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BeitragVerfasst: 08.09.2021, 13:20 
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*** SchienenDampfer
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Über das Verhalten von destillierten Wasser, welches nachher mit Luft in Berührung kommt, ist schon geschrieben worden. Es geht in Richtung SAUER, muss aber nicht gleich aggressiv sein.

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L.G. Wolfgang Franz K.


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BeitragVerfasst: 08.09.2021, 21:45 
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*** SchienenDampfer
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@Wolfgang,
muss nicht, aber kann über die Jahre.....dazu dann minderwertiges, weil kupferarmes Messing,> siehe obige Fotos. Ist aber bezogen auf die Häufigkeit eher eine Ausnahmeerscheinung und ein allgemeingültiger Algorithmus wird sich daraus eher nicht ableiten lassen.
Habe schon stählerne Kondensatrohre gesehen, die durch diesen Effekt total zerfressen waren, da fanden sich gerade noch Fragmente. Der Grund dafür fand sich in einer defekten Entgasungsanlage.

@Michael,

das vorgestellte Wasser würde ich eigentlich von den Werten her bedenkenlos in meine Kessel einfüllen, wenn vorab mit ein paar Füllungen Leitungswasser gefahren wurden. Das ist kein Reinstwasser, da wären fast lauter 0en in den Spalten. Letzteres als Kalkpuffer, um das Kalk/Kohlensäuregleichgewicht s.u. zu gewährleisten.
Ja der pH Wert sinkt durch Reaktion mit dem in der Luft enthaltenen CO² kontinuierlich bis auf 4-5 ab und das ist dann gegenüber dem in Ms enthaltenen Zn auf die Dauer zerstörerisch. Wenn aber ein gewisser Kalk- und Magnesiumanteil vorhanden ist, hält sich die CO² erst einmal daran gütlich. Der fehlte wohl aus irgendwelchen Gründen in dem Wasser.
Bitte auch das beherzigen, was ich über die pH Messung und Wasserwechsel oben geschrieben habe.
Das kannst Dir aber auch sparen, wenn Du die Schätze trocken einlagerst, aber bitte trocken und nicht feucht!

Ich bin der Meinung, dass dies hier ein Kollateralschaden aus Sauerstoffkorrosion und minderwertigem Messing ist. Genau wirst Du es nie mit vertretbarem Aufwand analysieren können. :GR
Mehr kann ich seriös zu diesem Schadensbild leider nicht mehr mitteilen.

Teile auswechseln, Aster nutzt ja metrische Maße, sodass Du bei U. Herrmann oder den 2R passendes Equipment problemlos finden solltest und gut ist es. Nichts ist eben für die Ewigkeit! 8)

Grüße
Fritz

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]ch weiß, dass ich nichts weiß.
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BeitragVerfasst: 09.09.2021, 08:23 
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SchienenDampfer
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Guten Morgen,
vielen Dank für die Antworten, insbesondere an Fritz zur Einschätzung der Analysewerte!
Die Krux ist ja, dass wir alle von Wasser reden, aber so gut wie nie wissen, was drin ist.
Glaube dennoch, langsam etwas klarer zu sehen. Das mit dem Kalk/Kohlensäure-Gleichgewicht werde ich mir mal genauer anlesen.
Abschließend noch eine Info: habe mir pH-Teststreifen besorgt und die Restpfütze meines VE-Wassers gemessen. Nach 5 Jahren im Plastikkanister ist es immer noch neutral (im Rahmen der Genauigkeit).
Letzte Frage von mir: was ist denn von dem Tipp zu halten: tu ein Stück Messing in dein Wasser(gefäß), dann frisst es das Zink da schon raus und ist „satt“ (=unschädlich), wenn es in den Kessel kommt?
Gruß
Michael

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Eisenbahnerfahrung seit 1958, siehe avatar!


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BeitragVerfasst: 09.09.2021, 21:46 
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*** SchienenDampfer
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Hallo Michael,

Michael F hat geschrieben:
Die Krux ist ja, dass wir alle von Wasser reden, aber so gut wie nie wissen, was drin ist.

Widerspruch, das weißt Du recht genau, wenn Du Dich dafür interessierst, entweder per Datenblatt, DIN oder vom örtlichen Wasserwerk zumindest in D.

Michael F hat geschrieben:
Das mit dem Kalk/Kohlensäure-Gleichgewicht werde ich mir mal genauer anlesen.

Das schadet nie, auf der sicheren Seite bist Du, wenn Du mit kalkhaltigem Wasser >1,4mmol/l (8°DH) hantierst. Dann aber werden die sofort entstehenden Beläge noch ganz andere sein. Siehe mein obiges Foto.

Michael F hat geschrieben:
Letzte Frage von mir: was ist denn von dem Tipp zu halten: tu ein Stück Messing in dein Wasser(gefäß), dann frisst es das Zink da schon raus und ist „satt“ (=unschädlich), wenn es in den Kessel kommt?

Dann hast das ZnO im Wasser, was ein sehr guter Säureakzeptor ist. Ich kann aber nicht abschätzen, wie das im Medium Wasser über Jahre und unter Temperatur weiter reagiert. Ich denke da an Hydrolysebildungen, die entstehen könnten. Weiß es aber echt nicht.
Ich kenne auch keinen Fall, wo ZnO gegen Korrosionen eingesetzt wurde, außer in Lacken und Feuerverzinkungen und da ist es Zn und nicht das Oxid. Deswegen: Lass es lieber!
Man kann aber eine sogenannte Opferanode einsetzen, die ist z.B. in jedem modernen Warmwasserboiler enthalten, um die Korrosion zu unterdrücken. Die sind meist aus Al/Magnesium oder/+ unter Spannung. Das würde aber hier zu weit führen und ist oben unter Spannungsrißkorrosion bereits angerissen worden.
Wenn Du unbedingt etwas gegen Korrosion tun willst, lese einmal unter "Wolfgangwasser" was hier geschrieben wurde.

Grüße
Fritz

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