Beiträge von Stopfbüchse67
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Hallo Rüdiger
Vielen Dank für den Hinweis betreffend Bügel - aus folgenden Gründen sind diese aus federhartem 0,6mm Messingdraht geformt und an den Lampenkörper angelötet worden:
- am Wachsmodel wären diese Bügel ohne zusätzliche Stützen so zerbrechlich, dass sie sehr wahrscheinlich nicht einmal das Einbetten überstanden hätten.
- wenn ja, ist ein Guss ohne zusätzliche Angüsse immer noch sehr riskant
- das Abrtrennen von allfälligen Angüssen an einem so filigranen Teil ist recht anspruchsvoll und ein weiteres Beschädigungsrisiko
Vor diesem Hintergrund hat sich die Lösung mit dem Drahtbügel aufgedrängt.
Was verstehst du unter "atomatisches Verputzen"?
Grüsse
Florian
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Hallo Michael
Die Laternen entstanden, mangels passenden Kaufteilen in 1:13,3 , nach dem selben Prinzip wie auch der Rauchkammerdeckel und andere Kleinteile.
Da wie gesagt diese Lieferkette leider nicht mehr funktioniert, kann ich dir zumindest eine .pdf-Zeichnung (mit den wichtigsten Abmessungen) und CAD Daten (in 100% Skalierung) im .step und/oder .stl-Format zur Verfügung stellen.
Du musst dich dann einfach nach einem Gussdienstleister umschauen der die Urmodelle in entsprechender Qualität aus Wachs drucken und in Messing giessen kann.
Lasse mich einfach wissen, wenn du Interesse daran hast.
Grüsse
Florian
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Hallo Andy
Diese Frage kann ich dir nicht so einfach beantworten, da im Fall des Rauchkammerdeckels das digitale Urmodell von mir selbst hergestellt wurde - der 3D-Druck und der Guss eine Zusammenarbeit von 2 Dienstleistern war, die mir einen Pauschalpreis verrechnet haben. (Der Gussdienstleister hat zwischenzeitlich leider völlig unerwartet den Betrieb geschlossen und dieses Angebot nicht mehr möglich ist.)
Wenn du mir deine Frage bezüglich einem bestimmten Teil präzisieren kannst, werde ich sie dir gerne, soweit möglich, beantworten.
Grüsse und guten Start ins 2026
Florian
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Hallo Simon
Ich denke die Grenzen der Machbarkeit des ganzen Dachteils im SLS Verfahren sind nicht unbedingt die Überhänge oder Stützstrukturen (SLS kann weitestgehend ohne Stützstrukturen arbeiten, da die Teile bis zum Schluss im Pulverbett liegen das als eine Art "Rundum-Stütze" wirkt.) sonder ob die feinen Details wiedergegeben werden rsp. die eher raue Oberfläche diese "verwischt".Bei einem grossflächigen dünnen Bauteil könnte auch ein gewisser Verzug auftreten.....
....aber wenn du es nicht wagst, wirst du es nie wissen. Auf alle Fälle sicher einen Versuch wert. Auf das Resultat bin ich schon sehr gespannt!
Hast du schon einen Druckdienstleister zur Hand?
Ich habe kürzlich auch einen erfolgreichen Versuch in dieser Richtung gestartet der zwar eigentlich als Test einer Vermarktungsplattform für 3D-Druckdienstleistungen gedacht war.
Ich liess mir eine Handvoll Rohlinge für Feldbahnräder mittels SLS aus 316L drucken. Dank recht grossen Materialzugaben konnte ich sie dann schlussendlich auf meiner Drehbank fertig bearbeiten.
Wie das dann ausgesehen hat, guckst du auf die Bilder. Zum Vergleich ist daneben ein amerikanisches Produkt das mit einem Bausatz von "Simply 7/8th" mitgeliefert wurde. Nun, wer die Wahl hat......
Grüsse Florian
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Hallo Simon
Planst du das Dach als 3D-Druck aus Metall machen zu lassen?
Grüsse
Florian
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Servus Manuel
Vielen Dank für deine lobenden Worte! Die allgemeine Erscheinung des Modells entspricht nun doch wesentlich besser dem Vorbild.
Die Rauchkammertür ist ein Gussteil das ich zuerst als 3D-CAD Teil modelliert, dann das Urmodell im Stereolithograpie-Verfahren in ausschmelzbarem Wachs ausdrucken und schlussendlich in Messing giessen lassen habe. Ich bin immer noch begeistert davon und verwende es gerne als Beispiel zu Stereolithographie in Diskusionen über 3D-Druckverfahren. Abgesehen von den Scharnierbohrungen waren an dem Teil keine Nacharbeiten nötig!
Einfach gesagt ist an der Maschine gar nichts mehr so wie auf den J.P. Duval Plänen. Die Grundlagen für meine Steuerung habe ich aus verschiedenen Bücher über Echtdampfmodelle zusammengesucht und für meine Maschine angepasst. Das war ein sehr langwieriger Prozess mit x-welchen Simulationen auf dem CAD. Ob das alles dann auch wirklich funktioniert wird sich erst noch zeigen.
Wie zeigten sich denn bei deinen Probefahrten die Schwierigkeiten?
Gerne werde ich weitere Bilder und Informationen zum Bau hier einstellen. Lasse mich einfach etwas konkreter wissen was dich interessiert.
Grüsse
Florian
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Hallo Rüdiger
Für eine brauchbare Aussage zu diesem Thema braucht es entweder sehr aufwändige komplizierte Berechnungen oder, wie du anfänglich schon selbst sagst, 2 Kessel (mit/ohne) die auf einem Prüfstand gleichzeitig betrieben und Daten genommen werden können.
Sicherlich bringen Quersiederohre eine Vergrösserung der Heizfläche, aber auch, in meinem Verständnis, mögliche Probleme mit sich:
- jede Fügestelle ist potentiell undicht
- brauchbare Dichtigkeitsprüfung am blossen Flammrohr mit Quersiedern schwierig rsp. allfällige Reparatur im fertigen Kessel (fast) nicht möglich
- schwierigkeiten bei einem allfälligen (warum auch immer nötigen??) Austausch des Flammrohres
- mehr oder weniger starke Verringerung des Querschnitts im Flammrohr der u.U. durch Abgasstau die Funktion des Brenners beeinträchtigt
Vor diesem Hintergrund würde ich eher davon absehen und nach möglichst guten Wärmedämmungsmassnahmen am Kessel und dazugehörigen Installationen Ausschau halten.
Grüsse
Florian
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Liebe Gemeinde
Mit Schrecken habe ich eben gerade festgestellt, dass seit meinem Start hier im Forum, geschlagene 8 Jahre vergangen sind!
In der Zwischenzeit sind einige wenig wünschenswerte Dinge geschehen die leider auch Einfluss auf den Fortschritt meines "Decauville 020" Projekt hatten.
Kurz gesagt, das Modell wie ihr es auf den Bildern seht, ist nun eine 100% Eigenentwicklung. Diese drängte sich auf, da nach dem eingehenden Studium der J.P. Duval - Pläne, zu viele Fragezeichen (in jeglicher Hinsicht) auftauchten.
Als glückliche Fügung, konnte ich noch ein Exemplar des "DECAUVILLE facsimilé catalogue 130 de 1916" beim Schmalspur-Verlag bekommen. In diesem sind sämtliche Werksangaben zu Abmessungen, Gewichten etc. sowie der komplette, illustrierte Ersatzteilkatalog für das "6,5 Tonnen" -Modell zu finden.
Mit diesem Buch zur Hand und etwelcher Recherche im Netz, begann ich dann auf dem sprichwörtlichen "weissen Blatt Papier" ........
..... was daraus geworden seht ihr auf den Bildern.
Zur Zeit ist es noch ein Standmodell - der Kessel ist zwar schon abgepresst, der Fernsteuerungseinbau funktoniert aber das Fahrwerk/Antrieb und der Kessel unter Dampf ist noch nicht getestet.....
Da ich alles nach bestem Wissen konstruiert und gefertigt habe, bin ich noch guter Dinge dass sich die ganze Maschine auch mal aus eigener Kraft fortbewegen wird. Und wenn nicht, ist sie zumindest recht hübsch anzuschauen.
Ich hoffe das ich in diesem Winter vermehrt dazu komme daran zu arbeiten und werde gerne einen allfälligen Fortschritt posten.
So wünsche ich euch frohe Festtage und einen guten Start ins neue Jahr!
Florian
P.S. Den aufmerksamen Betrachtern wird wahrscheinlich nicht entgangen sein, dass diverse Schrauben usw. fehlen. Diese werden bei der Endmontage dann noch angebracht.
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Liebe Gemeinde,
bin gerade daran mich in Sachen Zusammensetzung von Kesselwasser und die daraus folgenden Auswirkungen auf die verbauten Werkstoffe schlau zu machen.
Mein Kessel ist zwar aus Inox WIG-geschweisst mit einem hart eingelötetem Flammrohr aus Kupfer aber die angebauten Armaturen sind aus Messing.
So gesehen sollte es nicht zu einer Undichtigkeit des Kessels durch Entzinkung kommen, aber z.B.undichte Zischhähne wegen Korrodierten Sitzen ist allemal ärgerlich.
Aus meiner beruflichen Erfahrung kann ich zum Schadensbild am aufgesägten Kessel folgendes sagen:Die punktuellen Ausblühungen deuten auf Flussmittelrückstände hin. Diese sind, abgesehen von optischen Nachteilen, in trockener Umgebung und normalen Temparaturen unproblematisch. In Kontakt mit Wasser, verstärkt entlang der Wasserlinie, oder Dampf und erhöhten Temparaturen werden diese wieder aktiv. ( Zur Erinnerung -ein Flussmittel muss beim Löten mit zunehmender Temparatur chemisch so aggressiv werden dass es die Oberfläche der zu verlötenden Teile angreift / aktiviert )
Die Dampfblasenbildung am Flammrohr kann diesen Vorgang noch zusätzlich beschleunigen.Flussmittel zum Hartlöten haben aber auch noch die unschöne Eigenschaft, das wenn sie beim Löten überhitzt werden einen glasigen Belag bilden der nur mit wirklich scharfer Chemie oder mühsam mechanisch entfernt werden kann. Die schwer zugängliche Stelle an der Unterseite des Flammrohrs deutet für mich auf so eine " Verglasung" hin, die über die Jahre weggekocht wurde und dabei genüsslich korrodiert hat.
Ein Problem mit dem nicht nur Modellkesselbauer zunehmend kämpfen, ist die stark schwankende Qualität /Zusammensetzung von Messing. Z.B. für supergünstige Messingprodukte aus dem Netz oder Baumarkt (teilweise nicht mal mehr Metallhändler ) gibt euch niemand irgendeine Garantie auf die genaue Zusammensetzung......je billiger umso mehr recycliertes Material unbekannter Vorgeschichte wird verwendet. :shock:
Kürzlich musste ich einen Versuchsaufbau neu erstellen da Schrauben aus Messing magnetisch wurden! Kupfer, Zink und etwas Blei ist nicht magnetisch, oder? :GR :GRSo ist es auch gut möglich das diese Ausblühungen durch örtliche Fehler in der Legierungszusammensetzung begünstigt wurden.
Als Vorkehrung gegen solche Schäden muss man versuchen möglichst "sauberes" Rohmaterial anzuschaffen. Hartlötungen müssen mit dem vom Flussmittelhersteller vorgeschriebenen Prozess gründlichst greinigt werden. Spülwasser kostet im Vergleich zu einem lecken Kessel soviel wie gar nichts.
Die Zusammensetzung des Kesselwassers muss anhand der lokalen Härtewerte usw. bestimmt werden um wasserbedingte Entzinkung zu minimieren.
Mir ist gerade in den Sinn gekommen das eine chemische Vernickelung der Kesselinnenseite funktionieren könnte. ( Muss das aber erst mit einem Galvanik-Meister besprechen. )Schlussendlich ist es aber anscheinend auch bei Modellkesseln so das sie wie beim Vorbild irgendwann durchgekocht sind.
Hoffe aber für alle die mit Messingkesseln unterwegs sind das ihre vom Hersteller gründlich gereinigt wurden und so ein langes Leben haben sollten.Grüsse und bleibt Gesund
Florian -
Liebe Gemeinde
Ich bin kein Werbeonkel für "Loctite", denke aber das ich ein paar Informationen zu diesen Produkten beitragen kann die zum besseren Verständnis der Art und Wirkgunsweise derer verhelfen.
-"Loctite" sind techn.-chem. Produkte mit genau spezifizierten und auf den Anwendungszweck abgestimmten Eigenschaften. Definitiv keine "Kann-Alles-Superpampe" aus dem Baumarkt.
-Das vorliegende "243" ist eine Gewindesicherung die wie der Name sagt im Gewinde unter Luftabschluss aushärtet und dieses so gegen Lockern sichert. ("222" ist durch seine Fliesseigenschaften eher für feinere Gewinde geeignet, aber "243" wirkt, für unsere Anwendungen, auch dort ausreichend.)
-Da das Produkt im inneren des Gewindes wirkt ist es auch weitgehend gegen äussere Einflüsse geschützt
-Die Aushärtung unter Luftabschluss hat auch den Vorteil, dass allfällig überschüssiges Produkt einfach aussen abgewischt werden kann. Irgendwann würde es sonst dann schon mal "eintrocknen" wobei die vorgesehenen Eigenschaften natürlich nicht erreicht werden.Dagegen sind Sicherungslacke:
-Flüssigkeiten die z.B. aus einem Kunstharz oder Gummi und einem Lösungsmittel bestehen. Zum Aushärten muss das Lösungsmittel in die Luft abdunsten können.
-Die Konsistenz ist meistens eher dickflüssig so das eine recht dicke Schicht aussen über den Schraubenkopf/Mutter und das Bauteil aufgebracht werden kann ohne davon zu rinnen. Von der Anwendung im Gewinde rate ich hochgradig ab!!!
-Mit entsprechendem Lösungsmittel oder mechanisch kann diese Schicht dann auch recht einfach wieder entfernt werden
So gesehen haben Sicherungslacke ein eher eingeschränktes Einsatzgebiet, sind dafür aber ein gutes Mittel Schraubverbindungen zu versiegeln z.B. unerlaubtes öffnen eines Gehäuses nachweisen zu können.Hoffe mein Exkurs war nicht zu langweilig und wünsche jetzt wieder viel Spass bei der WYKO BR50
Grüsse
Florian -
Meine lieben Schienendampfer,
seit meinem Start in die Echtdampferei sind schon wieder einige Monate vergangen. In denen ich zwar nicht von mir hören liess, aber trotzdem nicht untätig war.
Hauptsächlich habe ich die Zeit mit dem Studium von Fachbüchern ( danke Ernst für deine Büchertips ) und Arbeit am CAD verbracht.
An sich wollte ich gleich nach den Plänen von J.P. Duval starten, überarbeitete dann aber fast alle Teile so, dass sie meinen Vorstellungen als Feinmechaniker entsprechen oder nicht mehr ganz so klobig daherkommen.
Mit den Teilen für die Steuerung wie aus den Plänen konnte ich allerdings keine wirklich funktionierende Steuerung simulieren.
Bei denen von euch die schon eine Decauville 020 nach diesen Plänen gabaut haben – hat das bei euch funktioniert, oder waren Anpassungen nötig?
Möglicherweise habe ich was übersehen, aber die orig. vorgesehenen 18mm2 Querschnittsfläche der Einströmschlitze im Schieberspiegel für Zylinder mit 16mm Bohrung und 22mm Hub erscheinen mir riesig.
Daraus ergibt sich auch ein sehr grosser Schieberhub, der weitere Probleme mit sich bringt.
In diesem Zusammenhang fand ich in Büchern (recht) komplizierte Formeln zur Berechnung, bei denen dann jedoch unmögliche Resultate herausgekommen sind.
Gibt es keine einfache Faustregel dafür, die für Massstab 1:13 ausreichend ist?
Können mir da vielleicht die Erfahrenen unter euch weiterhelfen?
Weiters konnte ich Dateien für den 3D-Druck von Urmodellen für die Radsterne herstellen. Diese sind beim Giesser und wenn dieser ein Einsehen mit mir hat, liegen bald die ersten Teile auf meinem Arbeitstisch….
Hoffe kann bald mehr berichten.Florian
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Hallo Friedl,
die von dir vorgebrachten Bedenken betreffend "erweichung" von Teflon sind sicherlich berechtigt - ich denke aber haben eine andere Ursache.Teflon ist zweifellos ein Kunststoff mit einzigartigen Eigenschaften:
- chemisch Beständig gegen alles was im normalen Hausgebrach vorkommt
- Einsatztemparatur bis 260°C (!!), Schmelztemperatur 327°C (!!)
- hervorragende Gleiteigenschaften auch bei Trockenlauf
- vergleichsmässig preisgünstig und gut verfügbar
[/aber[b]
- sehr weich und kaum schnittfest ( kann mit Fingernagel geritzt werden rsp. ein zaahches Schnitzel sollte nicht in der Teflonpfanne mit dem Messer zerteilt werden )
[b]und noch schlimmer
- kaltfliessend !! D. h. wenn eine bestimmte Flächenpressung überschritten wird fliesst der Kunststoff auch ohne erhöhte Temparatur darunter weg.
Im vorliegenden Fall ist es sicher einen Versuch wert - bei Nichtfunktionieren könnten die Plättchen ja einfach gegen Pertinax oder ordinäre Flachdichtung ausgetauscht werden.Grüsse
Florian -
Hallo Reinhold,
das ist natürlich ein riesen Ärger wenn sich ein so arbeitsaufwändiges Teil beim Finish verabschiedet.
Auf dem Bild sieht die Aufspannung usw. sehr solide aus. ( Mache das auch so )
Was mich allerdings etwas stutzig macht: Ist das der Stahl mit dem du das Teil geschrottet hast?
Wieviel Spanwinkel hat der?
Für die Bearbeitung von Messing sind 0-5° optimal und die Schneide muss messerscharf sein.
Bei grösserem Spanwinkel ist es schnell möglich das höherer Druck aufgebracht werden muss bis ein Span "einhängt". Je nach Stabilität der Maschine, Aufspannung usw. kann es dann passieren das sich dieser Druck schlagartig in Richtung Werkstück entlädt, die Schneide mit zu grossem Spanwinkel ins Werkstück gerissen wird und durch den viel zu hohen Schnittdruck entweder die Schneide bricht oder wie in deinem Fall das Werkstück nachgibt.
Aus diesem Grund habe ich 2 Garnituren Drehstähle - eine mit ca 23° für Stahl, Alu und Kunststoffe und die Andere mit 2° nur für Messing.Wünsche dir neuen Mut und viel Erfolg
Florian
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Hoi Christoph,
eine ganz interessante Konstruktion hast du dir da zurechtgemacht!
Ich bin noch im Anfangsstadium der Echtdampferei und hauptsächlich mit Lesen von Fachbüchern ( vielen Dank an Ernst für seine Tips ) beschäftigt, bei dem ich immer wieder über die Vielfalt von Konstruktionen bei Dampfkesseln staune.
Jede davon ergab sich schlussendlich aus den gegebenen Rahmenbedingungen der vorgesehenen Verwendung.
Heute können wir uns zurücklehnen und versuchen aus dieser Vielfalt die besten Eigenschaften daraus für unsere Lokomotiven zu nutzen.
Der eigenen Kreativität sind dabei eh fast keine Grenzen gesetzt.
So bin ich sehr gespannt wie sich deine Konstruktion im Betrieb verhält.
Echtdampfmodelle sind sicherlich ja nur Hobby und müssen so gesehen nicht"rentieren", trotzdem wundert mich das Kesselisolation, möglichst gute Wärmeausnutzung usw. nicht wirklich ein Thema sind. ( Gleichzeitig werden Probleme mit durch Wärmeabstrahlung aufgeblähten Gastanks oder geschmolzenen Servos, mangelnde Kesselleistung bei kühlem Wetter etc. diskutiert )
Mit deinem konstruktionsbedingt luftisoliertem Kessel der dann auch noch auf isolierten Stützen steht hast du auf alle Fälle sehr gute Voraussetzungen.Dein Kessel ist sehr schön verarbeitet - wie reinigst du das Teil nach dem Löten?
Grüess
Florian -
Hallo Thomas,
vielen Dank für den Link zur Biegeweiche auf der Rigibahn. So simpel sie auch erscheint steckt doch einiges Hirnschmalz dahinter. :GR :GR
Auf alle Fälle interessanter Lesestoff!Die Ur-Version war dagegen sehr einfach gehalten und deshalb auch sehr verbreitet.
Das ist die Einsteigerversion:

Und diese für Fortgeschrittene Gleisbauer:

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Ein Kessel der auch ohne Isolation genug Bumms hat das er zumindest bei schönem Wetter ausreichend funktioniert ist der Sache sicherlich genüge getan.
Nur stellte ich mir vor das dies bei kühlem Wetter u. U. Probleme macht. Wenn z.B. die Gasfeuerung voll aufgedreht werden muss, fällt wahrscheinlich bald der Gasdruck wegen Eigenkühlung zusammen, oder die Heizleistung reicht so oder so nicht mehr aus.Die in meinem Fall eher unschönen baulichen Begebenheiten liessen sich ev. durch eine Isolation beheben.
Die Methode von Dampfandy ist eine währschafte Lösung, ich dachte eher an Glasgewebe oder Korkmatte unter einer Verkleidung aus Messingblech.
Grüsse
Florian -
Hoi Hans,
nach dem Reiniger von Loctite müsste ich mich mal erkundigen. Ich mag solche Produkte allerdings nur sehr bedingt, da meistens nicht genau ersichtlich ist was die genaue Zusammensetzung ist. Bin z.B. mal mit sog. "Brennsprit" haarscharf an einer Katastrophe vorbei, als ich Polystyrol damit reinigen wollte. Polystyrol ist an sich gegen Aethanol beständig, aber nicht gegen MEK (Methylethylketon ) mit dem "Brennsprit" vergällt wird. :shock: :shock: Dies herauszufinden war dann auch gar nicht so einfach.
Chlorierte und flourierte Kohlenwasserstoffe sind nach heutigen Erkenntnissen sicher nicht ganz unproblematisch, doch einen sinn- und massvollen Einsatz finde ich durchaus vertretbar wenn es um die hervorragende Wirkung davon geht.
( In meinem Lehrbetrieb hatten wir eine Ultraschall-Waschanlage mit Freon...... , damals dachte sich auch kaum jemand was böses dabei und wir planschten damit rum bis wir ganz lustig davon wurden. :Q )Grüess
Florian
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Hallo Arne,
ganz interessanter Brenner den du hast und zudem sehr kompakt!
Ich bin in der Szene ja ein Neuling und habe mir als erstes Projekt die Decauville 020 von J.P. Duval vorgenommen. Im Zusammenhang mit Heizung und Kessel hätte ich eine Frage:
- Die Pläne sehen nach anfänglichen Schwierigkeiten mit ausreichend Dampferzeugung einen sehr grossen Flächenbrenner ( mit entsprechendem Platz- und Gasverbrauch ) vor, mit dem anscheinend schon nach ca. 3 Minuten 3bar erreicht werden. Unter anderem reicht aber die Stehkesselrückwand dadurch übermässig weit ins Führerhaus.
Andererseits ist keine Art von Kesselisolation vorgesehen, ebenso wenig ist der Kessel thermisch vom Chassis isoliert, so das dieses als zusätzlicher Kühlkörper wirkt.
In deinem Video sehe ich eine Kessel mit Isolation umwickelt - was sind deine Erfahrungen diesbezüglich?
-Dass so eine Isolation auch Wirkung zeigt, wie dick sollte sie etwa sein und was für Material eignet sich dafür? ( So auf gut Glück einen Kessel bauen zu dem die ganze restliche Konstruktion angepasst werden muss, ist mir dann doch ein bisschen viel Aufwand.)Vielen dank für deinen Rat und Grüsse
Florian
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Hoi Hans,
wo gibt es denn im Aargau noch Trichlor zu kaufen?Grüess
Florian