Beiträge von Steffen Waidelich

    Hallo Schienendampfer,

    wie versprochen hier zwei kleine Videos von der ersten Probefahrt heute.

    Die Lok fährt wie gewünscht sehr schön. Sie hat tolle Langsamfahreigenschaften und eine Menge Kraft.

    Seht selbst. Ich bin zufrieden.

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    Liebe Grüße

    Steffen (DampfCraft GmbH & Dampflok GREIF Karlsruhe)

    Hallo Schienendampfer,

    im Herbst konnte ich eine gebrauchte Reppingen 996001 erwerben. Ich habe schon länger auf so eine Gelegenheit gewartet und gleich zugeschlagen, da die Loks doch recht selten gehandelt werden.

    Mir war beim Kauf bewusst, dass die Lok in keinem besonders guten Zustand war (Siehe Bild).

    Mit dem tatsächlichen Ausmaß an kleineren und größeren Katastrophen habe ich aber nicht gerechnet.

    Deshalb habe ich direkt die Entscheidung getroffen mit der Lok "Tabula rasa" zu machen. D.h. alles auseinander bauen, sandstrahlen, alle Problemchen zu beseitigen und anschließend zu lackieren und wieder zusammenzubauen.

    Im Herbst habe ich mit der Demontage begonnen. Dabei zeigte sich dann weshalb der Vorbesitzer mit Sicherheit keine Freude an der Lok hatte. Neben nicht richtig haftendem Lack, schlechten Lötstellen am Gehäuse und offensichtlich generell wenig Liebe beim Bau der Lok waren das die "interessantesten" Probleme:

    - Im Dampfverteiler war eines der M5x0,5 Gewinde eine abgeknipste Spax Holzschraube "gewürgt". Das Gewinde konnte ich glücklicherweise retten.

    - Das Loch im Rahmen, in dem die Steuerstange gelagert ist, wurde warum auch immer um 1mm aufgebohrt. (Vielleicht weil der Rahem sich beim Löten verzogen hat und die Löcher nicht mehr gefluchtet haben) Das heißt, dass die beiden Schwingen hin und her eierten. Dieses Problem wurde dann vom Vorbesitzer mit zwei um die Löcher gewickelten Drähten kaschiert. Die Steuerung konnte somit nicht eingestellt werden. Deshalb fuhr die Lok garantiert überhaupt nicht, oder nur sehr holperig.

    Also habe ich nun Stück für Stück den ganzen Murks beseitigt.

    Angefangen mit den Radsätzen. Bei diesen waren auch noch zwei Radsätze lose auf der Welle. Nach Rücksprache mit Ralph Reppingen, der mir erklärte, dass die Radsätze bei ihm seit einigen Jahren auf einer Vorrichtung verpresst werden, hat er mir angeboten die Räder bei sich nochmals neu im richten Winkel zu verpressen. Das Angebot habe ich gerne angenommen.

    Während die Räder in Arbeit waren, habe ich alle Teile sandgestrahlt und begonnen die schlechten Lötstellen zu korrigieren. Das war insgesamt recht aufwändig. Der Vorbesitzer hatte die Lok wohl aus einem Teilesatz gebaut und sich dabei wohl etwas überschätzt.

    Anschließend habe ich am Rahmen einiges nachbearbeitet, wie z.B. die Lagerbohrungen der Steuerstangen, bzw. Schwingenlagerung wieder fluchtend bearbeitet und passende Teflonlager gedreht.

    Nachdem die Radsätze von Reppingen zurück waren, gab es eine erste Stellprobe

    Über die Feiertag konnte ich die Zeit nutzen alle Teile zu grundieren und zu lackieren.

    Anschließend kamen beim Zusammenbau auch wieder einige Überraschungen auf mich zu. Beim Einstellen der Steuerung stellte sich heraus, dass sich die rechte Triebwerksseite nicht vollständig symmetrisch einstellen lies. Ich vermute, dass durch das hin und her mit der Schwingenlagerung leider die rechte Schwinge minimal an falscher Stelle sitzt. Also habe ich mir eine längenverstellbare Schwingenstange gebaut und die ideale Länge ermittelt. Es war tatsächlich nur 0,6mm mehr an Länge.

    Diese 0,6mm habe ich an der originalen Stange erreichen können, indem ich bei er Lagerbohrungen mit einem 3mm und am anderen Ende mit einem 4mm Fräser um jeweils 0,3mm exzentrisch versetzt habe. Anschließend habe ich zwei Teflonlager eingesetzt. Damit konnte ich exakt 0,6mm mehr Länge erreichen und somit ließ sich die Steuerung symmetrisch einstellen.

    Ich bin hierbei sehr penibel, da sich das extrem auf die Langsam - Fahreigenschaften der Lok auswirkt.

    Generell muss man beim Fahrwerk sehr genau arbeiten, so dass überall Leichtlauf gewährleistet ist, aber alle Lagerspiele möglichst gering sind.

    Ich habe der Lok noch einige Details gegönnt. Aus Riffelblech habe ich originalgetreue Trittbleche angefertigt, die Lampen haben weiße Lampenringe bekommen und auch eine Zughakenkupplung folgt noch.

    Die Lampen sind per RC-Schalten mit der Fernbedienung zwischen vorwärts und Rückwärts schaltbar.

    Mit dem Endergebnis bin ich sehr zufrieden. Seht selbst:

    Ich hoffe, dass euch der Bericht gefällt und für den ein oder anderen einen Mehrwert bietet.

    Ein Video in Aktion folgt noch.

    Ich wünsche euch ein frohes neues Jahr 2025 mit viel Dampf!

    Liebe Grüße,

    Steffen (DampfCraft GmbH & Dampflok GREIF Karlsruhe)

    Hallo Schienendampfer,

    in diesem Frühjahr bin ich zu der Ehre gekommen, einen fast vollständigen Bausatz einer Regner TSSD zu erwerben.

    Ich habe die Lok nach dem Stand der Technik mit allen "Teflon- und Gleitlagerfinessen" aufgebaut. Die Laufkultur spricht für sich...

    Ich werde bei Zeit einen ausführlichen Baubericht hier einstellen. Bis dahin möchte ich euch dieses Video über die fertige Lok nicht vorenthalten:

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    Viele Grüße aus Karlsruhe wünscht

    Steffen

    Hallo Schienendampfer,

    Da die Große weiterhin kalt im Lokschuppen stehen muss, hatte ich wieder etwas Zeit für Modellbau.

    natürlich ist mir bekannt, dass die Einspeisepunkte bei diesem Kessel nach klassischen Gesichtspunkten "suboptimal" sind.
    Würde ich heute einen neuen Kessel bauen, würde ich tatsächlich einiges anders machen. Trotzdem bin ich der Überzeugung, dass
    durch den in zwei Hälften getrennten Dampfverteiler die Dampfentnahme und die Einspeisung parallel so möglich sind.

    Das hat sich heute im Praxistest auch bewahrheitet. Roland hat Recht, dass der Wasserstandsanzeiger durch das von oben eingespeiste Wasser während dem Speisen verfälscht wird. Das stört mich persönlich aber kaum, da so auch noch ein zusätzliches optisches Signal geliefert wird, ob der Injektor einspeist. Durch das 6mm Wasserstandsglas ist nach dem Speisen der Wasserstand wieder gut und zuverlässig ablesbar.

    Ob das konstantere Einspeisen per Achspumpe beim Ablesen stört weiß ich noch nicht.

    Heute ging es vorwiegend um die Funktion des Injektors. Der fördert im Druckbereich 2,5 - 4 bar ohne verknappen der Wassermenge. Zwickt man die Wassermenge ab, so kommt man sogar runter bis 1,8 bar. Auch bei sehr hohem Wasserstand konnte bei parallel laufendem Triebwerk kein nennenswertes Wasserreißen festgestellt werden.

    Die Lok hat bei 4 bar eine enorme Zugkraft, wie man auf dem letzten Video sieht. Man kann die Räder kaum per Hand ohne Schmerzen bremsen.
    Das liegt wahrscheinlich auch mit an den sehr dichten Teflonflachschiebern und Teflonkolben...

    Ich bin jedenfalls sehr zufrieden. Bei nächster Gelegenheit steht dann bald ein Test mit Kohlefeuer und Fernsteuerungselektronik an.

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    Bis dahin wünsche ich viele Grüße aus Karlsruhe.

    Steffen

    Kurzes Update:

    Ich hatte wieder etwas Zeit für kleine Dampfloks...

    Bei der U ist derzeit eine Stellprobe aller Leitungen und Armaturen dran. Die Lok bekommt neben der Doppelkolben-Achspumpe auch einen Injektor vom bekannten Forenkollegen.
    Für genügend Anschlüsse habe ich den Dampfverteiler auf der Dampf- und auf der Wasserseite um jeweils zwei Zugänge erweitert.

    Der Injektor wird servogesteuert. Wie man auf den Bildern sieht, wird es ganz schon voll in der Hütte werden.
    Wenn alle Leitungen und Servogestänge verlegt sind, dann folgt bei wärmen Temperaturen die Lackierung und anschließend die Endmontage.

    Bis dahin ist es aber noch ein Stückchen Arbeit...

    Grüße aus Karlsruhe,

    Steffen

    Hallo Schienendampfer,

    lange ist´s her, dass man von mir etwas zum Thema Dampfmodellbau gehört hat. Nach langer Zeit bin ich nun über die Feiertage dazu gekommen, etwas an meiner S10 zu optimieren.

    Die Lok war bis ca. 2015 viel im Einsatz. Doch hatten sich damals einige Kinderkrankheiten und konstruktive Fehler abgezeichnet.

    Die wesentlichen Punkte waren:

    - Es fehlte dringend ein Aschekasten.
    - Das Saugzugsystem in der Rauchkammer war suboptimal. (Blasrohr nicht genau zentrisch und in der Höhe zu hoch)
    - Die Achspumpe hat stets ab ca. 2,5 Bar ihren Dienst quittiert.
    - Die Feuerhöhe war recht gering und damit die Periode zum Nachlegen recht kurz.

    Ich entschloss mich damals die Lok nochmals in alle Einzelteile zu zerlegen und Stück für Stück die Kinderkrankheiten auszubessern.

    Die Achspumpe konnte durch Überarbeiten der Ventilsitze zur zufriedenstellenden Funktion gebracht werden. Die alten Ventilsitze waren zu sehr gesenkt. Die verwendeten Gummikugeln mögen aber eher einen Ventilsitz mit kleiner Dichtfläche.

    Die Feuertiefe konnte durch herabsetzen des Rosts um ca. 10mm vergrößert werden. Davon erhoffe ich mir einen entspannteren Betrieb.

    Soweit es der Platz bei er S10 zuließ, habe ich einen Aschekasten um die Nachlaufachse herum konstruiert. Das große Blech lässt sich zum Säubern nach hinten heraus ziehen.

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    Als Nächstes steht die Saugzuganlage auf dem Plan.

    Auch möchte ich der Lok einen Injektor verpassen.

    Beste Grüße aus Karlsruhe und einen guten Rutsch wünscht

    Steffen

    Hallo Dampffreunde,

    zum 50. jährigen Jubiläum unserer Dampflok "GREIF" auf der Schlossgartenbahn kommt diesen Herbst Dampflok "Emma" (Orenstein & Koppel Lok 18 aus dem Frankfurter Feldbahnmuseum) für vier Termin zu Gast auf die Schlossgartenbahn. Es wird jeweils von 11:00 bis 18:30 Uhr mit zwei Dampfzügen gefahren.

    Mehr Informationen unter :

    https://www.facebook.com/DampflokGREIFKarlsruhe

    https://www.kvv.de/freizeit/freiz…gartenbahn.html

    Mit besten Grüßen,

    Steffen Waidelich

    Hallo Schienendampfer,

    auch wenn es sich hierbei nicht um Modellbahn handelt, möchte ich auch hier ein wenig Werbung machen.

    Diesen Sommer haben wir hier in Karlsruhe bei der Schlossgartenbahn zum ersten Mal eine Gastdampflok bei uns.

    Lok Nr.18 (Orenstein&Koppel 9244) aus dem Frankfurter Feldbahnmuseum ist über die Ferien zu Besuch. Am kommenden Sonntag gibt es wieder
    Zweizugbetrieb in herrlicher Schlosskulisse.

    http://bnn.de/nachrichten/karlsruher-dampflok-hat-besuch

    https://www.facebook.com/DampflokGREIFKarlsruhe/

    Hier ein paar Bilder von der Ankunft und vom ersten gemeinsamen Fahrtag.

    Ich würde mich sehr freuen, falls man auch ein paar Bekannte Gesichter aus der Echtdampfszene sieht.

    Viele Grüße,

    Steffen

    Hallo Schienendampfer,

    einige von euch werden sich vielleicht noch an mich erinnern. Ich habe schon länger nichts mehr von mir hören lassen, da sich in den letzten Jahren der Schwerpunkt meines Hobby`s auf die größere Spurweite verlegt hat. Genauer gesagt 600mm. Die Modellbahn ist da meist zu kurz gekommen. Deshalb gab es von mir auch kaum Neuigkeiten zu berichten.

    Mit 16 Jahren durfte ich in Karlsruhe Herrn Manfred Halle kennen lernen, der mir damals mir damals ermöglichte den Kesselwärterschein auf seiner Dampflok Greif bei der Schlossgartenbahn in Karlsruhe anzufangen. Die Lok ist eine Feldbahnlok aus der Henschel Serie, damals namens "Riesa" mit 70PS, und wurde 1939 in Kassel gebaut. Manfred Halle erwarb die Lok ende der 60er Jahre von der Baufirma Vatter in Mannheim, bei der die Lok damals zum Verschrotten auf dem Hof stand.
    Relativ zeitgleich wurde in Karlsruhe anlässlich der Bundesgartenschau 1967 eine 600mm Rundstrecke durch den beliebten Schlossgarten gebaut. Daraufhin begann Manfred Halle mit der Aufarbeitung der Lok nach seinem Geschmack. Für ihn war schon seit er ein kleiner Junge war klar, er möchte eine Westerndampflok wie in den alten Filmen bauen. Daher bekam die ursprüngliche Feldbahndampflok nach und nach ihren Westernlook mit Schlepptender. Dazu haben damals auch die strengen Zulassungsbestimmungen beigetragen, welche zum Beispiel besagten, dass der tote Raum vor der Lok überbaut werden musste. (Kuhfänger) Ebenso wurde die Lok nur mit Holzfeuerung für den Parkbetrieb mitten in der Stadt zugelassen.
    Den Puristen gefällt das natürlich meist weniger. Doch die Lok wurde in den letzten Jahrzehnten zum Wahrzeichen der Stadt Karlsruhe, denn es gibt kaum ein Kind, welches die Dampflok Greif nicht kennt und kaum einen Erwachsenen, der nicht als Kind vor dieser Lok stand.

    Über die Jahre sind einige Dampflokführer auf der Greif ausgebildet worden, die heute bei UeF und co. Normalspur fahren. Auch ich durfte vor zwei Jahren mit jungen 21 Jahren dort meine Lokführerprüfung ablegen.

    Manfred Halle, der mit seiner Lok ein Lebenswerk geschaffen hat, wird dieses Jahr 80 Jahre alt. Aus diesem Grund haben wir in den letzten 1,5 Jahren an einer Lösung gearbeitet, damit die Dampflok Greif weiterhin, von ihrer Familie betrieben, in Karlsruhe dampfen kann.

    Mit einem Freund und ebenfalls jungen Lokführer zusammen, haben wir zu zweit eine Firma gegründet, welche nun als Subunternehmen der Verkehrbetriebe Karlsruhe die Dampflok weiterhin betreibt. Seit einer Woche bin ich glücklicher 1:1 Dampflokbesitzer. :G Immerhin zur Hälfte.

    Insgesamt sind neben uns beiden ca. 20 aktive ehrenamtliche Heizer und Lokführer im Einsatz. Momentan arbeiten wir fleissig daran, dass wir pünktlich zur neuen Saison an Karfreitag starten können :)


    (Foto: Stefan Viel)

    Ich würde mich freuen, einige Schiendampfer aus der Region kommende Saison bei uns zu begrüßen.

    Viele Grüße,

    Steffen

    Hey Marco und Gery,

    ich bin auch sehr begeistert von deiner Lok! :B Ich hab sie ja auf dem Hallentreffen mal kurz unter Dampf begutachtet...

    Gery kann ich auch nur zustimmen, was das Fahren angeht. Aber scheinbar macht die "neue" niederländische Kesselbauweise das Ganze etwas entspannter.
    Sowohl die Kolbloks, als auch meine S10 sind ja nach alter Tradition mit umspühlter Feuerbüchse gebaut.
    Die Idee mit der Falschluftklappe zur Zugregulierung ist mit Sicherheit auch eine Neuerung, die ich aber noch etwas skeptisch sehe. Rein vom Bauchgefühl her würde es
    mir nicht schmecken ständig kalte Falschluft durch den Kessel zu ziehen. Ob sich das Spannungstechnisch bei unseren kleinen Kesseln wirklich auf Dauer bemerkbar macht sei da hin gestellt. Aber das ist wahrscheinlich eine Frage die jeder sich selbst beantwortet muss. Funktionieren tut`s in jedem Fall.
    Ich habe bei meiner Lok inzwischen zwei Blasrohr-Köpfe (Düsen) zum wechseln. Einen mit größerer Bohrung für Lastfahrten im Garten und einen mit kleinerer Bohrung für ebene Strecken oder weniger Wagons.
    Man muss eben solange ausprobieren bis das Sicherheitsventil nicht mehr die Ganze Zeit abbläst und trotzdem noch genug Dampf zum Fahren und Speisen da ist.

    Deine Lok wird aber allein wegen der deutlich größeren Rostfläche schon mehr Fehler verzeihen als meine...

    Was haltet ihr beiden davon wenn wir uns mal zum Fahren und Fachsimpeln treffen? Wir wohnen ja alle drei im Raum Stuttgart, wenn ich das richtig sehe?

    Grüße,

    Steffen

    Hey Andy,

    leider kann ich noch keine Langzeitergebnisse vorweisen, weil die Lok bis jetzt noch nicht viel gefahren ist. Aber auf den ersten Blick war der Kolben dicht und hat auch ordentlich gegen den Kesseldruck gepumpt. Dabei spielt auch der Widerstand, den das Speiseventil zum öffnen am Kessel entgegensetzt eine Rolle. Je leichter es öffnet, desto geringer ist der Druck gegen den die Pumpe arbeiten muss. Das Teflonhütchen hat, soweit ich mich erinnern kann, um die 5/100 Übermaß. Inzwischen würde ich es sogar wieder etwas anders bauen.
    Ich würde unter das Teflon noch einen O-Ring packen, welcher dafür sorgt, dass das Teflon auch langfristig auf Maß bleibt. Aber das ist nur so eine Idee.
    Ich komme im Moment eh so gut wie gar nicht zum Basteln.


    Gruß,
    Steffen!

    Hallo Fred,

    beim Anschauen deiner Bilder ist mir aufgefallen, dass die Bolzen, welche für die Federung der ersten zwei Achsen zuständig sind, irgendwie falsch herum montiert sind, wenn ich mich nicht irre. Die Seite mit dem größeren Durchmesser liegt normalerweise auf dem Achskörper auf. Das dünnere Ende wird durch die Bohrung in der Rahmenverstrebung geführt. Dazwischen sitzt die Feder.

    Auch würde ich dir raten, die Gewindelänge der Schieberstange, auf die der Schieberkreuzkopf geschraubt wird, zu kürzen. Soweit, dass der Kreuzkopf komplett aufgeschraubt werden kann. Damit verhinderst du, dass sich im Betrieb deine Steuerungseinstellung "losrütteln" kann.

    Grüße und viel Erfolg beim Bauen,

    Steffen

    Hey Oliever,

    die Lok kriegt einen bzw. zwei Anschlüsse hinten an den Rahmen. Für Frischwasser und Bypass zurück.
    Das Wasser kommt dann aus einem Tankwagen im Zug. In der Stainz ist einfach zu wenig Platz für einen Wassertank mit sinnvoller Größe.
    Wenn man dann nicht mehr mit Pumpe, oder einen anderen Zug fahren will, hängt man eben den Tankwagen ab und fährt mit Handnachspeisung.

    Gruß,

    Steffen

    Hallo zusammen,

    heute war ich mal wieder kurz daheim in der Werkstatt. Habe die Pumpe an das Fahrgestell montiert und drucklos getestet. Ich bin froh, dass sie auf Anhieb fördert. Zur Pumpe habe ich ein paar Skizzen gemacht, ich werde die mal bei Gelegenheit einscannen.

    Grüße,

    Steffen

    Hey Leute,

    ich hab mir das gut durch den Kopf gehen lassen, ob ich die Pumpe doppelwirkend mache. Bei meiner U funktioniert es sehr gut. Allerdings ist dort auch wesentlich mehr Platz im Fahrwerk und der Kessel ist größer.
    Das Ganze ist aus einer Spontanaktion heraus entstanden. Wenn es sich beim Fahren nicht bewährt, dann wirds auch nochmal umgebaut.
    Ich hab mich für eine einzelne Pumpe entschieden, da man sich überlegen muss wie winzig Hub und Kolbendurchmesser bei einer Doppelpumpe werden.
    Bei dieser habe ich nun einen 5er Kolben mit ca. 6mm Hub. Bei der Doppelpumpe müsste man das auf zwei Kolben aufteilen. Das wird dann erstens zum Bearbeiten wieder schwieriger und ich "schätze" (ausprobiert hab ichs noch nicht), dass die Pumpe bei einem so geringen Volumen pro Kolben nicht mehr so gut arbeitet. Aber ihr habt Recht, das könnte man mal herausfinden.

    Wenn man aber andere Aster Loks betrachtet, die auch nur eine einfach wirkende Pumpe haben, so laufen die doch alle butterweich.
    Ich denke das ist eine Frage wie sauber man arbeitet und das ganze später einstellt.

    Skizzen mit Maßen hab ich daheim in Karlsruhe. Momentan bin ich zum Studieren in Stuttgart. Sobald ich weiterbaue stell ich die online.
    Ich werde das ganze einfach mal in der Praxis testen. Ich bin aber sehr zuversichtlich, dass das gut funktioniert.


    Grüße,
    Steffen

    Hallo zusammen,

    momentan bin ich dabei für eine Regner Stainz eine Achspumpe zu entwerfen. Da die Lok durch ihren kleinen Kessel sehr oft nachgespeist werden muss, bekommt sie von mir nun eine Pumpe für ein entspannteres Fahrvergnügen. Das Wasser kommt später aus einem Tankwagen. Für einen internen Wassertank mit ausreichend großem Fassungsvermögen bietet die Lok einfach zu wenig Platz.

    Die Pumpe an sich ist nichts besonderes, trotzdem möchte ich euch ein paar Fotos zeigen. Die Ventilkugeln sind die gleichen, wie bei meiner U und stammen vom Knuper.
    Bis jetzt haben die sich in der Praxis gut geschlagen.
    Als Kolbendichtung dient ein Teflonhütchen.

    Gruß,

    Steffen

    Hallo Clement,

    wie Gerald sagt, machst du das um unkompliziertesten mit Wasser. Mit der Regner Pumpflasche kannst du locker 6 Bar auf deinen Kessel pumpen. Vorher natürlich noch alle Anschlüsse gut abdichten!
    Wenn größere Undichtigkeiten vorhanden sind wirst du das sehr schnell merken. Zur Sicherheit lasse ich das ganze dann eine halbe Stunden stehen und wenn der Druck nicht abfällt kannst du den Kessel beruhigt anheizen.

    Gruß,

    Steffen

    Hallo Pal,

    Janosch hat eigentlich schon alles gesagt. Anfangs war ich enttäuscht, da der Dampf einfach durchgepfiffen ist. Dann habe ich, wie mir Janosch empfohlen hat, die Schieber erst in kochendes Wasser geschmissen und dann im heißen zustand auf einer Glasplatte mit 1000er Papier abgezogen. Solange bis der Filzstift gleichmäßig über die ganze Fläche abgerieben wurde.
    Danach waren sie sofort ganz dicht. Von den Fahreigenschaften bin ich begeistert. Der Abdampfschlag ist so viel härter geworden, dass ich die Düse um 3/10 größer machen konnte.

    Beste Grüße,
    Steffen