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BeitragVerfasst: 04.06.2012, 17:52 
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Hallo Oliever!

ZwiebelX hat geschrieben:
was ist eigentlich aus dem St. Pöltener Fahrgeräusch geworden. Klopft es noch ?


In St.Pölten haben ja weder Wolfgangs empfindliche Ohren, noch meine Lauscher etwas verdächtiges entdeckt:
Bild
Bild von Pal entliehen.

Später, wieder zuhause habe ich auf der heimischen Terrasse einen Schienenkreis ausgelegt, ja da war das Geräusch/Klopfen wieder zu hören und über die Terrassenplatten auch zu fühlen. Auf dem Rollenprüfstand hörte man nichts :WN.

Bei genauerer Betrachtung glaubte ich ein Hüpfen oder überspringen der ersten Paares der Schrägzahnräder im vorderen Drehgestell wahrzunehmen.

Habe dieses dann zerlegt, die kleinen Madenschrauben waren mit Gewindesicherung eingeklebt, daher mit dem Mini-Gasbrenner die Schraube warmgemacht, danach lässt sich diese wunderbar aufschrauben:
Bild

So sieht der Antriebsstrang nach dem entfernen der äußeren Lagerschalen aus:

Bild

Die vordere Bronzebüchse hatte schon etwas Spiel, also alles zerlegt und Teflonbuchsen mit den Maßen der Bronzebüchsen gedreht:
Bild

eingebaut:
Bild

Noch ein Detail am Rande, die Fahrgestellrahmen dürften aus Zinkguss oder ähnlichen sein, die Hinterseite des Lagergehäuses ist schon ein Teil des Gusses, dahinter dürfte wohl ein Luftblase oder ähnliches im Guss sein, jedenfalls hat die dünne Wand schon etwas durchgescheuert:
Bild

Nach Zusammenbau und erneutem lauschen während der Probefahrt wahr aber das Klopfen noch immer ein wenig zu hören :WN . Vielleicht war das schon immer da und hat sich auf den Anlagesegmenten auf Pal's Anlage (hohle Konstruktionen aus Holz) wie in einem Resonanzkörper verstärkt.

Gerhard hast du ähnliche Probleme :?:

Gruß, Gerald :wink:

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BeitragVerfasst: 20.12.2017, 14:21 
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Da bei mir als verfrühtes Weihnachtsgeschenk auch eine geschlossene Version dieser Lok (Werknr.13, wie denn auch anders :) ) auf der Anlage gelandet ist, kann ich den alten Thread wieder aufgreifen:



Um Christian's Frage der zu kurzen Kardanwellen zu beantworten - ein alter Accucraft Katalog gibt als Mindestradius 120cm an und damit kommt sie bestens klar, während es bei weniger schwierig wird. Hier ein (Stand-)Foto auf 90cm, da knicken sie schon ein.



Aber einen Heidenspass macht die Lok schon...
Grüsse,
Andreas

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BeitragVerfasst: 20.12.2017, 14:58 
Hallo Andreas,

meine Open-Cab-Shay der ersten Serie fährt völlig ohne Probleme durch den 90er Piko-Radius.

Schau dir mal die Lok von unten an :

1. Befindet sich der Drehpunkt der Drehgestelle in Achsmitte zwischen den Radscheiben?
2. Befinden sich die Radscheiben mittig unter der Lok?

Bei meiner Lok war nämlich folgender "Fehler" eingebaut. Die oberen Querträger im Drehgestell (Bolster) sind asymetrisch, da das Drehgestelle zur Seite mit dem Antrieb hin breiter ist. Bei meiner Lok waren diese Bolster seitenverkehrt eingebaut, anstatt durch die Asymetrie die Spur mittig unter die Lok zu bringen lief sie erst recht daneben. Damit meine ich nicht den Shay-typischen Versatz in Bezug zum Kessel, sondern wirklich Radspur zum Rahmen betrachtet.
Ich habe die Bolster ausgebaut und 180° gedreht wieder eingebaut. Die Lok sitzt dann mit dem Rahmen zentriert auf dem Gleis.
Dieser Versatz nimmt auch große Auswirkung auf die Kardanwellen und deren Weg. Bei Modellbahn-Shays wird häufig der Drehpunkt künstlich in Richtung Kardanwelle verlegt, damit der Längenausgleich geringer wird. Leider habe ich aktuell keine Bilder davon zur Hand, aber ich kann später evtl. mal ein Drehgestell abnehmen und Bilder machen.

Ein weiteres Schmankerl meiner Lok waren die spiegelverkehrt montierten Pufferbohlen...
Auf diesem alten Bild kann man es noch erkennen. Die Schraubenköpfe, die die Längsträger beim Original halten sind nicht an den Positionen wo sich die Längsträger befinden sollten. Hier wurde die vordere mit der hinteren Pufferbohle vertauscht bei der Montage. Leider gibt es da ja immer wieder "Glanzleistungen" bei Accucraft, siehe auch die Brettermasung bei der Climax...
Bild


Ganz unabhängig davon - Die meisten Shay-Loks dieser Größenklasse sind für 30m-Radien gebaut worden. Bei 1:20 immer noch stolze 1,5m Radien!!

Gerd


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BeitragVerfasst: 20.12.2017, 19:06 
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* SchienenDampfer
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Registriert: 04.10.2016, 10:40
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Vielen Dank, Gerd - sehr hilfreich.

In der Tat sind die Drehpunkte symmetrisch zum Umlauf "holz", die Drehgestelle aber asymmetrisch und bei mir mit der kurzen Seite zum Antriebsstrang.
Die Räder sind dadurch leicht nach links versetzt, die ganze Lok steht also asymmetrisch nach rechts auf der Schiene.
Da werde ich mich mal ans Umdrehen machen (aber dabei wird der Bewegungs-Hebelarm der Kardangelenke in den Kurven auch länger... also ist experimentieren nötig).


Bezüglich der Pufferbohlen habe ich einen leicht anderen Effekt:






Da durch das Triebwerk die Längsträger nach links versetzt sind, ist die vordere Bohle falsch, die hintere aber korrekt - einfaches Austauschen hilft nicht und ich müsste Schrauben und Vertärkungsbleche vorne versetzen.

Gruss, Andreas

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BeitragVerfasst: 20.12.2017, 19:34 
Hallo Andreas,

Drehgestelle - Genau das meinte ich. Ich habe nur den oberen Bolster gedreht, da dieser sich "relativ" einfach ausbauen lies. Den unteren habe ich drin gelassen und das Loch für die Schraube größer gefräst... Nicht sehr schön, gebe ich zu -aber tut.
Bild

Kardanwellen - Schau dir die Lok mal von unten an, wenn die Drehgestelle noch original sind. Die beiden Kardengelenke liegen nicht in einer geraden (relativ zum Lokrahmen) sondern leicht schräg. Dadurch ist der Weg zunächst mal länger. Durch den versetzten Drehpunkt des Drehgestells, ist der Weg, relativ zum Drehpunkt, größer, den das Kardangelenk zurück legen muß.
Durch den Umbau der Drehgestelle kommen beide Kardangelenke in eine Linie und so schon mal wenige mm näher zusammen. Gleichzeitig aber, verändert sich der Abstand zwischen Drehpunkt und Kardangelenk im Drehgestell. Dieser wird zwar größer, durch den Winkel und Radius aber deutlich günstiger was die Längenausdehnung betrifft.
Das ganze ist ein ziemliches Rechenspiel, oder man probierts aus (letzteres fällt mir leichter). Ich habe vieles hierzu gelernt, als ich das Fahrwerk für meine 1:6-Shay gebaut habe.

Meine Shay auf besagtem 90cm Piko-Radius gibt's übrigens hier (Kehrschleife auf Terasse)


Pufferbohlen - Ich konnte vorne-hinten auch nicht tauschen, da der Rahmen verlötet ist. Das wäre eine enorme Plackerei. Da die Open-Cab eh nur glatte Balken hat habe ich einfach alle Schrauben entfernt (nur eingedreht, weder verlötet noch verkelbt) und dann aus dünnem Holz neue Bretter vorgesetzt und dort dann die Schrauben an den richtigen Stellen gesetzt.

Grüße, Gerd


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