Hallo Zusammen!
Wo oft beschimpft man sich selbest als Tollpatsch, wenn einem mal wieder eine Messingschraube abreißt. Meistens M2 und kleiner. Messing ist in der Beziehung auch nicht das festeste Material. Zu oft ist mir das bei den Klemmschrauben der Gasbrenner passiert, so daß ich hier dazu übergegangen bin, V2a Schrauben zu nehmen.
Bei meinem alten 60er Jahre Ford (P5) hatte ich als Zylinderkopfschrauben Dehnschrauben, welche auf Drehmoment angezogen wurden und dann 1½ Umdrehungen dazu. Diese Schrauben durften nur einmal verwendet werden. Daher meine Idee, das könnte bei den Messingschrauben, die wir öfter lösen und wieder anziehen genauso sein. D. h. bei jedem Anziehen auf den notwendigen Drehmoment wird die Schraube jedesmal etwas gedehnt bis sie reißt.
Bei meinem Bauversuch einer funktionsfähigen Lichtmaschine für meine VII K wurde die Therorie bestätigt. Das Turbinengehäuse, welches mit 4 M1,4 Schrauben verschraubt wird, mußte zum Probieren verschiedener Turbinenräder öfter auseinander und wieder zusammen geschraubt werden. Dabei rissen, nach einiger Zeit, kurz hinter einander 2 Schrauben ab. Beim Ausbohren der Schrauben wurde das Turbinengehäuse unbrauchbar.
Daher mein Rat, besonders in den Fällen wo ein gewisser Anzugsmoment erforderlich ist, z.B. Zylinderdeckel mit Dichtungen, Messingschrauben nur einmal verwenden. So teuer sind die Dinger nun auch nicht. Wird bei Einstellarbeiten die Schraubverbindung öfter gelöst und wieder angezogen, Stahlschrauben verwenden. Zur Endmontage können dann neue Messingschrauben eingesetzt werden.
In der Hoffnung, Euch vor weiteren Unannehmlichkeiten abgerissener Messsingschrauben bewahren zu können-
Gruß Gerd
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