SchienenDampf.com

Die private Lounge für Echtdampf auf Spurweiten bis 3 1/2“ mit Schwerpunkt 45mm
Aktuelle Zeit: 01.03.2021, 07:47

Alle Zeiten sind UTC + 1 Stunde




Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 23 Beiträge ]  Gehe zu Seite Vorherige  1, 2
Autor Nachricht
BeitragVerfasst: 21.09.2020, 21:04 
Offline
* SchienenDampfer
Benutzeravatar

Registriert: 23.12.2011, 14:39
Beiträge: 836
Wohnort: Hamburg (DE)
Hallo Stefan,

wichtig ist, dass die fordere Kante der Kolbenhütchen nicht zu dick ist. Das hatte Wolfgang immer schön mit Farbe hervorgehoben.
Ich lasse da nur zwischen 0,3 - 0,5 mm stehen. Zum Nacharbeiten bzw. Herstellen habe ich mir Halter aus Aluminium gedreht, für innen wie auch für außen.
Das polieren der Bohrungen sollte den Reibwert verringern. Auf deinem dritten Bild meine ich zu sehen, dass die Dichtlippe schon sehr stark gegen die Zylinderlaufbahn drückt. Idealerweise legt der Dampfdruck die erwärmte Dichtlippe an und nicht die Wärmeausdehnung des PTFEs.

Wenn sich ein Teflonteil unter wärme nicht mehr in die Ursprüngliche Form begiebt tausche ich es aus. Für die Prüfung von Schieberhütchen habe ich mir polierte Bohrungen in 5 mm (99 4802 Kolbenschieber) und 6 mm (99 222) in Alurundmaterial gefertigt. Mit entsprechender Schieberstangenzentrierung verschraube ich sie darin auch.

Bei deinen Führungshülsen hast Du ja schon eine Klemmstelle erkannt. Ich reibe sie im eingebauten Zustand mit 0,03 mm Übermaß. Wenn am Anfang Wasser aus der Kolbenstangenführung tropft ist das nicht schlimm, bei den Schiebern ist da sowieso nur Abdampf.

Viele Grüße
Georg


Nach oben
 Profil Private Nachricht senden  
Mit Zitat antworten  
BeitragVerfasst: 21.09.2020, 21:57 
Offline
* SchienenDampfer
Benutzeravatar

Registriert: 25.02.2014, 19:35
Beiträge: 469
Wohnort: Leipzig (DE)
Hallo Georg,

das mit der 3.03er Reibahle hattest Du mir schon mal per Mail geschrieben und ist umgesetzt. Da hing die ganze Zeit ein Wassertropfen. Die Reibahle läuft in der eingebauten Hülse schon recht locker. Ich hoffe, dass sie nach dem Schwächen des Wulstes nicht durchbläst.

Heute bin ich nicht zum anheizen gekommen, ich hoffe, das klappt morgen nochmal.

Mit dem Austauschen das ist so ne Sache: ich bekommen keinen verwendbaren Ersatz zustande. Deswegen versuche ich es nochmal mit dem vorhandenen Hütchen und taste mich mit dem Abtragen an den Kolben in sehr kleinen Schritten vor. Lieber einmal mehr geschraubt, als bei 0 angefangen.

Danke und viele Grüße,
Stefan

_________________
:arrow: | :arrow: | :idea: Wenn du einen Hammer hast, sieht jedes Problem wie ein Nagel aus.


Nach oben
 Profil Private Nachricht senden  
Mit Zitat antworten  
BeitragVerfasst: 15.12.2020, 21:50 
Offline
* SchienenDampfer
Benutzeravatar

Registriert: 25.02.2014, 19:35
Beiträge: 469
Wohnort: Leipzig (DE)
Hallo zusammen,

von Regner habe ich tatsächlich noch Ersatzschieberhütchen bekommen. Erstmal sitzen die fest wie Sau. Ein mal Dampf und sie schrumpfen im Durchmesser um die 5/100 mm (sofern man dem Messschieber und meinem Gefühl beim zuschieben glaubt).

Was denk ich auch was gebracht hat, ist der Austausch der Scheiben an den Enden des Schieberkörpers. Die neuen sind Modellscheiben Typ 700 von Knupfer. Die sind dicker, echt plan, mit Drehriefen und innen genau 2 mm (oder 1.95?). Dadurch entfällt das lästige Ausrichten bei der Montage.

Jetzt steht mal wieder ein wenig testen an, wenn ich abends noch Lust habe. Vielleicht passen die Maße der originalen, gegen Schwergängigkeit leicht abgeschliffenen Schieber ja doch. Es bleibt spannend.

Viele Grüße,
Stefan

_________________
:arrow: | :arrow: | :idea: Wenn du einen Hammer hast, sieht jedes Problem wie ein Nagel aus.


Nach oben
 Profil Private Nachricht senden  
Mit Zitat antworten  
BeitragVerfasst: 16.12.2020, 12:41 
Offline
* SchienenDampfer
Benutzeravatar

Registriert: 29.03.2012, 18:27
Beiträge: 405
Wohnort: Region Kasendorf (DE)
Alex hat geschrieben:

bezüglich der Messung und des Vergleiches der Zugrkraft: Ginge das nicht relative einfach mit einer Federwaage mit der du die Lok irgendwo anhängst und anfährst bis sich die Räder durchdrehen?



Hallo Dampffreunde,
zum Thema Zugkraft messen möchte ich Euch meinen Test kurz beschreiben:

Die Ausgangslage ist immer gleich und besteht aus:
Messmittel: Federzugwaage, Bereich 0-5 Kg
Zug: 11 Güterwagen mit einen Gesamtgewicht von ca. 16Kg
zu Testen: Zugkraft von BR 01 (Kolbendurchmesser 16 mm) und BR 52 (Kolbendurchmesser 13 mm)
Beide Loks haben Flachschiebersteuerung.

Ergebnis: Die Federzugwaage zeigt am Zughaken an der Steigung von ca. 2,3 % zwischen 1,1 und 1,4 Kg an.
Die Geschwindigkeit ist fast gleich was man durch die unterschiedlichen Kolbendurchmesser zuerst nicht vermutet.
Der Grund dafür sind die unterschiedlichen Durchmesser der Treibräder.

Für mich ist es faszinierend was mit so kleinen Kolbendurchmessern für Massen bewegt werden können (das Gewicht der Lok beträgt auch 14/16 Kg).

_________________
Mein Yuotube Kanal: https://www.youtube.com/channel/UCZTYz- ... F5w/videos
Dampfgruß von Dampfandy


Nach oben
 Profil Private Nachricht senden  
Mit Zitat antworten  
BeitragVerfasst: 20.12.2020, 17:57 
Offline
* SchienenDampfer
Benutzeravatar

Registriert: 25.02.2014, 19:35
Beiträge: 469
Wohnort: Leipzig (DE)
Hallo zusammen,

so, prima. Mit den neuen U-Scheiben dichten auch die alten Schieber unter Schieberkastendruck gut gegen die Abdampfseite. Und sie laufen zudem noch leicht. Ich hab sie also doch noch nicht kaputtoptimiert. Das größere Problem, das ich hatte waren deutlich falsch eingestellte Schieber. Da hat die Voreinströming deutlich gehemmt. Da muss ich mich irgendwo vermessen haben, die Grobeinstellung im Kalten war 0,3mm falsch. Am Ende scheine ich auch die Madenschraube nicht recht angezogen zu haben. Jedenfalls hing es auf einer Seite trotzdem wieder.

Habt ihr irgendwelche cleveren Ideen zu Einstellung? Wie kann ich im warmen Zustand schnell nachstellen, wie vermeide ich, dass die Madenschraube beim Anziehen in die 0.1mm nebenliegende Kerbe zurück rutscht? Wie kann ich den Dampf auf einer Seite komplett ausschalten um nur eine Seite einzustellen? Wenn ich das kann, lässt sich die Voreilungsbreite in beiden Totpunkten und vorwärts und rückwärts super erfühlen und ausgleichen.

Mit folgenden Ideen zu den Themen bin ich noch nicht wirklich glücklich:

Nachstellbarkeit:
* Spitze Madenschraube verwenden und ein Gewinde in diesem Bereich auf die Schieberstange drehen. Ans Ende der Schieberstange ein SW1.5 6-Kant feilen zum Nachstellen. Größtes Problem: kann ich derzeit nicht fertigen. Und 2 cm Gewinde vom Ende draufschneiden geht wegen des 6-Kant nicht. Sähe auch blöd aus.
* Madenschraubenende komplett plan schleifen, damit sie keine Riefen mehr macht - rutscht bestimmt mal irgendwie weg.

Dampf einseitig ausschalten:
* Madenschraube lösen bringt gar nichts, weil die Stange gelegentlich klemmt und an Riefen hängen bleibt. Außerdem ist dann die Einstellung wieder weg.
* Schwingenstange an der Gegenkurbel und Lenkerstange am Kreuzkopf abschrauben - nervt halt, weil es dauert.

Viele Grüße,
Stefan

PS: die 99222 hat keine Flachschieber.
Bild

_________________
:arrow: | :arrow: | :idea: Wenn du einen Hammer hast, sieht jedes Problem wie ein Nagel aus.


Nach oben
 Profil Private Nachricht senden  
Mit Zitat antworten  
BeitragVerfasst: 21.12.2020, 13:17 
Offline
SchienenDampfer
Benutzeravatar

Registriert: 07.02.2014, 23:02
Beiträge: 60
Wohnort: Ulm (DE)
Hallo Stefan,
Um eine Seite lahmzulegen, habe ich mir Böcke gebaut, auf der ich die Lok am Rahmen aufständere. Der Bock ist höher als die Treibstange lang ist.
Lahmlegen: Lok aufbocken, Treibstange am Kreuzkopf lösen und fertig...
Damit kannst du sehen, wie die noch gekoppelte Seite funktioniert, der andere kolben arbeitet zwar, verschiebt aber nichts mehr.
Und wenn du beide Seiten abkoppelst, kannst du in Ruhe die Steuerung einstellen. Die Räder von Hand langsam stehen und gucken wann der Kolben sich zu bewegen beginnt.

Hat mir sehr geholfen, ist relativ schnell gebaut und sehr einfach anzuwenden.

Gruß

Rüdiger


Nach oben
 Profil Private Nachricht senden  
Mit Zitat antworten  
BeitragVerfasst: 21.12.2020, 19:56 
Offline
* SchienenDampfer
Benutzeravatar

Registriert: 25.02.2014, 19:35
Beiträge: 469
Wohnort: Leipzig (DE)
Hallo Rüdiger,

Danke für den Tipp. Ich gebe aber zu bedenken, dass das nur gut geht, wenn auf der Kolbenstange im Zylinder eine Hülse sitzt, die die Lippen der Kolbenhütchen schützt. Und es passiert immer noch was im Zylinder und da ich die Entwässerung aufmache, um den Öffnungszeitpunkt zu hören, stört mich das auch.

Ich habe heute mehr aus Versehen festgestellt, dass die Schwingenstange gar nicht ab muss. Der Voreilhebel hat weit genug Platz, um hin- und herzupendeln, wenn die Lenkerstange ab ist. Und wenn die Schwingenstange nicht runterhängt, kann man auch vor dem Drehen auf die andere Seite demontieren und danach montieren, was die Sache erheblich vereinfacht.

Und nun kann die Lok die von Roland verschriebenen Einlaufübungen machen.

Viele Grüße, Stefan

_________________
:arrow: | :arrow: | :idea: Wenn du einen Hammer hast, sieht jedes Problem wie ein Nagel aus.


Nach oben
 Profil Private Nachricht senden  
Mit Zitat antworten  
BeitragVerfasst: 22.12.2020, 14:28 
Offline
Moderator
Benutzeravatar

Registriert: 25.04.2018, 20:44
Beiträge: 753
Wohnort: Bei Tübingen
Hallo Stefan!

"Ich habe heute mehr aus Versehen festgestellt, dass die Schwingenstange gar nicht ab muss. Der Voreilhebel hat weit genug Platz, um hin- und herzupendeln, wenn die Lenkerstange ab ist. Und wenn die Schwingenstange nicht runterhängt, kann man auch vor dem Drehen auf die andere Seite demontieren und danach montieren, was die Sache erheblich vereinfacht."

>> da tust Du dich wesentlich leichter. In 1:1 nennt man das " Standprüfverfahren" und ist im Niederstrasser gut beschrieben, wobei mir das Standprüfverfahren am Glühweinstand heute lieber wäre :duascht

_________________
Grüße Holger

Ohne Heu kann das beste Pferd nicht furzen :flt:


Nach oben
 Profil Private Nachricht senden  
Mit Zitat antworten  
BeitragVerfasst: 22.12.2020, 16:52 
Offline
* SchienenDampfer
Benutzeravatar

Registriert: 25.02.2014, 19:35
Beiträge: 469
Wohnort: Leipzig (DE)
Hallo Holger,

ich hab gleich mal in mein dickes Buch ("Die Dampflokomotive" (Transpress Verlag)) reingeschaut. Das Standprüfverfahren ist - wie ich das verstehe - mehr dazu da, undichte Kolben und Schieber ausfindig zu machen. Für die Einstellung hat man in 1:1 ja das Indiziergerät. Aber ja. Lenkerstange muss auch da ab und geprüft wird am offenen Zylinderhahn.

Viele Grüße,
Stefan

_________________
:arrow: | :arrow: | :idea: Wenn du einen Hammer hast, sieht jedes Problem wie ein Nagel aus.


Nach oben
 Profil Private Nachricht senden  
Mit Zitat antworten  
BeitragVerfasst: 22.12.2020, 19:35 
Offline
* SchienenDampfer
Benutzeravatar

Registriert: 23.12.2011, 14:39
Beiträge: 836
Wohnort: Hamburg (DE)
Moin Stefan,

ich habe die Bohrungen in der Schieberlaufbuchse vermessen, um abzusichern, dass sie symmetrisch sind und beide Schieber auf identische Maße gebracht. Danach habe ich die Mittelstellung der Kolbenschieber über Endlagenmessung bestimmt und eine Maßscheibe gefertigt, die ich von hinten auf die Schieberstange schiebe, um so den Schieber in Mittellage zu bringen. Dann bei entsprechender Schwingenentstellung und schieberichtung der Lok die Mittellage der äußeren Steuerung Anfahren und die Stiftschraube anziehen.
Seid ich die Schieberentwässerung habe hat sich da nichts mehr verstellt. Das prüfe ich hin und wieder mit der Scheibe nach.

Viele Grüße
Georg


Nach oben
 Profil Private Nachricht senden  
Mit Zitat antworten  
BeitragVerfasst: 03.01.2021, 21:06 
Offline
* SchienenDampfer
Benutzeravatar

Registriert: 25.02.2014, 19:35
Beiträge: 469
Wohnort: Leipzig (DE)
Hallo Georg,

dem ich die Dichtflächen der Kolben anhand der Schleifspuren nochmal nachgeschwächt habe läuft die Lok fast ganz rund. 0,5 bar Schieberkastendruck bei 50% Füllung und 30-40 km/h Modellgeschwindigkeit aufgebockt (kein Rollenprüfstand) sind zwar immer noch viel, aber vorerst ok für die nicht eingelaufene Maschine. Jetzt suche ich noch ein Abdampfleck und dann muss an das Thema mal ein Haken. Die Schieberkastenentwässerung macht bei mir ordentlich Dampf, trotz nur 0.6 mm Innendurchmesser. Vielleicht schiebe ich da mal Drähte rein, damit ich mehr sehe.

Apropos zum Thema. Druckausgleichsschieber. Ein merklicher Effekt lässt sich noch nicht beobachten, jedoch ist deutlich zu erkennen, dass die Schieber einen deutlichen Druckanstieg im Schieberkasten benötigen, um die Schieber zu schließen. Dann scheinen sie dicht zu sein. Auch bei sinkendem Schieberkastendruck. Sofern die Zylinder über 95° C auf meiner Anzeige sind. Zylinder Anwärmen ist halt Pflicht.

Viele Grüße,
Stefan

_________________
:arrow: | :arrow: | :idea: Wenn du einen Hammer hast, sieht jedes Problem wie ein Nagel aus.


Nach oben
 Profil Private Nachricht senden  
Mit Zitat antworten  
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:  Sortiere nach  
Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 23 Beiträge ]  Gehe zu Seite Vorherige  1, 2

Alle Zeiten sind UTC + 1 Stunde


Wer ist online?

0 Mitglieder


Ähnliche Beiträge

Brenner für Regner 99222 Frage
Forum: Grundkenntnisse
Autor: GünterD
Antworten: 5
BR 99222, wenns nicht nur neue Schuhe sind
Forum: Tuning
Autor: Maestrale5
Antworten: 0

Du darfst keine neuen Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst keine Antworten zu Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht ändern.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.

Suche nach:
Gehe zu:  
cron



Hosted by iphpbb3.com

Impressum | Datenschutz