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 Betreff des Beitrags: Re: Regner Henry
BeitragVerfasst: 22.10.2020, 10:05 
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Einfach zum Nachdenken: Regner möchte ,so viel wie möglich, Dampf kondensieren lassen.
Ich möchte nur die Flüssigkeiten vom Dampf trennen. Der austretende Dampf ist natürlich feuchter.

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L.G. Wolfgang Franz K.


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 Betreff des Beitrags: Re: Regner Henry
BeitragVerfasst: 22.10.2020, 10:48 
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Hallo Wolfgang!

Nachdem ich deine kurze Vorbeschreibung grundsätzlich "danebenverstanden" habe, habe ich eine "Skizze" aufgestellt.

Nach etwas Denken bin ich dann bald drauf gekommen, dass das total falsch ist und nie funktionieren kann.
Ich zeige es jedoch als abschreckendes Beispiel (wenn ich schon so viel im GIMP damit gearbeitet habe :)):


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Nachdem es aber aus dem "Absaugstutzen" sehr schön gedampft hat, habe ich nachgedacht, was Rainer eigentlich gesagt hat:
Warum den Dampf nicht einfach zurück in den Kamin führen?
Der wird ja nicht mehr so nass und vor allen Dingen ölig sein?
Ausprobieren kann man es ja, zurückbauen kann man ja immer noch, wenn das nicht (gut) funktioniert.

Und das lässt sich sehr einfach machen, nur ein zusätzliches Rohr muss (wieder) verlegt werden:

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Natürlich muss ich dann verhindern, dass der Dampf aus dem Absaugrohr kommt.
Verschliessen kann ich ihn ja nicht, denn ich muss ja von Zeit zu Zeit absaugen.
Ich habe nämlich noch nicht ausprobiert, wie viel Henry in etwa 40 Minuten ohne Absaugen spuckt.
(So lange ist er etwa unterwegs, wenn ich den Tank ganz mit Gas fülle.)

Damit ich also trotz "Verschluss" trotzdem leicht absaugen kann, dachte ich, dass ich das Rohrende provisorisch immer mit einer Art "Stöpsel" oder "Kappe" verschliessen kann.
Nach Schauen in die Restekiste habe ich mich für "Kappe" entschieden.
Die "Kappe" habe ich aus einem 9-mm-Luger-Pistolenpatronenhülse gebaut:

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Dem Aussehen nach könnte er vielleicht als eine Art "Dampfpfeifen-Atrappe" durchgehen:

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Nun muss ich wieder etwas warten, bis ich wieder Zeit zu einer Probefahrt habe (dazu muss ich ja das Wohnzimmer umbauen, um die Schienen verlegen zu können).

Bis dann!

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LG Zoltan
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 Betreff des Beitrags: Re: Regner Henry
BeitragVerfasst: 22.10.2020, 11:43 
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Hallo,

ähnliche Erfahrungen habe ich kürzlich bei meiner Eigenbau Climax gemacht. Ursprünglich hatte ich das Abdampfrohr direkt in den kurzen Kamin geführt - Ergebnis, der Brenner im Stehkessel soff beim Anfahren sofort ab. Danach ein T-Stück eingebaut, Abdamof nach oben und in den Kamin, zweiten Schenkel in den Kondensatbehälter, Ergebnis weiterhin unbefriedigend, da weiterhin viel Wasser in den Kamin/Brenner gelangte.

Die Fotos zeigen meine finale Lösung: Der Abdampf geht in den Kondensatbehälter, nach oben wird in den Kamin entlüfteT, sprich, ent"dampft". Das funktioniert einwandfrei, bei einer Kesselfüllung von 300ml finden sich ca. 70ml im Kondensatbehälter wieder, welche über den Hahn abgelassen werden. Die beiden Rohre in den Behälter ragen nur knapp ein. Der Behälterdeckel ist mit etwas Silicon eingedichtet, der Behälter erwärmt sich recht ordentlich. Der Abdampf reisst einiges Öl mit, welches oben im Stehkessel niederschlägt und gelegentlich an der Außenwandung runterschmiert, da habe ich noch keine Lösung dafür.

Gruß

Andreas

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 Betreff des Beitrags: Re: Regner Henry
BeitragVerfasst: 22.10.2020, 12:00 
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Danke, Andreas, für dein Beitrag!

Du meinst, dass der "Entdampf" aus dem Kondensatabscheider bei dir immer noch Öl mit sich reisst?
Das sollte doch im Kondensatbehälter bleiben, oder?
Mein Absaug-Abdampf-Rohr aus dem Kondensatbehälter war total ölfrei, es hat nur schön gedampft (siehe Video), daher hoffe ich, dass jetzt auch mit dem etwas dünneren "Entdampfrohr" zum Kamin hin auch kein Öl mehr mitreissen wird?

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 Betreff des Beitrags: Re: Regner Henry
BeitragVerfasst: 22.10.2020, 12:04 
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Ja, Zoltan, es wird noch Öl mitgerissen, vielleicht kann ich auch den Öler reduzieren, um den Ölaustrag zu verringern.

Gruß

Andreas


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 Betreff des Beitrags: Re: Regner Henry
BeitragVerfasst: 22.10.2020, 12:20 
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*** SchienenDampfer
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Danke, Andreas. Ich habe meinen Öler um eine halbe Umdrehung auf (Friedl hat es mir so "vorgeschrieben" gehabt) und es wird anscheinend genug Öl mitgenommen.
Willi, Chaloner (und Henry) spucken all das Abdampföl ins Kondensatabscheider/Behälter.
Vincent sabbert oben auf dem Kessel aus dem Zappler etwas drauf, das meiste kommt aber weiter in den Schlot und sickert dann herunter in die Rauchkammer
Emma und Vulkan spucken auch in den Schlot, das meiste fliesst auch dort in den Rauchkammer herunter und einiges kommt dann auch natürlich auf die Schienen.
Die MEG46 sabbert schon mehr auf die Schiene (da ist ja auch eine EasyLine-Doppelzappler unten eingebaut, was mehr saut als die "erwachsenen Zylindern von Emma und Vulkan).
Der Dampf aus den Kondensatbehälter-Abdampfrohren (Willi, Chaloner, Henry) ist "trocken".
Die anderen vier tun das meiste Öl nach unten sabbern in die Rauchkammer, von dort kann es auch auf die Schiene kommen, oben kommt aber praktisch überall nur Dampf dann heraus.

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 Betreff des Beitrags: Re: Regner Henry
BeitragVerfasst: 22.10.2020, 14:41 
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Hallo zusammen,

sehr schöne Lösungen. @Zoltan, so in etwa hatte ich mir dieses dann vorgestellt.

Bei mir ist allerdings erst einmal der Brenner ersoffen...zuviel Wasser. So arg ölt meiner allerdings nicht...liegt eventuell auch daran das mein Öler nicht ganz dicht ist. :mrgreen:
Das ändere ich aber noch und werde dann auch den Kondensattank Unterflur mit einplanen. Oben ist voll durch RC.

Mal schauen was passiert wenn der Öler dicht ist....

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Viele Grüße aus der Wetterau
Rainer


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 Betreff des Beitrags: Re: Regner Henry
BeitragVerfasst: 22.10.2020, 15:16 
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Hallo Zoltan,
könntest Du nicht das Rauchrohr, welches bei Deinem Kessel zu kurz ist, einfach mit einem dünnwandigen Rohrstummel verlängern?
Dann könntest Du den Abdampf schön auf die Kesseldeckel leiten, so hab ich es bei meiner Regner-Fanny auch gemacht. Mit dem T-Stück und Abgang nach unten zwischen die Räder war ich gar nicht zufrieden, der ganze Dampf war unter dem Fahrwerk, die Lok kam auf einer Dampfwolke daher. Den Brenner hab ich noch nie absaufen lassen, obwohl der Einzylinder-Zappler anfangs ganz schön sabbert.



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Freundliche Grüße an alle Easy-Liner,
Reinhold

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....und immer 'ne handbreit Wasser über der Feuerbüchse!


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 Betreff des Beitrags: Re: Regner Henry
BeitragVerfasst: 22.10.2020, 16:48 
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Dazu müsste ich den Kessel, ja die ganze Lok fast, ganz aus(einander)bauen, und am Kessel sandstrahlen und hartlöten und Einbrennlackieren... so viel Aufwand treibe ich nicht, zumal ja der Kondenstank schon nachgerüstet wurde und jetzt die Sache erledigt zu sein scheint. Ausserdem, jetzt ist der Kessel okay, wer weiß, ob er noch okay ist, wenn ich da herumgedoktort habe... :) Sicherheit ist mir wichtig; zu einem Regner-Kessel habe ich volles Vertrauen, zu einem Zoltan-Kessel vielleicht doch etwas weniger :)

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 Betreff des Beitrags: Re: Regner Henry
BeitragVerfasst: 22.10.2020, 19:02 
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*** SchienenDampfer
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Zitat:
den Kessel, ja die ganze Lok fast, ganz aus(einander)bauen, und am Kessel sandstrahlen und hartlöten und Einbrennlackieren... so viel Aufwand treibe ich nicht,

nein, so aufwändig hab ich es auch nicht gemeint. Ein Rohrstummel angedreht auf Rauchrohrinnendurchmesser und stramm eingepresst, muß ja keinen Kesseldruck aushalten. Nix sandstrahlen und löten!
Grüße,
Reinhold

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 Betreff des Beitrags: Re: Regner Henry
BeitragVerfasst: 22.10.2020, 19:16 
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Ja, hast Recht, es wäre auch auf so einer einfacheren Weise möglich... aber es wirkt mir ein wenig wie gepfuscht, und macht nur einen Fehler weg, der jetzt eigentlich schon (hoffentlich) belanglos ist.

Und mir gefällt es trotzdem sowieso nicht, dass der Abdampf auf dem Kesseldeckel saut. Die Pampe hat dort nichts verloren.

Warten wir erstmal ab, was die Probefahrt bringen wird.

Revidieren kann ich meine Ansichten immer noch :)

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 Betreff des Beitrags: Re: Regner Henry
BeitragVerfasst: 27.10.2020, 09:28 
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*** SchienenDampfer
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Rainer und Bernd haben mich angesteckt, also musste Henry wieder aus seinem Koffer.

Zuerst mussten etwa 100 Stück "Nägel" hergestellt werden, aus 0,7 mm Stecknadeln.
Die wurden auf etwa 4 mm abgelängt:

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Das Ablängen ist nicht ganz einfach, weil die Stahlstecknadeln beim Abknipsen zum Wegspringen (und Verlorengehen...) neigen.
Deshalb wurde die Zange in einen Plastikbeutel gesteckt und der Stecknadelkopf mit den Fingern festgehalten:

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So springt der "Nagel" nicht weg, und der Rest bleibt auch im Beutel gefangen, ohne im Zimmer herumzufliegen.

Dann wurden die Löcher mit einem Bohrer von 0,6 mm vorgebohrt:

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Dann wurden sie mit einem 0,8 mm Bohrer vorgesenkt (damit die Nägel nicht schief werden und auch ohne Spitze noch stabil genug eingesteckt werden können:

Bild

Der "Nagel wird mit der Pinzette ausgerichtet und halb hineingestckt:

Bild

Dann mit der Flachzange eingedrückt:

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So sieht der erste fertig "hineingaschlagene" "Nagel" aus:

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Und so der Rahmen mit "Nägel":

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Zum Vergleich, hier ohne:

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Jetzt muss die Rückseite überall wieder in Ordnung gebracht werden, und dann die "Nägel" mit etwas Rost noch gealtert werden.
Das kommt jetzt.

Bis dann...

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