Kohle befeuerte Schmalspur Garratt

  • Tach zusammen,

    ... am Dampf LKW hatte ich sehr lange Zu-und Abdampfleitungen (ca.80cm) ... und somit ein schönes Wasserballett.

    In beiden Leitungen habe ich mir Entwässerungsventile eingebaut, das hat die Sache enorm erleichtert.

    Vor allem nach kleinen Fahrpausen (zB. Smaltalk) sammelt sich doch sehr viel Wasser in den Leitungen, obwohl sie isoliert waren.

    Könnte mir vorstellen, dass das in Spur llm umzusetzen etwas eng werden könnte ... aber die Garratt ist ja recht üppig.

    Grüße vom Bucki

  • Abend zusammen,

    die Leitungen müssen eh beweglich gebaut werden, von der Mitte des Garrattkessels (Öler) geht es zu beiden Fahrwerken bis kurz vor die Zylinder in Vitonschläuchen. Ebenfalls zurück. Diese werden dem Dampf nicht soviel Wärme entziehen wie Kupferleitungen. Ca. 30cm in jedes Fahrwerk und zurück.

    Gruss Christoph

    Mehr Pausen zwischen dem Nichtstun...Vor allem längere...

  • Die Fahrwerke

    wurden umgebaut, und zwar so, dass nun die Zylinder zwischen Laufachse und erster Triebachse montiert sind. Das Fahrwerk wurde auch verkürzt, um noch für eine Nachlaufachse Platz zu machen. Auch sind die angekündigten Zylinderisolationen entstanden und probeweise montiert.


    Zylinderisolation:


    Gruss Christoph

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  • Ein Bauplan

    zu dieser Lok gibt es nicht. Aus diesem Grund werden die Fahrwerke probehalber montiert, damit die Brücke dazischen welche den Kessel und das Führerhaus aufnimmt gebaut werden kann. Diese Konstruktion muss vorhanden sein um am Kessel die Feuerbüchse in der Tiefe zu dimensionieren. Der Rost mit Aschkasten muss seitwärts unter dem Brückenrahmen herausziehbar sein. Zudem sollte diese Lok in der Höhe auch zum restlichen Fuhrpark den ich habe, passen.

    Je Fahrwerk braucht es 2 Servos, eines für die Fahrrichtung, das andere um die Abdampfleitung zu öffnen (s. Beitrag weiter vorne). Die Servoarme greifen übereinander, deshalb sind sie nicht in derselben Höhe montiert.



    In der Abdampfleitung das Abdampfventil. Um dem Abdampf möglichst wenig Wärme zu entziehen wird auch das Abdampfventil Wärme isoliert montiert. Der Abdampf muss, wenn das Ventil zu ist, nach oben durch die gebogene Leitung welche zur Abdampfdüse in der Rauchkammer führt. Es wird für jedes Fahrwerk eine Düse geben.



    Gruss Christoph

  • Ich finde deine Lösungen richtig super. Vielen Dank für das Zeigen.

    Welchen Servo benutzt du für die Umsteuerung? Die, mit denen ich geplant hatte, passen leider nicht zwischen die Rahmen.

  • Die Servos kommen direkt aus China:


    Beschreibung:
    Typ: EMAX ES08MA II/Emax ES08MA V2
    Größe: 23x11,5x24mm (1,25 x.45 x.94in)
    Gewicht: 12g/0,42 unzen
    Arbeits spannung: 4,8 V ~ 6,0 V
    Arbeits strom: 200mA/60 °
    Geschwindigkeit: 0,12 sec/60o bei 4,8 V; 0,10 sec/60o bei 6 V
    Drehmoment: 1.6/2,0 kg. cm (4,8 V/6 v)
    Materialien: Metall Getriebe
    Die linie länge: 25 cm
    Standard: Futaba/JR universal plug

    Bedenke noch etwas, wenn du beide Fahrwerke symmetrisch, also ganz gleich aufbaust, werden sie beide, entweder vorwärts oder rückwärts Fahren wollen…nicht ganz so gut in einer Garratt.

    Es gibt etwa 3 Lösungen das Problem zu umgehen. Ich werde eine mechanische anwenden.

    Gruss Christoph

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    2 Mal editiert, zuletzt von Piz (6. März 2022 um 20:40)

  • Beide Fahrwerke

    werden soweit fertiggestellt, dass ausser Schraubarbeiten nichts mehr gemacht werden muss. Danach kann ich jederzeit die Fahrwerke Sandsstrahlen, Spritzen und fahrtüchtig Montieren. Das dauert zwar noch, denn es gibt keinen Zeitplan wann dieses Projekt fertig sein soll.

    Beide Abdampfventile sind nun fertiggestellt und probehalber montiert. Die Verbindung von den Zylinder zu den Ventilen wird einfachheitshalber mit kurzen Schläuchen hergestellt.

    An den hinteren Querträger sieht man den Dreh- und Mitnehmerzapfen welche die Brückenkonstruktion die den Kessel und das Füherhaus trägt und so die Fahrwerke verbindet.

    ,

    Im einen Fahrwerk ist der Fahrrichtungsservo um 90° gekehrt montiert, damit die Fahrwerke in die gleiche Richtung ziehen. Dies ist nötig, da die Servos elektrisch paralell angeschlossen sind.



    Gruss Christoph

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  • Der Brückenrahmen

    verbindet die beiden Fahrwerke. Er muss gelenkig gelagert sein aber auch Zugkräfte mitnehmen können. Dies mache ich mit einer Dreipunktlagerung. Das Fahrwerk näher am Führerstand bestimmt die seitliche Lage des Brückenrahmens. Dies damit das Führerhaus dieselben seitlichen Bewegungen macht wie das Fahrwerk darunter. Das andere Fahrwerk kann sich seitlich mehr bewegen. Beide Fahrwerke können sich bei verwindeter Geleiselage frei bewegen. Diese Dreipunktlagerung habe ich bei Öltransportwagen der Rhätischen Bahn abgeschaut. Der Brückenrahmen selbst besteht im wesentlichen aus zwei L Längsprofilen und den Abstützplatten aus 3mm Messing. Die Verbindung der Abstützplatten mit den Längstrager sind Hartgelötet. Der weitere Aufbau wird geschraubt oder mit Castolin 157 gelötet. Die Verstärkung (nur fürs Auge) des Brückenrahmens mit einer ähnlichen Fischbauchkonstruktion ist so entstanden und angeschraubt.

    Erst jetz kann ich an die Kesselkonstruktion, im wesentlichen an die Dimensionierung der Feuerbüchse, welche so gebaut werden muss, dass ich den Rost und Aschenkasten seitwärts unter dem Brückenrahmen herausziehen kann.


    Die Abstützung beim Füherhaus:


    Die Abstützung des andern Fahrwerks:


    Der Brückenrahmen:


    Abstützung mit Rahmen beim Füherhaus:


    Abstützung mit Rahmen am anderen Fahrwerk


    Die Länge der Lok von Puffer zu Puffer wird 79 cm !


    Die Frontpartie des Fahrwerks mit Puffer und Bremschläuchen:


    Probehalber auf dem Brückenrahmen aufgesetzter Kessel:


    Mit Wagen und anderer Lok. Da die Garratt zu meinen Fahrzeugen passen sollte und ich im Aufbau frei bin, müssen wenigstens die Proportionen passen. Der Kessel wird noch wenig höher montiert.


    Die Anlage bei Freund Theo kommt nun langsam aus dem Schnee...die Garratt wird warten müssen, nun geht es dann wieder mehr im Freien weiter.

    Gruss Christoph

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    Einmal editiert, zuletzt von Piz (20. März 2022 um 15:27)

  • Bin gespannt wie das aussehen wird, der Kessel bei der D-class ist eher etwas dicker, aber vielleicht täuscht das. Hab auf die schnelle nur dieses Foto, ebenfalls mit Furkawagen (2 Achser) gefunden. Wie funktionieren diese Lager genau, die müssen ja in alle Richtungen beweglich sein?

  • Hallo Christoph,

    tolle Arbeit, die Du da leistest!

    @AndyG: Ja, der Kessel, wenn er nicht noch einen Außenmantel bekommt, erscheint mir auch etwas zu "dünn".

    Aber ich denke, dass Christoph diesem Cu-Kessel noch einen Mantel überstülpt.

    Deine Lagerfrage verstehe ich nicht. Meinst Du die der Wagen?

    Christoph, Dir wünsche ich viel Erfolg beim Weiterbau.

    VG Manfred B.

    VG Manfred B.

  • AndiG

    Manfred B.

    Danke für Euer Interesse. Dieser Kupferkessel ist Aussen 64mm, innen 60mm, ob es nötig wird ihn noch in einen Aussenkessel zu schieben weiss ich noch nicht. Ich bevorzuge allgemein einfache Lösungen. Sicher wird der Kessel noch etwas höher auf dem Rahmen montiert. Auch ist er erst ein Rohr, ohne Feuerbüchse, Rauchkammer und noch völlig frei von Leitungen etc. was das Bild auch noch beeinflusst.

    Es wird eine Fantasie Lok und deshalb wird zuerst die Funktionalität hergestellt und erst später das Aussehen. Und das ist mir bei dieser Lok besonders wichtig. Das ist das schöne am Freestyle…

    Bei der Dreipunktlagerung stützt sich der Brückenrahmen nur an drei Punkten auf die beiden Fahrwerke, siehe die Bilder. Dort wo Federn sind tragen diese den Rahmen, gefangen durch die Bolzen an den Drehgestellen, bei mir der Fahrwerke.

    Gruss Christoph

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  • Hoi,

    ok das täuscht dann wohl, die Rauchkammer bei meiner D-Class ist auch etwa 65mm. Hauptsache der Kessel macht genug Dampf für 4 Zylinder. Bin gespannt wie der Kessel innen aussehen wird mit der Kohlefeuerung.

    Mir war nicht ganz klar wie sich der Rahmen noch gegen die Fahrwerke bewegen kann, aber das heisst der hat etwas Abstand zu den Bolzen in den Fahrwerken und das gesamte Gewicht vom Kessel und Rahmen wird von einer Feder vorn und 2 hinten getragen?

  • Kupfer,

    das herrliche braunrötliche Metall wird nun als Platten und Rohre bereit gemacht um einen Kohlekessel für die Garratt zu bauen.

    Beim örtlichen Spenglerbetrieb konnte ich auf der alten Schneidmaschine die 2mm Kupferplatten für die Feuerbüchse zuschneiden (wäre eigentlich nur für bis 1,6 mm erlaubt 🙈). Für die Feuerbüchse wurden gleich auch noch zwei Teile auf der Biegevorrichtung in Form gebracht. Modellbahnteile auf den grossen Maschienen wirken speziell. Es erleichtert und beschleunigt aber die Arbeit sehr.

    Die alte, von Hand bediente Schneidmaschiene:

    Die Biegemaschiene, fast in der Mitte einwenig Kupfer… eine Seitenwand der Feuerbüchse:


    Alles bereit für den Kohlekessel:

    Der Kessel wird wie derjenige der G4/5 halbnass, das heisst das Wasser umspült nur die Seiten der Feuerbüchse.


    Beste Grüsse Christoph

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  • Die Feuertür,

    ist in den letzten Tagen entstanden. Sie ist auf einem Kupferring mit exzentrischem Loch montiert, welcher ich noch vorrätig hatte. Dieser entstand seinerzeit um bei einem Gas befeuertem Kessel, die Wärme vom Flammrohr besser ins Wasser zu transportieren.

    Heute weiss ich, dass die Heizfläche nur diejenige ist, welche die Flammenseite mit der Wasserseite verbindet.

    Dieser Kupferring wird dann an die Stehkesselrückwand geschraubt. Bei der Suche nach einer Feuertür wollte ich etwas, dass ohne Scharniere funktioniert. Inspiriert hat mich diese Konstruktion:

    Dafür musste ein Zahnrad aus einem Metallbaukasten aufgesägt und beide Zahnteile an eine bearbeitete, halbierte Heizungsabsperrkappe hart angelötet werden.







    Die Feuertüre und Stehkesselrückwand bleibt ohne Farbe, sie darf dann oxidieren. Aus Erfahrung würde sie in kürzester Zeit unansehnlich, durch die nicht immer treffende Kohlenschaufel und Feuerwekzeug.

    Bis auf die Stehkesselrückwand, alles aus der Restekiste.

    Beste Grüsse Christoph

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  • Der Kupferkessel

    ist im Moment mit Feuerbüchse in Bearbeitung. Ziel ist, mit Freund Theo zusammen wieder die Hartlötung gemeinsam zu machen. Auch er baut einen Kupfer Kohlekessel für eine Lok die hier dann gelegentlich auch vorgestellt wird. Er wartet schon seit sehr langer Zeit auf das Fahrwerk welches aus derselben Werkstatt kommt wie bei unseren G4/5 Loks.

    Bei meiner Fantasie Garratt entsteht nun der Kessel vor dem Fahrzeugrahmen etc. Dies um den Kessel nach meiner Idee zu dimensionieren. Deshalb auch die Bauart Garratt. Bei den G4/5 waren wir sehr beschränkt die Feuerbüchse und den Kessel ins vorhanden Gehäuse zu bauen. Die Loks haben nicht sehr viel Dampf Reserve auf Theos Bergbahn, mittlerweile haben wir es aber recht gut im Griff.

    Der Kessel wird so gebaut, dass die Feuerbüchsdecke ca. in der Mitte der Kesselhöhe ist. Das ergibt einen viel grösseren Wasser und Dampfraum. Vier Flammrohre (Inndurchm.10mm), durch die beiden oberen führt je eine Leitung in die Rauchkammer (Bläser u. Dampf zu Zylinder).






    Beste Grüsse Christoph

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    Einmal editiert, zuletzt von Piz (26. Februar 2024 um 16:13)

  • Die Fahrwerkes Montage

    habe ich dem Hartlöten vorgezogen, ein verschneites Wochenende hat mich in die Werkstatt getrieben. Beide Fahrerke sind nun fahrbereit und funktionieren auf den Rollen, wo sie mit Druckluft eingefahren werden, bestens. Zwei umgebaute (Zylinder auf der anderen Rahmenseite) Fowler Roundhouse Fahrwerksbausätze, die auf den Rollen 0,5 bar verbrauchen, sind für mich sehr gut.

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    Beste Grüsse Christoph

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  • Der Kesselbau

    hat sich verzögert, so dass das schlechte Wetter für den Weiterbau der Tenderantriebe genutzt wurde. Die Tender bestehen aus Roundhouse Gehäusen.



    Diese sind temperaturisoliert auf Pertinaxplatten, welche auf den Fahrwerksrahmen montiert sind. Dies damit sich das Wasser für den Speise Injektor nicht erwärmen kann.

    Diese Kohlebefeuerte Monsterlok, wird einen Walter Injektor und eine ölfreie Georg Regner Pumpe zur Wasserspeisung erhalten.

    Beste Grüße Christoph

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  • Das Hartöten hat begonnen,

    nachdem noch einige Teile zum Kesselbau hergestellt wurden. Das Kesselrohr mit einem Innendurchmesser von 60mm konnte ich auf der grossen Bandsäge in der RhB Werkstätte Samedan auf die geforderten Masse ablängen:



    Gelötet wird mit Kastolin 1800, einigen Schamottsteinen und einem zweiten Brenner von hinten, welcher eine gewisse konstante Wärmezufuhr garantierte:



    Durch das verwenden beider Enddeckel als Rohrwand in der Rauchkammer als auch an der Feuerbüchse am Stehkessel wird es viel einfacher den Kessel zu löten. Der dreigeteilte Kessel besteht nun aus dem Stehkessel, welcher aufgeschnitten ist und die Feuerbüchse aufnimmt, es folgt der Langkessel und daran angeflascht wird am Schluss die Rauchkammer. Totale Länge 31cm.

    Der Stehkessel mit den Rauchrohren


    Der ganze Kessel prov. zusammengebaut


    Blick in die Rauchkammer


    Blick von unten in die Feuerbüchse, links und rechts die Abschlusswinkel des Wasserraums zur Feuerbüchse:


    Alles ist aus 2mm Kupfer hergestellt, ausser die Rauchrohre welche nur 1mm dick sind. Dies ist sehr überdimensioniert, es wären dann im Vorbild 45mm dicke Platten...Dank dem Spenglereibetrieb am Ort für Biege- und Schneidbearbeitungen und der RhB Werkstätte für Sägearbeiten etc. wird das Bearbeiten dieser Teile schon viel einfacher.

    Der Rost wird eine Grösse von 46 x 65 mm aufweisen.

    Nun werden als nächstes die Abschlusswinkel unten an der Stehkessel gelötet, danach der Stehkessel über die Feuerbüchse gestülpt und ebenfalls verlötet. Spätestens beim Anlöten des Langkessels brauche ich verm. dann die Hilfe von Theo um rundherum die Wärme gleichmässig erzeugen zu können.

    Beste Grüsse Christoph

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