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Die private Lounge für Echtdampf auf Spurweiten bis 3 1/2“ mit Schwerpunkt 45mm
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 Betreff des Beitrags: Re: Meine MSS
BeitragVerfasst: 19.07.2016, 21:48 
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Hallo,

es ging in der letzten Zeit nicht recht voran aber jetzt kann ich mal wieder ein wenig berichten. Zuerst: Mikroskop-Objektträger sind nicht das richtige Glas. Meines ist beim Abkühlen nach dem ersten Anheizen gerissen. Hat jemand eine Idee, wo man Quarzglas in 1 - 1,5 mm Stärke her bekommt?

Auch bei der Umsteuerung gibt es noch nichts vorzeigbares - der erste Servo war zu schwach und der zweite harrt seines Einbauversuches. Da wollte ich auch noch das Gestänge verlegen, das ist auch noch nicht geworden.

Aaaaber - der Tendertank bewegt sich in die richtige Richtung. Der kleine Tank in der Lok wird per Chicken-Feed-System auf mittleren Füllstand gespeist, über Silikonschläuche wird der Tank im Tender angeschlossen. Dieser kann mittels zweier umfunktionierter Zischhähne zum Nachfüllen komplett abgesperrt werden.

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Die Teile sind fertig und einige Kleinteile auch schon gelötet und versäubert.

Anschluss an den Originaltank:
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Angesichts der Falze und übergroßen Laschen hätte ich lieber dickeres Blech nehmen sollen und per Zinkung verbinden wie ich schon mal gesehen habe. Aber man sieht es ja eigentlich nicht.

Blech ...
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Hähne und Füße ...
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Verschluss und Anschlussfuß ...
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Stellprobe ...
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Der Druckausgleich nach oben in die Mitte geführt
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Ich habe schon ein paar Experimente mit dem Hochtemperaturweichlot (250°) und dem normalen Elektroniklot und Reflowpaste gemacht. Bei 210° Lufttemperatur (sagt das eingebaute PT100) oder 230° Wandtemperatur (sagt das 20€ Mini-Pyrometer von C....d) schmilzt das Lot zuverlässig und das Hochtemperaturlot hält unter Last (Scherkraft).

Ich werde also im ersten Schritt das das große Tankteil im selbstgebauten Reflowofen vorwärmen und dann mit dem Lötkolben und weiterem HT-Lot die Füße und den Verschluss dicht anlöten. Im zweiten Schritt wird dann der Tank zusammengelötet (im Ofen und mit dem Kolben nachgearbeitet). Hat da noch wer einen Ratschlag, bevor ich anfange?

Mal sehen, ob das klappt.

Viele Grüße, Stefan

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 Betreff des Beitrags: Re: Meine MSS
BeitragVerfasst: 06.08.2016, 15:58 
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Hallo,

stth hat geschrieben:
Ich werde also im ersten Schritt das das große Tankteil im selbstgebauten Reflowofen vorwärmen und dann mit dem Lötkolben und weiterem HT-Lot die Füße und den Verschluss dicht anlöten. Im zweiten Schritt wird dann der Tank zusammengelötet (im Ofen und mit dem Kolben nachgearbeitet). Hat da noch wer einen Ratschlag, bevor ich anfange?

Mal sehen, ob das klappt.


Ich würde es nicht "klappen nennen, aber es ging. Schritt eins war weitestgehend problemlos. Nur das Luftrohr hat sich ein wenig gewehrt.

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Bei Nummer zwei habe ich vier Dinge gelernt: Reflowpaste läuft weg. Spalte müssen wirklich eng sein. Vorwärmen ist zwar gut, die Lötlampe ist trotzdem besser als der Lötkolben. Beim nächsten mal dickeres Blech und dafür keine Laschen. Das unverputzte Ergebnis kann man nicht vorzeigen, sonst macht das noch wer nach. Aber: der Karren ist jetzt sauber und vor allem: DICHT.

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Als nächstes wird lackiert und dann die Hähne installiert (einer von beiden muss am Tank zusammengebaut werden, der zweite kann nämlich nicht am ersten vorbei gedreht werden (hätte man mal vorher bedenken können).

Jetzt die spannende Frage: welcher Lack hält Spiritus gut aus?

Viele Grüße,
Stefan

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 Betreff des Beitrags: Re: Meine MSS
BeitragVerfasst: 06.08.2016, 20:35 
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Hallo Stefan!
stth hat geschrieben:
Jetzt die spannende Frage: welcher Lack hält Spiritus gut aus?

Lt. Rat von Herrn Faber von billigsspray.at geht 2K-Lack.
Ich habe meinen Schienenreinigungswagen mit dem Royal-Lack (acryl)von Ihm, wie alle meine Modelle lackiert, der Spiritus nicht abkann. Mit dem 2K-Klarlack darüber habe ich den Wagen resistent bekommen. Allerdings ist an einigen Stellen Spiritus hinter den Klarlack gekommen, was unschöne Stellen verursacht hat.
Die Topfzeit, d.h. die Verarbeitungszeit nach Auslösung der 2K Mischung der Spraydose wird mit mind. 5Std angegeben. Das reicht für mehrere Farbgänge.
Gruß Gerd


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 Betreff des Beitrags: Re: Meine MSS
BeitragVerfasst: 07.08.2016, 23:49 
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Hallo Stefan,

generell dürften Produkte aus dem guten Autoreparaturlacksektor, was für ein Wort, geeignet sein. Benzin-, öl- und dieselbeständige Produkte trutzen allemal Ethanol. Nimm aber bitte nicht den vom Baumarkt, auch wenn Autolack drauf steht, sondern den, den auch KfZ-Werkstätten kaufen, nicht nur weil der dort zumeist günstiger ist, sondern dieser auch halten muss, was in der Spezifikation steht. :BT

Ich hole das Zeug immer .

Einen 2K Lack braucht es dazu nicht, aber er ist generell eine sehr gute Empfehlung, wenn er chemikalienresistent ist und das sind praktisch alle.

Deine Brennerlösung finde ich recht elegant gelöst. Damit wird die ja zum perpetuum Mobile! Was die Servos anbetrifft, so habe ich gestern meine mit Karsten wieder einmal angeheizt. Die alleinige Steuerung des Umsteuerhebels genügt vollauf, um die feinfühlig als Rangierlok steuern zu können. Der händische Dampfhahn war dabei immer voll geöffnet.

Grüße

Fritz


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 Betreff des Beitrags: Re: Meine MSS
BeitragVerfasst: 08.08.2016, 18:05 
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Hi Stefan

Ich Glaube du wirst Probleme bekommen mit dem Luftrohr, das ist nach meinen Erfahrungen zu klein. :BT
Wieso löst du das nicht wie bei den Aster Loks, das ist auch sicher. :!:

Ciao Karsten


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 Betreff des Beitrags: Re: Meine MSS
BeitragVerfasst: 08.08.2016, 18:36 
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Hallo Karsten,
und wie wird das Problem bei Aster-Lok´s gelöst? Hast Du vielleicht ein Bild?
Grüßle,
Reinhold

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 Betreff des Beitrags: Re: Meine MSS
BeitragVerfasst: 09.08.2016, 20:33 
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Hallo Karsten,

ich kann mich Reinhold nur anschließen. Ich hab das nicht wie bei Aster gelöst, weil ich nicht weiß, wie es da gemacht wird.

Ich habe aufgrund deines Einwandes den Test dem Lackieren vorgezogen und kann das (leider) bestätigen. Es drückt beim Füllen Sprit in die Luftleitung und die geht von alleine nicht wieder raus. Wenn der Sprit raus ist, geht es jedoch sehr gut (wenn der kleine Tank einen zusätzlichen Druckausgleich nach draussen hat). Ich habe schon eine Idee, wie ich das einfach beheben kann. Jetzt müssen aber erstmal Messschieber, Papier und Stift her.

Vielen Dank für den Hinweis und Viele Grüße,

Stefan

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 Betreff des Beitrags: Re: Meine MSS
BeitragVerfasst: 10.08.2016, 16:06 
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Hi Stefan

Bei Aster ist der Spiritus Sumpf unten im Tender und der ist dann mit einem Silikonschlauch mit dem Brenner verbunden.
Als Luftrohr hatte ich auch mal ein 3 mm Rohr genommen mit demselben Ergebnis wie bei dir. Mit einem 6 mm Rohr geht’s.

Ciao Karsten


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 Betreff des Beitrags: Re: Meine MSS
BeitragVerfasst: 10.08.2016, 20:14 
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Karsten hat geschrieben:
Bei Aster ist der Spiritus Sumpf unten im Tender und der ist dann mit einem Silikonschlauch mit dem Brenner verbunden.
Als Luftrohr hatte ich auch mal ein 3 mm Rohr genommen mit demselben Ergebnis wie bei dir. Mit einem 6 mm Rohr geht’s.


Hallo Karsten,

ich wollte schon die Möglichkeit wahren ohne Tender Fahren zu können. Deswegen soll der Brenner bis auf den Stopfen nicht verändert werden. Einen Versuch gebe ich mir noch. Aber größer als 4 mm wird nicht gehen. Vielleicht reicht auch schon ein dünner Draht im Rohr wie viele im Wasserstand haben. Das teste ich mal. €dit: Draht alleine tuts nicht ...

Danke!

Stefan

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 Betreff des Beitrags: Re: Meine MSS
BeitragVerfasst: 10.08.2016, 21:27 
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So scheint es mit 4mm-Rohr zu gehen ...

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Der Draht zieht die Flüssigkeitssäule runter und die Lasche ihn an der Abrisskante vorbei - trotz geschlossenem oberen Ende. Ohne die Form bleibt mindestens ein Tropfen stecken, bis man das obere Ende öffnet.

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 Betreff des Beitrags: Re: Meine MSS
BeitragVerfasst: 22.02.2017, 18:58 
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Hallo,

nach einem Feldtest auf der Erlebnis Modellbahn in Dresden kann ich nun vermelden: es geht alles, aber es ist auch noch ein Haufen neues passiert. In aller kürze:

    * Dampfentnahmerohr von unten eingesteckt und unterm Dampfdom gesichert
    * Räder auf gleiches Maß abgedreht und zentriert (wie ging das nur vorher)
    * Räder mit Madenschrauben versehen
    * neue Achsen mit rechtwinklig ausgefrästen Taschen für die Schrauben + eigens gefertigtes Werkzeug
    * neue Radlager
    * neuer Sumpf-Adapter mit 6mm Rohr (Hallo Karsten) und ohne Abdichtung
    * Tank lackiert - die Autofarbe hält den Sprit aber eher schlecht als recht aus
    * Umsteuerung neu verlegt
    * alles mit Stecker und Schalter verkabelt (eine LED für die Wasserstandsbeleuchtung habe ich vermisst und wird noch nachgerüstet)
    * Kohle auf den Tender gepackt

Die Lok läuft jetzt mit vollem Spiritustank und den 3 bekannten Lornen bis zu eineinviertel Stunden. Natürlich muss man alle 5-10 Minuten Wasser nachspeisen. Das Maß ist auch gut, denn nach der Zeit ist der Öler leer.

Und nun die passenden Bilder:
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Viele Grüße,
Stefan

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 Betreff des Beitrags: Re: Meine MSS
BeitragVerfasst: 22.02.2017, 19:15 
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Hallo Stefan,
ich ziehe den Hut vor jedem, der einer Mamod so Manieren beibringt! Habe im Film Dein Werk gesehen und bin begeistert.
Bei mir zicken die kleinen Engländerinnen nur :HL , und das je nach Tageslaune. Berichte bitte weiter, ich bin gelehrig!!!
Schöne Grüße,
Reinhold

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