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BeitragVerfasst: 31.01.2011, 19:29 
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*** SchienenDampfer
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Hallo Peter

Die Hütchen sehen wie dünnwandige Dosen mit 0,5mm Wandstärke und 3mm durchgebohrten Boden aus. Die einseitig abgesetzten Messingspulen sind Mann an Mann aufgefädelt und mit der Mutter am Ende des Kolbens befestigt. Die Hütchenbreiten können variieren und die Optik der Spulen
beinflußen. Die außeren beiden Hütchenbreitentoleranzen sind egal. Teflonspäne zwischen den Messingspulen sind zu entfernen.

L.G. Wolfgang F. K.

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L.G. Wolfgang Franz K.


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BeitragVerfasst: 31.01.2011, 19:31 
Kyrill hat geschrieben:
@ Wolfgang:
Eine Frage stellt sich mir noch, da ich den internen Kolbenaufbau nicht kenne. Ist es möglich, dass sich die Teflonscheiben stauchen durch Kaltverformung, wenn sie durch die Endschraube zusammengepresst werden? Und dadurch die Verschiebung der Steuerkanten passiert? Bei manchen Ringen habe ich den Eindruck, dass die Messinghülsen dazwischen weiter in die Ringe eintauchen... oder sind die Ringe auch seitlich ausgefräst und haben so eine Art Dichtlippe? Kann man nicht genau erkennen...


Guten Abend

Nachdem ich mich in den letzten Tagen zurück gehalten habe und zwei interessante längere Telefonate mit Wolfgang geführt habe, doch noch Bemerkungen:

Die Endschrauben brauchen nicht so stark angezogen sein, dass sich das Teflon stauchen könnte (Teflon hat aber in dieser Hinsicht andere Eigenschaften wie andere Kunststoffe). Ein Stauchen würden dann dazu führen, dass bei Dampfbetrieb durch das Aufquellen des Teflons die Schieber und Kolben sich festsetzen (durch mangelnde Elastizität des Teflons richtig verkeilen).

Das von Wolfgang beschriebene Austauschen der Teflonringe (Hütchen) ist durchaus so korrekt. ABER: Es wurde bei einer Lok (diejenige von Christian) so mit Erfolg gemacht. Zuerst an der eigenen Lok feststellen, ob das überhaupt nötig und sinnvoll ist. Bitte nicht jetzt jeder die Schieber aufschrauben und die Teile neu gruppieren, nur weil es hier so beschrieben ist. Man sollte genau wissen, was man macht! (Da spreche ich jetzt vor allem die weniger erfahrenen Echtdampfer an). Auf alle Fälle die Hinweise von Wolfgang gut verinnerlichen.


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BeitragVerfasst: 31.01.2011, 21:59 
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*** SchienenDampfer
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Hallo Schienendampfer

Wenn Jetzt eine Verunsicherung entstanden ist: Eine letzte Erklärung von mir. Die Messingspulen
sollten Mann an Mann sitzen, aber minimale Tolleranzen bei der Bearbeitung der Teflonhütchen oder
Bearbeitungsrückstände können das verhindern.Bei Christians Schiebern habe ich Bearbeitungrückstände entfernen und trotzdem habe ich feststellen müßen, daß die Schieber leicht
klemmen, wenn man die Muttern ganz festzieht. Ich habe Hutmuttern zum Kontern genommen.
Später,wenn die Schieber eingefahren sind, werden die Muttern nachgestellt. Danke lieber Markus
für den Hinweis. Bei meinen ersten Versuchen mit Hütchen, die zu wenig Spiel hatten und im Betrieb
stark klemmten , wurden Sie aus ihrer Position gerißen .

L:G: Wolfgang F.K.

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L.G. Wolfgang Franz K.


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BeitragVerfasst: 01.02.2011, 13:26 
Ich danke Euch für die Aufklärung, jetzt habe ich es auch verstanden... :flt:


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BeitragVerfasst: 01.02.2011, 19:39 
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*** SchienenDampfer
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Hallo Schienendampfer

Die Rundschieber ohne Hütchen.


Bild

L.G. Wolfgang F. K.

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L.G. Wolfgang Franz K.


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BeitragVerfasst: 01.02.2011, 20:18 
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*** SchienenDampfer
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Hallo Wolfgang,

vielen Dank für Deine Mühen. Dein Bericht ist wirklich auch für Anfänger gut geeignet.

freundliche Grüße

Hannes


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BeitragVerfasst: 02.02.2011, 07:13 
Danke Wolfgang,

jetzt weiß ich endlich wie die Schieber von Innen aussehen, prima....


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BeitragVerfasst: 16.02.2011, 18:33 
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Hallo Forumswelt,

da ich ja vor längerer Zeit diesen Thread losgetreten habe möchte ich jetzt (endlich) auch noch meinen Senf dazu geben :P

Kurz gesagt:

Bestellt, geliefert, eingebaut - läuft!

Die Schwingen mussten nur ein klein wenig justiert werden. Die alten Schieber aus Messing und die High-Tech-Variante sind bei mir im übrigen 100% baugleich was Länge, Kanäle usw. angeht. Beim ersten Anheizen ging ein Schieber ein wenig (ganz wenig) schwer - vielleicht ein kleiner Grat. Nach ein 1-2 Minuten hat dann alles "geflutscht"! :flt:

Sicher, der Preis für die zwei Schieber ist nicht ohne, aber da meiner Messingschieber eh schon sehr "gepfiffen" haben wäre so oder so eine Neuanschaffung notwendig gewesen.

Am Wochenende gibt es einen ersten Test im Garten.

VlG

Oliever

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BeitragVerfasst: 21.02.2011, 09:31 
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Soooo!

wie so häufig im Leben tritt nach der ersten Euphorie die Ernüchterung ein.

Auf der Schiene war meine "Amelie" nur sehr zäh und kraftlos unterwegs, die Dampffahne war optisch ansprechend. Die Teflonschieber sind (mit den alten Messingschiebern verglichen) wirklich baugleich, lediglich die Bohrung für den Stift der Schieberstange liegt um 0.5 mm versetzt, dies kann durch die Justage der Schwinge ausgeglichen werden.

Eigentlich kann ich mir das schwächliche Verhalten gar nicht so richtig erklären, zumal ich zuerst versucht habe die Schieber über die Geometrie, und später mit Wolfgangs Anleitung (ohne Treibstangen unter Dampf) einzustellen.

Das die Dampfkanäle im Zylinder nicht ganz fluchtend gebohrt wurden, kann mit den blosen Auge erkannt werden.

Mir scheint die Umrüstung einer älteren Volldruckmaschine auf die modernen Teflonschieber doch ein wenig problembehaftet zu sein. Ein wenig werde ich noch herumtüfteln und dann, einstweilen, wieder die alten Schieber einsetzten - ich will ja auch einmal fahren.

Wieder eine Baustelle mehr auf der Liste! :pf:


VlG

Oliever

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BeitragVerfasst: 22.02.2011, 02:02 
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*** SchienenDampfer
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Hallo Schienendampfer

"Letzte Hilfe"
Checkliste beim Umbau auf Teflon- Rundschieber

1. Prüfen des Steuergestängespiel`s
2. Prüfen des Gesamthubes vor jeder Probefahrt. (Warum: In der Einlaufphase klemmende Kolbenschieber können die Gegenkurbel leicht verstellen).
3. Prüfen des Kolbenschieber`s, (optischer Vergleich der Hütchenbreiten mit dem Messingschieber) nach jedem Probelauf und auf Leichtgängigkeit in der "heißen" Maschine vor den Probeläufen. (Abschrauben der Schieberstange, Schieber mit der Hand bewegen)

Anmerkung: Es gibt nur ein richtiges Maß des Kolbendurchmesser`s! Entweder sofort, oder durch Deformation. Abrieb (sogenanntes Einschleifen) kommt eigentlich nicht in Frage, denn reibende Kolben dehnen sich noch mehr aus und können zur "Selbstzerstöhrung" führen, oder verschleißen die Gestängelager und bremsen die Lok ein.
Produktionsbedingte Deformationen der Hütchen werden nicht durch "Einlaufen", sondern durch "Einstehen" behoben. :GR Das bedeutet, nur die Erwärmung der Zylinder und dadurch auch der Teflonschieber bewirken die Verformung des Teflonmaterial`s. Ein Heißßluftgebläse kann manchmal den Dampf ersetzen. Optimal wäre es, wenn der Teflonschieber bei Betriebstemperatur "sein Maß" erreicht. Hat er es aber schon vorher, so können die Hütchen nur in die Breite wachsen.

Bemerkung zur Produktion: Die Sorge, daß die Teflonhütchen im Durchmesser zu klein werden ist sehr groß. Die Produkte sind wertlos. Sind Sie aber geringfügig größer, gibt sich das von selbst, oder kann behoben werden. Man bedenke, hier geht es nicht um einhundertstel Millimeter, sondern irgendwo dazwischen. Ich kann es nicht korrekt messen, aber mit Zuhilfenahme eines Kalibrierrohres fühlen.

Erfahrung mit ausgeschlagenen Gestängelagern im Zusammenhang mit Teflonschiebern habe ich keine. Mißstände sind vorher zu Beheben!

L.G. Wolfgang F. K.

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L.G. Wolfgang Franz K.


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BeitragVerfasst: 22.02.2011, 09:48 
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Wolfgang hat geschrieben:
Produktionsbedingte Deformationen der Hütchen werden nicht durch "Einlaufen", sondern durch "Einstehen" behoben. :GR Das bedeutet, nur die Erwärmung der Zylinder und dadurch auch der Teflonschieber bewirken die Verformung des Teflonmaterial`s. Ein Heißßluftgebläse kann manchmal den Dampf ersetzen. Optimal wäre es, wenn der Teflonschieber bei Betriebstemperatur "sein Maß" erreicht. Hat er es aber schon vorher, so können die Hütchen nur in die Breite wachsen.



Hallo Wolfgang,


hmm ... im kalten Zustand gehen die Schieber schon ein wenig stramm ... ich kann das durch die Mutter am Schieberende sicher noch ein wenig korrigieren (kontern).

Du sagst, dass die Schieberhütchen ggf. in die Breite wachsen (können). Meinst du, dass sich durch diese Längenausdehnung (mal 6 für 6 Stück) ein unsauberer Lauf der Maschine erklären lässt; soll heißen bei erreichter Betriebstemperatur "verstellen" sich die Steuerzeiten?

Dies könnte man dann ja wirklich nur durch "try & error" beheben .... :GR Zuviel Spiel konnte ich in der Steuerung nicht feststellen. Ich habe auch versucht die Dampfkanäle (mit deiner cleveren Lösung) zu vermessen. Die Mittelstellung liegt anscheinend ca. 0,3 mm weiter in den Zylindern. Bei den Messingschiebern hat dies aber keinen negativen Einfluss gehabt, diese habe ich immer plan mit der Zylinderaußenkante justiert.

Ich bin mir fast sicher, dass meine Lok unter einer Addition von ungünstigen Tolleranzen/Umständen leidet:

1.) 0,3 mm Neutralstellung der Rundschieber (bis dato so noch nicht bekannt)
2.) Stramme Teflonschieber, welche das Steuerungsspiel voll "ausnutzen"
3.) ggf. wachsende Teflonhütchen, welche die Steuerzeiten verändern

4.) Unfähigkeit des montierenden Hobby-isten :oops:


Für die Punkte 1-3 gibt es Abhilfe ......

VlG

Oliever

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BeitragVerfasst: 22.02.2011, 12:59 
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*** SchienenDampfer
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Hallo Oliever

Ergänzung der Checkliste

4. Reinigen der Schieberbohrung im Zylinder.

Gleitet ein neuer Messingschieber, oder ein neuer Messingrundstab geölt schwer, sind die Ursachen: öliger Messingabrieb, Ölablagerungen von Planzenöl, überhitztes Öl oder sonstiger Schmutz. Ich nehme den WD40 Spray, einen neuen Messingschieber "ohne Krate" und putze mit einer "Drehschiebebewegung" den Zylinder. Nach jedem Durchgang wird der Zylinder mit einem Wattestäbchen und der Messingschieber mit einem Tuch gereinigt und neu besprüht. Dieser Vorgang bewirkt auf jeden Fall ein besseres Gleitverhalten des Teflonschieber`s. "Flutscht" er in der kalten Maschine dann immer noch nicht, so ist der Durchmesser zu groß. Es tut mir Leid, aber dieser "Punkt" ist mir erst nach Vollendung meines Beitrages eingefallen.

In St. Pölten habe ich das "heilende Händchen" mit und bin gerne bereit Probleme zu lösen oder zu besprechen. Deine Bedenken unter Punkt 3.) schließe ich aus.

L.G. Wolfgang F. K.

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L.G. Wolfgang Franz K.


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