• Hallo,

    das Gewinde muß bei mir so lang sein. Ich hatte es erst kürzer gemacht. Das Ventil tat nicht abblasen. Da habe ich dann festgestellt, dass das Einschraubnippel, 8mm lang war. Damit hatte das Ventil beim Öffnen, auf der Unterseite geschlossen. Jetzt schauen da 3mm raus. In diesen Bereich habe ich die 4 Löcher gebohrt. Ich habe mal in die Zeichnung, eine gestrichelte Linie eingefügt.

    Zum Wasserreißen. Diesen Kessel kann man nicht so voll machen, da es keine Dampfentnahme über den Kesselscheitel gibt.

    Viele Grüße
    Michael

  • Hallo Christoph,

    Kegel aus Messing und Sitz aus Teflon sollte auch funktionieren. Ich habe so jedenfalls schon ein Dampfregler realisiert der schön dicht ist. Aktuell bei meiner Wilag S3/6 deren Aufarbeitung auf der Zielgeraden ist.

    Beste Grüße,

    Marco

  • Hallo Christoph!

    Vor 20 Jahren haben Gottfried und Ich mit dem Umbau der Regner -Ventile begonnen. Kleine Abfälle von einer Teflonplatte aus dem Uni-Labor war unser erster Kontakt zu diesem Material. Gottfried baute zu Hause ohne Kompressor und musste daher immer mühsam Dampf machen zum Testen. Das war aber der springende Punkt. Ich hatte im Labor Druckluft und die Ventile waren nicht ausreichend dicht. Mit der Erkenntnis, dass Teflon lang genug erhitzt werden muss, war klar es wird mühsam. Meine Erfahrung war, dass flache Kegel zu breite Dichtflächen haben und zu viel Anpressdruck brauchen. Ein spitzer Keil muss es sein. So begannen Versuche mit verschiedenen Kegel- Winkeln von mir. Natürlich habe ich mich bald entschlossen den Ventilsitz mit 60° zu versuchen und den Ventilkegel so lange spitzer zu machen, dass er sich gerade noch nicht im Sitz verkeilt. Ein Original Regner-Ventil mit Feder bekam den 60° Ventilsitz und eine neue Verschlussschraube mit dem Hintergedanken das Ventil einmal kürzer zu machen. Der 38° Kegelwinkel öffnet beim kleinsten Überdruck und schließt nachher wieder schnell.

    Ich werde mir nach meinem großen Aufwand und nach so vielen Jahren über weitere Konstruktionen keinen Kopf zerbrechen. Das niederste Ventil steht nur 2.5 mm über dem Kessel des Bullen heraus. Mit Teflonventilsitz wird das nicht gehen.

    L.G. Wolfgang Franz K.

  • Für alle die selber Bauen kein Problem, für alle andern die so etwas einsetzen wollen, unerreichbar.

    Mir persönlich ist die Funktion viel wichtiger als das Aussehen, es muss nicht zwingend, fast nicht zu sehen sein.

    Hat jemand einen direkten Draht zu Micha Lechner, vielleicht lässt sich eine Sammelbestellung für solche SV (Bauart a’ la Wolfgang) organisieren? Würde er (Regner) überhaupt mitmachen? Preisvorstellung und mindeste Anzahl müssten uns auch bekannt sein, um überhaupt eine Umfrage zu starten. Leider bin ich weit weg und kenne Micha Lechner nicht persönlich, darf mich aber als guter Kunde von Regner bezeichnen.

    Was meint das Volk?

    Gruss Christoph

    Mehr Pausen zwischen dem Nichtstun...Vor allem längere...

  • Hallo!

    Auf der Regner-Homepage ist der Katalog Ausgabe 2017 zu finden und dort ist mein Sicherheitsventil in kastrierter Form zu sehen . Weil Mischa Lechner die große Maschine besetzte, wurde das Ventil in meinen Augen dilettantisch neben her gebaut und die innen liegende Dreieckstütze weg gelassen. Nach den ersten Reklamationen wurde das außen gestützte Langgewindeventil erfunden, dass sich selbst blockiert hat. Beim normalen Teflonventil gab Manfred Regner die Anweisung meine Bauart mit allen Details zu kopieren (Gott sei dank) beim niederen Ventil ist das nicht passiert. Jetzt müsste Mischa erst ein mal meine Idee nachbauen, dazu müsste er die einzige große Maschine für andere Aufträge blockieren und hoffen, dass er das Vertrauen von ein paar Leuten zurück gewinnen kann.

    Ich dachte immer, was ich kann, das kann Regner auch. Manfred Regner erklärte mir, das stimmt nicht, aus wirtschaftlichen Gründen. So kam es dazu, dass ich die Teflonkegel selbst machen musste um die Idee am Leben zu erhalten.

    Diese Ventile sind mit der Originalfeder von Regner für 3 bar gemacht und getestet. Höhere Drücke brauchen vielleicht eine andere Konstruktion. (ist mir egal)

    L.G. Wolfgang Franz K.

  • Hallo Christoph!

    Ich habe mit Mischa Lechner gesprochen: Er möchte wissen, wie viele Ventile es wären. Sofort ist es sicher nicht möglich. Ich warte, was du auf die Beine stellst. Die technischen Details würde ich noch ein mal mit Mischa behandeln, die Logistik (Abnahme- Garantie und Kauf) ist nicht mein Revier.

    L.G. Wolfgang Franz K.

    Einmal editiert, zuletzt von Wolfgang (1. Februar 2023 um 11:06)

  • Hallo Hans!

    Es gibt Leute, welche es lieben, dass die Ventile mit einem Geräusch den Überdruck ablassen. Die zwei Bauarten meiner Teflonkegelventile, dichten aber schon mit wenig Anpressdruck ab und öffnen bei 3 bar (gewünschter max. Druck) unmerklich ohne Druckabfall (unter 3 bar). Das gilt zu mindest für Gaskessel. So kann man sofort reagieren und das Gas drosseln. Ventil, welche erst spät nach dem gewünschten max Druck öffnen und dann weit unter Diesem erst wieder schließen, mag ich nicht.

    Die niedere Bauart habe ich für die Mh6 entwickelt. Bei dieser Lok ist das Ventil bündig mit der Kesselverkleidung. Die große (normale) Bauart wird von "Regner" hergestellt und verkauft.

    Ein Gestern gestarteter Versuch mit Druckluft und kochendem Wasser ergab, das 4 bar max Druck einstellbar ist. Bei 4.5 bar bläst es aber ab.

    L.G. Wolfgang Franz K.

  • Wolfgang,

    wieviel ist die Druckdifferenz deiner Ventile zwischen öffnen u. schliessen? Sie schliessen auch schlagartig?


    Mehr Pausen zwischen dem Nichtstun...Vor allem längere...

  • Moin Hans,

    Zitat

    ... Sind das eigentlich die sogenannten Poppventile?

    nein, eher nicht.

    "PoP"-Ventile sind Ventile, die schlagartig beim eingestellten Ansprechdruck öffnen und dabei den vollen Querschnitt frei geben. Sie können vor dem Ansprechen leicht "schnüffeln", sollten es aber eher nicht.

    Sie sollten bei Modellkesseln spätestens bei einem Kesseldruck von 0,9x Ansprechdruck wieder vollständig geschlossen sein, die Hysteresekurve sollte also höchstens 10% des Ansprechdrucks breit sein.

    Um ein derartiges Verhalten zu erreichen, muss das Innenleben einige Anforderungen erfüllen und die Gestaltung der Komponenten erfordert umfangreiche Tests, bis es "passt". Außerdem sind die Werte sehr von der Kesselleistung abhängig.

    Dem, den das näher interessiert, empfehle ich das Buch "Building the new shay" von Kozo Hiraoka, das ein separates Kapitel zur Dimensionierung von "PoP"-Ventilen enthält.

    Ich verwende ein derartiges Ventil an meinem kleinen Testkessel und "gönne" mir bei jeder Inbetriebnahme das Erlebnis des schlagartig ansprechenden

    Sicherheitsventils.

    Grüße Dietrich

  • Hallo Hans,

    Die sogenannten Poppventile heißen eigentlich Richardsonventile.

    (Auszug aus Ångloklära, 1949)

    Sie sind strömungstechnisch komplizierte und ausgefuchste Dinger... Der ausströmende Dampf wird umgelenkt (Kante mit Nr 21 im Bild) und der Impulsübertrag öffnet das Ventil ganz (mit einem deutlichen 'Popp') und hält es offen. Wenn der ausströmende Dampf durch sinkenden Druck und den reduzierten Druck des strömenden Dampfes (Bernoulli-Gesetz) das Ventil nicht mehr offen halten kann, dann schließt es auch wieder mit einem 'Popp'. Um das zu erreichen spielt auch die Form des Dampfkanales eine große Rolle (Winkel, Kante, etc.)

    Und ich kann euch versichern, die Dinger benehmen sich wirklich so... Vor dem Öffnen ein leichtes Zischen, aber dann wirklich schlagartiges Öffnen und Schließen. Druckunterschied ziemlich genau ein Bar.

    Das im Modell zu erreichen halte ich für sehr schwierig.

    Viele Grüße

    Rüdiger

    Einmal editiert, zuletzt von ruebennase (5. Februar 2023 um 22:20) aus folgendem Grund: Wort durch 'ausströmende' ersetzt und so die Autokorrektur ausgehebelt

  • Hallo Rüdiger,

    das funktioniert im Original wie auch verkleinert genau gleich. Für meine Aster Mogul habe ich ein solches Ventil gebaut da das ursprünglich vorhandene eine rießige Hysterese hatte.

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    Beste Grüße,

    Marco

  • Hallo,

    dass Gestänge vom Umsteuerventil, hat noch einen Niederhalter bekommen. Habe ich einfach am Gastank angelötet. Damit verbiegt sich die lange Messingstange nicht mehr.

    Meine 18er hat jetzt das Sprechen gelernt. So habe ich das Pfeifenventil eingebaut. Angesteuert wird mit einer Litze.

    Und so ist jetzt die 18er nicht mehr stumm.

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    das Zünden mit dem Piezozünder funktioniert auch hervorragend.

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    Viele Grüße
    Michael

  • Hallo Michael,

    dass Gestänge vom Umsteuerventil, hat noch einen Niederhalter bekommen.

    Die Idee mit dem Niederhalter ist gut. Sicher weichgelötet..?

    Dein Servo für die Pfeife hat mich aber auf eine ganz andere Idee gebracht, welche nichts mit der Pfeife zu tun hat... Ich guck aber erstmal, ob es so klappt, bevor ich hier groß darüber rede. Zunächst müssen die (diesmal hoffentlich richtigen) Servos aus China ankommen.

    Gruß Rico.

    Feuer - Wasser - Kohle

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