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BeitragVerfasst: 21.03.2021, 21:08 
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Hallo zusammen,

Meine Br 44 von Aster hat vor einiger Zeit einen etwas modifizierten Schieber beim Innenzyllinder erhalten. Der Auslass beidseits wurde je rund 0.3 mm vergrössert. Auch hatte ich den Eindruck, dass der Jumbo den Kesseldruck beim Fahren nur unwillig und mit viel Hilfsbläser gehalten hat. Nun habe ich auch den Brenner etwas verkürzt, so dass die Flammen mehr Raum erhalten haben.

Heute war Testfahrt bei rund 5 °C. Nach 2 Stunden waren die Personale zufrieden, die Lok abgenommen und die Filme der unzähligen Dampfreunde :flt: an der Strecke im Kasten. Anbei ein kleiner Zusammenschnitt, viel Vergnügen wünscht nun Feierabend habend,

Freundlich

Thomas



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BeitragVerfasst: 22.03.2021, 22:49 
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Hallo Thomas,
sehr schöne Lok deine BR44 von Aster. Die läuft echt prima.
Was mich mal interessieren würde:
Du hast ja, wie ich gesehen habe, auch eine Aster BR 52 in deinem Fuhrpark..
Die BR 52 hat ja bekanntlich ein zwei-Zylinder Triebwerk und die BR 44 sogar 3 Zylinder.

Wenn Du die beiden Loks miteinander vergleichst, stellst Du da große Unterschiede hinsichtlich Zugkraft und Dampf-bzw. Wasserverbrauch fest? Natürlich ist auch der Spiritusverbrauch beider Loks interessant und die dadurch erreichbare Fahrzeit.
Die beiden Dampfer sind ja "realtiv" indentisch aufgebaut
Würde mich mal brennend interessieren ob es große Unterschiede zwischen diesen beiden Aster-Modellen gibt.
Für ein Feedback zu dem Thema würde ich mich sehr freuen.
Gruß Chris


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BeitragVerfasst: 23.03.2021, 02:20 
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Hallo Thomas,

die 44er ist eine faszinierende Maschine. Die Verteilung der 6 Dampfschläge kommt irgendwie aber nicht zur Geltung. Hast Du mal geprüft ob der Versatz von 120° zwischen den einzelnen Triebwerken stimmt? Es hört sich leider immer noch stark nach einer 2 Zylinder Lok an.

Beste Grüße,

Marco

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BeitragVerfasst: 23.03.2021, 20:35 
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Chris hat geschrieben:
Hallo Thomas,

... Würde mich mal brennend interessieren ob es große Unterschiede zwischen diesen beiden Aster-Modellen gibt.
Für ein Feedback zu dem Thema würde ich mich sehr freuen.
Gruß Chris


Hallo Chris,

Ich befürchte, auf die Schnelle kann ich das zum Verbrauch nicht fundiert beantworten. Es ist überhaupt das erste Mal nach nun einem Jahr, dass die 44er überhaupt einigermassen rund läuft. Bestätigen kann ich aber, dass die 52er alles (...was ich habe...) zieht und sie einfacher zu steuern ist.

Dagegen hat das 3-Zylinder-Triebwerk der 44er für mich schon einen höheren Reiz und macht es die Mühe wert, es noch besser einzustellen. Ob sie aber auch mehr zieht oder einfach nur mehr Dampf verbraucht, bis sich alles bewegt? Vielleicht überkommt mich ja mal eine Art Jugendlicher Übermut und lasse ich die beiden mal Gewichte hochziehen (direkt gegeneinander antreten lassen - das wage ich dann doch nur in Klammern zu schreiben :S )

Für das Video hatte ich die 44er gut zwei Stunden in Betrieb und dabei zweimal Sprit und sicher viermal Wasser nachgefüllt. Als die Lok dann richtig warm war, da war schon spürbar, dass sie ihre Qualitäten hat. Ich konnte mit minimer Steuerung fahren. Aster spricht von "dreieinhalb" Umdrehungen der Steuerschraube. Da ist die Schwinge noch nicht weit ausgelegt.

Ein Unterschied besteht im Antrieb der Steuerung durch die Treibachse. Aufgrund der anders geführten Dampfkanäle hat die 52er eine nacheilende Steuerung, während die 44er hier nicht dem Original entspricht und voreilend ausgelegt ist. So lerne ich beim Schrauben immer wieder dazu :TOP


Viele Grüsse

Thomas


Zuletzt geändert von tharitter am 23.03.2021, 20:56, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: 23.03.2021, 20:54 
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flachschieber hat geschrieben:
Hallo Thomas,

die 44er ist eine faszinierende Maschine. Die Verteilung der 6 Dampfschläge kommt irgendwie aber nicht zur Geltung. Hast Du mal geprüft ob der Versatz von 120° zwischen den einzelnen Triebwerken stimmt? Es hört sich leider immer noch stark nach einer 2 Zylinder Lok an.

Beste Grüße,

Marco


Hallo Marco,

Das ist mir in der Tat ein Rätsel. Besonders gut ist es hörbar in den Zeitlupenaufnahmen. Es scheint mir, als ob die Takte 1, 3 und 4 hörbar sind und 2, 5 und 6 ganz fehlen. Dabei fährt die Lok auch mit fast geschlossenem Regler immer noch weich und gleichmässig, sowohl vor-, als auch rückwärts.

Vielleicht hängt es zusammen, dass ich mit minimaler Steuerung gefahren bin, vielleicht sind die Kolbenringe unterschiedlich oder doch die Schieber bzw. ihre Ansteuerung unterschiedlich eingestellt, oder... aber dass man so gar nichts hört? :GR Mit dem Versatz der Kurbeln hängt es glaube ich nicht zusammen: Die Stellungen der Räder auf den Achsen sind von Aster fix vorgegeben. Auch das wird nun auch nochmals geprüft, vielleicht findet sich was beim Innentriebwerk, Danke für den Hinweis!

Als nächstes werde ich auch mal filmen :BT , und dann in Zeitlupe studieren, wie es mit verschieden ausgelegter Steuerung tönt. Spannend. Ziel ist jedenfalls ein mächtiger 6/6-Takt. Man will ja die ganze Musik hören und geniessen.

Viele Grüsse, Thomas


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BeitragVerfasst: 23.03.2021, 21:19 
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Hallo zusammen,

beim Vorbild kommt ein unrunder Klang auch bei richtig eingestellten Schiebern und korrekten Versatz der Kurbeln durch unterschiedlich lange Abdampfwege. Das müsste man mal prüfen ob das beim Original auch so ist. Durch die deutlich kürzeren Wege würde ich diesen Effekt beim Modell nicht erwarten. Aber unterschiedliche Füllung aufgrund von Undichtigkeiten oder nicht ideal eingestellter Schieber ist schon denkbar. Ist das eine Volldruckmaschine oder hat sie einen funktionierenden Voreilhebel?

Um soetwas zu prüfen und die Schieber einstellen zu können, wünsche ich mir immer, den Dampf für jeden Zylinder einzeln absperren zu können. Oder die Schieber ohne zu verstellen aushängen zu können. So ist es immer ein ganz schönes Gefummel.

Viele Grüße,
Stefan

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BeitragVerfasst: 24.03.2021, 14:46 
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Zitat:
Ein Unterschied besteht im Antrieb der Steuerung durch die Treibachse. Aufgrund der anders geführten Dampfkanäle hat die 52er eine nacheilende Steuerung, während die 44er hier nicht dem Original entspricht und voreilend ausgelegt ist. So lerne ich beim Schrauben immer wieder dazu :TOP


Viele Grüsse

Thomas


Hallo Thomas!
Die Steuerung Deiner 44er ist durchaus dem Original entsprechend voreilend ausgeführt, das sieht man an der Lage der Gegenkurbel vor dem Treibzapfen. Lokomotiven mit Rundschiebersteuerung müssen voreilend ausgeführt sein, den sie haben innere Einströmung.
Ein schönes Modell!
Der ungleichmäßige Auspuff läßt auf nicht optimal eingestellte Steuerzeiten schließen. Ich stelle immer jede Seite einzeln ein indem ich auf der einen Seite die Schwingenstange aushänge und die andere solange verstelle, bis die Radumdrehung bei niedrigster Drehzahl rund läuft.

Viel Erfolg und viele Grüße
Manfred

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BeitragVerfasst: 24.03.2021, 18:54 
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Hallo Manfred,

der Voreilhebel der 44er ist nur "Fake". Und soweit mir bekannt besitzt die 44er Flachschieber unterm Kostüm.
Von daher eine Volldruckmaschine. Wenn die 120Grad stimmen liegt es vermutlich an der Einstellung der Schieber. Die 44er hat im Vorbild ein recht runden 6er Schlag. Ausnahmen bestätigen die Regel. Das mit den unterschiedlich langen Ausstömwegen kann einen Einfluss haben. Ist jedoch bei der 44er nicht relevant.

Thomas wird den Fehler schon finden. Ich hab mich jedenfalls auch schon über das erste Filmchen gefreut. Die 44er ist eine tolle Maschine.

Beste Grüße,

Marco

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BeitragVerfasst: 24.03.2021, 21:10 
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Hallo Marco!
Bei Flachschieber müßte die Gegenkurbel doch nacheilen, wegen der äußeren Einströmung?
Habe gerade einen Knoten im Kopf...
Stimmt, das Video hat mir auch sehr gefallen, die 44er ist eine beeindruckende Lokomotive!

Viele Grüße
Manfred

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BeitragVerfasst: 24.03.2021, 22:17 
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Hallo zusammen,

Wegen dem Ausluffschlag, da habe ich wohl noch einige Gedankengänge vor mir, bis eine geeignete Versuchsanordnung steht. Was ich jedoch nicht wirklich erwarte, ist, den Unterschied herauszuhören, der sich aus der um 9° zum Rahmen geneigten Lage des Innenzylinders ergeben müsste. Hier beträgt die Teilung nicht 120°, sondern 129° bzw 111° zu den Kurbelzapfen der äusseren Antriebe. Aber vielleicht wird auch hier die Zeitlupe was bringen. Davon berichte ich später gerne, möchte das ganze Thema aber noch reifen lassen.

Betreffend die Einstellung der Gegenkurbeln, die sind tatsächlich unterschiedlich bei den beiden Modellen: Bei der 52er wird der Dampf von den Steuerschlitzen jeweils zur gegenüberliegenden Kolbenseite geführt (diesen Wechsel übernimmt das grün markierte Zwischenstück in der Abbildung unten), während der Dampf bei der 44er direkt nach unten vor die Kolben geführt wird. Daraus ergibt sich die unterschiedliche Anordnung der Kurbeln bei der Umsetzung der Modelle:

Bild

Bild

Beide Loks haben ansonsten identische Flachschieber.

Viele Grüsse,

Thomas


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BeitragVerfasst: 25.03.2021, 16:12 
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Hallo Thomas,

wenn der Zylinder Geneigt ist, ist der ungleich 120° Versatz der ausgleich für die Neigung. datan sollte es nicht liegen. Aber: wenn die gekröpfte Achse verkehrt herum eingebaut ist, verdoppelt sich der Versatz in die falsche Richtung. Oder hab ich da nen Denkfehler?

Kannst du das ausschließen?

Viele Grüße,
Stefan

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BeitragVerfasst: 25.03.2021, 18:27 
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Hallo Stefan,

Vielen Dank für den Hinweis. Die Mechanik der Achse ist nicht genau mittig, da auf einer Seite noch die Slip-Excenter-Steuerung mitläuft, vgl. Foto:

Bild

An sich würde ein seitenverkehrter Einbau der Räder und damit der beiden äusseren Kurbelzapfen wohl nur Auswirkungen auf die Optik haben, diesen Fehler würde ich hier aber eher ausschliessen, da die Achsstummel unterschiedlich lang sind. Auf dem Bild sieht man auch den Versatz der drei Triebstangen um die rund 120°, wobei der Winkel zur Seite in Fahrtrichtung links 111° und zur rechten Seite 129° beträgt.

Viele Grüsse

Thomas


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