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BeitragVerfasst: 13.02.2021, 19:35 
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*** SchienenDampfer
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Hallo!
Die IV K ist 2006 erschienen, aber die Serie "U" ist 2009/ 10 noch im Katalog. Also gab es diese Räder auch schon vorher.

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L.G. Wolfgang Franz K.


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BeitragVerfasst: 13.02.2021, 19:48 
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* SchienenDampfer
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Hallo Wolfgang,

das mag sein, ich kenne aber kein einziges Bild in dem eine U von Regner die Räder der IV K montiert hätte. Weder von einer Messe, noch aus dem Katalog von Regner selbst.

Die IV K war ja ein Jahremodell, dementsprechend kann ich mir gut vorstellen, dass die Räder speziell in der richtigen Anzahl nur für dieses Modell gebaut wurden.

Der Bausatz den ich 2016 von Friedl gekauft habe war einer der letzten Bausätze der U. Friedl hat damals alle restlichen Bausätze der U von Regner aufgekauft. Wie man in meinem unten verlinkten Bericht sieht, hatte er die normalen Regner Räder.

Auf den Bildern aus dem Internet, und den paar die ich mit eigenen Augen gesehen habe, haben ein paar Us die Scheibenräder, der Rest hat die normalen Regner Räder die nicht passen.

Ausnahmen sind meines Wissens nur 2 Us aus England die Reppingen Räder haben und die Us von Christian und mir, da wir die Radsterne geändert haben.


LG
Alex


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BeitragVerfasst: 13.02.2021, 21:21 
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SchienenDampfer
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Ich werde wohl nichtmehr zu einer Regner U kommen, egal in welcher Variante oder mit welchen Rädern. Dennoch würde mich interessieren, weshalb der Radstern Typ C asymmetrisch konstruiert wurde? Rein optische Gründe schließe ich persönlich mal aus. Für einen physikalischen Grund fehlt mir wahrscheinlich das Hintergrundwissen.

Grüsse Johnny

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BeitragVerfasst: 13.02.2021, 22:34 
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**** SchienenDampfer
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Hallo Johnny!

Vor- oder Nacheilung (Steuerung) und Position des Gegengewichts sind zwei verschiedene Sache!

Voreilung bedeutet „Gegenkurbel(Zapfen) lauft vor dem Treibzapfen“.

Bild

Alle beide (Vor- und Nacheilung) kommt auch bei Flach- oder Kolben-Schieber vor, so gibt es vier Variante.

Das Gegengewicht vermindert die störenden Bewegungen der Lok, hängt mit Steuerung nicht zusammen!

Der Antwort Deiner letzten konkrete Frage:

"Da die Kurbeln beim Zweizylindertriebwerk um 90 Grad versetzt sind, muß der Schwerpunkt des Gewichtes um einen kleinen Winkel nach der Kurbel des gegenüberliegenden Rades zu geneigt sein."

(Transpress Verlag: Die Dampflokomotive, Seite 509)

VG Pál


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BeitragVerfasst: 13.02.2021, 23:05 
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SchienenDampfer
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Besten Dank Pál. Vor- und Nacheilung bei Treibzapfen und Gegenkurbel sind mir geläufig. Auch der Sinn der Gegengewichte und der 90° Versatz sind mir bekannt.
Mit Vor- und Nacheilung des Gewichtes im Radstern habe ich mich vielleicht falsch ausgedrückt.
Jedenfalls ist Dein letzter Satz interessant, obwohl ich dennoch nicht ganz durchblicke. Ich nehme mal an, diese Beschreibung bezieht sich nur auf den Radstern Typ C.

LG Johnny

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BeitragVerfasst: 13.02.2021, 23:29 
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* SchienenDampfer
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Hallo Pal,

das mit dem Satz aus dem Buch macht schon Sinn. Meines Wissens geht es bei dem Versatz der Gegengewichte gegenüber dem Kurbelzapfen um folgendes.
Wenn wir uns das Bild von Pal der Achsen der echten U ansehen, sehen wir, dass die Gegengewichte dem Kurbelzapfen auf dem jeweiligen Rad der anderen Seite zugewandt ist. Das Gegenwicht der linken Seite der ersten Achse zum Beispiel ist daher um weniger (oder wenn man von der anderen Seite rechnet, mehr) als 90 Grad zum Kurbelzapfen des Rades der rechten Seite verschoben.

Dies dient dem Ausgleich des Momentes, dass erzeugt wird wenn Gegengkurbel, Kuppel-, Kurbelstange etc. sich bewegen. Da diese nicht auf einer Eben mit dem Rad und der Schiene liegen sondern vom Gleis nach außen verschoben sind (d.h wenn man direkt davor steht in Richtung des Betrachters) entsteht hier ein Moment, das die Achse bei Bewegung ins Taumeln bringen würde. Z.B: Wenn sich Gegenkurbel, Kuppel- und Kurbelstange des linken Rades nach unten bewegen entsteht um den Drehpunkt, dh. dort wo das linke Rad das Gleis berührt ein Moment, das das Rad auf der rechten Seite in die Höhe hebt. Diesem Moment wirkt man daher mit dem Versatz auf der anderen Seite entgegen.

Das heißt, das z.B. ein Gegengewicht auf der rechten Seite einerseits dem Massenausgleich des dazugehörigen rechten Rades dient (Gewicht Kurbelzapfen, Gestänge etc.) als auch dem Ausgleich des Momentes von den, außerhalb der Schiene/des Rades gelegen, rotierenden Gewichten der linken Seite dient.

Damit erklärt sich auch warum die Räder auf beiden Seiten gleich sind.

Jetzt zu dem Satz aus dem Buch: gäbe es keinen Versatz zwischen linker und Rechter Seite, würden sich die beiden Momente ausgleichen.

Lg
Alex


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BeitragVerfasst: 14.02.2021, 10:18 
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SchienenDampfer
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Hallo zusammen

Es gibt eine Berechnung des Winkels, um den das Gewicht verschoben werden muss im "Handbuch des Lokomotivbaus" von Martin Igel aus dem Jahr 1923, S. 297 ff, für 2 Zylinder auf S. 300 oben, zu finden auf der Seite der diglib.tugraz.at:



Ich hoffe, der Link funktioniert so :D

Mit närrischen Fasnachtssonntagsgrüssen

Thomas


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BeitragVerfasst: 14.02.2021, 11:21 
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Dankeschön, aber da steige ich aus, das ist mir zu hoch. Es kommt der Punkt wo sich ein gewisses Wurschtigkeitsgefühl breit macht und der Wissensdurst nachlässt, zumal 1000te Loks mit symmetrischen Radsternen unterwegs sind/waren. Man muss nicht alles bis ins letzte Detail wissen, dafür ist das Leben viel zu kurz. Ein Spaceshuttle werde ich auch nie fliegen und somit werde ich mich wieder meiner kleinen 4701 erfreuen.

Grüsse Johnny

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BeitragVerfasst: 14.02.2021, 17:11 
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* SchienenDampfer
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Hallo Johnny,

ich denke nicht, dass es viele Dampflokomotiven mit außenliegenden Zylindern gibt, die symmetrisch angeordnete Gegengewichte haben. Der Winkel von 6 bis 7° fällt halt nicht so wirklich auf, wenn Kuppel, Treibstange und Gegenkurbel angebaut sind.

Bild

Bild

Es ist ja auch nicht möglich alle Massen in allen Ebenen auszugleichen und so treibt man es so weit wie nötig, um den Oberbau nicht übermäßig zu schädigen, siehe dazu auch die Berechnung für die 99²² http://img.schienendampf.com/forumimage ... ng9922.pdf
Um dann nicht für jede Seite noch Räder konstruieren zu müssen wird das mit dem 90° Versatz im Radsatz "vermittelt".

Die Radsterne bei unseren Modellen sind oft in diesem Detail nicht dem Vorbild nachempfunden.

Viele Grüße
aus Hamburg


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BeitragVerfasst: 14.02.2021, 17:49 
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SchienenDampfer
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Wien grüßt Hamburg, hallo.
Ja so gesehen hast Du ja recht und es macht auch Sinn. Aber die anderen beiden Radsternvarianten der U sind auch symetrisch. Ich stelle ja die ganze Geschichte gar nicht in Abrede und ich bewundere auch die Kunst der Konstrukteure solcher Maschinen, aber wenn es dann um Berechnungen ins Detail geht, bin ich lieber raus. Das nehme ich dann als gegeben hin. In kurzen Worten kann man sagen, dass der asymmetrische Versatz der Gegengewichte an den Lokrädern, als Massenausgleich zur Optimierung der Laufruhe dient. So habe ich das verstanden.

Lieben Dank und Grüße - Johnny.

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BeitragVerfasst: 15.02.2021, 09:25 
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* SchienenDampfer
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GuMo Georg,
vielen Dank für die Erklärung. Nun klärt sich für mich auch warum es 90° und nicht 180° sind.

LG, Bernd


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BeitragVerfasst: 15.02.2021, 14:33 
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SchienenDampfer
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Bernd, da irrst Du Dich. Der 90° Versatz hat mit dem Thema nichts zu tun. Vielmehr wird dadurch sichergestellt, dass bei einer Zweizylindermaschine nicht beide Kolben zugleich an einem Totpunkt stehen. Das wäre bei 180° der Fall. Und die Maschine würde nicht von selbst anlaufen. Deshalb beträgt der Versatzwinkel bei zwei Zylinder 90° und bei einer Dreizylindermaschine 120°.

V.G. Johnny

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