Beiträge von Maestrale5

    Moin Rüdiger,

    ich habe mehrere Kessel ohne Quersiederohre mit einem Kupferflammrohr gebaut. Die Dampfleistung ist ausreichend, wobei nach außen hin Edelstahlrohr und Kesselböden zum Einsatz kommen.
    Bei dem 5001 Kessel, der relativ kurz ist, musst ich feststellen, dass die Rauchkammertür doch recht heiß wird. Uns ist die Loknummer mehrmals abgefallen. Zur Befestigung kommt Loxeal 83-54 zum Einsatz, was bis 200 °C temperaturbeständig sein soll. Bei Kesseln mit Quersiederohren hatte ich das Problem noch nicht, hier sind die Rauchgastemperaturen in der Rauchkammer bis zu 50 K niedriger. Da der Kessel zu kurz ist, um mit Quersiederohren noch einen vernünftige langen Brenner unter zu bringen, veruche ich im Moment die Rauchgase mit einem Knäul aus einem Edelstahlspan zu verlangsamen und mehr Energie ins Kesselwasser zu übertragen. Die Zündung des Brenners funktioniert weiter über den Schornstein. Da muss man etwas experimentieren, wie viel Material wie komprimiert eingesetzt wird.

    Viele Grüße
    Georg

    Hallo Karl Heinz,

    ich löte immer mit den Resten in den Gaskartuschen vom Lokbefüllen. Ich verwende ausschließlich Mischgas mit 30% Propan und 70% Butan und je nach Bauteilgröße den CFH Lötmeister 1750 oder CFH Handlötgerät TS 1800.
    Damit habe ich auch 3 Edelstahlkessel teilweise hartgelötet.

    Ralpf Reppingen empfiehlt die etwas edlere "TECHNOLIT Lötpistole HLP Profi-Set 7-teilig, 5 Brenner, für alle Temperaturen und Gase"

    Viele Grüße
    Georg

    Moin Thomas,

    ich kann mir nicht vorstellen, dass man soviel Material aus dem 3 x 0,5 mm Rohr stauchen kann.
    Ein Werkzeug müsste einen Innendorn und eine äußere Form haben, um das so schön zu formen.

    Ich schätze, dass es sich um einen aufgesetzten Ring ähnlich einem Schneidring handelt.

    Viele Grüße
    Georg

    Hallo Thomas,

    man kann sich auch aus Messing einteilige Schneidringe nach dem Vorbild von Ermeto drehen.
    Die funktioneren auch bei 2 mm Rohr, wenn es der Gegenkonus zulässt, dass das Rohr in das Bauteil 1-2 mm hineingesteckt werden kann.

    Viele Grüße
    Georg

    Hallo Marcel,

    die Weichen von Thiel sollten mit NEM 310 Radsätze keine Probleme haben.'
    Wichtig für Weichen ist nicht unbedingt das Radsatzinnenmaß B sondern das Leitmaß K, um zu verhindern, dass der Spurkranz auf die Spitze des Weichenherz aufklettert. Die Spurkranzhöhe ist mit maximal 1,6 mm ausreichend, wenn das Radreifenprofil entsprechend NEM 311 gefertigt ist. Fehlen die Radien zum Spurkranz und der Schrägungswinkel der Lauffläche, ist die Betriebssicherheit gefährdet.

    Hersteller wie LGB oder train-line45 haben ihre eigenen bzw. abgewandelte Normen, an die sie sich auch nicht immer halten.

    Viele Grüße
    Georg

    Hallo Jörg,

    das Dampferwämungsrohr sollte nicht mittig über dem Brenner liegen. Beim Originalbrenner der 99 222 ist ein 3 mm Edelstahlrohr auf 2 bis 3 Uhr verlegt. Das Rohr hat bei mit über 300 h Heizstunden gehalten. Man sollte auch die Zeit mit völlig geschlossenen Dampfregler und maximaler Brennerflamme vermeiden.

    Viel Grüße

    Georg

    Hallo Kurt,

    ich klebe meine Radreifen auf gepulverte Radsterne mit UHU Plus Endfest auf. Nach aktuellen Datenblatt sollte der bis 100 °C gut sein. Früher gab es da höhere Werte, wenn ich mich richtig erinnere. Sollte aber auch bei der Achse hinter den Zylindern nicht überschritten werden, wenn das Feuer nicht in der Rauchkammer brennt.
    Was sagt denn Uwe Herrmann dazu?

    Viele Grüße
    Georg

    Hallo Lokbaubegeisterte,

    hier noch der zugesagte Scan des Schieberzylinders.


    Links war mein Tastarm zu kurz. Auf der rechten Seite zeigt die dunkelblaue Farbe das Ende des Schieberzylinders an.


    Die Schrägen an der Außenkante links und den Kanalbohrungen sind durch die Tasterform bedingt. Dieser ist so geformt, dass er 15 mm tief in eine 2 mm Bohrung eintauchen kann.

    Viele Grüße
    Georg

    Das hat mir keine Ruhe gelassen. Ich habe mich bei den Bohrung zu den Zylindern verrechnet. Hier eine Skizze mit den Maße aus der überprüften Sondenmessung.

    Die roten rechtecke stellen die Schieberhütchen dar. Es gibt also ausreichend Überdeckung.

    Viele Grüße
    Georg

    Hallo Stefan,

    ich habe die Maße mit einer Sonde und Messschieber bestimmt. Das bringt sicher Ungenauigkeiten mit sich.
    Ich kann auch nicht ausschließen, dass ich mich zusätzlich noch verrechnet habe. Am Montag folgt eine direkte Messung mit einem Rauheitsmessgerät.

    Viele Grüße
    Georg

    Halo Simon,

    hier Bilder von Zylinderblock und Schieber. Die Maße habe ich gelöscht, da es, wie Stefan schreibt Unstimmigkeiten gibt. Ich habe gerade noch mal ins 3D Modell geschaut, das Klaus gezeichtnet hat. Meine Maße, die ich gestern gemessenhabe weichen davon ab. Ich werde nächsten Montag den Schieberzylinder scannen und dann haben wir für diesen einen Block die Maße auf den 1/1000 mm genau.


    Viele Grüße
    Georg

    Hallo Tom,

    wenn Du mit einem Edding den Teil des Gewinde anmalst, der nicht verlötet werden soll, sollte kein Silberlot hineinlaufen.
    Das bedingt aber, dass die Teile möglichst schnell auf temperatur gebracht werden.

    Hallo Alexander,

    so baue ich auch Zylinderdeckel. Der flache Teil wird mit der CNC Fräse aus einem Blech mit allen Bohrungen und Rezessen ausgefräst. den Stopfbuchsenteil drehe ich dann aus einem passenden Stück Rundmaterial und löte beides zusammen. So muss man nicht so viel Späne machen.

    Vielel Grüße
    Georg

    Hallo Tom,

    um eine Mutter bis an einen Bund anziehen zu können, macht man einen Freistich mit einem Drehstahl. Wenn der Durchmesser unterhalb des Kernloches des Gewindes ist, geht die Mutter ohne Materialberührung darüber.
    Hier ein Bild nach DIN 76

    Beim Gewinde drehen kann man die letzten Windungen auch von Hand weiter drehen.


    Viele Grüße
    Georg

    Hallo Simon,

    ich habe noch ein Zylinderpaar 4801 von Regner liegen und kann Dir Maße in Bilder in den nächsten Tagen geben.
    Verbaut habe ich welche an der Reppingen 6001 von Kochi 2020. Die Lok hat seitdem auf Ausstellungen einige Kilometer ölfrei abgespult.
    Die Voreilung habe ich nach Ralphs Vorbild eliminiert, da sie wie Du schon angemerkt hast viel zu groß ist.
    Die gesamtkombination funktioniert also gut und dauerhaft.

    MIr ist aber noch nicht ganz klar, warum Du Dich nicht komplett frei von einem gegebenen Schieber machst. Zwischen den Hütchen ist ein Messingabstandshalter, den Du in der Länge selbst wählen und drehen kannst.

    Wenn es näher am Vorbild sein soll, dann mach den Zylinder aus einem Rohr oder setzte eine Hülse/Laufbuchse ein, in die Du dann Radial die Dampfkanäle einlassen kannst. Strömungstechnisch wären Dampfkanäle günstiger, die nicht um die Ecke gehen, sondern harmonische Bögen haben. Zu große Kanäle verlängern aber die Verweildauer des Dampfes und bilden eine Art Puffer, der mal gewünscht ist, wenn man eine Verbundsystem hat oder auch nicht.

    Viele Grüße
    Georg

    Hallo Rüdiger,

    so sehe ich das auch. Eigentlich hilft da nur flüssige Entnahme und Verdampfung in einer Kupferspirale, die vom Brenner oder Kessel die Energie dazu erhält. In der Anheizphase fehlt diese und wird oft durch einen kleinen Tank mit Gasförmiger entnahme sichergestellt, wie wir das bei dem Umbau der Gasversorgung der 99 222 gemacht haben. Bei Fesselrennboden mit Dampfantrieb und Vielstoffkochern zündet man auch gerne erst mal eine offene Flamme und heizt so das System vor.

    Viele Grüße
    Georg

    Moin Christian,

    Zündverhalten, Brennerleistung und Regelbarkeit wird stark von der Gasdüse beeinflusst. Selbst wenn der gleiche Durchmesser der Düsenbohrung auf zwei Düsen steht, können sie doch zu sehr unterschiedliche Ergebnissen führen.

    Viele Grüße
    Georg