 Betreff des Beitrags: Re: Uralt-Brenner brauchbar?
BeitragVerfasst: 31.12.2011, 15:11 
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Hallo zusammen,

ich werde es erstmal mit den Steinen, die hier rumliegen versuchen, ich glaube ytong... Zum probieren sollte das reichen. Später kann ich mir dann was besseres kaufen.
Ich glaube auch, dass der Brenner zum Rohre-Weichlöten benutzt wurde. Wahrscheinlich zuletzt vor 20 Jahren. Ich werde mal nach Schlauch und Druckminderer schauen, selbst wenn ich mir langfristig noch einen anderen Brenner kaufe, kann ich diesen ja zum Wärmen größerer Teile verwenden.

Mir war natürlich klar, dass man den Brenner nur sehr schlecht anhand der Bilder beurteilen kann. Aber die Tatsache, dass keiner geschrieben hat "Oh gott, damit kann das nie im Leben was werden", reicht mir eigentlich schon.

Hier nochmal ein Video der Flamme:


Am Ende ist sie etwa 15-17cm lang.

Viele Grüße
Arne


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 Betreff des Beitrags: Re: Uralt-Lötbrenner brauchbar?
BeitragVerfasst: 01.01.2012, 12:37 
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Hallo Arne!

Ich denke zum Kessellöten ist der ideal - und für kleinere Teile kannst ja schaun ob Du günstig was so in der Richtung bekommst: http://www.discounto.de/Angebot/Loetbre ... 000-12980/

vlg, Christian

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