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BeitragVerfasst: 21.01.2011, 09:01 
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Und nun der Praxistest

Nachdem ich die Lok angeheizt habe musste ich feststellen dass sie zwar viel Dampf verbraucht aber keine Leistung bringt :oops:

Der Grund dafür ist, dass der Dampf viel zu spät in die Zylinder einströmt :K

Unser „Dampfprofessor“ Wolfgang hat sich nun dem Problem angenommen und gleich einmal die Bohrungen der Dampfkanäle in den Zylindern ausgemessen:

Bild

und auf ein Messingstück übertragen:

Bild

Jetzt lässt sich wunderbar sehen wie weit die Dampfkanäle in verschiedenen Stellungen geöffnet bzw. geschlossen sind:

Bild

Bild

Hier in der Mittelstellung:

Bild

Und nun der Vergleich zu Wolfgangs super funktionierenden legendären „Ursteuerkolben“ seiner EMMA ebenfalls in Mittelstellung:

Bild

Man sieht einen deutlichen Unterschied.

Das heißt im konkreten Fall dass die Regner-Steuerkolben angepasst bzw. kompliziert umgebaut werden müssen :OW

:WN Ich weiß jetzt natürlich nicht ob die Bohrungen der Dampfkanäle der Emma-Familie in letzter Zeit verändert wurden (was ich mir eigentlich nicht vorstellen kann?) und kann hier nur von meiner Lok sprechen, aber im konkreten Fall kann ich eigentlich nur von einer Umrüstung auf die neuen Teflon-Steuerkolben abraten :roll:

Ich bin natürlich schon auf die ersten Berichte gespannt, wie sie sich in der neuen EMMA bewähren werden ...

vlg, Christian

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BeitragVerfasst: 21.01.2011, 09:46 
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Hallo Christian!

Ich habe es schon auf Deiner ersten Bild gesehen, ob dort etwas nicht stimmt! Aber habe gedacht das stammt nur vom Foto!
Ich denke, die Teflonteile haben dickere Unterwand, als sollte. Das wäre sehr schlecht zu korrigieren.
Aber die zwei Zwischenteile von Messing könntest Du auch drehen, neu herstellen!
Wenn es so auch nicht klappt, könntest Du noch die originalen Teilen zurückmontieren!

Gruß
Pál


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BeitragVerfasst: 21.01.2011, 09:53 
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Servus Christian,

dass sind aber keine guten Nachrichten. Vielleicht bekommst du ja aus dem Hause Regner Auskunft?

In Karlsruhe habe ich einen Bekannten getroffen. Dieser verwendet seit längerer Zeit Ersatzrundschieber aus Edelstahl (Reppingen) und ist sehr zufrieden. Dies müssen aber halt auch in die Zylinder eingepasst werden. Insofern wäre mir der "einfache" Austausch mit Teflonschiebern viel lieber.

Ich vermesse am Wochenende einmal die Dampfkanäle - meine Maschine ist ca. 5 Jahre alt.

VlG

Oliever

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BeitragVerfasst: 21.01.2011, 11:19 
An einer habe ich schon mal über den Austausch berichtet, inkl. Bilder.

Ohne jetzt zu fest für oder gegen das Teil oder den Hersteller zu reden, muss doch mit Verallgemeinerungen und pauschalem Abraten vorsichtig umgegangen werden. Bis jetzt wird hier ein einzelner Fall dokumentiert, was ja nicht automatisch allgemein gültig ist. Mit "Stimmungmache" wird nichts erreicht.

Ich habe mehrere Volldruckmaschinen mit den neuen Schieberstangen ausgerüstet (auch ältere Modelle) und in Betrieb genommen, in einem Fall (und her im Forum auch bildlich dokumentiert) sogar ohne Nachstellen der Steuerung. Meist ist aber schon ein Nachstellen nötig. So auf den ersten Blick sieht man beim Vergleich der alten Messing- mit den neuen Teflon-Steuerkolben auf dem Bild von Christian, dass die Kanäle am Steuerkolben leicht nacht vorne verschoben sind, was sicher ein Nachstellen der Steuerung notwendig macht.

Würde mich interessieren, ob Andere auch schon ähnliche negative Erfahrungen gemacht haben. Ob sich ältere Zylinder mit einem gewissen mechanischen Betriebsverschleiss mit den neuen Schiebern "vertragen", muss sich sicher auch erst noch zeigen...


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BeitragVerfasst: 21.01.2011, 11:47 
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Wer macht hier Stimmung ????

Ich hab nur über meine Erfahrung mit meiner Lok berichtet.

Ich sehe eher in Sätzen wie "Teflonschieber können problemlos ausgetauscht werden" so wie im verlinkten Beitrag von schmalspur17 eine Verallgemeinerung, die ich durch meine Erfahrung so nicht stehen lassen kann. Schließlich geht es um 48 Euros ...

Ich hab meine Lok Wolfgang anvertraut der sich jetzt um das Problem kümmert und ich überlasse ihm die weiteren Entscheidungen ...

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BeitragVerfasst: 21.01.2011, 13:03 
Christian hat geschrieben:
Wer macht hier Stimmung ????

Ich hab nur über meine Erfahrung mit meiner Lok berichtet.

Ich sehe eher in Sätzen wie "Teflonschieber können problemlos ausgetauscht werden" so wie im verlinkten Beitrag von schmalspur17 eine Verallgemeinerung, die ich durch meine Erfahrung so nicht stehen lassen kann. Schließlich geht es um 48 Euros ...

Ich hab meine Lok Wolfgang anvertraut der sich jetzt um das Problem kümmert und ich überlasse ihm die weiteren Entscheidungen ...


Das schöne an Foren ist ja die Möglichkeit, Erfahrungen auszutauschen. Da dürfen und müssen verschiedene Meinungen und Erfahrungen Platz haben.

Ich sehe durchaus, wo Dir der Schuh drückt und dass eine Lösung her muss ist klar. Auf der anderen Seite habe ich nach verbauen von 14 solcher Kolben (so viele fehlen in meiner Ersatzteilschublade) keine negativen Erfahrungen gemacht. Genau aus diesem Grund interessiert mich aber die Erfahrung der anderen. Da kann ich auch als "professioneller" viel dazu lernen. Im Gegenzug geb ich ja hier auch den einen oder anderen Tipp...

Also, jetzt sind wir sicher alle auf das Resultat gespannt!


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BeitragVerfasst: 21.01.2011, 20:48 
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Hallo Christian
Hast Du die alten Kolben als Muster eingeschickt oder Verwendest Du eine Art Universalkolben von Regner? Ich habe meine Märklin BR 18 Originalsteuerkolben an Regner geschickt und die neuen Teflonkolben soeben geliefert bekommen. Bei meiner Sichtkontrolle und aneinaderhalten von alt und neu konnte ich in der Masshaltung keinen Unterschied feststellen. Sobald ich wieder in der Schweiz bin montiere ich dieselben und berichte darüber.
Freundliche Grüsse :D
Georg

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BeitragVerfasst: 23.01.2011, 18:46 
Hallo Schienendampfer

Diese Diskussion wegen der Schieberkolben mit den Teflonringen hat mir natürlich keine Ruhe gelassen. Folgendes Experiment habe ich gemacht:

Freitagabend:
Habe unsere Demolok "Emma" mit seit einigen Wochen montierten neuen "Teflonkolben" genommen und angeheizt und sicherheitshalber so auf Funktion geprüft. Lok ist in beiden Fahrrichtungen einwandfrei gefahren.
Anschliessend Steuerung so eingestellt, wie es hier im Zusammenhang mit den beiden Kerben (Hub) beschrieben wurde. Wieder angeheizt und??? Läuft nicht mehr!!!!!!

Samstagmorgen:
Vor Ladenöffnung nochmals versucht, immer die "Kerben" als Hubreferenz verwendet.Lok nicht lauffähig!!! Dann keine Zeit mehr gehabt, da der erste Kunde schon da.

Sonntagnachmittag (nach dem Sonntagsspaziergang):
Emma wieder auf die klassische und gewohnte Art (Hub ausmessen vorne am Zylinder +/- 1,5 mm) neu eingestellt. Dann angeheizt und... Die Lok läuft wieder!!

Dann habe ich das Bild von Christian nochmals angeschaut:
Bild

Da sieht man, dass die beiden Kolben hinten ausgerichtet sind, also beim Anschluss der Schieberstange. Dabei sieht man auch die Differenz mit den Kanälen. Das gleiche habe ich auch auf meinem Tisch mit alten und neuen Kolben festgestellt. Richtet man nun die Kolben vorne aus, d.h. die vordere Fläche des alten Kolbens mit der Vorderfläche der Mutter, stimmen die Kanäle wieder überein! Wenn man nun die Vorderfläche der Mutter als Einstellreferenz nimmt (so wie beim alten Kolben die plane Vorderfläche und gemäss Einstellbeschreibung der Loks) und die Einstellung +/- 1,5 mm vornimmt, stimmt die Einstellung und die Lok läuft!

Für was die Kerben sind, weiss ich nicht. Werde in ein paar Tagen Herrn Regner fragen und hier berichten.


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BeitragVerfasst: 23.01.2011, 20:18 
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Hallo Markus!

Dass wir hier schon viel weiter sind - belegt durch das Ausmessen der Bohrungen sollte eigentlich schon klar sein :wink: - Wolfgang ist auch nicht auf der Nudelsuppe dahergeschwommen (wie man in Wien sagt :lol:)

Es ist halt auch eine Frage welchen Anspruch man an seine Lok stellt. Ich möchte da jetzt niemanden etwas unterstellen, aber ich glaube (aus vielen Gesprächen resultierend) dass 90 % der Leute die so eine Lok zusammenbauen glücklich sind, wenn sie sich mit 3 Bar übers Gleis prügeln lässt und es auch egal ist, wenn bereits nach 15 Minuten der Dampf raus ist. Frag einmal jemanden bei welcher Räderstellung genau der Dampf bei seiner Lok einströmt? Das würde mich übrigens bei Deiner Demolok auch interessieren :lol:

Unser Anspruch ist aber mittlerweile der, dass wir unsere Maschinchen mit durchschnittlich 1 Bar betreiben. Da rede ich gar nicht von Wolfgangs Emma, die schon abzieht wenn sich der Zeiger am Manometer noch gar nicht bewegt hat :flt: :flt: :flt:

Dass man das nur durch eine präzis zusammengebaute Lok erreichen kann, ist schon klar - das muss man natürlich selber machen. So was bekommt man nicht serienmäßig um einen vernünftigen Preis. In diesem Zusammenhang wieder einmal ein großes Lob an Regner, der mittlerweile schon einen recht hohen Präzisionsstandard bei seinen Bausätzen erreicht hat, verglichen mit vor 10 Jahren.

Kurz zusammengefasst: für mich sind die Teflon-Steuerkolben nur brauchbar, wenn ich damit meine Lok mit 1 Bar fahren kann - 3 Bar, hoher Dampfverbrauch und wenig Leistung sind no go, da kann ich gleich meine alten drinnen lassen ...

Wenn wir unsere Versuche abgeschlossen haben, werde ich über das Ergebnis berichten, vorher hat das keinen Sinn

Herzliche Grüße
Christian

Nachtrag:

Bild

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BeitragVerfasst: 23.01.2011, 21:13 
Da bin ich gespannt auf die Resultate.

Im Übrigen:
Woher weist Du, dass ich meine Lok mit 3 bar laufen lasse?
Woher weist Du, dass ich mit halbherzig laufenden Modellen zu frieden bin?

Ich möchte nicht als überheblich gelten: Als Echtdampffachmann mit eigener Fachwerkstatt, das nun schon einige Jahre stelle ich sogar sehr hohe Ansprüche!

Achja noch: Mein Test war auch etwa bei 1 - 1,5 bar, das während ca. 25 Minuten! Und dies mit einem handelsüblichen Teil...


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BeitragVerfasst: 23.01.2011, 21:38 
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Hallo Markus!

Ja, ich verwende eine Anrede da ein Nichtverwenden in unseren Breitengraden als ziemlich unhöflich gilt und da geht bei mir das Stimmungsbarometer gleich in den Keller.

Aber jetzt eine direkte Frage an dich: Wieso liest Du immer Dinge die ich nie geschrieben habe? Wo habe ich behauptet dass Du mit 3 Bar fährst oder dich mit halbherzigen Modellen zufrieden gibst?

Ich weiß dass Du eine "Fachwerkstätte" hast, viel mehr weiß ich eigentlich nicht.

Doch halt! Dank deiner beiläufigen Bemerkung weiß ich jetzt wenigstens, dass Du die Lok mit 1 bis 1,5 Bar 25 Minuten lang gefahren hast. Damit kann man schon mehr anfangen ...

Nix für ungut, bin leider kein Hellseher :WN

Herzliche Grüße
Christian

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BeitragVerfasst: 24.01.2011, 11:25 
Hallo Christian

Vielleicht kommen wir an die Grenze der Online-Kommunikation, vielleicht sind wir (vom Alter her) beide direkte Gespräche gewohnter statt immer nur stückchenweise über ein Thema zu schreiben. Es gibt sich sicher mal eine Gelegenheit, bei einem Bierchen (oder natürlich auch etwas Alkoholfreies...) direkt zu fachsimpeln! Würde mich freuen.

Das Schöne an einem Forum ist ja, dass mehre Meinungen zu einem Thema relativ öffentlich abgehandelt werden können. So auch beim Thema Teflonkolben. Mir ging es vor allem mal darum, zu zeigen dass die neuen Schieberkolben funktionieren (wie Du richtig feststellst, für sehr viele Fahrer ohne weitere Ambitionen genügend) und brauchbar sind. Ich konnte einfach zuerst nicht nachvollziehen, was nicht gut funktionieren soll. Das Experiment habe ich ja bereits beschrieben. So, und jetzt kommen meiner Meinung nach die Tüftler zum Zug, mit vielen Ideen zu zeigen, wie so ein Teil noch verbessert werden kann. Und auf Euer Resultat bin ich gespannt. Hinterher sollte es eigentlich kein "Geht nicht" mehr geben.

Wichtig für mich persönlich ist, das wir uns hier nicht gegenseitig an den Karren fahren, sondern Erfahrungsaustausch betreiben und so auch z.B. stillen Lesern dieses Forums (da kenne ich einige) unsere Erfahrungen weiter geben können.

Foren, wo es vor allem nur ums gegenseitig "Abschlachten" geht oder bewusst falsche Infos gestreut werden, gibt es genügend. Dieses Forum hier gehört eindeutig nicht dazu und ich hoffe dass es so bleiben wird.

So, und nun zurück zum Fachsimpeln...


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